Märkte

Microsoft – Gut gerüstet auch in Krisenzeiten

Microsoft ist führender Software-Anbieter mit weltweit hohen Marktanteilen bei Betriebssystemen und Anwendungsprogrammen. Der Konzern setzt jetzt zunehmend auf die Cloud in Kombination mit neuen Software- und Hardware-Produkten und vollzieht gleichzeitig einen strategischen Schwenk hin zur Zielgruppe der Geschäfts- und Unternehmenskunden. Das mittelfristige Chance-Risiko-Profil bleibt aussichtsreich, dies gilt insbesondere für die Zeit nach der Krise.

Strukturelle Probleme im PC-Markt
Der PC-Markt war für Microsoft über einen langen Zeitraum hinweg eine überaus beeindruckende Cash-Maschine. Allerdings ist dieser Markt in der Gesamtheit seit Jahren im Rückwärtsgang bzw. stagniert. Insbesondere private Konsumenten geben ihr Geld lieber für Smartphones und Tablets aus, dieser Trend scheint sehr stabil. Dort geben derzeit allerdings andere Anbieter wie Apple, Google oder auch zunehmend die asiatischen Wettbewerber den Ton an.

Hohe Investitionen im Cloud-Computing
Wie sich der Trend zum Cloud-Computing mit zentral vorgehaltenen Programmen auf Microsoft langfristig auswirkt, wird dank intensiver Investitionen des Unternehmens in diese Aktivitäten zunehmend sichtbar. Mit dem Produkt »Azure« kann Microsoft in einem zunehmend nachgefragten Umfang Kunden Hardware bzw. Plattformen oder auch Software und Services über die »Datenwolke« bereitstellen.

Die weltweite Nachfrage nach sogenannten Public-Cloud-Angeboten steigt inzwischen rasant an. Daher errichtet Microsoft ständig neue Rechenzentren, um dem Kapazitätsausbau Rechnung zu tragen. In der Regel wird dabei auf einen Treuhänder verzichtet.

Partnerschaften werden wichtiger – wie zum Beispiel mit SAP
Microsoft und SAP arbeiten im Cloud-Geschäft eng zusammen. SAPs Unternehmens-Cloud-Produkt Hana und Microsofts Plattform Azure wurden dabei miteinander verzahnt und sind somit für die Endkunden vollständig integriert in einer sicheren Umgebung nutzbar. Microsoft konnte dabei mehr als ein Dutzend neuer Anwendungen und Services cloudfähig machen.

Grafik 1: Wertentwicklung Microsoft

Produktoffensive im Nachgang der Windows-10-Einführung
Nach der erfolgreichen Einführung von Windows 10 (2015) stellte Microsoft im Rahmen von Produktoffensiven zunächst eine Vielzahl neuer Hardwaremodelle vor. Während die zeitweise vertriebenen Lumia-Smartphones auf dem anspruchsvollen Smartphone-Markt scheiterten, wurde parallel auch eine Laptop-Variante des Surface-Tablets eingeführt. Microsoft sucht seitdem die direkte Konkurrenz im anspruchsvollen Anwenderbereich und misst sich damit insbesondere mit Apples MacBook Pro sowie anderen Premiumherstellern.

Die Geräte setzen zunehmend auf vernetzte Windows-10-Anwendungen und sollen wesentlich leistungsfähiger sein als vergleichbare Produkte der Wettbewerber. Microsoft heizt damit mit voller Macht den Wettbewerb um Firmenkunden sowie insbesondere um private Endkonsumenten an. Hierbei zeigte das Unternehmen bereits, dass es den hierfür benötigten langen Atem hat. Die vorhandene hohe Liquidität, eine sehr gute Positionierung mit dem beherrschenden Betriebssystem Windows sowie den erfolgreichen Office-Anwendungen – die bislang jeweils hohe Gewinne generiert haben – und die Erfolge im Cloudgeschäft sprechen für Microsoft.

Das Software-Unternehmen stellt regelmäßig Windows-10-Updates zur Verfügung, wie zuletzt im November 2019 geschehen. Dabei wird allgemein erwartet, dass jede neue Version die eigentliche Leistungsfähigkeit des Betriebssystems stärkt bzw. verbessert, gleichzeitig aber nicht immer neue Funktionserweiterungen hervorgebracht werden.

