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Underperformance des DAX zum MSCI Welt dürfte auslaufen
Nach einem enttäuschenden ersten Halbjahr hat sich der DAX im Verlauf des dritten Quartals erstmals wieder im internationalen Vergleich überdurchschnittlich entwickelt. Aufgrund einer eventuell weniger euphorischen Stimmung für Halbleiteraktien und einer möglichen Stabilisierung im deutschen Software- und Autobereich sehen wir gute Chancen, dass die einjährige Underperformance des DAX zum MSCI Welt nun ausläuft.
Der DAX-Performanceindex hat im ersten Halbjahr im internationalen Vergleich enttäuscht. Denn der Index hatte nur um 2 Prozent zugelegt, während beispielsweise der S&P 500 in den USA mit einem Plus von 9 Prozent überzeugte. Doch im Juli hatte es der DAX geschafft, etwas verlorenes Terrain wieder gutzumachen. Er lag 2,5 Prozent vorn, während der S&P 500 0,1 Prozent verlor.
Investoren, die Anfang 2025 auf den DAX gesetzt haben, dürfen sich mittlerweile über eine Performance von 33 Prozent freuen (Stand 12. August 2026). Damit hat sich ein DAX-Investment besser rentiert als beispielsweise eine Anlage im Performanceindex des MSCI Welt, der im gleichen Zeitraum für Euro-Anleger um 25 Prozent zugelegt hat (siehe Grafik 1). Vor allem im ersten Halbjahr 2025 entwickelte sich der DAX überdurchschnittlich gut, da viele Investoren damals darauf setzten, dass die deutsche Wirtschaft nach dem Regierungswechsel und insbesondere wegen der deutlich expansiveren Finanzpolitik deutlich stärker wachsen werde.
Grafik 1: DAX legt seit Anfang 2025 33 Prozent zu, während MSCI Welt 25 Prozent höher notiert

Stand: 13. August 2026; Quelle: Bloomberg, Commerzbank Research
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung. Weitere Informationen zu der hier dargestellten Wertentwicklung entnehmen Sie bitte den Angaben unter Rechtliche Hinweise.
Im ersten Halbjahr 2025 hatte sich der DAX um beeindruckende 25 Prozentpunkte besser entwickelt als der MSCI Welt. Doch von Mitte 2025 bis Mitte 2026 musste der DAX einen Großteil der Outperformance wieder abgeben. Ein wichtiger Grund für diese unterdurchschnittliche DAX-Entwicklung dürfte die weiterhin kraftlose Konjunktur in Deutschland sein. So haben wir zwar nach Vorlage der Zahlen zum zweiten Quartal unsere 2026er-Wachstumsprognose leicht von 0,6 auf 1,0 Prozent erhöht, doch vor allem ausländische Investoren dürften auf eine deutlich dynamischere deutsche Konjunktur gesetzt haben.
Zudem wird der DAX wegen seines geringen Anteils an Halbleiteraktien gebremst. Deren weltweiter Boom hatte den MSCI Welt von Mitte 2025 bis Mitte 2026 stark angetrieben. Dagegen standen weltweit Softwareaktien unter Druck, da Investoren die Resilienz von Softwaregeschäftsmodellen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz infragestellen. Am deutschen Aktienmarkt hat der Softwaresektor seit Anfang 2025 23 Prozent an Wert verloren, was den DAX aufgrund seines hohen Gewichts in dem Sektor stark gebremst hat (Stand 12. August 2026). Zudem bekam der DAX in den vergangenen Quartalen regelmäßig Gegenwind von der anhaltend enttäuschenden Entwicklung des Autosektors. Geholfen hat dem deutschen Leitindex, dass sich der Industriesektor mit einem Kursgewinn von 68 Prozent seit Anfang 2025 bemerkenswert gut entwickelt hat (Stand 12. August 2026). So profitieren auch einige deutsche Industrieunternehmen vom Megatrend künstliche Intelligenz – beispielsweise als Zulieferer beim rasanten Ausbau von KI-Rechenzentren. Zudem ist der Performanceindex des Versicherungssektors seit Anfang 2025 um 42 Prozent gestiegen.
