Märkte

DAX-Anleger hoffen auf Frieden im Nahen Osten

Nach dem Beginn des Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran haben sich die Aktienmärkte deutlich nach oben bewegt. Eine Einigung zwischen den Konfliktparteien in den kommenden Wochen würde den Aktienmärkten weiteren Rückenwind geben, da die Analystenerwartungen für die Unternehmensgewinne trotz des Iran-Kriegs weiter gestiegen sind.

So hat der Trend der Analysten-Gewinnerwartungen für den DAX-Kursindex seit Anfang 2025 um 9 Prozent zugelegt und notiert damit im Bereich eines Allzeithochs (siehe Grafik 1). Vor allem das anhaltend starke Wachstum in den für viele DAX-Unternehmen wichtigen Exportmärkten USA und China dürfte geholfen haben, negative Faktoren wie die steigenden Inputkosten für Energie und das anhaltend schwache Wachstum im Heimatmarkt zu kompensieren. Der weiter steigende Trend der DAX-Unternehmensgewinne hatte dem DAX geholfen, zwischenzeitlich einen Großteil der 12-Prozent-Korrektur infolge des Iran-Kriegs wieder wettzumachen.

Grafik 1: Trend der erwarteten Unternehmensgewinne steigt um 27 Prozent für den S&P 500 und 9 Prozent für den DAX

Trend der Analystenprognosen für Unternehmensgewinne (kommende zwölf Monate)

Seit Jahresbeginn hat sich der DAX jedoch schwächer entwickelt als der S&P 500 in den USA. Ein Grund für diese bessere Entwicklung der US-Aktien ist der kräftig steigende Trend der Analysten-Gewinnprognosen für US-Unternehmen. So ist der Gewinntrend für den S&P 500 seit Anfang 2025 um beeindruckende 27 Prozent gestiegen (siehe Grafik 1).

Hierzu beigetragen haben die wegen des deutlich höheren Ölpreises stark gestiegenen Gewinnerwartungen im US-Energiesektor. Hinzu kam eine sehr positive Gewinnentwicklung der Unternehmensgewinne im Technologiesektor. So ist der Trend der Analystenerwartungen für die Unternehmensgewinne des Nasdaq 100 seit Anfang 2025 um 44 Prozent nach oben geschossen. Für 21 von 30 ausgewählten Nasdaq-Aktien haben die Analysten im vergangenen Quartal ihre Prognosen für den Gewinn je Aktie im Geschäftsjahr 2026 nach oben angepasst (siehe Tabelle 1).

Der S&P 500 profitiert mit seinem hohen Gewicht an Technologieaktien deutlich stärker als der DAX von diesem Gewinnboom. Dank dieser überragenden Gewinntrends halten wir US-Aktien auch nach den jüngsten deutlichen Kursgewinnen weiterhin für ein aussichtsreiches Investment. Die Aktienmärkte haben weltweit mit Erleichterung und einer steigenden KGV-Bewertung darauf reagiert, dass der zwischen den USA und dem Iran vereinbarte Waffenstillstand von beiden Seiten weitgehend eingehalten wurde. Beim DAX fällt auf, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) Anfang April 2026 – ähnlich wie während des Handelsstreits mit den USA im Frühjahr 2025 – im Bereich des 10-Jahres-Durchschnitts von 13 »gedreht« hat. Das KGV ist bis Mitte Mai zwar von 13,0 auf 14,0 gestiegen, ist damit aber weiterhin niedriger als im Vorfeld des Kriegs. Zudem ist der DAX dank des eingehaltenen Waffenstillstands und der Hoffnungen auf eine Einigung zwischen den Konfliktparteien Mitte Mai wieder in den Bereich seiner 200-Tage-Linie geklettert, die derzeit im Bereich von 24.100 Indexpunkten verläuft. Damit hat sich das charttechnische Bild für den DAX wieder etwas aufgehellt.

Für den Kampf des DAX mit seiner 200-Tage-Linie in schwachen Marktphasen ist es immer entscheidend, ob zwischenzeitliche Risikofaktoren wie der Handelsstreit mit den USA im Frühjahr 2025 oder nun der Iran-Krieg im Frühjahr 2026 stark genug sind, um den Trend der Analystenerwartungen für die Unternehmensgewinne der DAX-Unternehmen nachhaltig nach unten zu drücken. Die robuste Entwicklung der DAX-Gewinntrends während des Handelsstreits und des Iran-Kriegs haben einen Grundstein dafür gelegt, dass sich der DAX schnell wieder von seinen zwischenzeitlichen Schwächeanfällen Richtung bzw. unter seine 200-Tage-Linie erholen konnte.

