Technische Analyse

Merck KgaA: Wendemanöver mit Doppelboden

Die Merck KGaA ist – im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern – ein Chemie- und Pharmaunternehmen mit Hauptsitz in Darmstadt. Die Ursprünge des Konzerns gehen bis in das Jahr 1668 zurück. In der sehr wechselvollen Geschichte und Entwicklung des Unternehmens kommt es kontinuierlich zu Übernahmen, wie der zuletzt getätigte großvolumige Zukauf der SpringWorks Therapeutics (US-Krebsspezialist) 2025 und die jetzt angekündigte Übernahme von Bio-Techne (US-Laborausrüster) zeigen. Im Oktober 1995 kam es zum Börsengang an den deutschen Aktienmarkt. Im Juni 2007 gelang die Aufnahme in den DAX 30 (damals anstelle des von einer Umstrukturierung betroffenen Chemie- und Pharmaunternehmens Altana).

Merck KGaA

Die Aktie gehört aus langfristiger technischer Sicht am deutschen Aktienmarkt zu den wenigen defensiven Wachstumsaktien. Dies findet sich zum Beispiel in einer sehr langfristigen Haussebewegung vom Herbst 2002 und Notierungen um 9,00 Euro bis zur Haussebeschleunigung bis zum Jahreswechsel 2021/2022 und dem Anstieg auf neue Allzeithochs um 231,50 Euro wieder (Widerstandszone). Ausgehend von diesem Kursniveau folgten Take-Profit- und Verkaufssignale, die eine mehrjährige, moderate Baissebewegung etablierten (Baissetrendlinie zurzeit bei 150,00 Euro). Sie stellt aus übergeordneter technischer Sicht eine Gegenbewegung auf die vorherige 20-jährige Hausse dar. Die vergangenen Verkaufssignale führten den Titel im Jahr 2025 in einer Abwärtsbeschleunigung bis auf 100,70 Euro (Unterstützungszone) und in eine überverkaufte Lage. In den vergangenen fünf Quartalen bildete sich zwischen 100,70 und 131,70 Euro (Widerstandszone) eine Bodenformation mit dem technischen Charakter eines Doppelbodens (»W-Formation«).

Zuletzt ist der Titel mit einem ersten Investmentkaufsignal aus dieser Bodenformation herausgelaufen und hat den zentralen viereinhalbjährigen Baissetrend getestet (bei 150,00 Euro). Nach einer trendbestätigenden Konsolidierung sollte es nicht überraschen, wenn die Aktie auch den zentralen Baissetrend nach oben verlässt und die neue Klettertour weiter an technischer Qualität gewinnt. Das nächste mittelfristige Etappenziel sollte die Widerstandszone von 170,00 bis 176,00 Euro sein. Hierbei sollte immer berücksichtigt werden, dass Merck KGaA, die bei einer erwarteten (Brutto-)Dividende von 2,20 Euro (Zahlung nach der Hauptversammlung am 23. April 2027) eine jährliche (Brutto-)Dividendenrendite von 1,5 Prozent aufweist, einen defensiven, technischen Wachstumscharakter besitzt. Trotz der attraktiven technischen Gesamtlage sollte jede Merck KGaA-Position mit zwei Sicherungsstopps belegt werden. Zuerst der strategische Sicherungsstopp bei 98,00 Euro (leicht unterhalb des Baissetiefs). Der zweite tradingorientierte Sicherungsstopp sollte bei 128,00 Euro und damit leicht unterhalb der alten Widerstandszone um 131,70 Euro, die jetzt als Unterstützungszone arbeitet, angesetzt werden.

Produktidee: Anlageprodukte auf Merck KgaA

Classic Discount-Zertifikat

WKN

FG2 1HA

Cap/Höchstbetrag

135,00 EUR

Bewertungstag

17.09.2027

Fälligkeit

24.09.2027

Geld-/Briefkurs

119,51/119,58 EUR

Discount

13,31 %

Max. Rendite p.a.

11,73 %

Beim Kauf des Classic Discount-Zertifikats erhalten Anleger einen Preisabschlag (Discount) auf den aktuellen Wert der Merck KGaA-Aktie. Im Gegenzug verzichtet der Anleger auf die Möglichkeit, unbegrenzt an Kurssteigerungen der Aktie zu partizipieren. Der maximale Rückzahlungsbetrag entspricht dem Cap des Zertifikats (135,00 Euro).

Capped Bonus-Zertifikat

WKN

FD6 NQ4

Barriere

100,00 EUR

Bonuslevel/Cap

150,00 EUR

Bewertungstag

18.06.2027

Fälligkeit

25.06.2027

Geld-/Briefkurs

137,50/137,60 EUR

Abstand zur Barriere

27,62 %

Bonusrendite p.a.

10,65 %

Mit dem Capped Bonus-Zertifikat können Anleger an der Entwicklung der Merck KGaA-Aktie bis zum Cap partizipieren. Zudem erhält der Anleger den Höchstbetrag (150,00 Euro), solange die Barriere bis zum Bewertungstag nicht erreicht oder unterschritten wird. Bei Unterschreitung der Barriere folgt das Zertifikat der Aktie bis zum Cap. An Kurssteigerungen über den Cap hinaus nehmen Anleger nicht teil.

Produktidee: Hebelprodukte auf Merck KgaA

Bitte beachten: Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Optionsscheinen. Turbo-Optionsscheine sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.

BEST Turbo-Call-Optionsschein

WKN

FC7 2ZN

Typ

Call

Basispreis/Knock-Out-Barriere

110,5235 EUR

Laufzeit

Unbegrenzt

Geld-/Briefkurs

2,80/2,81 EUR

Hebel

4,9

BEST Turbo-Put-Optionsschein

WKN

FE6 U56

Typ

Put

Basispreis/Knock-Out-Barriere

164,5707 EUR

Laufzeit

Unbegrenzt

Geld-/Briefkurs

2,68/2,69 EUR

Hebel

5,1

Mit dem BEST Turbo-Call- bzw. -Put-Optionsschein können Anleger gehebelt an steigenden bzw. fallenden Kursen der Merck KGaA-Aktie partizipieren. Die Laufzeit der Turbo-Optionsscheine ist unbegrenzt. Bei fallenden bzw. steigenden Notierungen der Aktie unter bzw. über die Knock-Out- Barriere endet die Laufzeit (Totalverlust).

Stand: 19. August 2026; Quelle: Société Générale

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt zu Informationszwecken lediglich in Kurzform und stellt einen Auszug aus dem Gesamtangebot von Société Générale sowie keine Anlageempfehlung dar. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN. Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern, den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.