Märkte

Längerer Iran-Krieg trübt DAX-Gewinnausblick

Die Hoffnung auf einen kurzen Iran-Krieg hat sich nicht erfüllt. Dauert der Krieg, wie in unserem neuen Basisszenario unterstellt, noch einige Wochen, dürften sich die hohen DAX-Kursschwankungen noch fortsetzen. Jedoch bieten sich für langfristig orientierte Investoren Nachkaufgelegenheiten. Denn der DAX-Dividendenjahrgang 2026 ist mit 28 Dividendenerhöhungen und einer um 4 Prozent auf 54,8 Milliarden Euro wachsenden Dividendensumme unerwartet gut.

Die Hoffnungen mancher Aktieninvestoren, der Iran-Krieg werde nur zwei oder drei Wochen dauern, sind enttäuscht worden. Vielmehr sorgen die negativen Folgen des Iran-Kriegs für große Kursschwankungen an den Aktienmärkten. Die Preise für Öl, Gas und Benzin sind stark gestiegen, die Bondrenditen sind nach oben gesprungen, die an den Märkten eingepreisten Leitzinserwartungen für die Notenbanken haben weltweit deutlich zugelegt, und Frühindikatoren wie der ifo-Index haben eine Korrektur gestartet.

Investoren zweifeln wegen des sich in die Länge ziehenden Iran-Kriegs zunehmend daran, dass die Unternehmen das von den Analysten erwartete 2026er-Gewinnwachstum von 7 Prozent für den DAX, 10 Prozent für den EURO STOXX 50 und 18 Prozent für den S&P 500 schaffen werden. Je länger der Iran-Krieg mit hohen Energiepreisen dauert, desto größer ist das Risiko, dass die Analysten ihre Gewinnerwartungen für 2026 schließlich nach unten revidieren müssen.

In unserem moderat optimistischen DAX-Ausblick für das Börsenjahr 2026 waren wir davon ausgegangen, dass im Verlauf des ersten Halbjahrs immer mehr DAX-Aktien Rückenwind von stabilen oder steigenden Analysten-Gewinnerwartungen bekommen werden. Zurzeit entwickelt sich das Gewinnrevisionsmomentum jedoch weiterhin negativer als erwartet. So haben im vergangenen Quartal die Unternehmensanalysten für 32 DAX-Aktien ihre 2026er-Gewinnprognosen reduziert, und nur acht DAX-Aktien hatten positive Gewinnrevisionen (siehe Tabelle 1).

Stand: 12. April 2026; Quelle: FactSet-Markterwartungen, Commerzbank Research. KGV = Kurs-Gewinn-Verhältnis. Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

Je länger sich der Iran-Krieg nun hinzieht, desto länger dürfte diese Phase mit negativen DAX-Gewinnrevisionen anhalten. So trüben die hohen Öl- und Benzinpreise zunehmend die Konsumentenstimmung. Daher dürften sich die zuletzt negativen Gewinnrevisionen vor allem bei konsumnahen Aktien wie Mercedes-Benz (Gewinnrevisionen von –16 Prozent im vergangenen Quartal), adidas (–12 Prozent), Beiersdorf (–6 Prozent) oder BMW (–5 Prozent) weiter fortsetzen.

Die durch den Iran-Krieg ausgelöste DAX-Korrektur bietet jedoch unserer Meinung nach für langfristig orientierte Investoren auch Chancen. So zahlten Investoren Anfang April für den DAX – auf Basis der Erwartungen für die DAX-Unternehmensgewinne für die kommenden zwölf Monate – zwischenzeitlich wieder ein KGV in Höhe des 10-Jahres-Durchschnitts von 13. Diese Chance hatte sich zuletzt im April 2025 eröffnet, nachdem US-Präsident Donald Trump mit seinen hohen US-Importzöllen die Investoren aufgeschreckt hatte. Zudem bieten in der gerade laufenden DAX-Dividendensaison nach der jüngsten DAX-Korrektur mittlerweile wieder 18 der 40 DAX-Aktien eine Dividendenrendite von mehr als 3 Prozent. Dividendenjäger mit langem Atem am deutschen Aktienmarkt sollten daher schwache DAX-Tage nutzen, um Positionen in DAX-Dividendenaktien noch etwas aufzustocken.