Wir gehen davon aus, dass der Trend der DAX-Unternehmensgewinne auch in den kommenden Monaten dank einer robusten Weltkonjunktur weiter steigen wird. Daher bleiben wir bei unserer Einschätzung, dass der DAX ein attraktives Investment ist und zwischenzeitliche DAX-Korrekturen von 10 Prozent den Investoren Gelegenheiten bieten, Positionen am deutschen Aktienmarkt schrittweise etwas auszubauen.

Produktidee: Partizipieren Sie an der Entwicklung des S&P 500 und ausgewählter Einzelaktien

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Aber Achtung: Da die von Société Générale angebotenen Produkte in Euro notieren, Aktien US-amerikanischer Unternehmen allerdings in US-Dollar, besteht für den Investor ein Währungsrisiko, wenn der Euro/US-Dollar-Wechselkurs steigen sollte. Um das Wechselkursrisiko für den Anleger auszuschalten, bietet Société Générale in der Regel neben einer nicht währungsgesicherten Variante (Non-Quanto) auch eine währungsgesicherte bzw. währungsoptimierte (Quanto) Variante an.

Discount-Zertifikate

WKN

Basiswert

Cap

Discount

Max. Rendite p.a.

Quanto

Bewertungstag

Geld-/Briefkurs

FE1 B3D

S&P 500

6.600,00 Pkt.

16,26 %

6,17 %

Ja

17.06.2027

61,81/61,82 EUR

FE1 B4M

S&P 500

6.600,00 Pkt.

17,45 %

7,70 %

Nein

17.06.2027

52,49/52,50 EUR

FE4 0ZM

Micron Technology

440,00 USD

50,08 %

19,70 %

Ja

17.06.2027

361,73/361,86 EUR

FE0 6EG

Micron Technology

450,00 USD

49,85 %

23,28 %

Nein

17.06.2027

309,11/309,25 EUR

FE0 54E

Alphabet C

350,00 USD

20,83 %

13,92 %

Nein

17.06.2027

261,75/261,86 EUR

FE3 40G

Netflix

60,00 USD

36,54 %

5,91 %

Ja

17.06.2027

56,33/56,35 EUR

FE0 5T7

Netflix

60,00 USD

37,13 %

7,35 %

Nein

17.06.2027

47,91/47,92 EUR

Faktor-Optionsscheine

WKN

Basiswert

Strategie

Faktor

FXopt

Laufzeit

Geld-/Briefkurs

SB2 955

S&P 500

Long

4

Nein

Unbegrenzt

52,24/52,33 EUR

FE4 9KE

S&P 500

Short

–4

Nein

Unbegrenzt

10,39/10,41 EUR

SY6 U91

Intel

Long

4

Nein

Unbegrenzt

130,84/131,04 EUR

FE4 LWU

Intel

Short

–4

Nein

Unbegrenzt

0,91/0,92 EUR

SB0 1LL

Micron Technology

Long

4

Nein

Unbegrenzt

11,91/11,95 EUR

FE4 LXX

Micron Technology

Short

–4

Nein

Unbegrenzt

0,99/1,00 EUR

SQ6 JDR

Alphabet C

Long

4

Nein

Unbegrenzt

32,60/32,96 EUR

FD4 U2G

Alphabet C

Short

–4

Nein

Unbegrenzt

3,34/3,35 EUR

SW1 CSP

Netflix

Long

4

Nein

Unbegrenzt

13,79/13,81 EUR

FA0 CS6

Netflix

Short

–4

Nein

Unbegrenzt

10,04/10,06 EUR

SN0 1T0

Amazon

Long

4

Nein

Unbegrenzt

12,21/12,23 EUR

FE4 LS3

Amazon

Short

–4

Nein

Unbegrenzt

9,84/9,86 EUR

Stand: 20. Mai 2026; Quelle: Société Générale

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt zu Informationszwecken lediglich in Kurzform und stellt einen Auszug aus dem Gesamtangebot von Société Générale sowie keine Anlageempfehlung dar. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN. Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern, den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.