Titelthema

Rohstoffausblick 2021 – An den Rohstoffmärkten sind viele Vorschusslorbeeren bereits verteilt

Kaum zu glauben: Trotz des stärksten Einbruchs der Weltwirtschaft seit dem Zweiten Weltkrieg sind die meisten Rohstoffe heute bereits wieder teurer als vor einem Jahr. Deutlich zugelegt haben neben den Edelmetallen vor allem die Industriemetalle, die gemessen am S&P GSCI Spotindex fast 20 Prozent höher liegen als Anfang 2020 (siehe Grafik 1).

Grafik 1: Metalle am Ende des Coronajahres teurer als zu Beginn

S&P GSCI Spotindex

Wichtige Unterstützung für die massive Erholung gab zweifellos der Hauptabsatzmarkt China, der sich überraschend schnell aus der Coronastarre lösen konnte und schon seit einiger Zeit mit wirtschaftlicher Stärke überzeugt. In den westlichen Industrieländern dagegen dürften aufgrund hoher Infektionszahlen Teile der Wirtschaft noch länger im künstlichen Winterschlaf verharren. Doch wie an den Aktienmärkten schauen die Marktteilnehmer an den Rohstoffmärkten weit ins laufende Jahr. Mit zunehmender Durchimpfung dürfte es nach dem coronabedingten Einbruch zu einer kräftigen Gegenbewegung kommen, zumal die Finanz- und Geldpolitik sowohl in den USA als auch im Euroraum ordentlich Gas geben und der US-Dollar eher schwach bleibt. Dennoch denken wir, dass die Preise der zyklischen Rohstoffe teilweise bereits überschossen haben und zu viele Vorschusslorbeeren verteilt wurden. Am Ölmarkt dürften die Preise schon im Frühjahr korrigieren, Kupfer und Aluminium werden wohl erst später im Jahr unter Druck geraten. Gewinner dürften in diesem Jahr erneut die Edelmetalle sein: Warum wir bei Gold einen neuen Rekordwert erwarten und sich auch die Edelmetalle mit stärkerer industrieller Nutzung weiter verteuern sollten, lesen Sie im Folgenden.

Öl – es wird kein Selbstläufer
Eigentlich könnte sich das Produktionskartell aus OPEC-Staaten und anderen Produzentenländern (OPEC+) zufrieden zurücklehnen: Nach einem historischen Einbruch der globalen Ölnachfrage um fast 9 Prozent und Preisen von zwischenzeitlich 20 US-Dollar im vergangenen Jahr ist es der OPEC+ dank beispielloser Produktionskürzungen gelungen, den Preis für ein Barrel Brent-Öl wieder spürbar über 55 US-Dollar zu schieben. Doch die Einbußen im Exportgeschäft, die mit den Produktionskürzungen einhergingen, waren schmerzhaft. Kein Wunder, dass die Einmütigkeit des Kartells zu bröckeln droht.

Bislang hat es die Allianz noch immer geschafft, einen Kompromiss zu finden, zuletzt dank hoher Zugeständnisse Saudi-Arabiens. Doch die Feinsteuerung des Angebots bleibt eine Herausforderung. Angesichts der hohen Infektionszahlen in Europa und den USA wird unseres Erachtens ein Preisrückschlag in der ersten Jahreshälfte nicht ausbleiben. Schließlich droht infolge anhaltender Mobilitätseinschränkungen die Ölnachfrage in den Industrieländern im ersten Quartal abermals zu enttäuschen. Ein gewisser Entlastungseffekt durch Impfung und Saisonalität ist erst im Verlauf des zweiten Quartals zu erwarten. Bislang stand der Schwäche eine ausgesprochen robuste Nachfrage Chinas gegenüber, aber auch hier dürfte die Dynamik eher nachlassen.