Grafik 1: KGV-Bewertung für den DAX zwischenzeitlich wieder auf 10-Jahres-Durchschnitt

DAX: Kurs-Gewinn-Verhältnis (auf Basis der Gewinnerwartungen für die kommenden zwölf Monate)

Mittlerweile haben 39 der 40 DAX-Unternehmen ihre Dividende für das Geschäftsjahr 2025 angekündigt – nur für QIAGEN steht der Dividendenvorschlag noch aus. 28 DAX-Unternehmen planen eine höhere Dividendenzahlung, und nur vier wollen ihre Dividende senken. Die Dividendensumme für die am deutschen Aktienmarkt notierten DAX-Aktien wird wahrscheinlich um 4 Prozent von 52,6 auf 54,8 Milliarden Euro steigen. Es zeichnet sich also ein sehr guter DAX-Dividendenjahrgang 2026 ab, der derzeit jedoch wegen der sehr hohen Unsicherheit aufgrund des Iran-Kriegs in den Hintergrund gedrängt wird.

Produktidee: Partizipieren Sie an der Entwicklung des DAX und ausgewählter Einzelaktien

Nutzen Sie die Einschätzungen unserer Experten und partizipieren Sie an der Entwicklung des DAX und ausgewählter Einzeltitel. Ein Überblick über das gesamte Produktspektrum an Zertifikaten und Optionsscheinen steht Ihnen im Internet unter www.sg-zertifikate.de zur Verfügung.

Discount-Zertifikate

WKN

Basiswert

Cap

Discount

Max. Rendite p.a.

Bewertungstag

Geld-/Briefkurs

FA6 9Y7

DAX

22.850 Pkt.

11,68 %

7,47 %

19.03.2027

215,71/215,72 EUR

FE0 PE7

Siemens Energy

126,00 EUR

37,06 %

12,92 %

19.03.2027

111,36/111,41 EUR

FD4 UHM

RWE

56,00 EUR

15,13 %

10,49 %

19.03.2027

50,99/51,04 EUR

FD1 6KN

Deutsche Börse

240,00 EUR

15,03 %

7,09 %

19.03.2027

225,02/225,22 EUR

FD1 6WP

Infineon

35,00 EUR

34,29 %

8,67 %

19.03.2027

32,37/32,40 EUR

FD9 A44

Hannover Rück

260,00 EUR

12,96 %

8,55 %

19.03.2027

240,71/240,94 EUR

FE0 W61

E.ON

18,50 EUR

12,16 %

10,93 %

19.03.2027

16,78/16,80 EUR

Faktor-Optionsscheine

WKN

Basiswert

Strategie

Faktor

Laufzeit

Geld-/Briefkurs

SQ0 3R6

DAX

Long

4

Unbegrenzt

5,62/5,63 EUR

FA0 D5C

DAX

Short

–4

Unbegrenzt

6,87/6,88 EUR

FE0 2DU

Siemens Energy

Long

4

Unbegrenzt

9,42/9,52 EUR

FE0 CW9

Siemens Energy

Short

–4

Unbegrenzt

3,34/3,38 EUR

SB0 CE3

RWE

Long

4

Unbegrenzt

11,21/11,33 EUR

FE2 BBN

RWE

Short

–4

Unbegrenzt

7,89/7,97 EUR

SX5 6BZ

Deutsche Börse

Long

4

Unbegrenzt

5,56/5,61 EUR

SX5 NT7

Deutsche Börse

Short

–4

Unbegrenzt

4,65/4,69 EUR

SY6 ED1

Infineon

Long

4

Unbegrenzt

8,90/8,97 EUR

FD4 6LE

Infineon

Short

–4

Unbegrenzt

1,30/1,31 EUR

SB0 CD7

Hannover Rück

Long

4

Unbegrenzt

13,21/13,32 EUR

SX7 UWX

Hannover Rück

Short

–4

Unbegrenzt

5,27/5,32 EUR

SB0 CGF

E.ON

Long

4

Unbegrenzt

28,58/28,86 EUR

FD9 N0L

E.ON

Short

–4

Unbegrenzt

6,49/6,50 EUR

Stand: 22. April 2026; Quelle: Société Générale

*Bitte beachten Sie, dass neben der Berechnungsgebühr noch weitere Gebühren, Provisionen und andere Entgelte (wie zum Beispiel Orderentgelte und Depotkosten) anfallen können, die ebenfalls die Wertentwicklung des Zertifikats mindern. Genaue Informationen zu Ihren individuellen Kosten erhalten Sie von der depotführenden Sparkasse/Bank, über die Sie die Wertpapiere erwerben.

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt zu Informationszwecken lediglich in Kurzform und stellt einen Auszug aus dem Gesamtangebot von Société Générale sowie keine Anlageempfehlung dar. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN. Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern, den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.