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Die wichtigsten Ordertypen

Die Commerzbank stellt in Deutschland für derzeit ca. 160.000 Produkte auf über 500 unterschiedliche Basiswerte von 08.00 bis 22.00 Uhr Geld- und Briefkurse. Für viele nicht professionelle Anleger besteht natürlich das Problem, nicht ständig Kurse beobachten und entsprechend handeln zu können. Der Kunde hat aber durch die unterschiedlichen Ordertypen, die seine Depotbank oder die Börse anbieten, verschiedene Möglichkeiten, diese Produkte zu kaufen bzw. zu verkaufen, ohne die Märkte ständig beobachten zu müssen. Die wichtigsten Hauptordertypen wollen wir heute etwas genauer betrachten.

Zunächst aber ist es wichtig, Folgendes zu beachten: Die Commerzbank als Emittentin der Produkte kann die vom Kunden eingegebene Order und die eingegebenen Limite nicht einsehen.

In der Praxis funktioniert dies folgendermaßen: Nicht die Commerzbank selbst übernimmt die Überwachung der Orders und Limite, sondern die Börse oder die Depotbank bzw. ein zwischen Depotbank und Emittentin existierender Drittanbieter. Erreicht der von der Commerzbank ständig übermittelte Kurs des jeweiligen Produkts den entsprechenden vom Kunden bestimmten Wert (Limit), wird automatisch eine Anfrage an die Commerzbank geschickt, um das entsprechende Produkt zu handeln.

Abhängig vom Ordertyp kann es hierbei durchaus vorkommen, dass die Order nicht ausgeführt wird, weil der Kurs des Produkts nicht mehr den Anforderungen des vom Kunden bestimmten Limits entspricht. Beispielsweise ist der Kurs des Produkts bei einer limitierten Kauforder mittlerweile zu hoch und kann bzw. darf nicht ausgeführt werden.

ORDERTYPEN

Market-Order
Bei diesem Ordertyp wird kein Höchst- bzw. Tiefstkurs angegeben, die Order ist also unlimitiert. Der Kauf/Verkauf wird zum nächstmöglichen handelbaren Kurs ausgeführt.

Limit-Order
Bei der limitierten Order gibt es eine vom Kunden festzulegende Kursschwelle, bis zu der die Order ausgeführt wird. Beim Kauf entspricht dies einem Höchstkurs, bis zu dem die Order ausgeführt wird. Beim Verkauf entspricht das Limit einem Tiefstkurs.

Beispiel: Der Kunde möchte beim Verkauf eines Zertifikats auf keinen Fall weniger als 1,50 Euro bekommen. Er legt das Limit seiner Verkaufsorder also auf 1,50 Euro (Grafik 1).

Grafik 1: Verkaufs-Limit-Order
Grafik 1: Verkaufs-Limit-Order
Quelle: Commerzbank

Stop-Buy
Der Kunde wird bei der Ordererteilung aufgefordert, das Limit einzugeben, das über dem momentanen Kurs des Produkts liegt. Sobald der Kurs des Produkts den vom Kunden gesetzten Stop-Buy-Wert erreicht hat, wird seine Kauforder billigst ausgeführt.

Bei der Variante Stop-Buy mit Limit wird die Order maximal zum gesetzten Limit ausgeführt.

Beispiel: Das Zertifikat notiert bei 2,00 Euro. Der Kunde gibt bei seiner Depotbank eine Stop-Buy-Order mit 2,30 Euro. Sobald die Commerzbank einen handelbaren Briefkurs von 2,30 Euro quotiert, wird die Order bestens ausgeführt. Der tatsächliche Kaufkurs kann also auch über 2,30 Euro liegen. Setzt der Kunde bei Ordererteilung zusätzlich beispielsweise ein Limit von 2,40 Euro, wird das Zertifikat höchstens für diesen Kurs beim Emittenten erworben (Grafik 2).

Grafik 2: Stop-Buy-Order
Grafik 2: Stop-Buy-Order
Quelle: Commerzbank

Stop-Loss
Der Kunde gibt bei der Ordererteilung das Limit ein, das unter dem momentanen Kurs des Produkts liegt. Sobald der Kurs des Produkts den vom Kunden gesetzten Stop-Loss-Wert erreicht hat, wird seine Verkaufsorder bestens ausgeführt. Dieser Ordertyp wird meist genutzt, um Verluste einzugrenzen.

Bei der Variante Stop-Loss mit Limit wird die Verkaufsorder nur bis zu einem Mindestkurs ausgeführt. Darunter kommt kein Handel zustande.

Beispiel: Das schon im Depot des Kunden vorhandene Zertifikat wird von der Emittentin bei 3,30 Euro quotiert. Der Kunde rechnet mit weiter steigenden Kursen des Zertifikats, möchte seinen schon erzielten Buchgewinn aber absichern und gibt eine Stop-Loss-Order bei 2,90 Euro ein. Sobald das Zertifikat den Kurs von 2,90 Euro berührt, wird das Zertifikat verkauft. Der tatsächlich gehandelte Kurs kann auch unter 2,90 Euro liegen. Um nicht beispielsweise unter 2,70 Euro zu verkaufen, besteht die Möglichkeit, ein Limit von 2,70 Euro einzugeben. Nun kommt unter 2,70 Euro kein Verkauf zustande (Grafik 3).

Grafik 3: Stop-Loss-Order
Grafik 3: Stop-Loss-Order
Quelle: Commerzbank

Trailing-Stop-Loss/-Buy
Beim Trailing-Stop-Loss kann der Kunde zusätzlich den sogenannten Trailing Stop eingeben, ein prozentualer oder absoluter Wert, der die Differenz zum Kurs angibt. Steigt der Kurs des Zertifikats, wird der Stop-Loss entsprechend dem festgelegten Trailing Stop automatisch nachgezogen. Analog wird bei fallendem Kurs des Zertifikats der Stop-Buy entsprechend dem festgelegten Trailing Stop nach unten angepasst (Grafik 4).

Die oben beschriebenen Ordertypen sind bei fast allen Depotbanken und Direktbrokern möglich, die einen Handel in Commerzbank-Produkten anbieten. Welche dies sind, finden Sie unter www.zertifikate.commerzbank.de unter der Rubrik Service/Handelspartner.

Grafik 4: Trailing-Stop-Loss-Order
Grafik 4: Trailing-Stop-Loss-Order
Quelle: Commerzbank