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Salesforce – vom Pionier der Cloud zum SoftwareRiesen

Salesforce entwickelt cloudbasierte Unternehmenssoftware für den Einsatz im Customer-Relationship-Management. Seit Jahren verfügt das Unternehmen über eine intakte Wachstumsstory in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld. Bis zuletzt überzeugten die hohen Wachstumsraten im operativen Geschäft, die Bewertung ist bereits hoch. In der Zeit nach Corona dürften IT-Budgets wieder hochgefahren werden. Salesforce sollte im Rahmen der cloudbasierten Plattform-Lösung davon deutlich profitieren.

Die Zusammenführung von Unternehmen und Kunden
Salesforce ist ein weltweit führendes Technologieunternehmen, das sich unter anderem mit dem Design und der Entwicklung cloudbasierter Unternehmenssoftware für das Customer-Relationship-Management (CRM) befasst. Unter CRM versteht man die konsequente Ausrichtung eines Unternehmens auf seine Kunden und ein damit verbundenes Management bzw. eine einhergehende systematische Gestaltung von Kundenbeziehungsprozessen. Das Unternehmen bietet übergreifende unternehmens- und branchenspezifische Lösungen für die Handhabung umfangreicher Interaktionsmöglichkeiten mit Kunden und Kundendaten.

Die involvierten Parteien, das heißt die Mitarbeiter der in den Unternehmen angeschlossenen Fachabteilungen, einschließlich Marketing, Vertrieb, Kundenservice sowie Online- und stationärem Handel, werden auf einer gemeinsamen zentralen CRM-Plattform (»Salesforce Customer 360 Platform«) zusammengeführt. Dementsprechend bekommen alle angeschlossenen Teilnehmer der Plattform dieselbe Sicht auf ihre Kunden und können so optimierte Prozesse erkennen und gestalten.

Das Unternehmen konzentriert sich dabei zunehmend auf den Einsatz der Cloud unter Einbindung des Internets der Dinge (Internet of Things/»IoT«) bzw. unter Verwendung von mobilen, sozialen und künstlichen Intelligenztechnologien. Die Serviceangebote von Salesforce werden in die bereits bestehenden Unternehmensanwendungen integriert und entsprechend mit den Kunden individuell weiterentwickelt. Salesforce stellt seine Anwendungen und Dienstleistungen regelmäßig über Internet-Browser und damit auch auf mobilen Endgeräten (zum Beispiel Tablets) bereit.

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben über 150.000 Kunden weltweit, dabei werden Organisationen, öffentliche Einrichtungen und Behörden wie auch Firmenadressen aller Branchen bzw. in jeglichen Größenordnungen zu den Kunden gezählt.

Grafik 1: Wertentwicklung Salesforce

Stand: 20. Dezember 2021; Quelle: Reuters
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung. Weitere Informationen zu der hier dargestellten Wertentwicklung entnehmen Sie bitte den Angaben in den Rechtlichen Hinweisen.

Die Cloud steht im Mittelpunkt
Salesforce gilt als einer der Pionierentwickler der Cloud. Ohne dabei zu den großen Anbietern der führenden Public-Cloud-Lösungen zu gehören (Amazon/AWS, Google Cloud Platform, Microsoft/Azure), ist es dem Unternehmen gelungen, sich innerhalb nur eines Jahrzehnts als einer der größten Player im Cloud-Anwendungsbereich zu etablieren. Im Rahmen des für Unternehmen immer wichtiger werdenden »Cloud Computings« konzentriert sich der Konzern auf die Bereitstellung von Anwendungssoftware für den Kunden als Service über das Internet.

Das Modell des »Software-as-a-Service« (SaaS) wird überwiegend im Rahmen eines Lizenz- und Vertriebsmodells betrieben. Die kundenseitige Nutzung erfolgt regelmäßig auf Basis langjähriger Abonnements, die für Salesforce wichtige, weil wiederkehrende und somit planbare Umsätze und Erträge darstellen.

