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Aus Facebook wird Meta Platforms – Das Netzwerk wird visionär und bewährt sich nicht nur in der Krise

Über 2,8 Milliarden Nutzer auf der Facebook-Plattform bilden die Basis für stetiges Wachstum bei Werbe- und Provisionseinnahmen. Meta richtet sich jetzt noch stärker auf lukrative Video-Werbeformate und E-Commerce-Anwendungen aus. Die neue visionäre Ausrichtung auf das »Metaverse« ist aufwendig und kostspielig, bietet mittel- bzw. langfristig aber auch eine große Chance für den Meta-Konzern. Die Aktie stellt weiterhin ein profitables Basisinvestment im Kommunikations- bzw. Technologiesektor dar.

Facebook ist jetzt Meta
Aus Facebook wurde im Rahmen einer zügig durchgeführten Umfirmierung Meta Platforms Inc. Die Anwendung Facebook hat unvermindert zentrale Bedeutung und bleibt auch weiterhin das führende genutzte soziale Netzwerk. Die Facebook betreffenden Internetseiten gehören zu den weltweit am häufigsten besuchten Websites.

Mit dem neuen Namen Meta wird der Fokus auf neue virtuelle Umgebungen und digitale Kommunikation im »Metaverse« gelenkt und die Wahrnehmung als »Social-Media-Unternehmen« zurückgefahren. Der Konzern stuft das Facebook-Netzwerk als eine Applikation in einer Reihe mit den anderen Diensten Messenger, WhatsApp und Instagram zurück. Mehr Bedeutung bekommt das bisherige Oculus-Projekt, ein quasi als Start-up geführter Bereich, das sich mit digitalen Brillen befasst, die zur Darstellung virtueller Realität geeignet sind. Die aktuelle VR-Brille soll nun Meta Quest heißen.

Die Bausteine des Metaverse umfassen erweiterte Realitäten (Augmented Reality) unter Anwendung künstlicher Intelligenz, bei der digitale Inhalte auf Displays oder unter Einsatz von Projektorbrillen für den Betrachter in die reale Umgebung eingeblendet werden. Zu Mark Zuckerbergs Vision gehört, bis zum Jahr 2030 eine Milliarde Nutzer im »Metaverse« zu haben und – darauf basierend – künftig mehrere Hundert Millionen US-Dollar an Geschäften abzuwickeln. In den nächsten Monaten ist bereits ein diesbezügliches Investitionsbudget in der Größenordnung von 10 Milliarden US-Dollar vorgesehen.

Facebook bleibt zunächst maßgeblich für den Konzern
In den vergangenen Jahren konnte die Plattform Facebook ihre Nutzeranzahl stetig ausweiten. Hierzu gehören inzwischen längst Unternehmen, öffentliche und politische Einrichtungen sowie Gruppierungen und Vereinigungen aller Art, die ihre Präsenz aufbauen, um sich nah am Kunden bzw. an der Zielgruppe zu platzieren. Mittels der »Like«-Funktion bzw. durch die privaten und/oder öffentlichen Kommentare zu Beiträgen der Nutzer profilieren sich neben Privatpersonen und Unternehmen inzwischen auch viele Künstler, Sportler und sonstige Meinungsmacher, um zu zeigen, wie beliebt sie sind und wie viele Menschen sie mit ihren Nachrichten erreichen.

Allein Facebook hat Nutzer in mehr als 210 Ländern der Erde. Die größte Anzahl befindet sich in den USA. In der gesamten westlichen Welt und vor allem in Europa ist Facebook im täglichen Leben fest verankert. Aber praktisch ohne Präsenz ist das Unternehmen in China. Hier beherrscht das Social-Media-Geschäft vor allem der Konkurrent Tencent.

