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10 Prozent Rendite mit DAX-Aktien?

Der DAX eilt von einem Rekord zum nächsten. Erst kürzlich hat er einen neuen Höchststand bei 14.169,49 Punkten erreicht. Für Aktienanleger sind Kursgewinne ein wichtiger Bestandteil bei der Geldanlage. Doch weisen sie nicht nur diese Komponente auf. In der Regel schütten Aktien in Deutschland einmal im Jahr eine Dividende an ihre Aktionäre aus. Die Höhe der Dividende legt das Unternehmen jedes Jahr neu fest, sodass Dividenden jedes Jahr anders ausfallen können. Vor allem seit dem Ausbruch der Pandemie haben einige Unternehmen im DAX ihre Dividenden angepasst. Allerdings nicht nur nach unten, wie man im ersten Moment annehmen würde. Es gab auch Unternehmen, die ihre Dividende sogar erhöht haben.

Für den DAX liegt die Dividendenrendite für ein Jahr zurzeit bei 2,52 Prozent. Die 30 Aktien im Index weisen allerdings durchaus unterschiedliche Werte aus. So gibt es Unternehmen, die im Jahr 2021 keine Dividende zahlen werden, und andere, deren Dividendenrendite bei über 5 Prozent liegen wird (siehe Tabelle 1).

Tabelle 1: DAX-Dividendenrenditen im Überblick

DAX-Titel

Rendite

E.ON

5,20 %

Bayer

5,13 %

BASF

4,90 %

Allianz

4,83 %

Münchener Rück

4,15 %

Deutsche Telekom

4,04 %

BMW

3,53 %

Volkswagen Vz.

2,96 %

Vonovia

2,86 %

Deutsche Post

2,69 %

Siemens

2,63 %

Continental

2,43 %

RWE

2,36 %

Fresenius

2,30 %

Deutsche Wohnen

2,19 %

Deutsche Börse

2,13 %

Henkel Vz.

2,12 %

Covestro

2,03 %

Fresenius Medical Care

1,95 %

Linde

1,59 %

SAP

1,45 %

Daimler

1,38 %

HeidelbergCement

0,93 %

Merck KGaA

0,91 %

Beiersdorf

0,76 %

Infineon

0,76 %

MTU Aero Engines

0,02 %

adidas

0,00 %

Deutsche Bank

0,00 %

Delivery Hero

0,00 %

Stand: 15. Februar 2021; Quelle: Bloomberg

Bei 24 der 30 DAX-Konzerne wird die Dividende in den Monaten April und Mai gezahlt. Zwei weitere zahlen im Februar und im Juni. Wer als Anleger somit auf eine hohe Dividendenrendite Wert legt, für den kommen nur elf Unternehmen aus dem DAX infrage, die momentan eine höhere Dividendenrendite als der DAX selbst erzielen. Wem das jedoch nicht ausreicht, der kann die Rendite durch den Einsatz von Discount-Zertifikaten erhöhen. Dafür muss er allerdings auf einen Teil der möglichen Kursgewinne der Aktie verzichten und die maximale Rendite wird nur unter bestimmten Bedingungen erzielt.

Bei einem Discount-Zertifikat zum Beispiel auf die Aktie von Volkswagen (WKN: SD1 BJZ) kann ein Anleger eine maximale Rendite von 10 Prozent erzielen. Der Cap bei diesem Wertpapier liegt bei 140,00 Euro und die Laufzeit endet im Dezember 2021. Die Aktie des Autobauers notiert zurzeit bei 163,00 Euro und liegt damit 23,00 Euro über dem Cap. Wer das Discount-Zertifikat besitzt, bekommt am Ende der Laufzeit maximal den Cap in Höhe von 140,00 Euro ausgezahlt, solange der Aktienkurs von VW am Ende darüber notiert. Die maximale Rendite ergibt sich aus der Differenz des maximalen Rückzahlungsbetrags (140,00 Euro) und dem aktuellen Kaufkurs des Discount-Zertifikats. Dieser verändert sich je nach Marktbewegung fortlaufend und liegt in diesem Beispiel bei 129,34 Euro. Die Differenz zwischen dem Cap (140,00 Euro) und dem Einstiegskurs des Zertifikats (129,34 Euro) entspricht dem maximalen Gewinn in Höhe von 10,66 Euro oder 9,64 Prozent p.a. Rendite.