Milliardenübernahme Slack
Salesforce hat erfolgreich Slack Technologies übernommen. Slack entwickelt Software und Tools, die das sogenannte Co-Working von Mitarbeitern in Unternehmen erleichtern. Mit dem gleichnamigen Messenger-Dienst »Slack« sowie einer Vielzahl weiterer Applikationen bietet das Unternehmen eine Plattform für optimierte Arbeitsprozesse, um zum Beispiel betriebsinterne Routineaufgaben automatisieren zu können. Über interne Kanäle bzw. Chats können Kollegen mit Slack Informationen und Daten austauschen. Die Anzahl der Slack-Nutzer ist während der Coronapandemie weiter deutlich angestiegen.

Im Rahmen der Übernahme wurde Slack mit mehr als 27 Milliarden US-Dollar bewertet, damit ist die Transaktion für Salesforce die größte und teuerste in der Firmengeschichte. Die Reaktionen der Marktteilnehmer auf die Transaktion fielen zunächst aber verhalten aus. Zwar passen Slack-Applikationen komplementär zum Salesforce-Portfolio, die kostspielige Übernahme könnte zunächst aber nur geringfügig zu Konzernumsatz und Ergebnis beitragen.

Auch tritt Salesforce in eine noch intensivere und direktere Konkurrenzsituation zum großen Wettbewerber Microsoft (hier vor allem hinsichtlich des zuletzt sehr erfolgreichen Dienstes »Microsoft Teams«). Die Salesforce-Erfolgsstory hatte durch den Zukauf und die bei den Marktteilnehmern anfänglich vorhandene hohe Skepsis zunächst einen spürbaren Dämpfer bekommen.

Salesforce hat frühzeitig begonnen, die wichtigsten neu erworbenen Slack-Module, insbesondere in das bestehende Cloudangebot, zu integrieren. Das unter Einbindung von Slack erweiterte Produktportfolio zielt insbesondere auf ein Softwareangebot für ein kundenseitig verbessertes hybrides Arbeiten, optimierte Lösungen bei auftretenden Anwendungsproblemen und schnellere Verkaufsabschlüsse. Genau wie bei den Akquisitionen Tableau und MuleSoft soll Slack parallel auch als eigenständiges Tool weiterentwickelt werden. Es ist damit zu rechnen, dass Slack bereits schneller als erwartet für zusätzliches Umsatzwachstum und vor allem auch für Synergieeffekte sorgen wird.

Analystentag – 50 Milliarden US-Dollar Umsatz bis zum Jahr 2026
Salesforce hat für das Geschäftsjahr 2026 ein Umsatzziel von 50 Milliarden US-Dollar ausgegeben. Ganz überraschend kommt dies jedoch nicht, der Konsensus hatte diese Größenordnung bereits so kalkuliert. Der angekündigte Neuerwerb Slack Technologies soll rund 4 Milliarden US-Dollar Umsatz dazu beitragen. Kurzfristig wird die Milliardenübernahme aber auch die Marge und damit die Profitabilität des Konzerns negativ beeinflussen, was wenig überrascht.

Wachstumsstory mit einer sehr hohen Bewertung
Bereits in der Vergangenheit konnte das Unternehmen beim Umsatz regelmäßig Zuwachsraten von weit mehr als 20 Prozent aufweisen. Allerdings hatte die Dynamik temporär nachgelassen, was natürlich auch auf die Auswirkungen der Coronapandemie zurückzuführen ist. Wir rechnen damit, dass Salesforce auch in Zukunft von seinem auf der cloudbasierten Plattformlösung aufgestellten Produktportfolio im Vergleich zu einigen Wettbewerbern überproportional profitieren wird. Dies rechtfertigt somit auch die bereits sehr hohe Bewertung des Unternehmens.

Viele Unternehmen haben im Rahmen von Digitalisierungsprojekten erst damit begonnen, ihr Kundenmanagement mit »Software-as-a-Service«- und/oder »Platform-as-a-Service«-Lösungen zu optimieren (hierbei wird für Entwickler von Webanwendungen in der Cloud eine Computerplattform und damit externe Hardware zur Verfügung gestellt). In der Nach-Corona-Zeit dürfte sich das Auftragsbuch auf Basis neu auflebender bzw. aufgestockter IT-Budgets der Unternehmen auffüllen.