Der vorerst weiterhin stotternden Nachfrage steht anfangs noch ein deutlich reduziertes Ölangebot gegenüber. Kurzfristig bleibt es wegen der zusätzlichen Kürzungen Saudi-Arabiens rund 8 Millionen Barrel pro Tag niedriger als vor der Krise. Hinzu kommt eine schwächelnde US-Produktion. Sie dürfte zwar bereits im Mai 2020 bei 10 Millionen Barrel pro Tag ihr »absolutes« Tief erreicht haben, als die Produktion aus Angst vor überlaufenden Vorräten rasch gedrosselt wurde. Ihren zyklischen Tiefpunkt wird die US-Produktion vermutlich aber erst im Frühjahr erreichen.

Dank der zusätzlichen Kürzungen Saudi-Arabiens dürfte der Ölmarkt also im ersten Quartal noch leicht unterversorgt sein. Auf den ersten Blick ist das eine aus Preissicht konstruktive Situation. Die OPEC+ dürfte aber ihr Ölangebot ab April merklich ausweiten, weil Saudi-Arabien seine freiwillige Produktionskürzung dann wieder rückgängig machen wird und die aufgeschobenen Produktionserhöhungen von Februar und März nachgeholt werden. Wenn die Nachfrage nicht schnell genug anzieht, droht damit im zweiten Quartal ein Überangebot. Dabei hatte es sich die OPEC+ eigentlich zur Aufgabe gemacht, Lagerbestände abzubauen. Vor diesem Hintergrund dürfte der Preis für Brent-Öl im ersten Halbjahr noch einmal unter Druck geraten und spürbar unter 50 US-Dollar je Barrel rutschen. In der zweiten Jahreshälfte dürfte dann die Nachfrageerholung dank der wieder zunehmenden Reiseaktivitäten und der Belebung der Konjunktur spürbar an Dynamik gewinnen. Da die OPEC+ ihr Angebot weiter reduziert halten will, dürfte der Markt unterversorgt sein und die Lager dürften weiter abgebaut werden (siehe Grafik 2). Der Ölpreis dürfte sich dann bei 50 US-Dollar je Barrel einpendeln.

Grafik 2: Ölmarkt in der zweiten Jahreshälfte wieder unterversorgt

Globale Ölnachfrage bzw. -produktion und Saldo

Kupfer – wie angespannt ist der Markt?
Der globale Kupfermarkt war im vergangenen Jahr angespannter als erwartet. Daran dürfte sich auch in diesem Jahr laut Einschätzung der International Copper Study Group (ICSG) nicht viel ändern (siehe Grafik 3). Grundsätzlich sollten die hohen Kupferpreise den Minenunternehmen Anreiz geben, ihre Produktion zu maximieren. Die Raffinadeproduktion soll in diesem Jahr weiter moderat steigen. Hierzu trägt zum Beispiel China bei, wo die Produktionskapazitäten deutlich ausgeweitet werden sollen. Die Sekundärproduktion dürfte sich spürbar erholen, da wieder mehr Kupferschrott zur Verarbeitung zur Verfügung stehen sollte.

Grafik 3: Globaler Kupfermarkt weitgehend ausgeglichen

*2020 und 2021 geschätzt

Wie angespannt der Kupfermarkt in diesem Jahr sein wird, hängt von der Nachfrage ab. Global soll sie laut ICSG zwar nur moderat steigen. Viele Marktteilnehmer sind da aber deutlich optimistischer. China dürfte hierbei wieder eine gewichtige Rolle spielen. Dort, wie auch in anderen Ländern/Regionen, trägt vor allem die Wirtschaftserholung zum erwarteten Nachfrageanstieg bei. In der westlichen Welt dürfte sich die Wirtschaft allerdings langsamer erholen. Eine zunehmende Arbeitslosigkeit im Zuge von Unternehmensinsolvenzen würde zudem das verfügbare Einkommen reduzieren und könnte die Kupfernachfrage belasten. Den Entwicklungsländern wiederum fehlt die Unterstützung fiskalpolitischer Maßnahmen, was die Kupfernachfrage hemmen könnte. Treiber der Kupfernachfrage dürfte aber grundsätzlich der Bausektor sein. Daneben wird der Trend zur Dekarbonisierung der Wirtschaft zu einer robusten Kupfernachfrage beitragen. Der Ausbau der 5G-Mobilfunktechnologie wird ebenfalls eine Rolle spielen.