Im dritten Quartal kommt dem DAX nun im internationalen Vergleich sein relativ geringes Exposure in Halbleiteraktien zugute, die im Juli teilweise deutlich korrigierten. Zudem haben einige Aktien im Softwaresektor mit Erleichterung und Kursgewinnen auf die Vorlage von Quartalszahlen reagiert. Und schließlich haben sich die Aktienkurse des für den DAX wichtigen deutschen Autosektors im dritten Quartal stabilisiert, obwohl einige Unternehmen ihre Umsatzausblicke für 2026 weiter senken mussten. Doch Kostensenkungen führen regelmäßig zu stabilen Margen und im Rahmen der Erwartungen liegenden Quartalsgewinnen.
Aufgrund einer eventuell weniger euphorischen Entwicklung von Halbleiteraktien und einer möglichen Stabilisierung der Trends im deutschen Software- und Autobereich sehen wir gute Chancen, dass die einjährige Underperformance des DAX zum MSCI Welt nun ausläuft. In diesem Zusammenhang sollte der DAX auch davon profitieren, dass er mittlerweile ein positives Gewinnrevisionsmomentum aufweist. In den vergangenen drei Monaten haben die Unternehmensanalysten für 30 der 40 DAX-Unternehmen ihre Prognose für den Gewinn je Aktie im Geschäftsjahr 2026 nach oben angepasst, da die Gewinnsaison für das zweite Quartal am deutschen Aktienmarkt relativ gut gelaufen ist (siehe Tabelle 1).
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Discount-Zertifikate
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WKN |
Basiswert |
Cap |
Discount |
Max. Rendite p.a. |
Bewertungstag |
Geld-/Briefkurs |
|---|---|---|---|---|---|---|
|
DAX |
25.500,00 Pkt. |
10,05 % |
7,86 % |
17.09.2027 |
234,73/234,74 EUR |
|
|
BASF |
48,00 EUR |
16,13 % |
10,23 % |
17.09.2027 |
43,13/43,15 EUR |
|
|
Vonovia |
20,00 EUR |
14,01 % |
15,50 % |
17.09.2027 |
17,10/17,11 EUR |
|
|
Brenntag |
60,00 EUR |
13,13 % |
12,18 % |
17.09.2027 |
52,91/52,95 EUR |
|
|
Daimler Truck |
42,00 EUR |
17,55 % |
10,71 % |
17.09.2027 |
37,56/37,58 EUR |
|
|
Merck KGaA |
135,00 EUR |
13,39 % |
11,66 % |
17.09.2027 |
119,60/119,67 EUR |
|
|
Hochtief |
400,00 EUR |
20,04 % |
13,97 % |
17.09.2027 |
346,64/346,84 EUR |
Faktor-Optionsscheine
|
WKN |
Basiswert |
Strategie |
Faktor |
Laufzeit |
Geld-/Briefkurs |
|---|---|---|---|---|---|
|
DAX |
Long |
4 |
Unbegrenzt |
3,01/3,02 EUR |
|
|
DAX |
Short |
–4 |
Unbegrenzt |
2,40/2,41 EUR |
|
|
BASF |
Long |
4 |
Unbegrenzt |
1,97/1,98 EUR |
|
|
BASF |
Short |
–4 |
Unbegrenzt |
4,74/4,75 EUR |
|
|
Vonovia |
Long |
4 |
Unbegrenzt |
6,82/6,85 EUR |
|
|
Vonovia |
Short |
–4 |
Unbegrenzt |
11,13/11,17 EUR |
|
|
Brenntag |
Long |
4 |
Unbegrenzt |
9,53/9,57 EUR |
|
|
Brenntag |
Short |
–4 |
Unbegrenzt |
5,34/5,37 EUR |
|
|
Daimler Truck |
Long |
4 |
Unbegrenzt |
20,48/20,54 EUR |
|
|
Daimler Truck |
Short |
–4 |
Unbegrenzt |
2,68/2,69 EUR |
|
|
Merck KGaA |
Long |
4 |
Unbegrenzt |
2,15/2,16 EUR |
|
|
Merck KGaA |
Short |
–4 |
Unbegrenzt |
3,43/3,44 EUR |
|
|
Hochtief |
Long |
4 |
Unbegrenzt |
12,44/12,51 EUR |
|
|
Hochtief |
Short |
–4 |
Unbegrenzt |
5,10/5,13 EUR |
Stand: 19. August 2026; Quelle: Société Générale
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