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Knapper Sieg auf den letzten Metern

Die weltweiten Aktienmärkte pendelten seit Anfang des großen Börsenspiels bis zwei Wochen vor dem Ende wenig impulslos hin und her, ohne einen wirklichen Trend auszubilden. Dann kam es wegen der steigenden Coronafälle und den damit verbundenen Maßnahmen zu einem Einbruch an den Märkten und einem Abschlag von beispielsweise fast 1.500 Punkten im deutschen Leitindex DAX. Auch der breit gefächerte US-Index S&P 500 verlor in diesem Zeitraum knapp 300 Punkte. Dieser Einbruch sollte, das Börsenspiel betreffend, alles bis dato Gewesene auf den Kopf stellen.

Vom 6. September bis zum 30. Oktober 2020, also über insgesamt acht Handelswochen, kämpften über 30.500 Teilnehmer um die Führungsspitze der Rangliste im Börsenspiel. Mit einem Jaguar I-PACE im Wert von über 80.000 Euro als Hauptpreis war die Motivation der Spieler dementsprechend hoch. Dabei startete jeder Teilnehmer mit 100.000 Euro Spielgeld in jeweils zwei Depots. Während der Spielzeit konnten Aktien sowie Zertifikate und Optionsscheine von Société Générale in einer virtuellen Online-Spielumgebung gehandelt werden. Neben dem Gesamtpreis gab es zusätzlich ein wöchentliches von der Börse Stuttgart gesponsertes Preisgeld in Höhe von 2.222 Euro für den Spieler mit der höchsten wöchentlichen prozentualen Depotwertsteigerung. Unabhängig vom Spielerfolg wurden unter allen Tradern ebenfalls insgesamt acht iPhone 11 von Apple verlost. Zudem gab es eine Verlosung eines iPhones unter allen Teilnehmenden, die sich schon vor dem Börsenspielstart registriert hatten.

Zu Beginn des Börsenspiels standen vor allem die US-Technologiewerte im Fokus. Jedoch wurden hier die meisten Spieler bei einem Investment direkt auf dem falschen Fuß erwischt. Jener Sektor, der im Zuge der Coronakrise als Garant für steigende Kurse galt, geriet teils deutlich unter Druck. Vor allem der von Börsenstar Elon Musk geführte Tesla-Konzern verlor innerhalb weniger Handelstage fast 25 Prozent seines Wertes. So kam es auch dazu, dass die Teilnehmenden, die zu Beginn auf fallende Kurse in der Aktie gesetzt hatten, sich vorübergehend an der Spitze der Rangliste positionierten.

Der Gesamtumsatz im Börsenspiel erreichte mit 18,2 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert, wobei vor allem Aktien die Umsatztreiber waren. Doch obwohl der US-Technologiesektor zu Anfang unter Druck kam, konnte der Kursrückgang die Teilnehmenden nicht davon abhalten, in diese günstigen Kurse zu investieren. So standen vor allem die Aktien von Apple, Amazon, Tesla, Nel ASA und BioNTech im Fokus der Spieler. Aber auch die ein oder andere deutsche Aktie zeigte sich, wenn auch nur temporär, unter den Umsatzspitzenreitern. Dabei lag das Interesse vor allem auf SAP, Daimler, Grenke und Bayer.

Aber auch bei den Hebelprodukten von Société Générale kam es zu hohen Umsätzen. Vor allem waren BEST Turbo-Optionsscheine bezogen auf den DAX und den Goldpreis beliebt. Dabei ist anzumerken, dass pro Depot maximal 20.000 Euro in Hebelprodukte investiert werden konnten, um das Börsenspiel fairer und realistischer zu gestalten. Ein großer Vorteil dieser Produkte ist nämlich nicht nur, dass man gehebelt von der Entwicklung einer Aktie oder eines Index profitieren, sondern auch bei fallenden Kursen des Basiswerts Gewinne realisieren kann. Aber trotz der erwähnten Einschränkung von 20.000 Euro gelang es vielen Teilnehmenden, ihren Depotwert über den Einsatz von Hebelprodukten deutlich zu steigern. Am Ende führte der Kauf eines solchen Turbo-Optionsscheins zum Gesamtsieg.

Gerhard Schaffitzel aus Vellberg startete einen Tag nach dem Start in das diesjährige Börsenspiel und musste gleich zu Beginn einen Rückschlag erleiden. Zwei seiner Positionen knockten direkt am Folgetag aus, sodass er sein Depot im Anschluss wieder auf die anfangs zur Verfügung gestellten 100.000 Euro zurücksetzte. Mit frischem Kapital ausgestattet, startete er einen neuen Ausflug in die Welt der Turbo-Optionsscheine, investierte jedoch auch Teile seines Kapitals in Aktien wie Barrick Gold (WKN: 870 450) und Q.Beyond AG (WKN: 513 700). Am dritten Tag des Börsenspiels traf er die folgerichtige Entscheidung, auf fallende Kurse im deutschen Leitindex zu setzen. Er erwarb einen X-Best Turbo-Optionsschein Put bezogen auf den DAX (WKN: SB4 60X). Schon am gleichen Abend konnte er sich über eine Verdreifachung seines eingesetzten Kapitals freuen und ging mit 142.000 Euro Depotvolumen ins Bett.

An den folgenden Tagen spielte der DAX jedoch nicht so mit, wie sich Gerhard das vorgestellt hatte. Im deutschen Leitindex überwogen die positiven Handelstage, sodass seine Gewinne kontinuierlich dahinschmolzen. Am zehnten Handelstag im Börsenspiel lag sein Depotwert mit 111.000 Euro nur noch knapp im Plus.

Dann ging es jedoch relativ schnell wieder in die andere Richtung. Am 21. September fiel der DAX im Tagesverlauf um knapp 500 Punkte und katapultierte Gerhards Depotvolumen auf über 400.000 Euro. Diese Bewegung führte dazu, dass er nun das erste Mal die Spitze der Rangliste übernahm. Diese Führung konnte er zunächst auch verteidigen. An Gewinnmitnahmen dachte er jedoch nicht. Als der DAX sich in den Folgetagen von dem Absturz erholte, fiel er wieder in das Verfolgerfeld zurück und überließ anderen die Spitze.

Dann kam es im Rahmen der ansteigenden Corona-Infektionen und den damit verbundenen Schutzmaßnahmen zu neuen Unsicherheiten an den Märkten. Sie führten dazu, dass der deutsche Leitindex innerhalb von sieben Handelstagen 1.500 Punkte verlor. Dieser Absturz katapultierte Gerhards Turbo Put in ungeahnte Höhen. Sein Durchhaltevermögen zahlte sich aus. Keiner der Konkurrenten war in der Lage, ihm den Sieg am letzten Handelstag noch zu entreißen.

Am Ende trennten ihn nur äußerst knappe 17.000 Euro vom Zweitplatzierten »Tschick« mit 750.000 Euro und »mageren« 740.000 Euro auf Platz 3. Mit einem Depotwert von 767.263,66 Euro trägt sich Gerhard Schaffitzel als 18. Sieger in die Reihe der Gewinner des Börsenspiels Trader ein. Er darf sich nun über den Hauptpreis, einen Jaguar I-PACE im Wert von mehr als 80.000 Euro, freuen. Wir gratulieren ihm recht herzlich zu diesem Erfolg!