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DAX: Saisonalität einmal anders

»Sell in May …« – diese alte Börsenweisheit kennen wohl die meisten Anleger. Sie liegt darin begründet, dass aus historischer Sicht die Börsenphase bis Mai oft eine lohnende ist und die Kurse im Sommer gerne auch mal nachgeben. Die Börsenweisheit geht aber weiter, nämlich »… but remember to come back in September«. Also ungefähr: »Verkaufe im Mai, aber vergiss nicht, im September wiederzukommen.« Und in der Tat werden die Herbstmonate, wiederum rein statistisch, überdurchschnittlich oft von steigenden Kursen begleitet.

Auch beim Trader-Börsenspiel konnte man dieses Muster schon oft beobachten. Seit mittlerweile 20 Jahren in Folge findet der Wettbewerb nun statt, wobei von 2003 bis 2019 die Commerzbank und ihre Partner das Börsenspiel ausrichteten. Seit 2020 wird es von Société Générale veranstaltet, unterstützt von den selben Partnern BÖRSE ONLINE, Börse Stuttgart, comdirect, Jaguar, ntv und t-online.de.

20 Jahre Börsenspiel heißt in diesem Fall auch genaues Beobachten der DAX-Entwicklung während der Spielphase. Das Spiel startet seit jeher in der ersten Septemberhälfte und endet nach acht Wochen, also genau in den zuvor erwähnten Herbstmonaten. Schaut man auf die Entwicklung des DAX während dieser Zeit, so lässt sich die Existenz der Börsenregel schlecht leugnen: Während der achtwöchigen Spielzeit zeigte der DAX achtmal eine negative Entwicklung und elfmal eine positive (siehe Tabelle 1). Anders ausgedrückt: Die Wahrscheinlichkeit steigender Kurse lag bei etwa 58 Prozent.

Tabelle 1: DAX-Entwicklung während der achtwöchigen Spieldauer des Börsenspiels Trader

