Märkte

Vielversprechender Jahresstart am Aktienmarkt

Die optimistischen Erwartungen der Unternehmensanalysten, die DAX-Unternehmen werden ihre Gewinne im Geschäftsjahr 2026 um 13 Prozent steigern, haben für einen vielversprechenden Jahresstart am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Die Chancen stehen gut, dass 2026 nicht eine weitere Ausweitung der KGV-Bewertung, sondern die wieder wachsenden Unternehmensgewinne zum Haupttreiber für den DAX werden.

In Deutschland hat der DAX bis zum 13. Januar 3,8 Prozent zugelegt und ist erstmals über die Marke von 25.000 Punkten geklettert. In Europa ist der EURO STOXX 50 um 4,1 Prozent gestiegen, und der Index notiert erstmals über der Marke von 6.000 Punkten. In den USA hat der S&P 500 1,7 Prozent gewonnen und damit fast die Marke von 7.000 Punkten erreicht. Die Aktienmärkte haben damit die hohe Unsicherheit inmitten geopolitischer Risikofaktoren wie Grönland, Iran, Ukraine und Venezuela robust weggesteckt. Und auch die Ankündigung strafrechtlicher Ermittlungen gegen den Fed-Chef Jerome Powell nahmen sie in einer ersten Reaktion gelassen hin.

Der gute Start ins Börsenjahr 2026 wird unserer Meinung nach stark davon getrieben, dass die Analysten weltweit ein deutliches Wachstum der Unternehmensgewinne erwarten. So gehen die Markterwartungen (I/B/ES) davon aus, dass die DAX-Unternehmen ihre Gewinne im Geschäftsjahr 2026 um 13 Prozent steigern werden. Für den EURO STOXX 50 sollen die Unternehmensgewinne um 11 Prozent zulegen. Und für den S&P 500 wird ein dynamisches Gewinnwachstum von 16 Prozent erwartet, angetrieben von einem erneut starken Gewinnwachstum von 22 Prozent für die Nasdaq 100-Unternehmen.

Auch wir erwarten für den DAX einen guten Gewinnjahrgang, nachdem die DAX-Unternehmensgewinne von 2023 bis 2025 drei Jahre in Folge auf der Stelle getreten sind. So dürfte die deutsche Konjunktur unter anderem dank steigender Staatsausgaben mit 0,9 Prozent endlich wieder stärker wachsen, und für die US-Konjunktur haben wir unsere optimistische Wachstumsprognose für 2026 dank zuletzt starker US-Konjunkturdaten nochmals von 2,2 auf 2,7 Prozent nach oben angepasst. Zudem dürften Belastungsfaktoren des Geschäftsjahrs 2025 wie die fulminante Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro und die dramatisch hohe politische Unsicherheit zu Beginn des Handelsstreits mit den USA an Kraft verlieren. Im vergangenen Quartal haben die Unternehmensanalysten für 19 DAX-Unternehmen ihre Prognosen für den Gewinn je Aktie im laufenden Geschäftsjahr nach oben angepasst, während noch 21 DAX-Unternehmen fallende Gewinnerwartungen hatten (siehe Tabelle 1). Wir gehen für 2026 von einem DAX-Gewinnwachstum von 6 bis 8 Prozent aus. Die Chancen stehen damit gut, dass auch der 12-Monats-Trend der DAX-Gewinnerwartungen der Unternehmensanalysten nach langer Stagnation endlich einen neuen Aufwärtstrend starten wird, sodass ein von Unternehmensgewinnen getriebener DAX-Bullenmarkt einsetzen könnte. Der Trend der Analysten-Gewinnerwartungen für den DAX-Kursindex ist in den vergangenen Wochen bereits gestiegen und liegt mittlerweile 6 Prozent über dem Niveau von Anfang 2025. Jedoch betrug die Performance des DAX-Kursindex im gleichen Zeitraum 24 Prozent.

Stand: 13. Januar 2026; Quelle: FactSet-Markterwartungen, Commerzbank Research.
KGV = Kurs-Gewinn-Verhältnis. Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

Damit war seit Anfang 2025 erneut ein steigendes Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Haupttreiber für den DAX: Das KGV ist von 12,8 im Januar 2025 auf 15,1 im Januar 2026 gestiegen. Die Bewertungskennzahl liegt damit mittlerweile deutlich über dem 10-Jahres-Durchschnitt von 13,0. Für die kommenden Quartale erwarten wir einen Seitwärtstrend des DAX-KGV auf dem derzeit erreichten hohen Niveau. Die Entwicklung des DAX dürfte daher in den kommenden Quartalen stark davon abhängen, wie kräftig sich der Trend der Analystenerwartungen für die DAX-Unternehmensgewinne nach oben bewegen wird. Wir halten für den Kursindex einen Anstieg des Gewinntrends um 6 bis 8 Prozent für wahrscheinlich, was bei einer stagnierenden KGV-Bewertung auch ungefähr dem DAX-Kurspotenzial im Börsenjahr 2026 entsprechen sollte. Für den DAX-Performanceindex ergibt sich damit in unserem Szenario – durch die Anrechnung einer DAX-Dividendenrendite von ungefähr 3 Prozent – ein Kurspotenzial von 9 bis 11 Prozent.

