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ASML und Nvidia – Die Motoren der KI-Revolution
Die Euphorie rund um Künstliche Intelligenz hat in den vergangenen Monaten eine kleine Delle bekommen. Nach einer beeindruckenden Rally vieler KI-Aktien kam es zuletzt zu einer spürbaren Korrektur.
Doch wer genauer hinsieht, erkennt: Hinter den Kursschwankungen läuft der KI-Boom unverändert weiter. Die Nachfrage nach leistungsfähigen Chips für Rechenzentren, Sprachmodelle und neue Softwareplattformen bleibt hoch und sie wächst weiter. Der Grund: Die Tech-Riesen investieren massiv in kundenspezifische KI-Chips, um ihre Rechenzentren für den nächsten Innovationsschub aufzurüsten. Damit rücken auch zwei Unternehmen wieder besonders in den Fokus der Anleger: der niederländische Lithografie-Spezialist ASML und der US-Chipgigant NVIDIA. Beide stehen an entscheidenden Punkten der KI-Wertschöpfungskette – und beide haben zuletzt mit technologischen Neuigkeiten auf sich aufmerksam gemacht.
Neue Technologien
ASML präsentierte kürzlich eine neue Generation seiner EUV-Lithografieanlagen. Die Technologie gilt als Herzstück der modernsten Chipfertigung, weil sie es Halbleiterherstellern ermöglicht, extrem kleine Strukturen auf Siliziumwafern zu drucken. Nun gelang es dem Konzern, die Leistung von derzeit 600 Watt auf 1.000 Watt anzuheben. Die neuen Anlagen sollen so bis 2030 rund 330 Wafer pro Stunde verarbeiten können, bisher sind es etwa 220. Für die Branche ist das ein wichtiger Schritt, denn die Nachfrage nach Hochleistungschips steigt schneller als die Produktionskapazitäten vieler Fabriken. Insbesondere für Hersteller von KI-Prozessoren ist das entscheidend. Moderne KI-Beschleuniger bestehen aus Milliarden Transistoren, deren Herstellung immer komplexer wird. Verbesserte EUV-Systeme könnten daher zu einem Engpasslöser werden und die Stellung von ASML als nahezu unersetzlicher Technologiepartner der Chipindustrie weiter festigen.
Grafik 1: Wertentwicklung ASML und NVIDIA

Stand: 12. März 2026; Quelle: Reuters
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung. Weitere Informationen zu der hier dargestellten Wertentwicklung entnehmen Sie bitte den Angaben unter Rechtliche Hinweise.
Auch NVIDIA bereitet den nächsten Technologieschritt vor. Auf der Entwicklerkonferenz GTC Mitte März hat das Unternehmen die Vera-Rubin-Plattform als nächste Dimension des KI-Trainings vorgestellt. Zudem hat NVIDIA ein beachtliches Umsatzziel für seine KI-Chips von mindestens 1 Billion US-Dollar bis zum Jahr 2027 genannt. NVIDIA hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass der eigentliche Wettbewerbsvorteil nicht nur in den Chips selbst liegt, sondern im gesamten Ökosystem aus Hardware, Software und Entwicklerwerkzeugen. Gerade diese Plattformstrategie könnte entscheidend bleiben. Denn für Cloudanbieter, Start-ups und Forschungseinrichtungen ist der Wechsel zu alternativen Architekturen mit hohen Kosten verbunden.
Die Geschäftsmodelle von ASML und NVIDIA sind aber nicht risikofrei: Erstgenanntes ist stark abhängig von wenigen Kunden. Sollte nur einer zögern, könnte dies das Wachstumsmodell ins Wanken bringen. Zudem schläft die Konkurrenz nicht, insbesondere China arbeitet an Alternativen zu ASML. Auch bei NVIDIA treiben die Erlöse wenige Big Techs aus dem KI-Bereich voran. Sollte es aber zu einer Überinvestition in der KI-Infrastruktur kommen, besteht für den Konzern die Gefahr, dass sich das Auftragsbuch schmälert – und damit möglicherweise auch die Unternehmensbewertung.
Hohe Nachfrage
Dass beide Unternehmen derzeit noch vom KI-Boom profitieren, zeigen die jüngsten Geschäftszahlen. ASML meldete für das vierte Quartal des vergangenen Geschäftsjahres einen Umsatz von rund 7,2 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von mehr als 2 Milliarden Euro. Besonders stark entwickelte sich dabei der Auftragseingang, der die Erwartungen vieler Analysten übertraf, was wiederum ein Zeichen dafür ist, dass Chiphersteller weiterhin massiv in neue Produktionskapazitäten investieren. Auch NVIDIA legte erneut beeindruckende Zahlen vor. Im vierten Quartal erzielte der Konzern Erlöse von rund 22 Milliarden US-Dollar. Der Großteil davon kam aus dem Geschäft mit Rechenzentrums-Chips, das weiterhin rasant wächst. KI-Beschleuniger bleiben damit der zentrale Wachstumstreiber des Unternehmens.
Unterm Strich schlägt sich die fundamentale Stärke des Duos in steigenden Aktienkursen nieder. Die Kombination aus hoher Bewertung, schnellen Technologiesprüngen und wechselnden Markterwartungen sorgt aber immer wieder für kräftige Ausschläge nach oben und unten. Für Anleger kann es daher sinnvoll sein, nicht direkt auf die Aktien zu setzen, sondern alternative Instrumente zu prüfen, etwa Discount-Zertifikate. Diese Anlageprodukte profitieren von einer hohen impliziten Volatilität und ermöglichen gleichzeitig attraktive Renditen, selbst wenn sich der Kurs des Basiswerts längere Zeit seitwärts bewegt. Gerade bei volatil gehandelten KI-Titeln wie ASML und NVIDIA können solche Strategien daher eine interessante Alternative zum klassischen Aktieninvestment sein.
Produktidee: Discount-Zertifikate auf ASML und NVIDIA
Stand: 23. März 2026; Quelle: Société Générale
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