Spielstart

Spielende

Start

Low

High

End

Start-Low

Start-High

Performance

06.09.2021

29.10.2021

15.818 Pkt.

14.819 Pkt.

16.290 Pkt.

15.580 Pkt.

–6 %

3 %

–2 %

07.09.2020

30.10.2020

12.931 Pkt.

11.450 Pkt.

13.460 Pkt.

11.473 Pkt.

–11 %

4 %

–11 %

02.09.2019

25.10.2019

11.940 Pkt.

11.869 Pkt.

13.374 Pkt.

12.886 Pkt.

–1 %

12 %

8 %

03.09.2018

26.10.2018

12.338 Pkt.

11.009 Pkt.

12.458 Pkt.

11.181 Pkt.

–11 %

1 %

–9 %

04.09.2017

27.10.2017

12.052 Pkt.

12.051 Pkt.

13.526 Pkt.

13.187 Pkt.

0 %

12 %

9 %

05.09.2016

28.10.2016

10.712 Pkt.

10.175 Pkt.

10.828 Pkt.

10.635 Pkt.

–5 %

1 %

–1 %

07.09.2015

30.10.2015

10.149 Pkt.

9.325 Pkt.

11.431 Pkt.

10.843 Pkt.

–8 %

13 %

7 %

08.09.2014

31.10.2014

9.768 Pkt.

8.355 Pkt.

9.993 Pkt.

9.283 Pkt.

–14 %

2 %

–5 %

09.09.2013

01.11.2013

8.275 Pkt.

8.096 Pkt.

9.425 Pkt.

9.032 Pkt.

–2 %

14 %

9 %

10.09.2012

02.11.2012

7.208 Pkt.

6.893 Pkt.

7.479 Pkt.

7.337 Pkt.

–4 %

4 %

2 %

12.09.2011

04.11.2011

5.064 Pkt.

4.966 Pkt.

6.431 Pkt.

6.175 Pkt.

–2 %

27 %

22 %

13.09.2010

05.11.2010

6.259 Pkt.

6.063 Pkt.

6.854 Pkt.

6.744 Pkt.

–3 %

10 %

8 %

14.09.2009

06.11.2009

5.600 Pkt.

5.279 Pkt.

5.888 Pkt.

5.465 Pkt.

–6 %

5 %

–2 %

15.09.2008

07.11.2008

6.138 Pkt.

4.015 Pkt.

6.519 Pkt.

4.828 Pkt.

–35 %

6 %

–21 %

10.09.2007

02.11.2007

7.438 Pkt.

7.370 Pkt.

8.064 Pkt.

7.847 Pkt.

–1 %

8 %

6 %

11.09.2006

03.11.2006

5.774 Pkt.

5.737 Pkt.

6.497 Pkt.

6.233 Pkt.

–1 %

13 %

8 %

12.09.2005

04.11.2005

5.028 Pkt.

4.763 Pkt.

5.204 Pkt.

5.004 Pkt.

–5 %

3 %

0 %

13.09.2004

05.11.2004

3.890 Pkt.

3.792 Pkt.

4.205 Pkt.

4.075 Pkt.

–3 %

8 %

5 %

15.09.2003

07.11.2003

3.512 Pkt.

3.203 Pkt.

3.814 Pkt.

3.744 Pkt.

–9 %

9 %

7 %

Stand: 17. August 2022; Quelle: Reuters, eigene Berechnungen. Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für künftige Wertentwicklungen.

Oben zu sehen sind die Zeiträume des Trader-Börsenspiels der vergangenen 19 Jahre sowie die Entwicklung des DAX – jeweils vom Spielstart zu seinem 8-Wochen-Tiefst-, -Höchst- und -Endstand sowie die Performance von Start bis Ende insgesamt (letzte Spalte). In etwa 58 Prozent der Fälle konnte der DAX während der Spielzeit steigende Kurse verzeichnen. Die beiden Extremjahre waren 2008 und 2011. Im Jahr der Lehman-Pleite verlor der DAX während der acht Wochen 21 Prozent, drei Jahre später konnte er um satte 22 Prozent zulegen.

Relevant ist diese Information natürlich für Anleger, die neben ihren Langfristanlagen auch kürzere Haltedauern wählen oder mit Hebelprodukten auf solche Muster setzen möchten. Für sie bietet sich eigentlich immer eine Chance, denn man kann mit diesen Produkten auf steigende, aber auch fallende Kurse setzen.

Doch was machen längerfristig orientierte Anleger eigentlich aus der gegenwärtigen Situation? Die Unsicherheit ist hoch, das Umfeld der extrem niedrigen Zinsen neigt sich langsam aber sicher dem Ende entgegen, und die Rezessionsgefahr steigt aufgrund der starken Zinserhöhungen in den USA zumindest weiter an. Auch hier findet man in der Welt der Zertifikate Anlagealternativen. Ist die Fantasie an den Aktienmärkten für weiter steigende Kurse begrenzt, braucht es Anlagelösungen, die auch in Seitwärtsmärkten oder sogar bei fallenden Märkten gute Renditen abwerfen. Im besten Fall verkraften sie auch leicht steigende Kurse, ohne dies gleich mit einem Verlust zu quittieren. Und genau hier kommen Reverse Bonus-Zertifikate zum Einsatz. Nicht ohne Grund ist diese Produktgruppe sowohl bei professionellen Vermögensverwaltern wie auch bei selbstentscheidenden Privatkunden seit Monaten wieder angesagt.

Die Funktionsweise ist recht einfach
Die meisten von Ihnen werden bereits klassische Bonus-Zertifikate kennen. Sie besitzen eine feste Laufzeit und eine Barriere, die unterhalb des aktuellen Kurses des Basiswerts liegt. Wird diese während der Laufzeit nicht berührt oder unterschritten, wird bei Fälligkeit der Bonusbetrag ausgezahlt. Wird die Barriere hingegen berührt, wird meist der Basiswert zurückgezahlt, in der Regel die Aktie selbst oder bei Indizes der Indexstand am Fälligkeitstag unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses. Es kann dann ein Verlust entstehen, je nach dem wie sich der Basiswert nach Berühren der Barriere weiterentwickelt.

