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Adyen – Profiteur des boomenden bargeldlosen Zahlungsverkehrs

Adyen profitiert überproportional von dynamisch zunehmenden Transaktionen im globalen Zahlungsverkehr. Corona hat zur Beschleunigung des Onlinehandels und des kontaktlosen Bezahlens geführt und spielt in die Karten. Die etablierte Zahlungsplattform bietet Kunden flexible und einfache Komplettlösungen. Unabhängig von der ambitionierten Bewertung und der weiter zunehmenden Wettbewerbsintensität hat die Aktie auf Basis einer intakten Wachstumsstory auf mittel- bis langfristige Sicht weiteres Potenzial.

Bezahlen mit Adyen – eine Erfolgsstory aus den Niederlanden
Die in Amsterdam ansässige Adyen ist ein global agierendes Zahlungsdienstleistungsunternehmen, das seine Payment-Lösungen vor allem im E-Commerce-Bereich anbietet. Zu den Kunden bzw. (Online-)Shop-Anbietern, die die vielseitigen Dienste von Adyen seit Jahren nutzen, gehören branchenübergreifend viele große internationale Namen. Beispiele hierfür, mit denen Adyen sogar öffentlich werben kann, sind ebay, Booking.com, Microsoft, Spotify, Zalando, KLM und Uber.

Unternehmenschef Pieter van der Does hat Adyen mitgegründet und gilt weiterhin mit seiner mehr als 15 Jahre langen Branchenerfahrung als einer der führenden Experten in der Payment-Szene. Van der Does hat Adyen in dieser Zeit von einem Start-up zu einem global präsenten Unternehmen weiterentwickelt. 2018 gelang Adyen ein erfolgreicher Börsengang an der Euronext in Amsterdam. Seit der Gründung im Jahr 2006 präsentiert Adyen im Markt der Payment-Anbieter eine überdurchschnittlich erfolgreiche und damit viel beachtete Wachstumsstory.

Grafik 1: Wertentwicklung der Adyen-Aktie

Seit Börsengang am 13. Juni 2018

Effektive Abwicklung und Zahlungstransaktionen aus einer Hand
Seit Jahren legt Adyen das Hauptaugenmerk auf die weitere Etablierung seiner modernen Payment-Infrastruktur, die direkt an die großen Kartennetze und an die weltweit verfügbaren lokalen Zahlungsmethoden angebunden ist. Die wenigsten Onlineshops und E-Commerce-Unternehmen wickeln die Zahlungen ihrer Kunden heutzutage noch in Eigenregie ab. Dementsprechend steigen seit Jahren der Nutzen und die erforderliche Anbindung der hierauf spezialisierten Zahlungsdienstleister, wie dies zum Beispiel Adyen anbieten kann.

Neben anderen Zahlungsdienstleistern ist Adyen nicht nur im Bereich des reinen Onlinehandels unterwegs, sondern bietet auch Zahlungslösungen für den sogenannten Point-of-Sale (POS) direkt in den Geschäften und Verkaufsräumen des Handels vor Ort an.

Fällt die Entscheidung für die Adyen-Plattform bzw. der dort angebotenen Services und Dienstleistungen, erhalten angeschlossene Unternehmen die Möglichkeit, über ein einheitliches System eingehende Zahlungen ihrer Kunden sowohl online, mobil als auch am POS abzuwickeln bzw. entgegennehmen zu können. Oberste Zielsetzung bleibt dabei eine für den Anwender effektive und in der Durchführung möglichst vereinfachte Zahlungsabwicklung, die das »Gesamteinkaufserlebnis« so weit wie möglich schnell, simpel und damit insgesamt positiv begleiten soll.

Adyen versteht sich selbst als »Full-Service-Payment-Provider«, der wahlweise alle gängigen bzw. möglichen Zahlungsarten anbieten kann. Akzeptierte Methoden sind insbesondere Kreditkarte, SEPA-Lastschrift, Einkauf auf Rechnung und Sofortüberweisung. Als eine weitere Dienstleistung bietet Adyen an, die beim Einkauf entstehenden Datensätze zu analysieren und somit detailliertere Einblicke in die relevanten Verkaufs- und Kundenaktivitäten zu ermöglichen.

