Märkte

Auf DAX-Sommerhoch folgt Phase mit hoher Volatilität

Der steigende Ifo-Index und die starken deutschen Exporte Richtung China sprechen zunächst für weiter steigende Aktienmärkte in den kommenden Wochen. Doch die Kombination aus stetig zunehmenden Inflationsrisiken und einer hohen Bewertung von US-Aktien lässt an den Aktienmärkten ein sehr volatiles zweites Halbjahr erwarten.

Wir gehen weiter davon aus, dass sich der DAX bis zur im Juli und August anstehenden Gewinnsaison für das zweite Quartal positiv entwickeln wird. Unterstützung dürfte er dabei unter anderem durch steigende Frühindikatoren bekommen. So sollte die für den DAX wichtige Ifo-Erwartungskomponente, die zuletzt von 99,2 auf 102,9 gestiegen ist, weiter vom stetigen Auslaufen der Lockdowns profitieren. Daher sollten sich die DAX-Gewinnperspektiven in den kommenden Wochen weiterhin positiv entwickeln. In den vergangenen drei Monaten hatten bereits 22 der 30 DAX-Unternehmen steigende Gewinnerwartungen, und nur für acht DAX-Unternehmen wurden die Erwartungen für den Gewinn je Aktie im Geschäftsjahr 2021 nach unten angepasst (siehe Tabelle 1).

Tabelle 1: Erwarteter Gewinn je Aktie wurde für Daimler um 25 Prozent nach oben angepasst

DAX: Veränderung der Gewinnerwartungen je Aktie für das Geschäftsjahr 2021 im vergangenen Quartal in Prozent

Aktie

Kurs in Euro

Gewinnerwartung je Aktie für das Geschäftsjahr 2021 in Euro

Aktuell

Vor drei Monaten

Veränderung in Prozent

Deutsche Bank

11,60

0,85

0,47

81,4

Covestro

53,60

6,26

4,44

41,1

BMW

94,80

12,08

8,56

41,0

Daimler

78,90

10,28

8,21

25,2

Deutsche Post

56,90

3,47

2,88

20,7

BASF

67,20

4,89

4,29

14,1

Volkswagen Vz.

230,10

27,36

24,55

11,4

Merck

154,20

7,57

6,91

9,5

SAP

119,90

5,30

4,87

8,8

Siemens

135,70

6,97

6,41

8,7

Siemens Energy

25,40

0,60

0,55

8,6

HeidelbergCement

74,70

7,66

7,08

8,1

E.ON

10,20

0,72

0,67

7,4

Linde

238,30

8,12

7,69

5,6

Vonovia

53,60

2,55

2,44

4,5

Deutsche Telekom

17,80

1,12

1,08

3,3

Deutsche Wohnen

51,80

1,89

1,83

3,1

Infineon

34,20

1,10

1,07

3,0

Henkel Vz.

92,90

4,85

4,72

2,9

Allianz

216,70

20,62

20,07

2,8

Bayer

53,20

5,90

5,79

1,8

Deutsche Börse

137,50

6,56

6,47

1,4

adidas

293,00

7,77

7,77

–0,1

Münchener Rück

233,90

20,10

20,15

–0,3

Fresenius

45,20

3,22

3,31

–2,6

Fresenius Medical Care

69,00

3,70

3,82

–3,2

MTU

208,00

5,86

6,10

–3,9

Continental

128,70

7,64

8,04

–5,0

RWE

31,10

1,62

1,77

–8,2

Delivery Hero

111,20

-4,42

-3,40

–30,1

Stand: 14. Juni 2021; Quelle: FactSet, Commerzbank Research. Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft dürfte sich im zweiten Halbjahr zwar abkühlen, doch in der Gewinnsaison für das zweite Quartal sollte China für viele DAX-Unternehmen noch ein Wachstumsmotor bleiben. So sind die deutschen Exporte Richtung China in den vergangenen zwölf Monaten um 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 101 Milliarden Euro gestiegen. Die deutschen Exporte in die USA gingen dagegen im gleichen Zeitraum um 12 Prozent auf 104 Milliarden Euro zurück (siehe Grafik 1).

Grafik 1: Exporte nach China auf Rekordhoch

Exporte Deutschlands in den vergangenen zwölf Monaten

In der zweiten Hälfte dieses Jahres dürfte die Volatilität an den Aktienmärkten aber deutlich zunehmen. So hat die Kombination aus expansiver Geld- und Fiskalpolitik im Nach-Lockdown-Boom bereits viele Inputpreise kräftig steigen lassen.

Sorgen über eine hartnäckig zu hohe Inflation und Ängste vor einer frühzeitigen Reduzierung der Anleihekäufe durch die Fed dürften deshalb im dritten Quartal deutlich zunehmen. Die Inflationssorgen und die Spekulationen über eine weniger expansive Fed-Politik treffen auf recht hoch bewertete Aktienmärkte in den USA. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis für den S&P 500 für 2021 notiert bei 21, und das Kurs-Buchwert-Verhältnis liegt mittlerweile über 4 (siehe Grafik 2).

Grafik 2: Hohe Bewertung in den USA ein Risikofaktor

S&P 500: Kurs-Buchwert-Bewertung seit 2011

Daher erwarten wir schwächere und deutlich volatilere Aktienmärkte im zweiten Halbjahr nach dem gewinngetriebenen Sommerhoch. Unser Kursziel für den S&P 500 zum Jahresende liegt bei 3.900 Indexpunkten.

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WKN

Basiswert

Cap

Discount

Max. Rendite p.a.

Bewertungstag

Geld-/Briefkurs

SD3 ZQY

Deutsche Bank

10,20 EUR

14,47 %

11,56 %

18.03.2022

9,38/9,39 EUR

SD2 8NF

Covestro

52,00 EUR

11,17 %

9,75 %

18.03.2022

48,41/48,43 EUR

SD4 KDQ

BMW

88,00 EUR

11,06 %

8,49 %

18.03.2022

82,65/82,69 EUR

SD3 1ZK

Daimler

74,00 EUR

12,58 %

10,00 %

18.03.2022

68,77/68,80 EUR

SD5 WRY

Deutsche Post

54,00 EUR

10,22 %

6,85 %

18.03.2022

51,32/51,34 EUR

SD2 8K7

BASF

62,00 EUR

10,39 %

6,91 %

18.03.2022

58,89/58,92 EUR

Faktor-Optionsscheine

WKN

Basiswert

Strategie

Faktor

Laufzeit

Geld-/Briefkurs

SB0 BYX

Deutsche Bank

Long

3

Unbegrenzt

17,08/17,11 EUR

SD2 3QH

Deutsche Bank

Short

–3

Unbegrenzt

4,37/4,38 EUR

SB0 BYV

Covestro

Long

3

Unbegrenzt

30,87/31,02 EUR

SD2 3QB

Covestro

Short

–3

Unbegrenzt

7,05/7,09 EUR

SD4 9Y6

BMW

Long

3

Unbegrenzt

11,56/11,58 EUR

SD2 3PX

BMW

Short

–3

Unbegrenzt

2,95/2,96 EUR

SB0 B1H

Daimler

Long

3

Unbegrenzt

84,76/84,89 EUR

SR8 V43

Daimler

Short

–3

Unbegrenzt

0,34/0,35 EUR

SD5 4T3

Deutsche Post

Long

3

Unbegrenzt

13,36/13,38 EUR

SD5 4S1

Deutsche Post

Short

–3

Unbegrenzt

7,04/7,05 EUR

Stand: 22. Juni 2021; Quelle: Société Générale

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