Märkte

DAX-Anleger hoffen auf nachhaltige Entspannung am Ölmarkt

Für die kommenden Wochen erwarten wir die Rückkehr zu einer sehr volatilen Schaukelbörse am deutschen Aktienmarkt, nachdem sich der DAX Mitte März dank eines wieder rückläufigen Ölpreises in die Trading-Range von 14.000 bis 15.000 Punkte zurückgekämpft hat

Der DAX profitierte Mitte März von einem wieder rückläufigen Ölpreis. Die Wahrscheinlichkeit für das Risikoszenario unserer Volkswirte, dass ein ungebremster Anstieg der Ölpreise mittelfristig zu einer Rezession in Deutschland und im Euroraum führen könnte, hat damit wieder deutlich abgenommen.

Die Sitzung der US-Notenbank Mitte März, auf der der Zielkorridor für den US-Leitzins wie von unseren Volkswirten erwartet um 25 Basispunkte auf 0,25 bis 0,50 Prozent erhöht wurde, stufen wir dagegen als negativ für den Aktienmarkt ein. Denn zum einen prognostizieren nun auch die Fed-Mitglieder sieben statt vorher drei Leitzinserhöhungen für das Jahr 2022. Die neue Fed-Prognose entspricht damit nahezu den Markterwartungen und erhöht das Risiko, dass wir zum Jahresende 2022 eine sehr flache US-Zinsstrukturkurve haben werden – in der Historie regelmäßig ein Warnsignal für Aktien.

Und zum anderen hat die US-Notenbank ihre Prognose für das Wachstum der US-Wirtschaft im Jahr 2022 von 4,0 Prozent auf 2,8 Prozent reduziert, während die Inflationsprognose von 2,6 Prozent auf 4,3 Prozent erhöht wurde. Diese Prognoseänderung verdeutlicht die Probleme, vor denen viele DAX-Unternehmen nun stehen. Die Umsatzerwartungen für 2022 dürften sich als zu optimistisch erweisen, während auf der Kostenseite steigende Inputkosten verkraftet werden müssen. Daher gehen wir mittlerweile davon aus, dass die DAX-Unternehmensgewinne für 2022 um 5 Prozent fallen werden (siehe Grafik 1).

Grafik 1: Hoher Ölpreis belastet Gewinnperspektiven

DAX-Gewinnerwartungen

Das Gewinnrevisionsmomentum für die DAX-Unternehmen dürfte sich daher auch deutlich eintrüben. So gab es im vergangenen Quartal noch 24 positive und 16 negative Gewinnrevisionen für das Geschäftsjahr 2022. Wir erwarten, dass im zweiten Quartal die negativen Revisionen erstmals wieder überwiegen werden (siehe Tabelle 1).

Für die kommenden Wochen erwarten wir die Rückkehr zu einer sehr volatilen Schaukelbörse am deutschen Aktienmarkt, nachdem sich der DAX dank der fallenden Ölpreise wieder in die Trading-Range von 14.000 bis 15.000 Punkte zurückgekämpft hat. Hoffnungen auf eine weitere Entspannung am Ölmarkt dürften den DAX regelmäßig unterstützen – vor allem, da die Anlegerstimmung mit einem VDAX-NEW von über 30 immer noch sehr nervös ist (siehe Grafik 2).

Grafik 2: Hoher Ölpreis sorgt für Nervosität

VDAX-NEW seit Anfang 2021

Grafik 3: 5-Jahres-Chart VDAX-NEW

VDAX-NEW seit Anfang 2021

Doch das derzeitige Konjunkturumfeld mit fallenden Wachstumserwartungen, höheren Inflationsprognosen, steigenden Leitzinsen und sich eintrübenden DAX-Unternehmensgewinnen verhindert kurzfristig einen starken DAX-Aufwärtstrend.

Tabelle 1: Zuletzt hatten bereits 16 DAX-Unternehmen fallende Gewinnerwartungen für 2022

DAX: Veränderung der Gewinnerwartungen je Aktie für das Geschäftsjahr 2022 im vergangenen Quartal in Prozent

Aktie

Kurs in Euro

Gewinnerwartung je Aktie GJ2022 in Euro

KGV

Aktuell

Vor drei Monaten

Veränderung in %

Sartorius Vz.

