Märkte

Investoren sollten teilweise Gewinne realisieren

Der DAX hat mittlerweile unser prognostiziertes Sommerhoch von 16.000 Punkten nahezu erreicht. Auf diesem Niveau sollten Investoren die wahrscheinlich starke Gewinnsaison für das zweite Quartal nutzen, um Aktienpositionen zu reduzieren. Denn für die kommenden Monate erwarten wir eine Rückkehr der Volatilität an den Aktienmärkten, da sich die chinesische Wirtschaft abschwächen und die US-Notenbank reduzierte Anleihekäufe ankündigen wird.

Zwei wichtige Bullentrends sind weiterhin intakt. Zum einen ist die DAX-Dividendenrendite von derzeit 2,9 Prozent im Vergleich zur Rendite von –0,3 Prozent für die zehnjährige Bundesanleihe weiterhin sehr attraktiv (siehe Grafik 1).

Grafik 1: Dividendenrendite über der Rendite von 10-jährigen Bundesanleihen

Renditen für DAX-Dividenden und Bundesanleihe

Wohl auch deshalb haben Aktienfonds weltweit im ersten Halbjahr netto 600 Milliarden US-Dollar eingesammelt, da mehr und mehr Investoren aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds mehr Risiken in Kauf nehmen müssen, um beispielsweise Aktien zu kaufen.

Zum anderen werden die Analysten ihre Gewinnerwartungen für die DAX-Unternehmensgewinne wohl weiter anheben. Denn in der ersten Juli-Hälfte hat mit BASF, Covestro, Daimler, Deutsche Post und Volkswagen eine Reihe von DAX-Unternehmen ihre Gewinnziele für 2021 erhöht. Und auch in den USA entwickeln sich die Gewinnerwartungen sehr positiv: Für 24 der 30 Unternehmen im Dow Jones-Index haben die Analysten ihre Gewinnprognosen für 2021 im vergangenen Quartal nach oben angepasst (siehe Tabelle 1).

Tabelle 1: Erwarteter Gewinn je Aktie wurde für Apple um 16 Prozent nach oben angepasst

Dow Jones: Veränderung der Gewinnerwartungen je Aktie für das Geschäftsjahr 2021 im vergangenen Quartal in Prozent

Aktie

Kurs in US-Dollar

Gewinnerwartung 2021 je Aktie in US-Dollar

Aktuell

Vor drei Monaten

Veränderung in Prozent

Dow

61,90

7,05

4,39

60,8

Goldman Sachs

373,40

51,82

41,81

23,9

Caterpillar

211,40

9,98

8,39

18,9

Walt Disney

184,20

2,38

2,04

16,6

Apple

148,50

5,16

4,44

16,3

American Express

172,90

7,62

6,65

14,5

Chevron

101,30

6,28

5,50

14,3

Home Depot

322,70

14,15

12,71

11,3

Salesforce.com

237,60

3,83

3,44

11,2

Wal-Mart

141,70

5,92

5,41

9,4

NIKE

161,70

4,33

4,00

8,2

JPMorgan

155,50

13,82

12,90

7,1

Travelers

155,60

11,19

10,46

7,0

Microsoft

281,00

7,77

7,40

4,9

Visa

248,60

5,65

5,51

2,6

3M

202,60

9,85

9,62

2,5

McDonald's

236,90

8,65

8,44

2,4

Coca-Cola

56,40

2,18

2,14

1,8

Honeywell

232,80

8,01

7,90

1,4

UnitedHealth

420,10

18,65

18,43

1,2

Walgreens

46,30

4,75

4,70

1,0

Intel

55,80

4,63

4,59

0,9

Johnson & Johnson

168,40

9,56

9,51

0,6

Verizon

56,60

5,09

5,07

0,5

Cisco

53,70

3,20

3,22

–0,6

Procter & Gamble

139,20

5,61

5,69

–1,4

IBM

140,50

10,90

11,06

–1,5

Amgen

246,60

16,32

16,85

–3,2

Merck

77,90

5,87

6,20

–5,3

Boeing

222,80

–1,66

–0,21

–680,8

Stand: 15. Juli 2021; Quelle: FactSet, Commerzbank Research. Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

