Editorial

Liebe Leser,

man merkt es nicht zuletzt an der Tankstelle, wo die Preise für einen Liter Superbenzin auf über 1,70 Euro gestiegen sind, dass die Ölpreise im vergangenen Jahr regelrecht nach oben geschossen sind. Auf Jahressicht betrug die Preissteigerung am Ölmarkt rund 50 Prozent. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch eine restriktive Produktionspolitik der OPEC+, die ihre Ölproduktion langsamer erhöhte, als es die steigende Nachfrage erlaubt hätte.

Ganz anders sah es allerdings am Goldmarkt aus. Hier stand am Jahresende ein kleines Minus. Einer der Hauptgründe für diese Entwicklung war der Anstieg der nominalen Anleiherenditen. Das hat zur Folge, dass Gold, das eben keine Zinsen abwirft, entsprechend weniger attraktiv wird. Wie die Aussichten dieses Jahr für Gold, Öl, aber auch viele andere Rohstoffe sind, erfahren Sie in unserem Titelthema.

Apropos Zinsen und Inflation: Auch in diesem Jahr wird ein großer Fokus auf den Zentralbanken in Europa und den USA liegen. Denn die Inflationsraten sind nach wie vor auf Niveaus wie seit vielen Jahrzehnten nicht mehr. Die Fed hat schon reagiert, wann zieht die EZB nach? Ob es die vielfach antizipierte Zinswende geben und was 2022 wichtig wird, lesen Sie hier.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen der vorliegenden Ausgabe.