Somit kann die Aktie von Volkswagen bis zum Laufzeitende des Discount-Zertifikats um 23,00 Euro oder rund 14 Prozent fallen und der Anleger erzielt trotzdem eine Rendite in Höhe von rund 10 Prozent. Wenn die Aktie allerdings unter den Cap fällt, erhält der Anleger am Laufzeitende je Zertifikat eine Aktie in sein Depot gebucht. Ausschlaggebend dafür ist der Schlusskurs der Aktie am Bewertungstag. Fällt die Aktie von VW auf zum Beispiel 130,00 Euro, erhält der Anleger je eine Aktie ins Depot gebucht. Der Einstandskurs der Aktie entspricht dem Kaufkurs des Discount-Zertifikats. In diesem Beispiel 129,34 Euro. Somit wäre die Aktie sogar immer noch knapp im Plus, obwohl die VW-Aktie in dem Zeitraum von 163,00 Euro um 33 Euro oder 20 Prozent auf 130,00 Euro gefallen ist. Erst wenn die Aktie unter den Kaufkurs fällt, erleidet der Anleger einen Verlust. Allerdings muss die Aktie dazu veräußert werden.

Anleger, die die Konditionen für Discount-Zertifikate vergleichen, werden feststellen, dass sie sich bei einzelnen DAX-Aktien deutlich voneinander unterscheiden. Wer das Augenmerk auf eine maximale Rendite von 10 Prozent p.a. legt, wird feststellen, dass der Abstand zwischen dem jeweiligen Aktienkurs und dem Cap sehr unterschiedlich sein kann. Beim Vergleich aller 30 DAX-Aktien liegt der Unterschied zwischen Aktienkurs und Cap in der Bandbreite von 31,1 bis –0,8 Prozent (siehe Grafik 1). Hintergrund dieser Unterschiede ist die Volatilität. Da Discount-Zertifikate in der Theorie aus einer Aktie und einer verkauften Call-Option bestehen, gilt: Je höher die Volatilität, desto günstiger das Zertifikat und umgekehrt.

Grafik 1: Vergleich Discount-Zertifikate auf 30 DAX-Aktien

Abstand zwischen Aktienkurs und Cap bei Discount-Zertifikaten mit 10 Prozent p.a. Rendite

Somit liegt an der Spitze ein Discount-Zertifikat auf Delivery Hero (WKN: SD3 H8L), bei dem der Aktienkurs (131,10 Euro) des DAX-Neulings mehr als 30 Prozent über dem Cap (100,00 Euro) notiert. Die maximale Rendite liegt hier bei rund 10 Prozent. Das Schlusslicht bildet ein Discount-Zertifikat auf Henkel (WKN: SD1 BUX). Auch hier liegt die maximale Rendite p.a. bei rund 10 Prozent. Allerdings liegt die Aktie des Konsumgüterwertes (87,23 Euro) momentan sogar unterhalb des Caps (88,00 Euro). Somit muss die Aktie also steigen, damit die maximale Rendite erreicht wird.

Beim Blick auf Discount-Zertifikate aller 30 DAX-Aktien wird schnell klar, dass die Unterschiede durchaus beträchtlich sein können. Discount-Zertifikate auf Aktien wie Delivery Hero, Deutsche Bank, RWE, MTU, Volkswagen oder Infineon scheinen optisch die besseren Angebote darzustellen. Allerdings weisen die Aktien selbst meist größere Schwankungsfreude auf als die Werte am Ende der Grafik 1. Da Anleger bei einer Investition in Discount-Zertifikate immer auch zum Aktionär werden können, sollten sie nicht nur die reinen Konditionen miteinander vergleichen.

Wer auf der Suche nach Discount-Zertifikaten ist, kann diese auf unserer Website www.sg-zertifikate.de finden. Außerdem bieten wir eine umfangreiche Broschüre zum Thema Discount-Zertifikate an, die ebenfalls auf unserer Website zum Download bereitsteht.