Märkte

Ist Volatilität investierbar?

Volatilität wird in der Finanzwelt gerne als Risikobarometer herangezogen. Je höher die Volatilität, desto höher die Schwankung und damit das Risiko an den Finanzmärkten.

Im Allgemeinen handelt es sich bei Volatilität jedoch um ein statistisches Maß, das für einzelne Aktien, Aktienindizes oder andere Werte berechnet werden kann. In diesem Fall spricht man von »historischer« Volatilität. Darüber hinaus wird vielfach von »impliziter« Volatilität gesprochen. Im Unterschied zur historischen Volatilität handelt es sich hierbei nicht um historische Zeitreihen. Die implizite Volatilität wird vielmehr aus den Preisen von Optionen berechnet, die zum Beispiel an Börsen wie der Eurex gehandelt werden. Die implizite Volatilität bezieht sich dann auf den Basiswert der Option und kann je nach Laufzeit und Basispreis variieren.

Grafik 1: Entwicklung DAX und VDAX-NEW im Vergleich (5 Jahre)

In Deutschland ist vor allem der VDAX-NEW bekannt. Hier werden verschiedene Optionen auf den DAX zusammengefasst. Somit können Anleger mit diesem von der Deutschen Börse berechneten Volatilitätsindex die derzeitige »Nervosität« ablesen. Der Index wird seit rund 20 Jahren berechnet und erreichte erst zweimal in seiner Geschichte Werte von über 80 Prozent: im Oktober 2008 und im März 2020. Die Tiefstwerte liegen etwa bei 10 Prozent und im Durchschnitt liegt der VDAX-NEW etwa bei 22 Prozent.

Bei einem Vergleich des VDAX-NEW mit der Aktienkursbewegung des DAX fällt auf, dass die Charts fast spiegelverkehrt aussehen. Immer dann, wenn die Kurse beim DAX sinken, steigt der VDAX-NEW und umgekehrt. Das hat vor allem damit zu tun, dass Kursrückschläge meist schneller und kräftiger ausfallen als Bewegungen am Aktienmarkt nach oben.

Grafik 2: VIX-Future und VSTOXX-Future im Vergleich (5 Jahre)

Der VDAX-NEW ist selbst nicht direkt investierbar. Jedoch werden für die implizite Volatilität des S&P 500 und des EURO STOXX 50 Futures auf die jeweiligen Indizes angeboten. Beim S&P 500 handelt es sich um den »VIX-Future« und beim EURO STOXX 50 um den »VSTOXX-Future«. Auf beide Basiswerte bietet Société Générale zum Beispiel Faktor-Optionsscheine an. Mithilfe dieser Wertpapiere können Anleger entweder auf einen Anstieg oder einen Rückgang des jeweiligen Volatilitäts-Futures setzen.

Besonders häufig werden Faktor-Optionsscheine eingesetzt, die mit einem Hebel von +1 oder –1 ausgestattet sind. Somit ist es möglich, entweder an steigenden oder fallenden Notierungen zu partizipieren.

Alle weiteren Informationen zu Faktor-Optionsscheinen erhalten Interessierte in der passenden Broschüre dazu. Diese können Sie hier abrufen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine auf Futures von Volatilitätsindizes

Faktor-Optionsscheine

WKN

Basiswert

Faktor

Strategie

Laufzeit

Geld-/Briefkurs

SF5 6SR

CBOE Volatility Index (VIX) Future

1

Long

Unbegrenzt

9,66/9,77 EUR

SD4 TVB

CBOE Volatility Index (VIX) Future

–1

Short

Unbegrenzt

5,38/5,45 EUR

SD0 B5L

VSTOXX-Future

1

Long

Unbegrenzt

5,49/5,55 EUR

SF4 74S

VSTOXX-Future

–1

Short

Unbegrenzt

7,14/7,23 EUR

Stand: 17. Februar 2022; Quelle: Société Générale

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.

Nicht währungsgesicherte Produkte unterliegen einem Wechselkursrisiko. Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern, den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.