Das Reverse Bonus-Zertifikat funktioniert genau andersherum: Hier liegt die Barriere oberhalb des aktuellen Kurses und Anleger profitieren von seitwärts laufenden oder fallenden Kursen oder auch von steigenden Kursen bis zur Barriere. Wird die Barriere berührt, erfolgt die Rückzahlung nach einer Formel, da der Basiswert hier nicht geliefert werden kann. Zudem besitzen Reverse Bonus-Zertifikate ein Reverselevel, das als Berechnungsgröße für die invertierte Basiswertentwicklung dient.

Ein Beispiel: Das Produkt hat eine Laufzeit bis 17. März 2023. Es bezieht sich auf den DAX, hat eine Barriere bei 16.000 Indexpunkten, ein Bonuslevel von 10.800 Indexpunkten, einen Bonusbetrag von 172 Euro und kostet momentan 160,01 Euro. Das Reverselevel liegt bei 28.000 Punkten. Bleibt der DAX bis zum Fälligkeitstag immer unter der 16.000-Punkte-Marke, erhalten Anleger den Bonusbetrag von 172 Euro zurückgezahlt. Das entspricht einer Rendite von 7,49 Prozent bezogen auf die Laufzeit von knapp sechs Monaten. Fällt der DAX hingegen stärker, auch unter das Bonuslevel von 10.800 Indexpunkten, und schließt am Bewertungstag bei 10.100 Punkten, erfolgt die Rückzahlung nach folgender Formel: Reverselevel – Indexstand am Fälligkeitstag geteilt durch das Bezugsverhältnis. Also: (28.000 – 10.100) / 100 = 179 Euro.

Doch was passiert, wenn die Kurse entgegen der Erwartung doch stärker steigen? Auch in diesem Fall erfolgt die Rückzahlung nach oben beschriebener Formel. Je nach Indexstand am Fälligkeitstag fällt der Verlust dann größer oder kleiner aus. Grundsätzlich gilt immer, dass die Produkte nicht bis zur Fälligkeit gehalten werden müssen. Sie können börsentäglich gekauft und auch wieder verkauft werden, da der Emittent fortlaufend An- und Verkaufskurse stellt (Einschränkungen möglich, siehe Rechtliche Hinweise).

So weit der theoretische Teil. Wer diese Produkte einmal risikolos ausprobieren möchte, kann das beim Börsenspiel Trader tun. Denn hier können alle Zertifikate und Optionsscheine von Société Générale unter realen Bedingungen gehandelt werden. Jeder Teilnehmer erhält zwei Spieldepots mit je 100.000 Euro Spielgeld. Neben den wertvollen praktischen Erfahrungen, die gesammelt werden können, sind natürlich auch jede Menge Preise zu gewinnen. Als Hauptpreis winkt ein Jaguar F-PACE Hybrid*, und auf jeden Wochensieger wartet eine Siegerprämie in Höhe von 2.222 Euro. Zudem werden unter allen Spielteilnehmern wöchentlich ein iPhone 13 verlost und ein weiteres unter allen Teilnehmern, die sich noch vor dem Spielstart am 5. September um 8.00 Uhr unter www.trader-boersenspiel.de anmelden. Schnell sein lohnt sich also, das Team von Société Générale wünscht allen Spielerinnen und Spielern viel Spaß und Erfolg beim Trader 2022!

*Kraftstoff-/Stromverbrauch (jeweils kombiniert) Jaguar F-PACE P400e Plug-in-Hybrid: ab 2,4 l/100 km, 17,6–17,5 kWh/100 km, CO2-Emissionen: ab 54 g/km