Sollte die globale Kupfernachfrage in diesem Jahr merklich zulegen, dürfte der Kupferpreis hiervon direkt und indirekt dank der guten Marktstimmung profitieren. Ohne größere Einschränkungen sollte aber auch die Produktion ausgeweitet werden können, was einem weiteren Preisanstieg unseres Erachtens Grenzen setzt. Wir sehen den Kupferpreis zunächst gut unterstützt, erwarten ihn nach einem Zwischenhoch aber Ende 2021 bei 7.300 US-Dollar je Tonne.

Aluminium – noch ein hoher Angebotsüberschuss
Schon im vergangenen Jahr hat sich am globalen Aluminiummarkt ein hoher Angebotsüberschuss aufgetürmt. Er kam durch eine schwache Nachfrage und eine rekordhohe Produktion in China zustande. In diesem Jahr könnte sich der Überschuss zwar auf rund 1,4 Millionen Tonnen mehr als halbieren, da sich die Nachfrage erholt. Der Markt bliebe damit aber deutlich überversorgt. Von der Coronapandemie war die Automobilindustrie stark betroffen, die Teil des Transportsektors ist und in den Jahren zuvor Treiber der Aluminiumnachfrage war. Der Transportsektor hat zudem mit knapp 30 Prozent einen hohen Anteil an der gesamten Aluminiumnachfrage. Mittlerweile befindet sich die Automobilindustrie auf Erholungskurs, wie die steigenden Verkaufszahlen in den wichtigsten Absatzmärkten zeigen – und mit ihr die Aluminiumnachfrage.

Zeitgleich mit der sich erholenden Nachfrage werden auch die Produktionskapazitäten weiter ausgeweitet, insbesondere in China. Das Land ist schon jetzt mit einem Anteil von knapp 60 Prozent der weltgrößte Aluminiumproduzent. 2020 hat China eine Rekordmenge Aluminium produziert (siehe Grafik 4). In diesem Jahr sollen neue Kapazitäten hinzukommen. Die neuen Schmelzen dürften effizienter sein, da sie in Regionen mit niedrigeren Energiekosten entstehen, was die Produktion attraktiv macht. Die Gefahr bleibt, dass China weiterhin zu viel Aluminium produziert, das im nächsten Jahr wohl wieder exportiert werden wird.

Grafik 4: Rekordhohe Aluminiumproduktion wegen China

*2020 hochgerechnet

Aus fundamentaler Sicht sind Aluminiumpreise über 2.000 US-Dollar je Tonne unseres Erachtens nicht gerechtfertigt. Je länger der Markt allerdings in den Händen von Finanzinvestoren ist, umso länger wird der Preis hoch bleiben bzw. sogar weiter steigen. Der Aluminiumpreis dürfte dabei von der guten Stimmung an den Finanzmärkten profitieren. Sollten jedoch Gewinne mitgenommen werden, dürfte eine Preiskorrektur deutlich ausfallen. Wenn die Fundamentaldaten wieder die Oberhand gewinnen, sehen wir den Aluminiumpreis später im Jahr korrigieren und am Jahresende bei 1.900 US-Dollar je Tonne.

Nickel – starke Nachfrage dank Elektro-Boom
Nach dem wahrscheinlich hohen Angebotsüberschuss im vergangenen Jahr dürfte der globale Nickelmarkt auch in diesem Jahr noch überversorgt sein. Zwar dürfte sich die Nachfrage kräftig erholen, das Angebot wird aber ebenfalls ausgeweitet, auch weil Produktion aufgenommen wird, die 2020 wegen coronabedingter Lockdown-Maßnahmen verschoben werden musste. Die hohen Nickelpreise sollten den Produzenten Anreiz geben, möglichst viel Nickel zu produzieren. Zusätzlicher Anreiz zur Produktionsausweitung wird durch die erwartet hohe Nickelnachfrage zur Batterieproduktion im Rahmen der Elektrifizierung vieler Volkswirtschaften generiert.