Zunehmend intensiver Wettbewerb – mehr weltweite Präsenz angestrebt
Adyen befindet sich beispielsweise mit den Payment-Start-ups Stripe (USA) und Checkout.com (UK) im Wettbewerb. Dies sind nur zwei Namen, die zu den derzeit aufstrebenden Zahlungsdienstleistern zählen und denen als Konkurrenten von Adyen ebenfalls großes Wachstumspotenzial zugetraut wird. Gerade im E-Commerce-Bereich haben in der jüngsten Vergangenheit vor allem Start-ups bzw. Fintechs mit innovativen Geschäftsmodellen viele neue Kunden hinzugewinnen können.

Der gesamte Payment-Sektor bleibt indes besonders stark umkämpft, da auch die etablierten Finanz- und Zahlungsdienstleister (wie beispielsweise die klassischen Kreditkartenbetreiber oder auch PayPal, Global Payments und Nexi), die jeweils schon vergleichsweise lange am Markt tätig sind, sich weiter behaupten wollen und dementsprechend keinesfalls abgeschrieben werden dürfen.

Adyen erzielt bislang große Teile des Umsatzes in Europa, nun soll vor allem das Wachstum in den USA angekurbelt werden. Ein Ansatz zur Verbesserung ist, die Kundenbeziehungen zu den US-Händlern, für die man bislang nur Zahlungen außerhalb ihres Heimatmarktes abgewickelt hat, darüber hinaus im amerikanischen Inland zu intensivieren. Dies dürfte gelingen, wenn künftig noch deutlich mehr US-Zahlungstransaktionen vor Ort auf die eigene Plattform geroutet werden können.

Korrektur der Q3-Zahlen (2020) sorgt temporär für Irritationen
Adyen musste einen zuvor bereits gemeldeten Umsatz und Gewinn für das dritte Quartal nachträglich nach oben berichtigen. Versehentlich sollen Kosten bei Kreditkartenzahlungen doppelt verbucht worden sein. Nicht nur mit Blick auf den Wirecard-Skandal (von dem Adyen durch die erfolgreiche Übernahme vieler Kunden durchaus in einem besonders großen Umfang profitieren konnte) bleibt ein ungutes Gefühl hinsichtlich des Vorgangs und der grundsätzlich – für Zahlungsabwickler nicht unüblichen – geringeren Transparenz der präsentierten Zahlen.

2020 – für Adyen ein Erfolgsjahr
Das Geschäftsjahr 2020 war für die Niederländer ein sehr erfolgreiches. Das Transaktionsvolumen, das Adyen im Jahresverlauf abwickeln konnte, stieg auf rund 300 Milliarden Euro, was gleichzeitig ein Plus von 27 Prozent im Vergleich zu 2019 bedeutete. Einen kleinen Teil der Transaktionsvolumina erhält Adyen von den Händlern als Provision/Gebühr für die Zahlungsabwicklung. Dies spiegelte sich wesentlich im ausgewiesenen Nettoumsatz wider, der um mehr als ein Viertel auf 684 Millionen Euro anstieg. Im zweiten Halbjahr 2020 gab es bei Transaktionen und Umsatz noch einmal einen zusätzlichen Schub, was auch Corona geschuldet war. Am Ende konnte Adyen einen Nettogewinn von 261 Millionen Euro ausweisen (+11 Prozent).

Weltweit bezahlen Menschen zunehmend mit Karte oder per Smartphone an der Ladenkasse oder kaufen direkt online ein. Die Pandemie hat diesen Wandel noch einmal deutlich beschleunigt. So dürfte der Trend hin zu noch mehr digitalen Zahlungen auch in einer Zeit nach Corona nicht abebben. Adyen will künftig beim Umsatz durchschnittlich um mindestens rund 25 Prozent pro Jahr wachsen. Auch bei der Marge will man weiterhin deutlich zulegen. Die Rechnung ist grundsätzlich einfach: Je mehr Transaktionen in Zukunft über die Plattform abgewickelt werden können, desto weniger Kosten verursacht tendenziell eine einzelne Zahlung/Buchung und desto profitabler wird das Geschäft insgesamt werden.

Das Management veröffentlichte im Rahmen der vorherigen Berichterstattung – wie üblich – wenig bis keine zahlengenauen Zielvorgaben für das laufende Geschäftsjahr. Dies gehört schon lange zur Unternehmensphilosophie von Adyen, wo die langfristigen Wachstumsoptionen in den Mittelpunkt der Unternehmensstrategie gestellt werden. Dennoch wurde ein Anstieg der EBITDA-Marge (auf über 65 Prozent; zuvor: 55 Prozent) in Aussicht gestellt. Insgesamt sollten weitere Kundengewinne, die Ausweitung der Geschäftsvolumina bei bestehenden Großkunden, die globale Expansion sowie neue Trends im Onlinehandel (zum Beispiel »buy-now-pay-later«) auch künftig sehr hohe Wachstumsraten ermöglichen.

