Editorial

Liebe Leser,

in der vergangenen Ausgabe schrieb mein Kollege Anouch Alexander Wilhelms in seinem Marktbericht »DAX in Rekordlaune«, und während viele wahrscheinlich schon vor einem Monat dachten, dass bald das Ende der Rally erreicht sein müsse, so ging es doch die Wochen darauf munter weiter mit der Rekordjagd. Auch Faktoren wie das Hin und Her bei den Corona-Impfstoffen von AstraZeneca und Johnson & Johnson konnten den deutschen Leitindex nicht stoppen. So ließ er die 15.000-Punkte-Marke mit Leichtigkeit hinter sich, und während ich dieses Editorial schreibe, notiert er sogar über 15.500 Zählern. Stellt sich die Frage, wie die weiteren Perspektiven für den deutschen Aktienmarkt sind. Die Antwort lesen Sie in unserem Titelthema.

Die Stimmung an den Börsen ist also gut, nicht zuletzt, da das Impftempo weiter anzieht. Dennoch ist Deutschland noch weit von Ländern wie Israel oder England entfernt, was die Herdenimmunität gegen das Coronavirus angeht. Im Interview haben wir deshalb den stellvertretenden Vorsitzenden des Deutschen Ethikrats und Philosophen Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin gefragt, welche Folgen der Pandemie ihn besonders beunruhigen, was aus seiner Sicht bei den Coronamaßnahmen besser gemacht werden könnte und ob wir in Deutschland mutiger sein sollten.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen der vorliegenden Ausgabe.