Fokussiertes Geschäftsmodell – Videos werden zunehmend monetarisiert
Meta finanziert sich überwiegend über Werbeeinnahmen, die durch Anzeigen in den unterschiedlichsten Beiträgen und Foren der Nutzer zwischengeschaltet werden. Sie können sowohl als Textbeitrag in der Eintragsübersicht angezeigt oder auch als Bild- bzw. Videonachrichten integriert werden. Neuerdings wird verstärkt Werbung in Videos geschaltet, also in Form von Einspielern, die vor oder während des eigentlichen Videobeitrags starten, ähnlich wie beim Portal YouTube. Insbesondere diese Form der Werbung, für die Kunden insgesamt höhere Preise zahlen, gab den vergangenen Facebook-Ergebnissen immer wieder einen weiteren Schub.

Durch die hohe und vielschichtige Nutzerzahl bietet das Unternehmen seinen Kunden eine riesige Werbezielgruppe an, die Meta bzw. Facebook mit Blick auf das individuelle Nutzerverhalten – und damit auch die jeweiligen Präferenzen – genau kennt. Meta hält sich zwar bei der Weitergabe von Nutzerdaten bedeckt. Es ist jedoch bekannt, dass weiterhin massenhaft Informationen über die Nutzer gesammelt, ausgewertet und entsprechend vermarktet werden. Datenschützer weltweit haben schon mehrfach versucht, gegen die Nutzerrichtlinien vorzugehen, in den meisten Fällen aber nur mit mäßigem Erfolg.

Instagram wächst stetig und mobile Anwendungen werden immer wichtiger
Die Video- und Foto-Sharing-App »Instagram«, die Kommunikationsanwendung »Messenger« und der Kurznachrichtendienst »WhatsApp« gehören ebenfalls zum Meta-Universum. Daneben werden den jüngst eingeführten Anwendungen »Marketplaces« und »Messenger Lite« vielversprechende Chancen zugesprochen. Insbesondere Instagram trägt inzwischen deutlich zum Wachstum bei und hat wegen der steigenden Beliebtheit weiterhin glänzende Aussichten. Instagram und WhatsApp gelten bei jungen Nutzern als modernere und täglich verwendete Kommunikationskanäle und verdrängen zunehmend Facebook als regelmäßig verwendetes Portal.

Ein anhaltender Trend hin zur mobilen Verwendung des Internets über moderne Smartphones und Tablet-Geräte verstärkt diesen Effekt. Weltweit steigen die Qualität und das Datenvolumen, das von den Kunden im Rahmen ihrer Mobilfunkverträge abgerufen werden kann. Die Verweildauer im (mobilen) Internet steigt daher immer weiter an. Zunehmend werden mehr Bilder und Videos unterwegs angeschaut und Facebook profitiert mit jedem Aufruf und Klick. Im Rahmen der Verwendung der Facebook-Apps werden kontinuierlich und zielgruppengenau die Werbeanzeigen platziert.

Die besten (Wachstums-)Aussichten dürfte mittelfristig Instagram haben. Für US-amerikanische Nutzer wurde die Instagram-Plattform bereits um eine neue Funktion einer E-Commerce-Anbindung erweitert. Damit ist es jetzt möglich, Produkte, die von Social-Media-Influencern tagesaktuell präsentiert werden (es starten unter anderem die Markenlabel H&M, Zara, Burberry und adidas), über eine Verlinkung und damit direkt aus der App heraus kaufen zu können.

Das Geschäftspotenzial fußt auf geschätzten 200 Millionen Instagram-Nutzern (von insgesamt rund 1 Milliarde App-Anwendern insgesamt), die den geschäftsmäßigen Auftritten der Influencer tagesaktuell folgen. Meta erschließt sich damit eine weitere hochlukrative Einnahmequelle.

Vertrauensverlust nicht nur in den USA
Meta hat eingeräumt, hausinterne Fehler in Bezug auf die festgestellten Manipulationen bzw. politischen Einflussnahmen gemacht zu haben. Auslöser waren sogenannte Fake News in den USA, die von russischen Adressaten eingestellt wurden. Um das Vertrauen der Nutzer und Werbekunden zurückzugewinnen, wurde ein umfangreiches Investitions- und Maßnahmenpaket gestartet.

