Märkte

Mögliche Fed-Leitzinserhöhungen trüben AktienAusblick

Die sich abzeichnenden Zinswenden der US-Notenbank und der EZB sowie die Ukraine-Krise trüben den Ausblick für die Aktienmärkte. Die US-Zinsstrukturkurve sollte sich nun unerwartet schnell abflachen. Die nervenaufreibende DAX-Schaukelbörse, die sich größtenteils zwischen 15.000 und 16.000 Punkten bewegen dürfte, sollte sich wegen der höher als erwarteten Inflation und der restriktiver als erhofften Notenbanken auch in den kommenden Monaten fortsetzen.

Die Historie zeigt, dass Aktienmärkte den Start von Leitzinserhöhungen oftmals recht robust wegstecken können, da nach einer Leitzinswende die Unternehmensgewinne regelmäßig weiter steigen. So ist das Gewinnrevisionsbild für den DAX weiterhin positiv. Die durchschnittlichen Analystenerwartungen für den Gewinn je Aktie im Geschäftsjahr 2022 wurden für 25 der 40 DAX-Unternehmen im vergangenen Quartal weiter nach oben revidiert.

Ein Warnsignal war aber häufig, wenn die Zinsstrukturkurven flach wurden. Und genau hier liegt die Gefahr, wenn die Fed, wie von den Volkswirten der Commerzbank erwartet, in sechs Schritten den Leitzins bis Ende 2022 auf 1,50 bis 1,75 Prozent anheben sollte. Denn damit würde das Niveau des US-Leitzinses wahrscheinlich nur noch knapp unter der Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen liegen, die wir Ende 2022 bei 2,3 Prozent sehen. Dieser unerwartet drastische Kurswechsel der US-Notenbank wird auch in den kommenden Monaten hohe DAX-Kursschwankungen bewirken. So lag die implizite DAX-Volatilität VDAX-NEW 2022 bereits bis Mitte Februar an sechs Handelstagen über der Marke von 25.

Zudem trübt die anstehende Reduzierung der Fed-Bilanzsumme den DAX-Ausblick. Für viele Investoren war der starke Anstieg der Bilanzsumme ein entscheidender Treiber für die gute Entwicklung der Aktienmärkte in den vergangenen Jahren (siehe Grafik 1).

Grafik 1: DAX und Fed-Bilanzsumme

Wir sind jedoch überzeugt, dass es auch die dynamische Erholung der DAX-Unternehmensgewinne war, die die DAX-Rally angetrieben und fundamental untermauert hat (siehe Grafik 2).

Grafik 2: DAX-Gewinntrend mit Allzeithoch

In unserem DAX-Gewinnszenario gehen wir davon aus, dass trotz wieder steigender Leitzinsen im Euroraum und den USA die DAX-Unternehmensgewinne 2022 um 5 Prozent zulegen werden. So dürften die Coronabeschränkungen bald gelockert werden, die Lieferengpässe sollten sich insbesondere für den wichtigen Autosektor langsam entspannen, und die geldpolitische Lockerung in China könnte mittelfristig die Perspektiven für Exporte nach China aufhellen.

Die KGV-Bewertung des DAX ist, unter anderem belastet durch die sich abzeichnende Trendwende der Geldpolitik und die Ukraine-Krise, seit Mitte 2021 von ambitionierten 19 auf 14 gefallen und notiert damit wieder auf dem 10-Jahres-Durchschnitt. Zudem liegt die DAX-Dividendenrendite wieder bei attraktiven 3,0 Prozent. In unserem Szenario sollte daher der DAX – in der sich nun länger hinziehenden nervösen Schaukelbörse – im Bereich von 14.500 bis 15.000 Punkten regelmäßig durch eine attraktive Bewertung Unterstützung finden.

Tabelle 1: Für 25 der 40 DAX-Unternehmen haben die Analysten ihre Gewinnerwartungen im vergangenen Quartal nach oben angepasst

DAX: Veränderung der Gewinnerwartungen je Aktie für das Geschäftsjahr 2022 im vergangenen Quartal in Prozent

Aktie

Kurs in Euro

Gewinnerwartung je Aktie GJ2022 in Euro

KGV

Aktuell

Vor drei Monaten

Veränderung in %

Sartorius Vz.

