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Commerzbank Analysen

Niedrige Bondrenditen negativ für DAX-Investoren

Niedrige Bondrenditen bedeuten zwar auf der einen Seite, dass Dividendenrenditen sehr attraktiv sind. So würde der DAX auf 14.600 Punkte steigen, wenn die Dividendenrendite von derzeit 3,1 auf 2,8 Prozent fallen würde. Doch auf der anderen Seite signalisieren niedrige Bondrenditen auch ein anhaltend blutarmes Wachstum der Wirtschaft. Daher werden fallende Gewinn- und Dividendenerwartungen für die DAX-Unternehmen 2020 ein Belastungsfaktor bleiben.

Für DAX-Bullen ist der Unterschied zwischen der DAX-Dividendenrendite von 3,1 Prozent und der Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe von –0,3 Prozent ein entscheidender positiver Trend, warum sich der Bullenmarkt 2020 fortsetzen sollte (siehe Grafik 1). So könnte im positiven Szenario der DAX-Bullen die DAX-Dividendenrendite nach einem Handelsdeal zwischen den USA und China mittelfristig auf 2,8 Prozent fallen, was ein DAX-Niveau von 14.600 Punkten bedeuten würde.

Grafik 1: Niedrige Bondrenditen = attraktive Dividendenrendite

Renditedifferenz DAX-Dividenden, Bundesanleihe in Prozentpunkten

Grafik 1: Niedrige Bondrenditen = attraktive Dividendenrendite
Stand: Dezember 2019; Quelle: FactSet, Commerzbank AG

DAX-Bären verweisen dagegen auf die negativen Signale der niedrigen Bondrenditen: Aktieninvestoren müssen sich weiterhin auf ein blutarmes Wirtschaftswachstum einstellen. In den vergangenen Jahren startete der DAX regelmäßig mit einem erwarteten Gewinnwachstum von 10 bis 12 Prozent in das neue Börsenjahr. Im Jahresverlauf sank das Wachstum dann jedoch regelmäßig auf oder sogar unter 0 Prozent. Für 2020 erwartet der Markt erneut ein Gewinnwachstum von 12 Prozent. Doch bereits im vergangenen Quartal wurden die Gewinnerwartungen für 2020 um 4 Prozent nach unten angepasst, da derzeit 20 der 30 DAX-Unternehmen unter fallenden Gewinnprognosen der Analysten leiden (siehe Grafik 2).

Grafik 2: DAX-Gewinnerwartungen setzen Abwärtstrend 2020 fort
Grafik 2: DAX-Gewinnerwartungen setzen Abwärtstrend 2020 fort
Stand: Dezember 2019; Quelle: FactSet, Commerzbank AG
Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

Die Dividendenrenditen sind zwar attraktiv, aber das durch die niedrigen Bondrenditen angezeigte schwache Wirtschaftswachstum trübt auch den Dividendenausblick für den DAX ein. So haben unsere Unternehmensanalysten seit März ihre Dividendenschätzungen für DAX-Unternehmen 22-mal verändert – in 19 Fällen war es eine Anpassung nach unten (siehe Tabelle 1).

Das von der Commerzbank für das Geschäftsjahr 2019 erwartete DAX-Dividendenwachstum ist daher von +7 Prozent im April 2019 auf mittlerweile –2 Prozent gesunken. Fallende Gewinn- und Dividendenerwartungen werden daher auch 2020 den DAX belasten.

Tabelle 1: 19 der letzten 22 Änderungen der Dividendenprognosen waren Anpassungen nach unten

Commerzbank: Änderung der Dividendenprognosen für das Geschäftsjahr 2019

Monat

Unternehmen

Alte Prognose

Neue Prognose

November

Allianz

9,70

9,40

November

Daimler

2,10

1,90

November

Infineon

0,22

0,27

November

Continental

4,50

3,50

November

Deutsche Telekom

0,50

0,60

November

Daimler

2,40

2,10

Oktober

Daimler

2,50

2,40

Oktober

HeidelbergCement

2,40

2,20

Oktober

SAP

1,65

1,50

September

Daimler

2,90

2,50

August

Allianz

10,00

9,70

Juli

Bayer

2,90

2,80

Juli

Continental

4,75

4,50

Juli

Daimler

3,25

2,90

Juli

Deutsche Bank

0,11

0,00

Juli

Deutsche Telekom

0,70

0,50

Juli

Infineon

0,25

0,22

Juli

Wirecard

0,28

0,30

Mai

BMW

3,50

3,00

Mai

Deutsche Post

1,20

1,15

Mai

Deutsche Lufthansa

0,85

0,80

Mai

HeidelbergCement

2,50

2,40

Stand: 10. Dezember 2019; Quelle: Commerzbank Schätzungen
Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

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WKN

Basiswert

Cap

Discount

Max. Rendite p.a.

Bewertungstag

Geld-/Briefkurs

CA4 4KE

Deutsche Telekom

15,00 EUR

7,90 %

8,65 %

18.12.2020

13,76/13,77 EUR

CJ8 BQ2

Infineon

19,50 EUR

15,78 %

10,51 %

18.12.2020

17,58/17,59 EUR

CJ7 HJ7

Wirecard

80,00 EUR

34,58 %

14,87 %

18.12.2020

69,30/69,35 EUR

Faktor-Zertifikate

WKN

Basiswert

Strategie

Faktor

Laufzeit

Geld-/Briefkurs

CU0 B1P

Deutsche Telekom

Long

5

Unbegrenzt

13,44/13,48 EUR

CJ8 G0V

Deutsche Telekom

Short

–5

Unbegrenzt

5,43/5,44 EUR

CJ8 GYU

Infineon

Long

5

Unbegrenzt

6,38/6,40 EUR

CJ8 J6N

Infineon

Short

–5

Unbegrenzt

0,25/0,26 EUR

CU6 VQK

Wirecard

Long

5

Unbegrenzt

4,80/4,84 EUR

CU2 YGN

Wirecard

Short

–5

Unbegrenzt

7,53/7,58 EUR

BEST Turbo-Optionsscheine

WKN

Basiswert

Typ

Basispreis/ Knock-Out-Barriere

Hebel

Laufzeit

Geld-/Briefkurs

CJ1 EB3

Deutsche Telekom

Call

13,56 EUR

10,5

Unbegrenzt

1,43/1,44 EUR

CL0 FZZ

Deutsche Telekom

Put

16,18 EUR

10,8

Unbegrenzt

1,25/1,26 EUR

CL0 LEY

Infineon

Call

17,96 EUR

7,1

Unbegrenzt

2,94/2,95 EUR

CJ4 4HL

Infineon

Put

23,88 EUR

7,3

Unbegrenzt

0,29/0,30 EUR

CU8 FUL

Wirecard

Call

97,62 EUR

10,9

Unbegrenzt

0,96/0,97 EUR

CL0 UCB

Wirecard

Put

115,92 EUR

9,7

Unbegrenzt

1,08/1,09 EUR

Stand: 17. Dezember 2019; Quelle: Commerzbank AG

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN. Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern, den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.