Rechenzentren werden dabei ausgebaut und die Entwicklung neuer Inhalte und Anwendungen (wie zum Beispiel die Videoplattform »Watch«) weiter vorangetrieben. Die Anzahl an Mitarbeitern, die für das Entfernen von falschen Nachrichten bzw. von abwertenden Kommentaren zuständig sind, wurde auf 20.000 Personen verdoppelt. Daneben wird in neue technische Lösungen (unter anderem durch den Einsatz künstlicher Intelligenz) investiert, um das Einstellen nicht gewünschter Inhalte zu verhindern.

Untersucht und überprüft wurden zuletzt vor allem irreführende bzw. falsche Inhalte (»Fake News«) und manipulierte Konten. Das soziale Netzwerk hat im Sommer 2018 bereits mehr als 1,6 Milliarden gefälschte Konten entfernen lassen bzw. Anmeldeversuche unterbunden, die hauptsächlich mit dem Ziel kommerziell motivierter Spam-Angriffe eingerichtet worden waren.

Wettbewerbsrechtliche Untersuchungen
Bislang bekamen große Internetkonzerne vor allem in der EU wettbewerbsrechtlichen Gegenwind. Längst hat sich auch der US-Kongress mit der marktbeherrschenden Stellung von Konzernen wie Alphabet, Meta oder Amazon befasst. Der Justizausschuss des Repräsentantenhauses hatte schon 2019 eine Untersuchung des »Wettbewerbs in digitalen Märkten« eingeleitet. Geprüft wurde, ob eine kleine Anzahl dominanter Onlineplattformen zu viel Macht über Handel, Kommunikation und Information im Netz besitzt.

Grafik 1: Entwicklung Meta Platforms

Rekordstrafe
Meta wurde Ende 2019 eine 5-Milliarden-US-Dollar-Strafzahlung auferlegt, nachdem man sich mit der Verbraucherschutzbehörde FTC auf einen Vergleich einigen konnte. Entsprechend hat sich Meta verpflichtet, künftig Geschäftsprozesse besser zu dokumentieren sowie festzuhalten, wie Nutzerdaten gespeichert bzw. verarbeitet und vor allem an wen sie gegebenenfalls extern weitergegeben werden. Damit sind die Untersuchungen zum Cambridge-Analytica-Skandal abgeschlossen worden.

Auch deutsche Kartellwächter bieten Meta die Stirn
Das Bundeskartellamt hat Meta untersagt, Daten eigener Dienste wie Instagram oder WhatsApp zu sammeln und sie mit dem persönlichen Facebook-Konto des Nutzers automatisch zu verknüpfen. Gleiches gilt für »Like-Buttons«, die auf anderen externen Internetseiten angeklickt werden. Möglich soll dies nur dann sein, wenn der Nutzer einer solchen Verknüpfung von Daten zuvor ausdrücklich zugestimmt hat. In der Zentrale des Onlinenetzwerks sieht man den Vorgang bislang sehr gelassen. Meta wird gegen diese – weltweit bislang einmalige – Entscheidung juristisch vorgehen. Ein langer Rechtsstreit mit ungewissem Ausgang ist vorprogrammiert.

In den USA erreicht Meta einen unerwarteten Etappenerfolg …
Die US-Verbraucherschutzbehörde (FTC) und 46 amerikanische Bundesstaaten hatten jeweils Klage gegen Meta eingereicht. Dabei sollte gerichtlich untersucht werden, ob der Konzern den Wettbewerb behindert. Vorgeworfen wurde, dass Meta bewusst und absichtlich mögliche Konkurrenten aufkauft, um sie rechtzeitig aus dem Wettbewerb zu nehmen und/oder für sich arbeiten zu lassen. Die Klage der Bundesstaaten verwies darauf, dass nach den Zukäufen von Instagram und WhatsApp der Mangel an Wettbewerben den Nutzern geschadet hat, insbesondere in Bezug auf schwächere Datenschutzbestimmungen.

