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DDV-Trend-Umfrage: Anleger ziehen häufig klassische Medien für ihre Investitionsentscheidungen zu Rate

Wer erfolgreich an den Kapitalmärkten anlegen will, benötigt gute und verlässliche Informationen. Seit dreieinhalb Jahren gibt es dafür Basisinformationsblätter, die auf drei Seiten wichtige Angaben zur Produktart, zum Risiko, zur Rendite und zu den Kosten aufführen. Die standardisierte Form soll ganz unterschiedliche Finanzprodukte gut vergleichbar machen. Die Trendumfrage des DDV im Juli 2021 gibt jedoch einen ersten Hinweis darauf, dass nur ein geringer Teil der Verbraucherinnen und Verbraucher das Basisinformationsblatt bei der Anlageentscheidung tatsächlich nutzt. Auf die Frage, welche Informationen vor dem Kauf eines Wertpapiers wichtig sind, antworteten etwas mehr als 43 Prozent, dass sie auf Medienberichte zurückgreifen. Weitere knapp 30 Prozent nutzen die Produkterläuterungen der Emittenten. Lediglich 15,3 Prozent verwenden als Entscheidungsgrundlage das gesetzlich vorgeschriebene Basisinformationsblatt. Im Vergleich dazu schauen nur knapp 12 Prozent der Anlegerinnen und Anleger die Ausfallwahrscheinlichkeiten der Emittenten (die sich in der Höhe des Credit Default Swaps widerspiegelt) als einzelne Angabe an, wie sie zum Beispiel auf der Webseite des DDV zu finden sind.

Grafik 1: Welche Informationen sind Ihnen vor dem Kauf eines Wertpapiers wichtig?

»Kurzinformationen sind für Anlegerinnen und Anleger eine gute Sache. In der Praxis muss man aber feststellen, dass Basisinformationsblätter in der aktuellen Form nur von wenigen genutzt werden«, so Lars Brandau, Geschäftsführer des DDV.

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