Der von der International Nickel Study Group unterstellte hohe Nachfrageanstieg in diesem Jahr wird neben der Elektromobilität von der Edelstahlindustrie getragen. Letztere ist mit einem Anteil von rund 70 Prozent nach wie vor die wichtigste Nachfragekomponente. Das International Stainless Steel Forum schätzt, dass die Edelstahlnachfrage auf globaler Ebene in diesem Jahr deutlich steigen wird – hierauf dürften die Hersteller mit einer höheren Produktion reagieren.

Die größten Impulse für die Nickelnachfrage dürften unseres Erachtens von der Elektromobilität ausgehen. Nachdem die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte im vergangenen Jahr coronabedingt etwas ins Stocken geraten war, dürfte das Tempo in den kommenden Jahren wieder anziehen. Manche Länder haben ihren »grünen« Kurs verschärft. Elektroautos dürften etwa Mitte des Jahrzehnts preislich betrachtet mit Autos mit Verbrennungsmotoren auf Augenhöhe sein, was diesen nochmals deutlichen Schub geben sollte. In Lithium-Ionen-Batterien, die den Markt in diesem Jahrzehnt wohl dominieren werden, kristallisieren sich Batterien mit einem hohen Nickelanteil als bevorzugte Technologie heraus.

Für Batterien eignet sich aber nur qualitativ hochwertiges Nickel, das laut gängiger Marktmeinung auf absehbare Zeit knapp ist. Dies spricht mittel- bis langfristig für deutlich steigende Nickelpreise. Wir gehen daher davon aus, dass der Nickelpreis seinen Aufwärtstrend fortsetzen wird. Da der Nickelmarkt aber 2021 voraussichtlich noch im Angebotsüberschuss ist, dürfte der Preis in diesem Jahr noch nicht die Raketen zünden. Wir erwarten den Nickelpreis Ende 2021 bei 18.000 US-Dollar je Tonne. In den darauffolgenden Jahren wird der Preis unseres Erachtens weiter deutlich steigen.

Edelmetalle – Weiterhin reichlich Rückenwind
Gold schloss das Jahr 2020 mit einem stattlichen Plus von gut 20 Prozent ab. Vom Anfang August bei 2.075 US-Dollar je Feinunze verzeichneten Rekordniveau hat sich Gold allerdings rund 10 Prozent entfernt (siehe Grafik 5). Die Rahmenbedingungen dürften Gold auch 2021 Rückenwind geben. Die Zinsen werden noch für lange Zeit auf sehr niedrigem Niveau verharren und daher Gold als zinslose Anlage keine Konkurrenz machen. Eine Änderung der ultraexpansiven Geldpolitik erwarten wir trotz der inzwischen angelaufenen Impfungen nicht. Selbst wenn es wie von uns erwartet gelingt, die Coronapandemie im zweiten Halbjahr 2021 durch hinreichende Immunisierung der Bevölkerung weitgehend unter Kontrolle zu bringen, bleiben die durch die Coronapolitik verursachten enorm gestiegenen Schuldenberge der Staaten und die aufgeblähten Bilanzsummen der Zentralbanken noch für lange Zeit bestehen. Die Rückkehr zu einer »normalen« Geldpolitik ist den Zentralbanken dadurch auf lange Sicht verbaut. Die Realrenditen dürften daher nahezu überall deutlich negativ bleiben. Dieses Umfeld spricht für eine weiterhin robuste Investmentnachfrage, auch wenn diese 2021 voraussichtlich nicht wieder das rekordhohe Niveau des vorherigen Jahres erreichen dürfte. Wir erwarten, dass der Goldpreis wegen der positiven Rahmenbedingungen seinen Aufwärtstrend wieder aufnehmen wird. Ende 2021 erwarten wir einen Goldpreis von 2.100 US-Dollar. Das Rekordniveau aus dem letzten Sommer würde damit also übertroffen.

