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DAX 40 – Das bedeutet die große Indexreform für Anleger

Nach 33 Jahren ändert die Deutsche Börse im September die Zusammensetzung des DAX. Genauer gesagt: Es ändern sich die Auswahlkriterien, aber auch die Anzahl der im Index enthaltenen Titel. Damit wächst der DAX um 10 Werte auf dann 40 Titel. Diese kommen aus dem MDAX, der in der Folge von momentan 60 Werten auf dann 50 schrumpft. Der DAX wird somit künftig eine noch breitere Basis haben und noch umfassender den deutschen Gesamtmarkt abbilden. Dies geht jedoch zulasten des MDAX.

Basis für die Umstellung sind die Börsendaten von Ende August, veröffentlicht wird die neue Zusammensetzung am 3. September. Wirksam wird sie allerdings erst zum Xetra-Handelsstart am 20. September. Zukünftig wird die Indexzusammensetzung zweimal im Jahr überprüft, im März und im September. Bisher geschah dies einmal im Jahr im September. Zudem dient als neues Hauptauswahlkriterium die Zahl der im Streubesitz vorhandenen Aktien, auch Free-Float-Marktkapitalisierung genannt. Bisher dienten als Entscheidungsgrundlage die Marktkapitalisierung und der Börsenumsatz. Zudem wird auf eine gewisse Mindestliquidität der jeweiligen Aktie geachtet und auf die Profitabilität der Unternehmen. Dies gilt jedoch nur für die Entscheidung, ob eine Aktie in den DAX kommen könnte oder nicht. Titel, die sich bereits im DAX befinden, sind vom Profitabilitätskriterium ausgenommen, damit sie bei einer Rezession den Index nicht sofort wieder verlassen müssen.

Doch was ändert sich damit für die Anleger? 
Die Auswirkungen der Indexanpassung dürften insgesamt eher gering ausfallen. Unterscheiden muss man jedoch, ob es sich um Finanzprodukte oder um die künftige Wertentwicklung des DAX handelt.

In Bezug auf Finanzprodukte wie beispielsweise Zertifikate und Optionsscheine ändert sich bis auf den Namen des Basiswerts nichts. Sie beziehen sich ab dem 20. September auf den neuen Basiswert DAX 40, an der Produktausgestaltung wie Laufzeiten, Basispreise, Knock-Out-Schwellen, Barrieren, Caps oder Ähnlichem ändert sich jedoch nichts. Dies rührt daher, dass sich der Wert des DAX durch die Umstellung selbst nicht verändert. Schließt der DAX 30 angenommen am 17. September mit 16.000 Indexpunkten, startet der DAX 40 am Morgen des 20. September ebenfalls mit 16.000 Indexpunkten. Die Deutsche Börse normiert den Startwert entsprechend, sodass ein nahtloser Übergang gewährleistet ist.

Tabelle 1: Mögliche Aufnahmekandidaten für den DAX 40

Sehr gute Aufnahmechancen

Free-Float-Marktkapitalisierung

Airbus

67,4 Mrd. EUR

Zalando

22,6 Mrd. EUR

Siemens Healthineers

17,0 Mrd. EUR

Symrise

15,1 Mrd. EUR

Porsche Automobil Holding Vz.

13,9 Mrd. EUR

HelloFresh

13,8 Mrd. EUR

Brenntag

13,2 Mrd. EUR

Sartorius Vz.

13,0 Mrd. EUR

Gute Aufnahmechancen

Free-Float-Marktkapitalisierung

Puma

10,9 Mrd. EUR

Rennen um Platz 40

Free-Float-Marktkapitalisierung

Beiersdorf

10,2 Mrd. EUR

Qiagen

10,1 Mrd. EUR

Stand: 16. August 2021; Quelle: Bloomberg, Commerzbank AG

Etwas anders sieht es bei der zukünftigen Wertentwicklung aus. In Tabelle 1 sind die aus heutiger Sicht (Stand 16. August 2021) aussichtsreichsten Kandidaten für den Indexaufstieg aufgeführt. Der bisher recht industrielastige DAX bekommt damit neuen Schwung. Die aufsteigenden Unternehmen sind in wachstumsstarken Branchen tätig und weisen zudem eine gute Wertentwicklung auf. Es sind diejenigen Unternehmen des MDAX, die diesen Index in erster Linie so erfolgreich gemacht haben. Der MDAX hat sich in den vergangenen 30 Jahren mehr als doppelt so gut entwickelt wie der DAX. Dies verdeutlicht, welches Potenzial hinzukommt. Allerdings gibt es auch eine Einschränkung: Das Gewicht dieser zehn Unternehmen im neuen DAX wird lediglich 16,8 Prozent betragen (Stand 11. August 2021). Somit ist ihr Anteil eher klein und die Auswirkungen auf die langfristige Entwicklung des DAX dürfte damit recht schwach ausfallen, auch wenn sie grundsätzlich einen positiven Beitrag liefern.

Was tun im derzeitigen Marktumfeld?
Nach Ansicht vieler Experten spricht einiges dafür, dass der DAX bis zum Jahresende nur noch moderate Kursausschläge zeigen dürfte. Weitere Kurssteigerungen sollten mit weniger Dynamik erfolgen als im bisherigen Jahresverlauf. Das Risiko fallender Kurse sollte hingegen eher einkalkuliert werden, wenngleich aus jetziger Sicht auch keine größeren Einbrüche zu erwarten sind.

In solchen Marktphasen lohnt oft ein Blick auf Inline-Optionsscheine. Sie gehören zu den Hebelprodukten und sind damit per se risikoreicher als Anlageprodukte. Inline-Optionsscheine zahlen am Laufzeitende 10 Euro zurück, sofern die beiden Barrieren (ober- und unterhalb des aktuellen Kursniveaus des Basiswerts) während der Laufzeit nicht berührt werden. Geschieht dies doch, verfallen diese Produkte wertlos. In der Anlageidee finden Sie sechs Beispielprodukte mit unterschiedichen Laufzeiten.

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Anlageidee: Inline-Optionsscheine

Inline-Optionsscheine

WKN

Basiswert

Untere Barriere

Obere Barriere

Max. Betrag

Max. Rendite p.a.

Bewertungstag

Geld-/Briefkurs

SF0 QM2

DAX

14.000 Pkt.

17.800 Pkt.

10,00 EUR

96,53 %

15.10.2021

8,61/8,71 EUR

SF0 7LN

DAX

13.600 Pkt.

18.000 Pkt.

10,00 EUR

62,89 %

15.10.2021

9,02/9,12 EUR

SF0 9K0

DAX

13.200 Pkt.

18.200 Pkt.

10,00 EUR

51,61 %

19.11.2021

8,77/8,87 EUR

SF0 9KU

DAX

12.800 Pkt.

18.400 Pkt.

10,00 EUR

37,26 %

19.11.2021

9,05/9,15 EUR

SF0 9M9

DAX

13.400 Pkt.

18.400 Pkt.

10,00 EUR

62,82 %

17.12.2021

8,20/8,30 EUR

SF0 9MD

DAX

12.600 Pkt.

17.800 Pkt.

10,00 EUR

45,83 %

17.12.2021

8,60/8,70 EUR

Stand: 20. August 2021; Quelle: Société Générale

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.

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