Märkte

Aufbruchstimmung im Reich der Mitte

Trotz permanenter Handelsstreitigkeiten mit den USA haben die Exporte aus dem Reich der Mitte 2025 floriert. Gleichzeitig erlebten chinesische Aktien ein beachtliches Comeback. Eine expansive Geldpolitik, staatliche Impulse und eine erwartete Hightech-Offensive sprechen dafür, dass die Börse in Hongkong im Fokus der Investoren bleibt. Mit neuen Zertifikaten können Anleger gezielt auf das größte Schwellenland setzen.

Im ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit ließ Donald Trump kaum eine Gelegenheit aus, um gegen China und seine Exportüberschüsse im Handel mit den USA zu wettern. Über Monate hinweg beschäftigte der von gegenseitigen Zollaufschlägen geprägte Zank der beiden Supermächte die Märkte. Erst im Herbst 2025 haben sich die Wogen nach einem Treffen Trumps mit Chinas Staatschef Xi Jinping geglättet. Chinas derzeitige Handelsbilanz kann vor diesem Hintergrund getrost als Überraschung bezeichnet werden. Das Reich der Mitte hat 2025 einen rekordhohen Exportüberschuss von 1,2 Billionen US-Dollar erwirtschaftet. Pekings Strategie, außerhalb der USA nach Kundschaft zu suchen und den Fokus in Richtung Südostasien, Afrika und Lateinamerika zu verschieben, scheint aufzugehen.

Beachtliche Aufholjagd
Stark präsentiert sich China nicht nur im Welthandel. Auch an den Aktienmärkten zählt das größte Schwellenland gerade zum Maß der Dinge. Der Hang Seng beendete das vergangene Jahr mit einem Wertzuwachs von 28 Prozent. Damit schnitt der mit den größten und liquidesten Aktien der Börse in Hongkong bestückte Index um rund 12 Prozentpunkt besser ab als der S&P 500 (siehe Grafik 1). Dementsprechend konnte der Hang Seng den längerfristigen Rückstand zum US-Leitindex reduzieren (siehe Grafik 1). Zur Aufholjagd haben auch staatliche Konjunkturimpulse sowie das Thema Künstliche Intelligenz (KI) beigetragen. Peking setzt alles daran, um hier ganz vorne mitzuspielen.

Grafik 1: Hang Seng versus S&P 500
Grafik 2: Hang Seng versus S&P 500 (fünf Jahre)

Folgerichtig dürfte an dieser neuralgischen Stelle ein Schwerpunkt des 15. Fünfjahresplans liegen. Im März soll der Nationale Volkskongress die ökonomischen Ziele für den Zeitraum 2026 bis 2030 verabschieden. Schon im vergangenen Oktober hat das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Vorschläge veröffentlicht. Das 43 Seiten starke Dokument lässt keinen Zweifel daran, dass China in den kommenden Jahren mehr denn je auf Hightech setzen wird. »Wir sollten unsere Anstrengungen zur Entwicklung neuer Schlüsselindustrien verdoppeln«, schreibt das Zentralkomitee. Als Zukunftstechnologien werden unter anderem der Mobilfunkstandard 6G, Quantum Computing und die KI bezeichnet. Schon jetzt investieren prominente Unternehmen aus China massiv in den Bereich Künstliche Intelligenz. Der E-Commerce-Konzern Alibaba zählt dazu genauso wie der Chiphersteller Huawei oder der Onlineriese Tencent.

Bestehende Risiken
Frei von Sorgen ist das Reich der Mitte nicht. Neben einem Einbruch am Immobilienmarkt bremst der zaghafte private Konsum die Konjunktur. Um gegenzusteuern, hat die Zentralbank gerade den Zinssatz für einige strukturelle geldpolitische Instrumente gesenkt. Darüber hinaus sollen die Investitionen in große nationale Projekte verstärkt werden. Gleichwohl gehen Ökonomen davon aus, dass sich das Wachstum im laufenden Jahr verlangsamt. Laut Reuters erwarten sie im Schnitt für 2025 eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts in China von 4,5 Prozent. Laut aktuellen Zahlen dehnte sich das BIP im vergangenen Jahr um 5,0 Prozent aus. Bei den börsennotierten Unternehmen sollen die Gewinne dennoch sprudeln. Der Konsens rechnet für 2026 in China mit einem Wachstum der Profite um 15 Prozent.

Neue Investmentmöglichkeiten
Société Générale nutzt das Momentum bei den Aktien aus Fernost für eine Produktoffensive: Partizipations-Zertifikate auf drei diversifizierte Basiswerte. Neben dem Hang Seng können Anleger neuerdings eine Positionierung im Hang Seng China Enterprise-Index eingehen. Diese Benchmark enthält die 50 größten und liquidesten Aktien von Unternehmen des chinesischen Festlands mit einem Listing in Hongkong. Das dritte Zertifikat folgt dem Hang Seng Tech-Index. Hier kommen die 30 größten Technologiewerte der Börse in Hongkong zusammen.

Wie bei allen Investments in Zertifikate gilt es, zu beachten, dass neben dem Markt- auch das Emittentenrisiko getragen werden muss, da Zertifikate keiner Einlagensicherung unterliegen.

Produktidee: PARTIZIPATIONS-ZERTIFIKATE AUF HANG SENG-INDIZES

Partizipations-Zertifikate

WKN

Basiswert

Laufzeit

Quanto

Berechnungsgebühr*

Geld-/Briefkurs

FD6 QC1

Hang Seng Index

Unbegrenzt

Nein

0,40 % p.a.

9,81/9,86 EUR

FD6 QC0

Hang Seng China Enterprise Index

Unbegrenzt

Nein

0,40 % p.a.

9,73/9,78 EUR

FD6 M1S

Hang Seng Tech Index

Unbegrenzt

Nein

0,45 % p.a.

9,73/9,84 EUR

Stand: 23. Januar 2026;Quelle: Société Générale

*Bitte beachten Sie, dass neben der Berechnungsgebühr noch weitere Gebühren, Provisionen und andere Entgelte (wie zum Beispiel Orderentgelte und Depotkosten) anfallen können, die ebenfalls die Wertentwicklung des Zertifikats mindern. Genaue Informationen zu Ihren individuellen Kosten erhalten Sie von der depotführenden Sparkasse/Bank, über die Sie die Wertpapiere erwerben.

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt zu Informationszwecken lediglich in Kurzform und stellt einen Auszug aus dem Gesamtangebot von Société Générale sowie keine Anlageempfehlung dar. Nicht währungsgesicherte Produkte unterliegen einem Wechselkursrisiko. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN. Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern, den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.