Microsoft erwarb den Karriere-Netzwerkbetreiber LinkedIn
Microsoft nutzte eine deutliche Kursschwäche bei LinkedIn und verschaffte sich 2016 im Rahmen einer 26 Milliarden US-Dollar-schweren Übernahme den Zugriff auf über 430 Millionen Nutzer des Business-Netzwerks. Im Zuge der Integration setzt Microsoft seitdem auf hohe Kosteneinsparpotenziale und Synergieeffekte durch den verstärkten Einsatz seiner Cloud- und Datacenterprodukte. Skype, das Sprachassistenzsystem Cortana oder auch Anwendungen für Künstliche Intelligenz können in neuer Qualität besser vernetzt werden. Inzwischen wird LinkedIn bei einer hohen Anzahl von Geschäftskunden als ideale Werbeplattform (vor allem für Softwareprodukte wie zum Beispiel Office 365) genutzt.

Radikale Neuausrichtung und interne Reorganisation
2018 hat Microsoft eine umfangreiche Reorganisation des Konzerns angekündigt und umgesetzt. Dies kam einer internen Aufspaltung des Unternehmens gleich. Im ersten Unternehmensbereich »Experiences & Devices« werden seitdem Bürosoftware (»Windows« und »Office«) und die Weiterentwicklung von Hardwareprodukten (insbesondere der Tablet-PC »Surface« sowie die Spielekonsole »Xbox«) vorangetrieben. Der zweite Konzernteil bildet unter »Cloud & AI Platform« die als Wachstumsbereiche identifizierten Aktivitäten rund um das Cloud-Computing bzw. Azure ab. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil dieses Segments sind die Produkte und Anwendungen unter Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Im Rahmen der gleichzeitigen internen Neuverteilung von Aufgaben wurden einige Schlüsselpositionen neu besetzt. Auch wechselte zum Beispiel das bislang für »Windows« zuständige Entwicklerteam in das neu aufgestellte »Azure-Projekt«. Die neue Ausrichtung ist sehr positiv zu werten, da von einer deutlichen Stärkung der dynamisch wachsenden Produkte und Anwendungen auszugehen ist und automatisch die immer noch vorhandenen Abhängigkeiten vom PC-Geschäft sich kontinuierlich reduzieren. Schließlich wurde auch das Erfolgsmodell der bereits cloudfähig integrierten Bürosoftware »Office 365« auf das Betriebssystem »Windows« übertragen.

Auch im Jahr 2018 mit einer Milliarden-Übernahme
Microsoft verstärkte sich auch noch mit GitHub, einer Plattform zur Entwicklung sogenannter Open-Source-Software. Der Zukauf war Microsoft 7,5 Milliarden US-Dollar wert, was gleichzeitig die größte Übernahme seit LinkedIn (2016) darstellte. Über GitHub erlangte das Unternehmen indirekt Zugriff auf rund 85 Millionen Softwareprojekte, die von 28 Millionen Entwicklern aus aller Welt betreut werden. Mehr als 1,8 Millionen Unternehmen und Organisationen nutzen bereits GitHub, darunter auch Alphabet, SAP, IBM und Facebook.

Viele Microsoft-Mitarbeiter haben bereits auf der Plattform gearbeitet. Einige unabhängige Programmierer dürften sich jedoch künftig zurückziehen, weil sie nicht für Microsoft arbeiten wollen, obwohl GitHub unabhängig bleiben soll. Microsoft verfügt über eine üppige Liquiditätssituation, zahlt die Übernahme jedoch komplett in eigenen Aktien. GitHub soll demnächst in die Microsoft-Cloud-Infrastruktur integriert werden.

IT-Großauftrag verhilft der Aktie auf ein Rekordhoch
Das US-Verteidigungsministerium hat den wichtigen 10 Milliarden US-Dollar schweren »JEDI-Auftrag« (»Joint Enterprise Defence Infrastructure Cloud«) an Microsoft vergeben. Beim bislang wertvollsten vom Ministerium vergebenen IT-Modernisierungsprojekt konnte Microsoft den Wettbewerber Amazon ausstechen. Die Nachricht sorgte nochmals für einen Kursschub bei der Microsoft-Aktie, die ein Allzeithoch markieren konnte. JEDI hat zudem »Türöffner-Potenzial«. Es ist nun damit zu rechnen, auch weitere große Anschlussaufträge von der US-Regierung zu erhalten.

Sehr gute Verstärkung für das Gamingsegment
Microsoft hat zuletzt auch ZeniMax Media, die Muttergesellschaft des Videospieleverlegers Bethesda Softworks, für 7,5 Milliarden US-Dollar (in bar) erworben. Der US-Konzern übernimmt damit auch acht Kreativstudios von ZeniMax, die Spiele wie »The Elder Scrolls«, »Fallout«, »DOOM« und »Starfield« entwickelt haben. Die Microsoft-Gamingsparte erhält eine deutliche Aufwertung, die Spiele werden nun rasch in das Videospiele- Angebot (Xbox-Game-Pass) integriert.

