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Commerzbank Analysen – UBS Group

Hauptgericht Wealth Management, Beilage Investmentbanking

Die auf das Wealth Management (WM) ausgerichtete Bank UBS ist in Asien führend, was wegen der Wachstumsperspektiven dort ein langfristiger Wettbewerbsvorteil ist. Zurzeit dominiert allerdings noch das US-Geschäft. Noch ist die Effizienz schwach, was neben einem defensiven Kundenverhalten fehlender Kostenflexibilität geschuldet ist. Mit neuer WM-Leitung und Aufstellung sollte es wieder vorangehen für die schwache Aktie. Rückkäufe eigener Aktien schaffen zudem Vertrauen in die Eigenkapitalbasis.

Wealth Management steht im Zentrum der Geschäftsstrategie
Den Anspruch eines »Global Leaders« im Investmentbanking (Ergebnisanteil 2019: 20 Prozent) hat die UBS nach den Erfahrungen aus der Lehman-Krise aufgegeben. Stattdessen werden Schwerpunkte wie das Emissionsgeschäft, die M&A-Beratung, der Währungshandel und der Aktienbereich gesetzt. Trotz der Fokussierung wurden die Kapitalkosten im vergangenen Jahr nicht verdient und dürften auch in diesem Jahr nur schwer erreichbar sein. Dieses Geschäftsfeld wird insbesondere als ergänzend zur Paradesparte Wealth Management (Ergebnisanteil 64 Prozent) gesehen.

Durch die Akzentuierung des Retailbankings Schweiz (Sparte Personal & Corporate Banking; Ergebnisanteil 28 Prozent), des Asset-Managements (11 Prozent) sowie besonders des internationalen Wealth Managements hat sich der Ertragsmix zugunsten dieser insgesamt stabileren Geschäftsfelder verschoben, was die Eigenkapitalkosten der Gruppe gesenkt hat.

Der geschäftliche Fokus richtet sich damit eindeutig auf das Geschäft mit vermögenden bzw. sehr vermögenden Kunden. UBS führt im Hinblick auf die verwalteten Volumina (insgesamt rund 2.600 Milliarden Schweizer Franken; Nettomittelzuwachs lag mit 1,4 Prozent 2019 wegen hoher Abflüsse in den USA aber unter Plan) nicht nur global, sondern auch in den einzelnen Regionen wie in Asien, den Emerging Markets oder der Schweiz.

Die Größenvorteile gegenüber der Konkurrenz bieten eine gute Basis für erhöhte Effizienz. Noch aber wird die PS-Stärke zu wenig auf die Straße gebracht. Immerhin hält das Management an den bisherigen zweistelligen Zuwächsen beim Vorsteuerergebnis von 10 bis 15 Prozent für die Jahre 2020 bis 2022 fest, was den Wachstumsoptimismus in diesem Segment dokumentiert.

Grafik 1: Entwicklung der UBS-Aktie
Grafik 1: Entwicklung der UBS-Aktie
Stand: 24. Januar 2020; Quelle: Reuters
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Bei Eigenkapitalquoten im Grunde gut ...
Das Ziel für die harte Kernkapitalquote (13 Prozent) ist mit 13,7 Prozent Ende 2019 deutlich übertroffen worden. Damit ist die Bank – vor dem Hintergrund der selbstgesetzten Mindestgröße von rund 13 Prozent und angesichts des Geschäftsmodells – ausreichend kapitalisiert.

Die Mindestanforderungen des schweizerischen Aufsehers für die sogenannte Leverage Ratio (Verschuldungsquote bzw. hartes Eigenkapital/Bilanzvolumen) von insgesamt 5,0 Prozent (3,5 Prozent + 1,5 Prozent Hybrid) konnte die Bank bisher zwar erfüllen (Ende 2019: 3,9 Prozent ohne Hybridkapital). Allerdings ist der Puffer gegenüber der Mindestschwelle nicht sehr hoch.

... aber schwebende Rechtsrisiken belasten
Schwelende Rechtsrisiken begleiten die Bank nicht erst seit der Finanzmarktkrise (zum Beispiel fragwürdiges Geschäftsgebaren bei der Verbriefung fauler Immobilienkredite). Die Folge daraus sind hohe Rückstellungen. Ende 2019 lagen diese bei 2,5 Milliarden US-Dollar. Sie dürften auch im laufenden Jahr weiter gestärkt werden, denn noch in diesem Jahr könnte es in Frankreich eine richterliche Entscheidung in Bezug auf Beihilfe zur Steuerhinterziehung und Geldwäsche von UBS-Kunden geben. Klarheit in diesem Fall, die Chance auf eine vergleichsweise glimpfliche Strafe besteht, würde auch die Zuversicht im Hinblick auf die Ausschüttung stärken.

Mittelfristige Zielplanung ist realistischer als zuvor
Die Revision der Renditeziele nach unten hat sich auch mit dem Jahresabschluss 2019 fortgesetzt. Mittlerweile erscheinen die neuen Zielspannen für die Jahre 2020 bis 2022 auch angesichts der Rahmenbedingungen (unter anderem niedriges Zinsniveau) realistischer als zuvor. Allerdings hängt viel von der Einnahmen- und weniger von der Kostenseite ab. Dies kann durchaus kritisch gesehen werden, zumal der Konkurrent Credit Suisse erfolgreich den Kostenweg gegangen ist.