Das zuständige US-Gericht hat im Frühsommer 2021 nun beide Klagen abgewiesen, mit denen das Unternehmen zum Verkauf des Messenger-Dienstes WhatsApp sowie der Bild- und Videoplattform Instagram gezwungen werden sollte. Der zuständige Bezirksrichter urteilte, dass die FTC bzw. die klagenden Bundesstaaten nicht darlegen konnten, dass Meta eine Monopolstellung auf dem Markt für soziale Medien habe. Vor allem die Frage des relevanten Marktanteils wurde nicht geklärt.

Die Entscheidung kam vergleichsweise überraschend, zumindest mit einer noch längeren Prüfung war gerechnet worden. In einem juristischen Punkt musste Meta aber eine Niederlage hinnehmen. Nach Auslegung des US-Supreme-Court wird eine zuvor genehmigte Transaktion (hier der Erwerb von WhatsApp bzw. Instagram) nicht als einmaliger abgeschlossener Akt angesehen, sondern als Dauerzustand betrachtet.

… die US-Kartellbehörde lässt aber nicht locker
Die FTC weitete erwartungsgemäß die bestehende Kartellklage gegen Meta aus. Die Behörde hat nun eine aufgearbeitete Fassung der zuletzt abgewiesenen Klage zur Feststellung einer Monopolstellung des weltgrößten sozialen Netzwerks bei einem Bundesgericht eingereicht. Bis zu einer möglichen Verurteilung ist es aber noch ein langer juristischer Weg. Viel wahrscheinlicher als die Auflage, WhatsApp und/oder Instagram verkaufen zu müssen, ist am Ende ein Vergleich mit einer hohen zu entrichtenden Strafzahlung.

Alle Internetkonzerne bleiben unter ständiger Beobachtung
Auch die EU-Kommission nimmt die Marktmacht der großen US-Digitalkonzerne weiter unter die Lupe. Nach Apple, Google und Amazon rückt jetzt auch Meta ins Visier der Wettbewerbshüter. Gegen den Betreiber des sozialen Netzwerks wurden förmliche kartellrechtliche Untersuchungen eingeleitet. Es wird geprüft, ob der Konzern mit der Kopplung des Online-Kleinanzeigendienstes Marketplace an die Facebook-Plattform gegen Wettbewerbsvorschriften verstößt. Auslöser waren Beschwerden von Kleinanzeigen-Anbietern.

Milliardeninvestition in Indien
Meta hat sich mit 9,99 Prozent an einer Tochtergesellschaft der indischen Reliance Industries (Jio Platforms Limited) beteiligt. Der Anteil ist Facebook umgerechnet 5,8 Milliarden US-Dollar wert. Über die Onlineplattform Jio bekommt Meta Zugriff auf umfangreiche Handelsumsätze in Indien. Es ist vorgesehen, insbesondere die WhatsApp-Dienste auf der digitalen Plattform zu integrieren.

Mehr als 400 Millionen WhatsApp-Nutzer können somit künftig auf geschätzt 90 Millionen Klein- und Kleinsthändler sowie mittlere Handelsunternehmen zugreifen. Die Investition, die Meta aus den üppig vorhandenen liquiden Mitteln locker finanzieren kann, sichert auch weiterhin den Zugang zum mittelfristig vielversprechenden Wachstumsmarkt Indien.

Mehr Online-Shopping auf der Plattform
Meta hat inzwischen auch eine vielversprechende neue Online-Shopping-Plattform eingerichtet. Über die diversen Netzwerkkanäle, wie zum Beispiel Instagram, dürfen vor allem kleine und mittelständische Händler bei »Facebook Shops« einfach und weitgehend kostenlos ihr eigenes Online-Geschäft präsentieren. Meta setzt auf wachsende Werbeeinnahmen und einen Anteil an den später getätigten Käufen. Damit lockt das Unternehmen insbesondere in Coronazeiten stark gebeutelte kleine und mittelständische Händler an, auf einfache Weise online aktiv zu werden.

Shops ist nicht nur ein Frontalangriff auf die etablierten E-Commerce-Plattformen wie Amazon und Ebay. Als Vorbild dürfte ebenfalls das chinesische Unternehmen Wechat gedient haben, das schon heute soziales Netzwerk, Handels- und Bezahlplattform in einem ist.