439,1

8,95

7,95

12,6

49,1

Infineon

34,2

1,68

1,50

11,5

20,4

Deutsche Bank

14,5

1,51

1,37

10,0

9,6

Mercedes-Benz

69,8

11,14

10,14

9,9

6,3

RWE

37,3

2,00

1,84

8,6

18,7

Covestro

54,5

7,07

6,62

6,8

7,7

Merck

185,3

9,38

8,82

6,3

19,7

BASF

68,6

5,99

5,67

5,6

11,5

Siemens

144,7

8,33

7,92

5,2

17,4

Siemens Healthineers

57,6

2,25

2,14

5,0

25,6

BMW

92,8

14,92

14,20

5,0

6,2

Brenntag

77,6

4,81

4,63

4,0

16,1

Deutsche Post

53,2

4,20

4,06

3,6

12,7

Vonovia

48,1

2,68

2,60

3,3

17,9

Symrise

102,3

2,92

2,86

2,3

35,0

Qiagen

43,8

1,79

1,75

2,1

24,5

Linde

272,5

10,19

10,03

1,6

26,7

Puma

90,6

2,91

2,88

1,3

31,1

Allianz

229,3

22,57

22,36

1,0

10,2

Beiersdorf

87,0

3,32

3,29

0,8

26,2

Deutsche Börse

156,8

7,22

7,17

0,7

21,7

HeidelbergCement

67,0

8,30

8,26

0,5

8,1

Volkswagen Vz.

187,3

31,69

31,54

0,5

5,9

Münchener Rück

270,8

24,71

24,60

0,5

11,0

Bayer

54,6

6,84

6,82

0,3

8,0

E.ON

12,1

0,90

0,91

–0,2

13,4

SAP

109,3

5,34

5,36

–0,5

20,5

Airbus

118,3

5,21

5,24

–0,6

22,7

Fresenius Medical Care

59,1

3,89

3,94

–1,4

15,2

MTU

192,6

7,73

7,85

–1,5

24,9

Fresenius

37,3

3,62

3,68

–1,6

10,3

Continental

92,4

8,69

8,86

–1,9

10,6

Porsche Vz.

85,6

15,30

15,61

–2,0

5,6

Deutsche Telekom

17,6

1,27

1,30

–2,4

13,8

adidas

242,9

9,48

9,74

–2,6

25,6

Zalando

65,1

1,06

1,09

–3,1

61,4

Henkel Vz.

74,3

4,52

4,92

–8,3

16,5

Delivery Hero

46,5

–4,70

–4,26

–10,4

NA

HelloFresh

50,8

1,45

1,93

–24,7

35,1

Siemens Energy

19,3

0,49

0,79

–37,5

39,3

Stand: 11. Februar 2022; Quelle: FactSet-Markterwartungen, Commerzbank Research
Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

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WKN

Basiswert

Cap

Discount

Max. Rendite p.a.

Bewertungstag

Geld-/Briefkurs

SD4 YYX

DAX

13.150,00 Pkt.

16,50 %

5,03 %

16.09.2022

127,64/127,65 EUR

SD4 YZ0

DAX

15.000,00 Pkt.

7,24 %

9,79 %

16.09.2022

141,75/141,76 EUR

SH2 WSC

Sartorius

330,00 EUR

23,00 %

9,06 %

16.09.2022

313,06/313,16 EUR

SD4 WVJ

Infineon

27,00 EUR

20,06 %

9,89 %

16.09.2022

25,49/25,50 EUR

SF3 K25

Deutsche Bank

11,00 EUR

23,44 %

8,85 %

16.09.2022

10,44/10,45 EUR

SH0 QUZ

Mercedes-Benz

64,00 EUR

21,00 %

8,62 %

16.09.2022

60,84/60,86 EUR

SF3 KPF

RWE

33,00 EUR

17,83 %

6,90 %

16.09.2022

31,69/31,70 EUR

Faktor-Optionsscheine

WKN

Basiswert

Strategie

Faktor

Laufzeit

Geld-/Briefkurs

SD2 S65

DAX

Long

3

Unbegrenzt

5,99/6,00 EUR

SB2 94E

DAX

Short

–3

Unbegrenzt

4,42/4,43 EUR

SB0 B0B

Sartorius

Long

3

Unbegrenzt

9,38/9,48 EUR

SF6 DFV

Sartorius

Short

–3

Unbegrenzt

16,72/16,90 EUR

SB0 B1Z

Infineon

Long

3

Unbegrenzt

23,24/23,33 EUR

SD2 YCX

Infineon

Short

–3

Unbegrenzt

5,36/5,38 EUR

SB0 BYX

Deutsche Bank

Long

3

Unbegrenzt

25,78/25,88 EUR

SH1 LW1

Deutsche Bank

Short

–3

Unbegrenzt

6,41/6,44 EUR

SD2 3UA

Mercedes-Benz

Long

3

Unbegrenzt

35,70/35,82 EUR

SF5 P16

Mercedes-Benz

Short

–3

Unbegrenzt

5,66/5,68 EUR

SB0 BZ9

RWE

Long

3

Unbegrenzt

15,73/15,81 EUR

SD2 3S1

RWE

Short

–3

Unbegrenzt

5,08/5,11 EUR

Stand: 18. Februar 2022; Quelle: Société Générale

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