Grafik 5: Gold profitiert von rekordhoher ETF-Nachfrage

Goldpreis je Feinunze, ETF-Zuflüsse

Silber wies im vergangenen Jahr mit einem Plus von fast 50 Prozent die beste Preisentwicklung unter den Edelmetallen auf. Im August markierte Silber bei knapp 30 US-Dollar je Feinunze ein 7-Jahres-Hoch, nachdem es im März noch auf 12 US-Dollar abgestürzt war. Wegen einer rekordhohen ETF-Nachfrage wies der Silbermarkt ein bislang nie da gewesenes Angebotsdefizit von 318,5 Millionen Unzen (9,9 Tsd. Tonnen) auf (siehe Grafik 6). Im Jahr 2021 ist mit einer Belebung der Industrienachfrage zu rechnen. So dürfte mit einer voranschreitenden Durchimpfung der Bevölkerung das Risiko neuerlicher Lockdowns und von Lieferengpässen erheblich sinken. Eine Normalisierung ist deshalb allerdings auch bei der Minenproduktion zu erwarten. Beide Effekte dürften sich in etwa die Waage halten. Eine Erholung ist auch bei der Schmucknachfrage zu erwarten, wohingegen sich die Nachfrage nach Münzen und Barren sowie ETFs nach dem Ausnahmejahr 2020 abkühlen dürfte. Dies spricht für ein deutlich geringeres Angebotsdefizit. Einen Einbruch der Investmentnachfrage erwarten wir allerdings nicht. Die Argumente für einen weiter steigenden Silberpreis sind unseres Erachtens überwältigend. Die Flut billigen Geldes dürfte neben Gold auch Silber steigen lassen, das zudem gegenüber Gold noch über Nachholpotenzial verfügt. Eine Erholung der Konjunktur dürfte darüber hinaus die Industrienachfrage anschieben. Wir erwarten daher, dass Silber seinen im Herbst unterbrochenen Aufwärtstrend wieder aufnimmt und bis Ende des Jahres auf 28 US-Dollar je Feinunze steigen wird.

Grafik 6: Globaler Silbermarkt wegen beispielloser ETF-Nachfrage im Defizit

*2020 erwartet

Platin wies 2020 von den börsennotierten Edelmetallen die schwächste Preisentwicklung auf und fiel im März sogar auf ein 17½-Jahres-Tief von 570 US-Dollar je Feinunze. Knapp zehn Monate später erreichte der Preis bei 1.130 US-Dollar das höchste Niveau seit August 2016. Gingen die meisten Marktbeobachter im Frühjahr 2020 noch von einem überversorgten Platinmarkt aus, stellt sich die Lage inzwischen gänzlich anders dar. Der globale Platinmarkt dürfte im vergangenen Jahr laut der aktuellen Prognose des World Platinum Investment Council (WPIC) ein rekordhohes Angebotsdefizit von 1,2 Millionen Unzen aufgewiesen haben. Wegen der coronabedingten Schließung der Platinminen und dem Ausfall einer großen Verarbeitungsanlage kam es zu massiven Produktionsausfällen im weltgrößten Produzentenland Südafrika. Zugleich entwickelte sich die Investmentnachfrage deutlich besser als erwartet. Für 2021 geht der WPIC sowohl bei der Minenproduktion in Südafrika als auch bei der Investmentnachfrage von einer Normalisierung aus. Dafür rechnet der WPIC mit einem deutlichen Plus bei der Nachfrage aus der Automobilindustrie. Da gleichzeitig auch die Schmucknachfrage den letztjährigen Rückgang größtenteils wettmachen soll, dürfte der Platinmarkt laut Prognose des WPIC 2021 das dritte Jahr in Folge ein Angebotsdefizit aufweisen. Es soll mit 224.000 Unzen allerdings deutlich geringer ausfallen als im vergangenen Jahr. Von einer bis vor einem Jahr noch diskutierten strukturellen Überversorgung des Platinmarktes kann also keine Rede mehr sein. Die deutlich angespanntere Marktlage spricht unseres Erachtens für einen steigenden Platinpreis. Daher besteht für dieses Jahr noch weiteres Aufwärtspotenzial. Bis Ende 2021 dürfte Platin auf 1.200 US-Dollar steigen.