Überzeugende Kunden- und Investorenveranstaltung
Im Rahmen der diesjährigen Kunden- und Partnerveranstaltung »Dreamforce« hat CEO Marc Benioff seine Vision einer »Trusted Enterprise« (sinngemäß: vertrauenswürdiges Unternehmen der Zukunft) vorgestellt. In der heutigen Welt, in der jeder von überall aus arbeiten kann, soll künftig das »digitale Hauptquartier« als wesentlicher Baustein beim Aufbau eines vertrauenswürdigen Unternehmens in den Mittelpunkt rücken. Dementsprechend wird die »digitale Zentrale« weitaus wichtiger als die bislang vorherrschende »physische Zentrale«. Der Weg dorthin soll mit dem Einsatz von Cloud-Computing-Lösungen – unter erweiterter Einbindung von Slack-Applikationen – gelingen. Der Marketingauftritt wurde von Kunden und Partnern gut angenommen, gleichzeitig sollten im Anschluss auch die Investoren bedacht werden. Schon im August wurde die Prognose angehoben.

Gut ist manchmal nicht gut genug – Salesforce bekommt eine Doppelspitze
Salesforce hat im dritten Quartal mit einem (im Vergleich zum Vorjahr) 27-prozentigen Umsatzanstieg auf 6,86 Milliarden US-Dollar die Erwartungen erfüllt. Das Ergebnis je Aktie in Höhe von 1,27 US-Dollar lag 35 US-Cent über der Schätzung. Die operative Marge bleibt stabil hoch und unverändert bei 19,8 Prozent. Gut ist aber manchmal nicht gut genug. Der vom Management gegebene Ausblick löste Enttäuschung aus. Dies gilt noch nicht für den Umsatz im vierten Quartal, der in der Größenordnung von 7,23 Milliarden US-Dollar erwartet wird und sich damit im Bereich des Konsensus befindet.

Das Unternehmen sieht aber im Jahresendquartal das bereinigte EPS (Gewinn per Aktie) lediglich noch in der Spanne von 0,72 bis 0,73 US-Dollar, womit die Annahme (0,82 US-Dollar) deutlich verfehlt wurde. Entsprechend wurden auch die Zielvorgaben für das erste Quartal und das neue Geschäftsjahr heruntergenommen, was für Unzufriedenheit sorgte. Immerhin gibt das Management einen (weiterhin) optimistischen Margenausblick und prognostiziert ca. 20 Prozent (Geschäftsjahr 2023). Dazu gab es noch eine Personalie: Bret Taylor wird mit sofortiger Wirkung Co-CEO von Salesforce. Taylor ist bereits seit 2019 COO im Unternehmen. Marc Benioff bleibt Vorsitzender des Vorstands (und damit gleichzeitig Co-CEO).

Prognosesenkung löst Kursdruck aus: »Buy-the-Dip«
Der Integrationsaufwand der jüngsten Akquisitionen belastet offensichtlich das Ergebnis. Insbesondere der weitgehend eigenständig agierende Softwareanbieter MuleSoft hat operativ zuletzt nicht überzeugen können, auch der zunehmend starke US-Dollar zeigt Bremsspuren in den Zahlen. Die Slack-Übernahme trägt jedoch schon mehr zum Umsatzwachstum bei als erwartet. Nichtsdestoweniger betont das Management, dass das Nachfrageumfeld zuletzt in allen Regionen stark gewesen sei und auch vielversprechend in den nächsten Monaten bleiben werde.

Besonders dynamisch wächst Salesforce in der Region Amerika. Das Cross-Selling im Rahmen von Multi-Cloud-Aktivitäten zeigt Wirkung und spiegelt sich in weiterhin hohen Wachstumsraten beim Umsatz. Mit dem aktualisierten Ausblick wurde der ambitionierte Erwartungshorizont der Marktteilnehmer entsprechend gesenkt bzw. angepasst. Die jetzt als konservativ anzusehenden Zielvorgaben des Managements haben zu moderaten Gewinnrevisionen geführt.

Die Aktie wurde anschließend abgestraft, die negative Kursreaktion dürfte dabei aber etwas zu heftig ausgefallen sein. Wir sehen in den jetzt realistischeren Zielvorgaben aber auch eine Chance. Das Geschäftsmodell des Spezialisten für Cloud-Computing-Lösungen ist weiterhin mehr als intakt.