Kurzfristig stützen die Mittelzuflüsse und die starke Gewinnsaison die Aktienmärkte. Doch mit Blick auf die kommenden Monate haben sich einige Risikofaktoren weiter verschärft. So hat sich das Wachstum der M1-Geldmenge in China auf 5,5 Prozent abgeschwächt. Die chinesische Notenbank hat zwar die Mindestreservesätze im Bankensektor gesenkt, doch viele monetäre Indikatoren signalisieren ein schwächeres Wachstum in China für das zweite Halbjahr.

In den USA ist die Kerninflation mit 4,5 Prozent auf das höchste Niveau seit 1991 gestiegen. Sollte der jüngste Trend überraschend hoher Inflationsdaten anhalten, wird die US-Notenbank in absehbarer Zeit ein Zurückfahren ihrer Anleihekäufe signalisieren müssen.

Zudem hat das Kurs-Buchwert-Verhältnis des S&P 500 Mitte Juli mit 4,3 ein neues Allzeithoch erreicht und liegt damit 55 Prozent über seinem 10-Jahres-Durchschnitt (siehe Grafik 2).

Und schließlich ist das Anlegersentiment weiterhin (zu) optimistisch, was unter anderem in niedrigen impliziten Volatilitäten mit einem VDAX von 18 und einem VIX von 16 deutlich wird.

Grafik 2: Bewertung in den USA höher und höher

S&P 500: Kurs-Buchwert-Verhältnis seit 2011

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Discount-Zertifikate

WKN

Basiswert

Cap

Discount

Max. Rendite p.a.

Quanto

Bewertungstag

Geld-/Briefkurs

SD2 VJD

DAX

13.300,00 Pkt.

16,93 %

3,46 %

17.06.2022

128,87/128,88 EUR

SD5 S8H

Caterpillar

200,00 USD

12,86 %

10,57 %

Nein

17.06.2022

154,83/154,90 EUR

SD5 94R

Walt Disney

160,00 USD

14,50 %

7,85 %

Nein

17.06.2022

126,77/128,83 EUR

SD5 91C

Apple

140,00 USD

13,60 %

11,03 %

Nein

17.06.2022

107,96/108,00 EUR

SD1 2BG

Chevron

90,00 USD

12,65 %

10,72 %

Nein

17.12.2021

73,15/73,17 EUR

SF0 MB0

Salesforce.com

250,00 USD

10,29 %

13,87 %

Nein

17.06.2022

188,22/188,31 EUR

SF1 1BM

Nike

160,00 USD

11,17 %

11,49 %

Nein

17.06.2022

122,88/122,94 EUR

Faktor-Optionsscheine

WKN

Basiswert

Strategie

Faktor

Laufzeit

Geld-/Briefkurs

SD4 TVH

DAX

Long

4

Unbegrenzt

5,93/5,94 EUR

SD4 NAM

DAX

Short

–4

Unbegrenzt

7,23/7,24 EUR

SB0 1KR

Goldman Sachs

Long

4

Unbegrenzt

33,47/33,64 EUR

SD2 1LK

Goldman Sachs

Short

–4

Unbegrenzt

2,50/2,51 EUR

SB0 1KD

Caterpillar

Long

4

Unbegrenzt

24,50/24,67 EUR

SD2 02Z

Caterpillar

Short

–4

Unbegrenzt

4,09/4,12 EUR

SD3 QAZ

Walt Disney

Long

4

Unbegrenzt

5,27/5,29 EUR

SD3 4PP

Walt Disney

Short

–4

Unbegrenzt

9,60/9,63 EUR

SD2 9NQ

Apple

Long

4

Unbegrenzt

7,82/7,83 EUR

SF1 UBU

Apple

Short

–4

Unbegrenzt

6,56/6,57 EUR

Stand: 22. Juli 2021; Quelle: Société Générale

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