Anlageidee: Optionsscheine und Zertifikate auf Rohstoffe

Sie möchten von der künftigen Wertentwicklung von Rohstoffen profitieren? Mit Optionsscheinen und Zertifikaten von Société Générale haben Sie die Möglichkeit, an steigenden oder fallenden Notierungen zu partizipieren. Ein Überblick über das gesamte Produktspektrum steht Ihnen im Internet unter www.sg-zertifikate.de zur Verfügung.

Aber Achtung: Da die von Société Générale angebotenen Produkte in Euro notieren, die Preise der Rohstoffe allerdings in US-Dollar, besteht für den Investor ein Währungsrisiko, wenn der Euro/US-Dollar-Wechselkurs steigen sollte. Um das Wechselkursrisiko für den Anleger auszuschalten, bietet Société Générale in der Regel eine währungsgesicherte (Quanto) Variante an.

Partizipations-Zertifikate mit unbegrenzter Laufzeit

WKN

Basiswert

Bezugsverhältnis

Quanto

Geld-/Briefkurs

CU0 L1S

Brent-Öl-Future

1:1

Nein

42,16/42,17 EUR

CU0 L1R

Brent-Öl-Future

1:1

Ja

51,31/51,33 EUR

SB5 KF5

WTI-Öl-Future

1:1

Nein

42,14/42,15 EUR

SB5 KF6

WTI-Öl-Future

1:1

Ja

51,21/51,23 EUR

CU0 QXV

Gold

10:1

Nein

149,52/149,55 EUR

CU0 V6T

Gold

10:1

Ja

176,71/176,76 EUR

CU0 V6U

Silber

1:1

Nein

20,59/20,62 EUR

CU0 V6V

Silber

1:1

Ja

24,48/24,51 EUR

BEST Turbo-Optionsscheine mit unbegrenzter Laufzeit

WKN

Basiswert

Typ

Basispreis/Knock-Out-Barriere

Hebel

Quanto

Geld-/Briefkurs

SB9 29K

Brent-Öl-Future

Call

59,727 USD

11,2

Nein

4,06/4,07 EUR

CL4 414

Brent-Öl-Future

Put

59,410 USD

12,2

Nein

3,70/3,71 EUR

SB9 34P

WTI-Öl-Future

Call

48,219 USD

11,9

Nein

3,59/3,60 EUR

SB4 XF0

WTI-Öl-Future

Put

56,680 USD

10,9

Nein

3,93/3,94 EUR

CL7 HQB

Gold

Call

1.673,695 USD

9,8

Nein

15,63/15,64 EUR

SB8 FD7

Gold

Put

2.006,107 USD

12,8

Nein

11,91/11,93 EUR

SB8 YKS

Silber

Call

22,913 USD

9,4

Nein

2,21/2,22 EUR

SB7 CK8

Silber

Put

27,862 USD

10,2

Nein

2,04/2,05 EUR

SD1 Q6X

Kupfer-Future

Call

3,307 USD

11,6

Nein

2,54/2,57 EUR

SB2 XVG

Kupfer-Future

Put

3,929 USD

10,3

Nein

2,84/2,87 EUR

Stand: 22. Januar 2021; Quelle: Société Générale

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.

Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern, den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.