»Flexible Payments« dürften die Einzelhandelsbranche verändern
Wie so etwas funktionieren kann, zeigt Adyen seit Anfang April im Rahmen einer Partnerschaft mit Afterpay. Beim britischen Einzelhändler Hunter Boots wird eine Anwendung von Afterpay mit den Zahlungsfunktionen von Adyen kombiniert bzw. in diese integriert. Dadurch bezahlen Kunden in Raten, ohne dass diese kreditähnliche Schulden aufbauen bzw. Zinsen oder Gebühren entrichten. Die Möglichkeit, die gestellte Rechnung zu strecken, trägt auch dazu bei, Kunden beim Einkauf hochpreisigere Produkte zugänglich zu machen. Die ergänzende Funktion erhöht nach Angaben von Händlern nicht nur die allgemeine Kundenzufriedenheit, sondern auch den durchschnittlichen Abrechnungsbetrag im Warenkorb des Käufers. Ein verbessertes Einkaufserlebnis einhergehend mit höheren Zahlungsvolumina dürfte sich auch bei Adyen provisionsseitig entsprechend positiv auswirken.

Anlageidee: OPTIONSSCHEINE UND ZERTIFIKATE AUF ADYEN

Nutzen Sie die Einschätzungen unserer Experten und partizipieren Sie an der Entwicklung der Adyen-Aktie. Ganz gleich, ob Sie mit Hebelprodukten auf kurzfristige Marktveränderungen setzen möchten oder mit Anlageprodukten eine Alternative zum reinen Aktieninvestment suchen, bei Société Générale werden Sie fündig.

Ein Überblick über das gesamte Produktspektrum an Zertifikaten und Optionsscheinen steht Ihnen im Internet unter www.sg-zertifikate.de zur Verfügung.

Discount-Zertifikate

WKN

Basiswert

Cap

Discount

Max. Rendite p.a.

Bewertungstag

Geld-/Briefkurs

SD3 433

Adyen

1.600,00 EUR

24,54 %

4,10 %

17.12.2021

1.556,62/1.557,04 EUR

SD3 2DK

Adyen

1.800,00 EUR

17,13 %

7,94 %

17.12.2021

1.707,87/1.708,46 EUR

SD3 2DL

Adyen

2.000,00 EUR

11,12 %

13,93 %

17.12.2021

1.827,59/1.828,30 EUR

SD3 2DM

Adyen

2.200,00 EUR

6,96 %

22,15 %

17.12.2021

1.913,41/1.914,20 EUR

BEST Turbo-Optionsscheine

WKN

Basiswert

Typ

Basispreis/Knock- Out-Barriere

Hebel

Laufzeit

Geld-/Briefkurs

SD8 W7E

Adyen

Call

1.558,73 EUR

4,1

Unbegrenzt

5,03/5,04 EUR

SD8 W8D

Adyen

Call

1.809,11 EUR

8,0

Unbegrenzt

2,45/2,55 EUR

SD8 L5F

Adyen

Put

2.485,52 EUR

4,7

Unbegrenzt

4,36/4,37 EUR

SD8 M7K

Adyen

Put

2.185,93 EUR

14,5

Unbegrenzt

1,42/1,43 EUR

Faktor-Optionsscheine

WKN

Basiswert

Strategie

Faktor

Laufzeit

Geld-/Briefkurs

SD2 9L9

Adyen

Long

2

Unbegrenzt

11,68/11,72 EUR

SD2 9MC

Adyen

Long

5

Unbegrenzt

10,77/10,85 EUR

SD2 9MG

Adyen

Long

9

Unbegrenzt

3,41/3,46 EUR

SD3 2D4

Adyen

Short

–2

Unbegrenzt

10,13/10,17 EUR

SD3 2D1

Adyen

Short

–5

Unbegrenzt

8,79/8,87 EUR

SD3 2DX

Adyen

Short

–9

Unbegrenzt

5,17/5,26 EUR

Stand: 22. April 2021; Quelle: Société Générale

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.

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