Aktualisierung des Apple-Betriebssystems bereitet Sorge
Apple hatte angekündigt, mit dem Update iOS 14.5 (aufwärts) für mehr Transparenz zu sorgen, und wird entsprechend gegen sogenanntes App-Tracking vorgehen. Neue erweiterte Datenschutzfunktionen sind in Kraft getreten, um die Privatsphäre der Apple-User besser zu schützen. Der Zugriff auf die gerätespezifische Werbe-ID wird entsprechend eingeschränkt. Nutzer müssen bereits ihre explizite Erlaubnis erteilen, damit App-Entwickler sie über Applikationen bzw. Websites von Drittanbietern »tracken« und damit überhaupt erst gezielt und auch zeitlich länger erreichen können.

War bislang das Tracking von unbegrenzt vielen sogenannten Conversion Events möglich (zum Beispiel »Kauf«, »In den Warenkorb legen« oder »Content anzeigen«), wird es infolge des Betriebssystem-Updates lediglich noch eingeschränkte Szenarien geben. Gewährt der Nutzer die Datenerhebung durch Dritte, werden weiterhin mehrere Events verfolgt. Bei einer Ablehnung kann entsprechend nur noch ein Ereignis getrackt werden. Der Apple-User dürfte als Konsequenz daraus künftig deutlich weniger an zugeordneter Werbung bei einem späteren Aufruf einer Internetseite bzw. direkt im Facebook-Stream oder bei Instagram erhalten. Während Datenschützer die Maßnahmen begrüßen, befürchtet Meta rückläufige Werbeeinnahmen und zeigte sich wenig begeistert über das Vorgehen von Apple. Gegengesteuert wurde mit einer Aufklärungskampagne bzw. durch ein gezieltes Informationsfenster, um damit den Apple-User vor der Entscheidung besser über die Verwendung der Daten und hinsichtlich der Vorteile personalisierter Anzeigen aufzuklären.

Erschwertes Werbegeschäft – nervöse Kunden sollen beruhigt werden
Die neuen Möglichkeiten zum Datenschutz und den Privatsphäre-Einstellungen, die Apple seinen Nutzern seit dem Frühjahr anbietet, wirken sich auf jeden Fall negativ auf das Werbegeschäft von Facebook aus. Nun sieht sich Facebook auch veranlasst, seine Werbekunden zu beruhigen. In einem Blog-Eintrag berichtete das Onlinenetzwerk, dass der Erfolg der Anzeigenkampagnen nicht so stark abgesackt sei, wie dies einige (fehlerhafte) Facebook-Auswertungen zunächst vermuten ließen.

Durchschnittlich soll die Zahl der Fälle, in denen Nutzer auf Anzeigen reagierten, um rund 15 Prozent zu niedrig dargestellt worden sein. Inhaltlich geht es dabei aber auch um die sogenannten Conversions. Sie zeigen an, wie oft Nutzer zum Beispiel auf eine auf Facebook bereitgestellte Anzeige mit Werbung für eine App klicken. Die auftraggebenden Firmenkunden nutzen die Angaben, um den Erfolg ihrer Werbeinvestitionen entsprechend messbar zu machen. Facebook gab an, man arbeite bereits daran, im Rahmen eines langfristig angelegten Projekts ein neues Analyse-Tool aufzusetzen. Es soll gewährleisten, auch mit der Verarbeitung von wenigen Nutzerdaten personalisierte Werbung anzuzeigen und im Anschluss den Erfolg einer Anzeigenkampagne bewerten zu können.

