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Universal Music Group – Thank you for the Music

Die Zeit der illegalen Musiktauschbörsen ist vorbei und mit dem Streaming hat die Branche ihr Tief überwunden. Mit der Universal Music Group können Investoren direkt in den Weltmarktführer des wieder wachsenden Musikgeschäfts investieren. Die starke Marktposition ist nur schwer angreifbar. Die noch niedrige weltweite Durchdringung lässt weiterhin deutliches Wachstum erwarten, ebenso die Expansion in neue Bereiche wie soziale Netzwerke, Fitness, Videospiele oder das Live-Streaming von Konzerten.

Musikgeschäft wieder im Aufwind
Universal Music Group (UMG) ist Weltmarktführer im Musikgeschäft mit einem Marktanteil von etwa 37 Prozent. 2020 waren neun der zehn erfolgreichsten Künstler bei UMG unter Vertrag. UMG verwertet die Musikrechte von ABBA über Taylor Swift und Drake bis Frank Sinatra und Louis Armstrong. Insofern ist das Unternehmen nicht abhängig von einzelnen Künstlern, keiner steht für mehr als 1 Prozent des Umsatzes.

Die Branche litt viele Jahre unter der durch die Digitalisierung erleichterten Produktpiraterie. Viele illegale Tauschbörsen sind inzwischen jedoch verschwunden. Klassische Tonträger und bezahlte Downloads sind zwar tendenziell rückläufig, das Musikgeschäft läuft aber zunehmend über Streamingdienste. Deren steigende Lizenzzahlungen bescheren der Branche nach fast 20 Jahren des Rückgangs wieder Umsatzzuwächse seit 2015.

Die Abonnementmodelle sind grundsätzlich weniger von wirtschaftlichen Schwankungen betroffen als die sonstige werbeabhängigere Medienbranche. Mit dem Smartphone (Nummer 2 nach dem Radio) haben sich auch die Hörgewohnheiten verändert, und UMG profitiert nun von wachsenden Nutzerzahlen bei über 400 Streamingdiensten wie Apple, Amazon, YouTube, Tencent oder Spotify. Streamingumsätze stehen zurzeit für etwa 60 Prozent des Gesamtumsatzes.

Regional betrachtet sind die Musikumsätze noch sehr konzentriert. Die fünf größten Länder stehen bei UMG für 75 Prozent der Umsätze, weshalb noch ein enormes Potenzial, insbesondere in Asien, existieren dürfte. UMG werden deshalb in den nächsten Jahren prozentual mittlere einstellige Umsatz- und zweistellige Gewinnzuwächse vorhergesagt.

Die regulatorische Anforderung in China an den Großaktionär Tencent, seine Exklusivverträge mit Musiklabels aufzulösen, sehen wir längerfristig eher positiv. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Monopolsituationen das Marktwachstum oft gehemmt haben. Da UMG nun auch Verträge mit anderen Anbietern schließen kann, dürfte ein stärkerer Wettbewerb in China auch zu einer höheren Marktdurchdringung führen.

Auch wenn steigende Einnahmen teilweise an die Künstler weitergereicht werden und Mengenrabatte an größere Streaminganbieter gewährt werden müssen, dürfte die Marge weiter steigen, denn die zusätzlichen (Grenz-)Kosten sind minimal. Zwar versuchen die Streaminganbieter, wie auch die Videostreamer im Fall von Eigenproduktionen, Künstler exklusiv zu verpflichten. Das liegt aber in der Regel nicht in deren Interesse, da sie ansonsten deutliche Reichweiteneinbußen hinnehmen müssen. Die technischen Möglichkeiten erleichtern es neuen Künstlern, ihre Werke zu veröffentlichen; um aber einen Durchbruch zu schaffen, benötigen sie einen starken Partner mit einem Rundumpaket und Reichweite. Das umfangreiche Musikangebot macht UMG auch langfristig schwer angreifbar, denn Musik wird immer wieder gehört, während Filme allenfalls wenige Male angeschaut werden.

Die Alternativen, ins wieder wachsende Musikgeschäft zu investieren, sind begrenzt. Von der börsennotierten Warner Music Group befindet sich weniger als 15 Prozent im Streubesitz, Sony Music Entertainment ist lediglich eine relativ kleine Einheit von Sony Corporation. Insofern dürfte UMG die umfassendste Möglichkeit bieten, in den Wachstumsmarkt zu investieren.

Ein neuer Branchenprimus am Aktienmarkt
Nachdem die Medienassets von Seagram schon 2000 übernommen wurden, erhielt Vivendi 2013 ein Übernahmeangebot von Softbank für UMG in Höhe von 8,5 Milliarden US-Dollar. Auch 2015 forderte ein US-Hedgefonds bereits den Verkauf mit dem Ziel, Sonderdividenden auszuschütten. Um den Holdingabschlag zu reduzieren und den Wert transparent zu machen, wurden zunächst insgesamt 20 Prozent an das chinesische Tencent-Konsortium verkauft, anschließend 10 Prozent an den Investor Bill Ackman. Abgesehen vom momentanen Restbestand von 10 Prozent bei Vivendi wurden die verbleibenden 60 Prozent der UMG-Aktien nun im Verhältnis eins zu eins an die Aktionäre ausgeschüttet. Damit wurde die eigenständige Börsennotiz eingeläutet.