Nach dem starken Start in das Jahr 2026 sind kurzfristig durchaus zwischenzeitliche DAX-Konsolidierungen möglich, falls beispielsweise die Unsicherheit inmitten der momentanen Krisenherde Grönland, Iran, Ukraine oder Venezuela kurzzeitig steigen sollte. Auf mittlere Sicht halten wir es jedoch für wahrscheinlich, dass sich der DAX-Aufwärtstrend in seiner saisonal oft starken Phase von Januar bis Mai fortsetzen wird (siehe Grafik 1). Mit Blick auf die zweite Jahreshälfte steht mit den Zwischenwahlen im November in den USA wieder ein großer politischer Risikofaktor auf der Agenda, der den DAX – wie saisonal typisch – von Mai bis Oktober bremsen könnte.

Grafik 1: DAX hat regelmäßig saisonalen Rückenwind von Mitte Oktober bis Mitte Mai

Durchschnittliche Monatsperformance des DAX seit 1965

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WKN

Basiswert

Cap

Discount

Max. Rendite p.a.

Bewertungstag

Geld-/Briefkurs

FA5 USL

DAX

22.500,00 Pkt.

13,81 %

5,33 %

18.12.2026

214,36/214,37 EUR

FA5 UT8

DAX

25.300,00 Pkt.

5,84 %

8,71 %

18.12.2026

234,08/234,09 EUR

FA5 Z0K

Vonovia

25,00 EUR

10,79 %

17,07 %

18.12.2026

21,55/21,56 EUR

FA5 XYG

Siemens Energy

128,00 EUR

22,12 %

18,16 %

18.12.2026

109,48/109,53 EUR

FA5 0D1

Hannover Rück

240,00 EUR

8,75 %

12,66 %

18.12.2026

214,65/214,76 EUR

FA5 ZUH

Deutsche Bank

33,00 EUR

13,78 %

16,91 %

18.12.2026

28,49/28,51 EUR

FD4 UGC

MTU Aero Engines

385,00 EUR

9,82 %

14,47 %

18.12.2026

339,20/339,37 EUR

FA5 ZVS

Fresenius

49,00 EUR

9,15 %

13,06 %

18.12.2026

43,66/43,68 EUR

Faktor-Optionsscheine

WKN

Basiswert

Strategie

Faktor

Laufzeit

Geld-/Briefkurs

SQ0 3R6

DAX

Long

4

Unbegrenzt

6,75/6,76 EUR

FA0 D5C

DAX

Short

–4

Unbegrenzt

6,89/6,90 EUR

SV6 0Z7

Vonovia

Long

4

Unbegrenzt

5,59/5,61 EUR

SY1 DN9

Vonovia

Short

–4

Unbegrenzt

5,84/5,86 EUR

SJ6 JDM

Siemens Energy

Long

4

Unbegrenzt

34,70/34,80 EUR

FD4 6LX

Siemens Energy

Short

–4

Unbegrenzt

3,53/3,54 EUR

SB0 CD7

Hannover Rück

Long

4

Unbegrenzt

7,74/7,78 EUR

SW8 ESL

Hannover Rück

Short

–4

Unbegrenzt

4,23/4,25 EUR

SF0 Z9Y

Deutsche Bank

Long

4

Unbegrenzt

8,26/8,27 EUR

FD5 U3S

Deutsche Bank

Short

–4

Unbegrenzt

9,27/9,29 EUR

SF5 1PQ

MTU Aero Engines

Long

4

Unbegrenzt

9,14/9,18 EUR

FA5 7FP

MTU Aero Engines

Short

–4

Unbegrenzt

6,43/6,45 EUR

SH0 D1J

Fresenius

Long

4

Unbegrenzt

4,91/4,93 EUR

FA5 AFE

Fresenius

Short

–4

Unbegrenzt

5,42/5,44 EUR

Stand: 23. Januar 2026; Quelle: Société Générale

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