Das neue Renditeziel auf das materielle Eigenkapital wird in der Spanne von 12 bis 15 Prozent definiert (2019: 12,4 Prozent). Angesichts des starken Engagements im weniger (eigen-)kapitalintensiven Wealth Management wirkt dies wenig ambitioniert. Offenbar will aber das Management auch unter schwierigen Marktumständen das Ziel erreichbar machen.

Das Verhältnis von Kosten zu Erträgen wird in der Spanne von 75 bis 78 Prozent gesehen, was im Jahr 2019 mit 79 Prozent knapp verfehlt wurde. Das Problemfeld liegt in dem geringen operativen Hebel (zu geringer Ertrags- gegenüber Kostenzuwachs). Hieran wird das Management arbeiten müssen.

Dividende steigt nur moderat, Aktienrückkäufe dürften fortgesetzt werden
Die bereits hohe Ausschüttungsquote (Dividende plus Aktienrückkäufe) in Höhe von 80 Prozent dürfte sich nicht weiter erhöhen. Vielmehr soll die Dividende nur sehr moderat steigen. Aktienrückkäufe werden im ersten Halbjahr 2020 fortgesetzt und konditional (offenbar auch mit Blick auf schwebende Rechtsverfahren) für das zweite Halbjahr 2020 avisiert. Das laufende Rückkaufprogramm in Höhe von 2,0 Milliarden US-Dollar (Start 2018) wird mit dem ersten Halbjahr dann beendet sein.

Anlageidee: Partizipieren Sie an der Entwicklung der UBS-Aktie

Nutzen Sie die Einschätzungen unserer Experten und partizipieren Sie an der Entwicklung der UBS-Aktie. Ganz gleich, ob Sie mit Hebelprodukten auf schnelle und kurzfristige Marktveränderungen setzen möchten oder mit Anlageprodukten eine intelligente Alternative zum reinen Aktieninvestment suchen, bei der Commerzbank werden Sie fündig. Ein Überblick über das gesamte Produktspektrum an Zertifikaten steht Ihnen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.

Aber Achtung: Da die von der Commerzbank angebotenen Produkte in Euro notieren, der Handelspreis der zugrunde liegenden Aktie in Schweizer Franken, besteht für den Investor ein Währungsrisiko. Ein steigender Euro/Schweizer-Franken-Wechselkurs wirkt sich negativ auf den Wert des Zertifikats aus. Um das Wechselkursrisiko für den Anleger auszuschalten, bietet die Commerzbank in der Regel neben einer nicht währungsgesicherten Variante (Non-Quanto) auch eine währungsgesicherte bzw. währungsoptimierte (Quanto) Variante an. Allerdings ist hier zu beachten, dass für die Währungssicherung Kosten anfallen können, die den Wert des Zertifikats mindern. Anleger haben also die Wahl, sollten aber bedenken, dass bei der währungsgesicherten Variante neben dem Risiko natürlich auch die Chance entfällt, mit einem fallenden Euro/Schweizer-Franken-Wechselkurs eine höhere Rendite zu erzielen.

Discount-Zertifikate

WKN

Basiswert

Cap

Discount

Max. Rendite p.a.

Bewertungstag

Quanto

Geld-/Briefkurs

CL1 DTX

UBS Group

10,00 CHF

21,82 %

2,76 %

18.12.2020

Nein

9,09/9,10 EUR

CL1 C8Z

UBS Group

10,00 CHF

22,07 %

3,10 %

18.12.2020

Ja

9,71/9,72 EUR

CL1 DTY

UBS Group

12,00 CHF

11,57 %

9,49 %

18.12.2020

Nein

10,28/10,29 EUR

CL1 C80

UBS Group

12,00 CHF

11,82 %

9,79 %

18.12.2020

Ja

10,99/11,00 EUR

CL1 ZQK

UBS Group

14,00 CHF

6,90 %

23,85 %

18.12.2020

Nein

10,64/10,65 EUR

CL1 ZQA

UBS Group

14,00 CHF

7,08 %

22,39 %

18.12.2020

Ja

11,58/11,59 EUR

BEST Turbo-Optionsscheine

WKN

Basiswert

Typ

Basispreis/Knock-Out-Barriere

Hebel

Laufzeit

Quanto

Geld-/Briefkurs

CU7 DB8

UBS Group

Call

8,80 CHF

3,4

Unbegrenzt

Nein

3,45/3,46 EUR

CL0 BKB

UBS Group

Call

11,17 CHF

9,2

Unbegrenzt

Nein

1,25/1,26 EUR

CL0 ZCJ

UBS Group

Put

16,68 CHF

2,9

Unbegrenzt

Nein

3,96/3,97 EUR

CU7 DBW

UBS Group

Put

14,20 CHF

7,1

Unbegrenzt

Nein

1,64/1,65 EUR

Stand: 24. Januar 2020; Quelle: Commerzbank AG

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN. Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern, den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.