390,10

9,02

7,96

13,4

43,3

RWE

37,10

2,13

1,88

12,9

17,4

Deutsche Bank

11,10

1,48

1,37

8,0

7,5

BMW

78,40

15,44

14,37

7,5

5,1

Mercedes-Benz

65,30

11,22

10,45

7,4

5,8

Brenntag

72,70

4,95

4,66

6,1

14,7

Infineon

30,60

1,67

1,57

6,0

18,3

Siemens

136,20

8,66

8,21

5,4

15,7

Bayer

57,00

7,14

6,82

4,6

8,0

Vonovia

46,40

2,68

2,58

4,2

17,3

Merck

187,30

9,60

9,23

4,0

19,5

Siemens Healthineers

56,80

2,26

2,18

3,8

25,1

Covestro

47,50

7,10

6,92

2,6

6,7

Qiagen

42,70

1,80

1,75

2,5

23,8

Symrise

101,80

2,95

2,89

2,1

34,5

Hannover Rück

153,00

13,07

12,85

1,7

11,7

BASF

55,30

5,83

5,75

1,4

9,5

Deutsche Börse

162,20

7,28

7,18

1,4

22,3

Deutsche Post

46,50

4,12

4,06

1,4

11,3

Linde

278,40

10,29

10,16

1,3

27,1

adidas

213,60

9,85

9,74

1,0

21,7

HeidelbergCement

58,60

8,22

8,14

0,9

7,1

Airbus

106,80

5,22

5,20

0,6

20,4

MTU

213,00

7,80

7,76

0,5

27,3

E.ON

10,80

0,90

0,90

–0,1

12,0

SAP

102,80

5,32

5,37

–0,9

19,3

Münchener Rück

241,00

24,44

24,83

–1,5

9,9

Volkswagen Vz.

155,60

31,00

31,66

–2,1

5,0

Porsche Vz.

82,10

14,97

15,36

–2,5

5,5

Daimler Truck

24,60

2,92

3,00

–2,8

8,4

Allianz

215,90

21,95

22,70

–3,3

9,8

Puma

76,30

2,78

2,90

–4,1

27,4

Fresenius Medical Care

60,70

3,71

3,90

–4,8

16,4

Fresenius

31,90

3,48

3,67

–5,0

9,2

Deutsche Telekom

16,80

1,25

1,33

–5,6

13,4

Zalando

50,20

0,98

1,07

–9,0

51,4

Henkel Vz.

64,90

4,45

4,91

–9,4

14,6

Continental

68,70

7,38

8,50

–13,2

9,3

Hello Fresh

39,80

1,35

1,57

–14,2

29,5

Delivery Hero

41,80

–5,01

–4,30

–16,7

NA

Stand: 16. März 2022; Quelle: FactSet-Markterwartungen, Commerzbank Research. KGV = Kurs-Gewinn-Verhältnis. Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

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WKN

Basiswert

Cap

Discount

Max. Rendite p.a.

Bewertungstag

Geld-/Briefkurs

SF4 WXZ

DAX

10.850,00 Pkt.

26,31 %

3,65 %

16.12.2022

105,60/105,61 EUR

SD4 UAE

DAX

14.650,00 Pkt.

6,52 %

12,36 %

16.12.2022

134,08/134,09 EUR

SH2 WSD

Sartorius Vz.

330,00 EUR

21,64 %

9,85 %

16.12.2022

307,18/307,30 EUR

SF4 GY6

RWE

34,00 EUR

16,90 %

10,76 %

16.12.2022

31,44/31,46 EUR

SH7 BQ9

Deutsche Bank

8,20 EUR

33,49 %

7,92 %

16.12.2022

7,73/7,74 EUR

SF4 FF1

BMW

62,00 EUR

25,82 %

8,14 %

16.12.2022

58,41/58,43 EUR

SH0 0NN

Mercedes-Benz

52,00 EUR

24,91 %

10,89 %

16.12.2022

48,04/48,06 EUR

Faktor-Optionsscheine

WKN

Basiswert

Strategie

Faktor

Laufzeit

Geld-/Briefkurs

SD2 S65

DAX

Long

3

Unbegrenzt

4,71/4,72 EUR

SB2 94E

DAX

Short

–3

Unbegrenzt

4,76/4,77 EUR

SB0 B0B

Sartorius Vz.

Long

3

Unbegrenzt

7,72/7,81 EUR

SF6 DFV

Sartorius Vz.

Short

–3

Unbegrenzt

16,77/17,02 EUR

SB0 BZ9

RWE

Long

3

Unbegrenzt

13,28/13,40 EUR

SD2 3S1

RWE

Short

–3

Unbegrenzt

4,51/4,56 EUR

SB0 BYX

Deutsche Bank

Long

3

Unbegrenzt

12,80/12,89 EUR

SH1 LW1

Deutsche Bank

Short

–3

Unbegrenzt

7,25/7,30 EUR

SD4 9Y6

BMW

Long

3

Unbegrenzt

5,35/5,38 EUR

SF6 RAX

BMW

Short

–3

Unbegrenzt

11,85/11,92 EUR

SD2 3UA

Mercedes-Benz

Long

3

Unbegrenzt

18,56/18,68 EUR

SF5 P16

Mercedes-Benz

Short

–3

Unbegrenzt

8,18/8,24 EUR

Stand: 24. März 2022; Quelle: Société Générale

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.

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