Solides Quartal – neuer Schwerpunkt »Virtuelle Welt« und ein neues Aktienrückkaufprogramm
Meta hat im dritten Quartal beim Umsatz enttäuscht, das Ergebnis je Aktie lag mit 3,22 US-Dollar jedoch rund 4 US-Cent über dem Konsensus. Die neuen Datenschutzbestimmungen von Apple erschweren – allerdings nicht ganz unerwartet – den Werbetreibenden gezielte Kampagnen auf der Facebook-Plattform. Dementsprechend lag der Umsatz lediglich bei 29 Milliarden US-Dollar (Vorjahr: 21,5 Milliarden US-Dollar) und die Schätzung wurde somit um knapp eine halbe Milliarde US-Dollar verfehlt. Die Zahl der aktiven monatlichen Nutzer erhöhte sich auf 2,92 Milliarden, was im Rahmen der Erwartungen lag. Der Ausblick konnte auf den ersten Blick nicht ganz überzeugen.

Das Unternehmen rechnet im Abschlussquartal mit einem Umsatz in der Größenordnung von 31,5 bis 34 Milliarden US-Dollar (erwartet: 34,7 Milliarden US-Dollar). Finanzchef David Wehner sieht im vierten Quartal anhaltenden Gegenwind durch weitere makroökonomische Auswirkungen der Coronapandemie, hinzu kommen die negativen Effekte basierend auf den Änderungen des Apple-Betriebssystems bzw. des diesbezüglichen Nutzer-Datenschutzes. Bislang erzielte der Konzern fast alle Einnahmen aus der Werbung, der wachsenden Bedeutung von Nichtwerbeeinnahmen wird durch eine strukturelle Veränderung mit einem neuen operativen Segment Rechnung getragen. Die Virtual-Reality-Aktivitäten werden gebündelt unter Facebook Reality Labs.

Unternehmenschef Mark Zuckerberg hatte bereits zuvor die Umsetzung seiner Vision eines »Metaversums« angekündigt. Es beschreibt in etwa die allumfassende künftige Onlinewelt, in der Menschen (und Maschinen) in virtuellen Räumen unterstützt durch digitale Avatare interagieren können.

Das Investitionsbudget steigt entsprechend im Jahr 2022. Die Gelder sollen in den Ausbau der Datacenter und Server, der Netzwerkinfrastruktur, vor allem aber auch in künstliche Intelligenz und »Machine Learning«-Funktionen investiert werden. Den Marktteilnehmern gefiel zudem der angekündigte 50 Milliarden US-Dollar schwere neue Aktienrückkauf.

Intakte Investmentstory
In den vergangenen Monaten litt Meta verstärkt unter dem zunehmenden politischen Druck bei gleichzeitig anhaltendem regulatorischem Gegenwind. Abspaltungen oder sogar eine komplette Zerschlagung des Konzerns stellen zurzeit aber kein realistisches Szenario dar. Erfolgreiche Applikationen wie Instagram und WhatsApp werden damit auch auf absehbare Zeit gemeinsam unter dem Meta-Dach mit Facebook vernetzt und verbunden bleiben.

Unterdessen treibt das Unternehmen seine Produktdiversifikation voran. Neue Betätigungsfelder werden erschlossen – unter anderem mit Reels (Kurzvideos) bzw. E-Commerce-Anwendungen. Außerdem kümmert sich Meta auch um seine überregionale Expansion, wie zuletzt gezeigt mit dem Markteinstieg in Indien. Zudem boomen in Coronazeiten die sozialen Medien, dementsprechend gelten die Anwendungen rund um Facebook auch weiterhin als Profiteure der Krise und erst recht für die Zeit danach. Das Potenzial basierend auf rund 10 Millionen Werbekunden sorgt in einer zunehmend digitalisierten Welt für sprudelnde Werbe- und Provisionseinnahmen bzw. verspricht auch weiterhin ein margenstarkes operatives Geschäft.

