Märkte

Weltraumwirtschaft – Pioniergeist und Wachstum

SpaceX plant einen großen Börsengang. Dadurch könnte das Interesse der Investoren an der Raumfahrt weiter zunehmen. Es gibt bereits Aktien, die einen Zugang in diesen Wachstumsmarkt bieten. Neben »Pure Plays« aus den USA zählen dazu europäische Industriekonzerne, die in den Weiten des Universums verstärkt gemeinsame Sache machen.

Eigentlich ist Elon Musk nicht dafür bekannt, Planungen anzupassen. Doch gerade hat der US-Milliardär seine Ambitionen in der Raumfahrt gestutzt. Anstelle des Mars – den roten Planeten trennen mindestens 56 Millionen Kilometer von der Erde – möchte er nun zunächst den Mond ansteuern. Der Weg zum Erdtrabanten ist mit rund 400.000 Kilometern deutlich kürzer. Innerhalb von zehn Jahren plant Musk mit seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX dort eine Kolonie. Auf dem Mars hätte dasselbe Vorhaben wenigstens doppelt so viel Zeit in Anspruch genommen.

Der Schwenk des Milliardärs dürfte auch einen politischen Hintergrund haben. US-Präsident Donald Trump hat per Dekret die Rückkehr der Amerikaner zum Mond angeordnet. Spätestens 2028 soll es so weit sein. SpaceX ist Teil der »Artemis«-Mission und hat von der US-Weltraumagentur NASA den milliardenschweren Auftrag zum Bau einer Landefähre erhalten. Doch bei der Entwicklung des »Starships« kam es mehrfach zu Rückschlägen. Da auch Peking an der Mondlandung arbeitet, ist der Druck auf Musk immens.

IPO-Pläne
Der Begeisterung der Wall Street für SpaceX dürfte das keinen Abbruch tun. Noch in diesem Jahr möchte das Unternehmen an die Börse gehen. Unbestätigten Meldungen zufolge strebt SpaceX eine Bewertung von mehr als einer Billion US-Dollar an. Der Börsengang soll 25 Milliarden US-Dollar in die Kasse spülen. Mit dem frischen Geld könnte SpaceX die Einführung des »Starships« und den Ausbau von »Starlink« vorantreiben. Über dieses Satellitennetzwerk bietet das Unternehmen Breitbandinternet an und könnte auf Dauer Rechenzentren für künstliche Intelligenz (KI) in den Weltraum verlagern. Kommunikation und Erdbeobachtung zählen neben den öffentlichen Raumfahrtprogrammen zu den Wachstumstreibern der Weltraumwirtschaft. Laut der Space Foundation lag das Volumen dieses Marktes im Jahr 2024 bei 613 Milliarden US-Dollar. Bereits 2030 könnte die Weltraumwirtschaft der Beratungsorganisation zufolge die Schallmauer von einer Billion Dollar erreichen.

Rocket Lab
Noch sind börsennotierte Firmen, die ausschließlich in der Raumfahrt aktiv sind, dünn gesät. Zu den »Pure Plays« zählt Rocket Lab. Das Unternehmen schickt von der neuseeländischen Halbinsel Mahia sowie einem Startplatz im US-Bundesstaat Virginia Trägerraketen in den Orbit. 2025 hob die »Electron« 21-mal erfolgreich ab und beförderte im Auftrag von Raumfahrtagenturen, Sicherheitsbehörden oder privaten Unternehmen Satelliten in die Umlaufbahn. Das Auftragsbuch ist prall gefüllt. Obwohl das Unternehmen rote Zahlen schreibt, zeigt Rocket Lab an der Börse viel Schubkraft: Auf Sicht von einem Jahr hat sich die Kapitalisierung mehr als verdoppelt. Das zeigt einmal mehr, dass an der Börse die Zukunft gehandelt wird. Anleger sollten trotz allem beachten, dass solche Werte hohen Kursschwankungen unterworfen sein können.

Grafik 1: Wertentwicklung Rocket Lab

Europäische Ambitionen
Europas Industrie schaut dem Drang der US-Spezialisten in die Weiten des Alls nicht tatenlos zu. Airbus, Thales und Leonardo sind dabei, ihre Aktivitäten im Satellitengeschäft zu bündeln. 2027 soll das Joint Venture mit rund 25.000 Beschäftigten starten und einen Jahresumsatz von 6,5 Milliarden Euro erzielen. Seit knapp einem Jahrzehnt machen Airbus und Safran mit der Ariane Group gemeinsame Sache. Gerade hat der Raketen-Bauer einen Meilenstein erreicht. Am 12. Februar hob die Ariane 6, beladen mit 32 Satelliten, vom Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana ab. Europas stärkste Rakete wurde zum ersten Mal von vier Boostern angeschoben und konnte so eine 21,6 Tonnen schwere Ladung transportieren. Auftraggeber des Fluges war Amazon – der Internetgigant baut mit den Satelliten das Netzwerk »Leo« aus.

Verschiedene Anlagelösungen
Die besprochenen Aktien aus der Weltraumwirtschaft zählen zum großen Basiswertefundus von Société Générale. Risikoaffine Anleger können sich mithilfe von Hebelprodukten bei Rocket Lab positionieren und dabei sowohl auf steigende als auch fallende Kurse setzen. Bei Hebelprodukten wie Turbo-Optionsscheinen muss beachtet werden, dass es bei einer Verletzung der Knock-Out-Barriere zu einem Verlust bis hin zum Totalverlust kommen kann. Airbus und Safran bieten sich als Basiswerte für Discount-Zertifikate an. Diese Produkte bieten durch einen vergünstigten Einstieg die Chance auf eine Seitwärtsrendite. Im Gegenzug ist die Partizipation nach oben durch den Cap begrenzt.

Produktidee: ZERTIFIKATE und OPTIONSSCHEINE AUF SPACE-AKTIEN

Discount-Zertifikate

WKN

Basiswert

Cap

Bewertungstag

Quanto

Geld-/Briefkurs

FA5 ZYQ

Safran

300,00 EUR

18.12.2026

Nein

279,84/279,97 EUR

FD6 A6N

Safran

350,00 EUR

18.12.2026

Nein

308,29/308,45 EUR

FA5 Z9A

Airbus

180,00 EUR

18.12.2026

Nein

161,53/161,62 EUR

FA5 ZSW

Airbus

200,00 EUR

18.12.2026

Nein

171,05/171,14 EUR

Unlimited Turbo-Optionsscheine

WKN

Basiswert

Typ

Basispreis

Knock-Out-Barriere

Hebel

Laufzeit

Quanto

Geld-/Briefkurs

FC0 PQY

Rocket Lab

Call

52,3188 USD

53,39 USD

3,3

Unbegrenzt

Nein

1,94/1,95 EUR

FD5 2QP

Rocket Lab

Call

55,7683 USD

63,30 USD

3,9

Unbegrenzt

Nein

1,64/1,65 EUR

FD9 DLG

Rocket Lab

Put

103,6891 USD

89,88 USD

2,6

Unbegrenzt

Nein

2,42/2,43 EUR

FD9 6ZS

Rocket Lab

Put

92,0161 USD

79,88 USD

4,5

Unbegrenzt

Nein

1,42/2,43 EUR

Stand: 19. Februar 2026; Quelle: Société Générale

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