Überzeugendes Jahresauftaktquartal
Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres 2020/2021 konnte Microsoft mit hohem Auftragseingang und sehr robusten Zahlen überzeugen. Sowohl Umsatz als auch Ergebnis lagen über den Erwartungen. Spartenübergreifendes Wachstum stellte sich ein, besonders gut in Fahrt gekommen ist einmal mehr der Vertrieb rund um die Cloud. Die von Unternehmen angefragte und für Microsoft hoch profitable Cloud-Nutzung (Commercial Cloud: Operative Marge 71%) zeigte im Jahresvergleich ein 31%iges Wachstum (erwartet 27%). Der Absatz des Kernprodukts Azure konnte sogar um +48% zulegen. Dies war zwar etwas geringer als noch der Anstieg im Vorquartal, aber dennoch ebenfalls mehr als angenommen (+44%).

Basierend auf guter Kostendisziplin (überraschend geringe Investitionen) und einer besser als angenommenen Margenentwicklung konnte das Management eine erste Indikation für das Gesamtjahr abgeben und erwartet nun ein zweistelliges Wachstum in allen Geschäftssegmenten. Allerdings lässt sich aus dem Ausblick auf Q2 auch ableiten, dass mehr Gegenwind bei einigen Produktgruppen zu erwarten ist. Unter besonderer Aufmerksamkeit wird dabei die künftige Entwicklung bei Gaming, Server Produkten und Windows-Applikationen/ Software stehen. Unter dem Strich zeigen die Zahlen zeigen einmal mehr, wie gut Microsoft im Corona-geprägt schwierigen makroökonomischen Umfeld funktioniert und dabei abermals die hoch gesteckten Erwartungen erfüllen konnte.

Anlageidee: PARTIZIPIEREN SIE AN DER ENTWICKLUNG VON MICROSOFT

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Aber Achtung: Da die von Société Générale angebotenen Produkte in Euro notieren, der Handelspreis von Microsoft in US-Dollar, besteht für den Investor ein Währungsrisiko. Ein steigender Euro/US-Dollar-Wechselkurs wirkt sich negativ auf den Wert des Produkts aus. Um das Wechselkursrisiko für den Anleger auszuschalten, bietet Société Générale in der Regel neben einer nicht währungsgesicherten Variante (Non-Quanto) auch eine währungsgesicherte bzw. währungsoptimierte (Quanto) Variante an. Allerdings ist hier zu beachten, dass für die Währungssicherung Kosten anfallen können, die den Wert des Produkts mindern.

Discount-Zertifikate

WKN

Basiswert

Cap

Discount

Max. Ren- dite p.a.

Bewertungstag

Quanto

Geld-/Briefkurs

SR9 JW6

Microsoft

220,00 USD

9,53 %

21,11 %

18.06.2021

Nein

162,75/162,82 EUR

SR9 JWM

Microsoft

220,00 USD

9,00 %

20,16 %

18.06.2021

Ja

193,76/193,84 EUR

SR9 CM0

Microsoft

200,00 USD

14,23 %

14,02 %

18.06.2021

Nein

154,44/154,50 EUR

SR9 CZV

Microsoft

200,00 USD

13,72 %

13,07 %

18.06.2021

Ja

183,72/183,79 EUR

SR9 CM4

Microsoft

160,00 USD

27,47 %

5,40 %

18.06.2021

Nein

130,52/130,56 EUR

SR9 CZZ

Microsoft

160,00 USD

26,93 %

4,30 %

18.06.2021

Ja

155,40/155,44 EUR

BEST Turbo-Optionsscheine

WKN

Basiswert

Typ

Basispreis/Knock- Out-Barriere

Hebel

Laufzeit

Quanto

Geld-/Briefkurs

SB0 7M8

Microsoft

Call

143,79 USD

3,1

Unbegrenzt

Nein

5,84/5,85 EUR

SB0 7MY

Microsoft

Call

172,86 USD

5,3

Unbegrenzt

Nein

3,40/3,41 EUR

SB0 7MS

Microsoft

Call

184,91 USD

7,5

Unbegrenzt

Nein

2,39/2,40 EUR

SB1 XMT

Microsoft

Call

192,87 USD

10,2

Unbegrenzt

Nein

1,77/1,78 EUR

SB9 9NV

Microsoft

Put

283,84 USD

3,0

Unbegrenzt

Nein

6,03/6,04 EUR

SB9 NZ1

Microsoft

Put

254,18 USD

5,1

Unbegrenzt

Nein

3,50/3,51 EUR

CL0 12F

Microsoft

Put

244,23 USD

6,8

Unbegrenzt

Nein

2,66/2,67 EUR

CL0 050

Microsoft

Put

234,20 USD

9,9

Unbegrenzt

Nein

1,81/1,82 EUR

Stand: 22. Oktober 2020; Quelle: Société Générale

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.sg-zertifikate.de zur Verfügung.

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