An der Börse ist Facebook schon Meta – Retail-Stores geplant
Im Rahmen der Umfirmierung werden die Aktien an den Börsen bereits unter der Bezeichnung Meta Platforms Inc. gehandelt. Die Wertpapierkennungen bleiben zunächst unverändert, ab dem 1. Dezember ändert sich das Börsenkürzel an der NYSE auf »MVRS«. Im Rahmen der Umstellung wird Meta künftig in zwei Segmenten berichten. Unter der neuen Dachgesellschaft Meta wird das operative Geschäft weiterhin mit der »Family of Apps« erwirtschaftet, daneben entsteht das neue Zukunftssegment »Reality Labs«. Meta sucht künftig die Nähe zum privaten Endkunden und plant offenbar die Eröffnung von Geschäftsräumen (»Showrooms«), in denen unter anderem die VR-Brillen sowie Anwendungen des Metaverse im Einsatz gezeigt werden können. Meta folgt damit Apple, das schon lange erfolgreich auf den Absatzkanal eines Retail-Store-Netzes setzt.

Produktidee: PARTIZIPIEREN SIE AN DER ENTWICKLUNG VON META

Nutzen Sie die Experteneinschätzungen und partizipieren Sie an der Entwicklung der Meta-Aktie. Ganz gleich, ob Sie mit Hebelprodukten auf kurzfristige Marktveränderungen setzen möchten oder mit Anlageprodukten eine Alternative zum reinen Aktieninvestment suchen, bei Société Générale werden Sie fündig. Ein Überblick über das gesamte Produktspektrum an Zertifikaten und Optionsscheinen steht Ihnen im Internet unter www.sg-zertifikate.de zur Verfügung.

Aber Achtung: Da die von Société Générale angebotenen Produkte in Euro notieren, der Handelspreis von Meta in US-Dollar, besteht für den Investor ein Währungsrisiko. Ein steigender Euro/US-Dollar-Wechselkurs wirkt sich negativ auf den Wert des Produkts aus. Um das Wechselkursrisiko für den Anleger auszuschalten, bietet Société Générale in der Regel neben einer nicht währungsgesicherten Variante (Non-Quanto) auch eine währungsgesicherte bzw. währungsoptimierte (Quanto) Variante an. Allerdings ist hier zu beachten, dass für die Währungssicherung Kosten anfallen können, die den Wert des Produkts mindern. Anleger haben also die Wahl, sollten aber bedenken, dass bei der währungsgesicherten Variante neben dem Risiko natürlich auch die Chance entfällt, mit einem fallenden Euro/US-Dollar-Wechselkurs eine höhere Rendite zu erzielen.

Capped Bonus-Zertifikate

WKN

Basiswert

Bonuslevel/Cap

Barriere

Bonusrendite p.a.

Abstand zur Barriere

Quanto

Bewertungstag

Geld-/Briefkurs

SF0 FLQ

Meta

400,00 USD

240,00 USD

14,12 %

30,78 %

Ja

17.06.2022

368,89/ 369,10 EUR

SF0 5JW

Meta

400,00 USD

240,00 USD

15,10 %

30,85 %

Nein

17.06.2022

324,03/ 324,22 EUR

SF0 FK9

Meta

340,00 USD

210,00 USD

6,54 %

39,45 %

Ja

17.06.2022

327,17/ 327,30 EUR

SF0 5JR

Meta

360,00 USD

220,00 USD

9,45 %

36,74 %

Nein

17.06.2022

300,94/ 301,08 EUR

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WKN

Basiswert

Typ

Basispreis/Knock- Out-Barriere

Hebel

Quanto

Laufzeit

Geld-/Briefkurs

SD6 FDP

Meta

Call

222,25 USD

2,8

Nein

Unbegrenzt

1,11/1,12 EUR

SD7 C0R

Meta

Call

292,71 USD

6,3

Nein

Unbegrenzt

0,48/0,49 EUR

SF9 BS2

Meta

Call

324,38 USD

14,4

Nein

Unbegrenzt

2,11/2,12 EUR

SF3 8UK

Meta

Put

471,20 USD

2,8

Nein

Unbegrenzt

1,10/1,11 EUR

SF2 535

Meta

Put

390,15 USD

7,7

Nein

Unbegrenzt

0,39/0,40 EUR

SF8 E7J

Meta

Put

369,69 USD

14,0

Nein

Unbegrenzt

0,21/0,22 EUR

Stand: 19. November 2021; Quelle: Société Générale

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.

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