Erfolgreiches Management
Sir Lucian Grange ist seit 1986 bei Universal Music, seit 2010 Vorstands- und seit 2011 zusätzlich Verwaltungsratschef. Dabei hat sich Vivendi dem Vernehmen nach in das Tagesgeschäft in den vergangenen Jahren nicht eingemischt. Die Musiktochter hat in dieser Zeit alle anderen Vivendi-Einheiten bei Umsatz und Gewinnentwicklung übertroffen. Der Erfolg spricht für sich. UMG hat sich eine unabhängige Managementkultur gegeben, womit sich Vivendi (bzw. deren Großaktionär Bolloré, zusammen 28 Prozent) auch weiterhin aus dem Geschäft heraushalten dürfte.

Erster UMG-Kapitalmarkttag mit Kurz- und ambitionierten Mittelfristzielen
Auf dem ersten eigenen Kapitalmarkttag hat das UMG-Management die Strategie erläutert. Dabei wurden zahlreiche weitere Wachstums- und Monetarisierungsmöglichkeiten über die Streamingplattformen hinaus aufgezeigt (soziale Netzwerke, Videospiele, Fitness, Livestreaming von Konzerten).

Trotz des starken Streamingwachstums der vergangenen Jahre sieht sich UMG erst am Anfang einer langen Entwicklung. Obwohl die technischen Eintrittsbarrieren gesunken seien, wurden alle größeren Erfolge 2020 von großen Musiklabels getragen. Das zeige die Wichtigkeit und Kompetenz, Künstler weltweit unterstützen zu können.

In diesem Jahr will UMG den Umsatz um über 10 Prozent und das operative Ergebnis um mehr als 20 Prozent steigern. Mittelfristig (bis 2025) soll der Umsatz prozentual hoch einstellig wachsen und eine operative Marge von etwa 25 Prozent erzielt werden (2020: 20 Prozent). Das impliziert ein höher als zuvor prognostiziertes durchschnittliches jährliches Gewinnwachstum von 15 Prozent. Die Verschuldung ist sehr konservativ geplant, die Ausschüttungsquote soll bei etwa 50 Prozent des (bereinigten) Nettogewinns liegen.

Erstes Halbjahr: Wachstum im Musikgeschäft hält an
UMG hat in der ersten Jahreshälfte zwar einen Gewinnrückgang verbuchen müssen, der aber in erster Linie auf das Beteiligungsportfolio (Spotify) zurückzuführen war. Die Abschreibung (nach einer deutlichen Zuschreibung in der Vorperiode) belastet auch das Ergebnis im Gesamtjahr. Das reine Musikgeschäft ist aber weiter deutlich gewachsen. Währungsbereinigt stieg der Umsatz im ersten Halbjahr um über 17 Prozent (die Währungsentwicklung belastete mit etwa 6 Prozentpunkten), das operative Ergebnis legte sogar um über 30 Prozent zu.

Der Bereich »Recorded music« wuchs währungsbereinigt um 20 Prozent, getragen vom Streamingwachstum. Allerdings profitierten auch die Tonträger wieder von den Öffnungen nach den Corona-Lockdowns im Vorjahr. »Music publishing« legte, bereinigt um einen Sondereffekt und Währungsbelastungen, um knapp unter 7 Prozent zu, »Merchandising« profitierte mit etwa +22 Prozent ebenfalls von den Öffnungen in diesem Sommer.

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Discount-Zertifikate

WKN

Basiswert

Cap

Discount

Max. Rendite p.a.

Bewertungstag

Geld-/Briefkurs

SF5 TD5

Universal Music Group

28,00 EUR

5,54 %

20,31 %

16.09.2022

23,58/23,59 EUR

SF5 TD4

Universal Music Group

26,00 EUR

8,02 %

14,33 %

16.09.2022

22,95/22,96 EUR

SF5 TD3

Universal Music Group

24,00 EUR

11,63 %

9,71 %

16.09.2022

22,03/22,04 EUR

SF5 TD2

Universal Music Group

22,00 EUR

16,53 %

6,05 %

16.09.2022

20,84/20,85 EUR

SF5 TD1

Universal Music Group

20,00 EUR

22,26 %

3,53 %

16.09.2022

19,36/19,37 EUR

BEST Turbo-Optionsscheine

WKN

Basiswert

Typ

Basispreis/Knock- Out-Barriere

Hebel

Laufzeit

Geld-/Briefkurs

SF8 JJA

Universal Music Group

Call

17,06 EUR

3,1

Unbegrenzt

7,93/7,95 EUR

SF8 HBT

Universal Music Group

Call

21,06 EUR

6,2

Unbegrenzt

0,39/0,40 EUR

SF5 C8S

Universal Music Group

Call

23,04 EUR

12,4

Unbegrenzt

0,20/0,21 EUR

SF5 PYB

Universal Music Group

Put

32,91 EUR

3,1

Unbegrenzt

0,80/0,81 EUR

SF8 HBF

Universal Music Group

Put

28,92 EUR

6,1

Unbegrenzt

0,40/0,41 EUR

SF8 HBH

Universal Music Group

Put

26,92 EUR

11,3

Unbegrenzt

0,21/0,22 EUR

Stand: 22. Oktober 2021; Quelle: Société Générale

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.sg-zertifikate.de zur Verfügung.
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