Produktidee: PARTIZIPIEREN SIE AN DER ENTWICKLUNG VON SALESFORCE.COM

Nutzen Sie die Experten-Einschätzungen und partizipieren Sie an der Entwicklung der Salesforce-Aktie. Ganz gleich, ob Sie mit Hebelprodukten auf kurzfristige Marktveränderungen setzen möchten oder mit Anlageprodukten eine Alternative zum reinen Aktieninvestment suchen, bei Société Générale werden Sie fündig. Ein Überblick über das gesamte Produktspektrum an Zertifikaten und Optionsscheinen steht Ihnen im Internet unter www.sg-zertifikate.de zur Verfügung.

Aber Achtung: Da die von Société Générale angebotenen Produkte in Euro notieren, der Handelspreis von Salesforce in US-Dollar, besteht für den Investor ein Währungsrisiko. Ein steigender Euro/US-Dollar-Wechselkurs wirkt sich negativ auf den Wert des Produkts aus. Um das Wechselkursrisiko für den Anleger auszuschalten, bietet Société Générale in der Regel neben einer nicht währungsgesicherten Variante (Non-Quanto) auch eine währungsgesicherte bzw. währungsoptimierte (Quanto) Variante an. Allerdings ist hier zu beachten, dass für die Währungssicherung Kosten anfallen können, die den Wert des Produkts mindern. Anleger haben also die Wahl, sollten aber bedenken, dass bei der währungsgesicherten Variante neben dem Risiko natürlich auch die Chance entfällt, mit einem fallenden Euro/US-Dollar-Wechselkurs eine höhere Rendite zu erzielen.

Discount-Zertifikate

WKN

Basiswert

Cap

Discount

Max. Rendite p.a.

Quanto

Bewertungstag

Geld-/Briefkurs

SF3 ZGJ

Salesforce

200,00 USD

23,45 %

6,60 %

Nein

16.09.2022

168,49/168,55 EUR

SF3 ZCT

Salesforce

200,00 USD

22,93 %

5,59 %

Ja

16.09.2022

191,77/191,85 EUR

SF3 ZGK

Salesforce

250,00 USD

10,88 %

16,68 %

Nein

16.09.2022

196,47/196,56 EUR

SF3 ZCU

Salesforce

250,00 USD

10,15 %

15,51 %

Ja

16.09.2022

223,60/223,70 EUR

SF5 NQW

Salesforce

280,00 USD

6,20 %

25,88 %

Nein

16.09.2022

207,15/207,23 EUR

SF5 NKL

Salesforce

280,00 USD

5,41 %

24,59 %

Ja

16.09.2022

235,83/235,92 EUR

BEST Turbo-Optionsscheine

WKN

Basiswert

Typ

Basispreis/Knock-Out-Barriere

Hebel

Quanto

Laufzeit

Geld-/Briefkurs

SB0 73T

Salesforce

Call

154,64 USD

2,6

Nein

Unbegrenzt

8,48/8,50 EUR

SF5 61V

Salesforce

Call

208,75 USD

6,0

Nein

Unbegrenzt

3,70/3,72 EUR

SF5 61Y

Salesforce

Call

223,75 USD

9,2

Nein

Unbegrenzt

2,39/2,41 EUR

SD6 DBN

Salesforce

Call

230,39 USD

12,1

Nein

Unbegrenzt

1,81/1,83 EUR

SB4 ZWR

Salesforce

Put

352,27 USD

2,4

Nein

Unbegrenzt

0,92/0,93 EUR

SF9 Y76

Salesforce

Put

297,29 USD

5,0

Nein

Unbegrenzt

4,39/4,41 EUR

SF9 Y75

Salesforce

Put

287,31 USD

6,2

Nein

Unbegrenzt

3,02/3,04 EUR

SF9 Z7U

Salesforce

Put

277,32 USD

8,3

Nein

Unbegrenzt

2,63/2,65 EUR

Stand: 20. Dezember 2021; Quelle: Société Générale

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.

Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern, den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.