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Marktbericht

Goldige Zeiten für Anleger?

Einige Anleger können sich bestimmt noch an die Zeit erinnern, in denen eine Unze Gold einen Preis von 35 US-Dollar hatte. Es gab damals einen einfachen Grund: der Goldstandard bzw. das Bretton-Woods-System. 1944 einigte man sich auf dieses System, und es legte grundsätzlich fest, dass eine Unze Gold für 35 US-Dollar getauscht werden konnte. Die amerikanische Notenbank Fed verpflichtete sich, Gold zu diesem Preis unbegrenzt zu kaufen oder zu verkaufen. Darüber hinaus sollten Wechselkurse von Mitgliedsstaaten in festen Bandbreiten gehalten werden. Das System scheiterte jedoch, und am 15. August 1971 stoppte der damalige US-Präsident Richard Nixon die Goldbindung.

Bereits in den Achtzigerjahren erreichte der Goldpreis neue Höhen von über 600 US-Dollar. Allerdings sollten diese Kurse für sehr lange Zeit als Höchstmarken stehen bleiben. Bis ins Jahr 1999 rutschte der Goldpreis auf 250 US-Dollar ab. Das ist bis heute der immer noch gültige jüngste Tiefststand. Seitdem kletterte der Goldpreis auf immer neue Höhen. Diese Entwicklung fand im Anschluss an die Finanzkrise im Jahr 2011 ihr Ende. Der Goldpreis kratze damals fast an der Marke von 2.000 US-Dollar. Danach wurde bis heute der Wert einer Unze in Höhe von 1.921,17 US-Dollar nicht wieder erreicht. Allerdings kostete das Edelmetall in den folgenden Jahren auch nie weniger als 1.000 US-Dollar. Derzeit notiert der Goldpreis bei knapp unter 1.500 US-Dollar, und er hatte diese Marke erst vor kurzem das erste Mal seit 2013 überschritten.

Heute gibt es keine Goldpreisbindung mehr. Allerdings wird das Edelmetall nicht unerheblich von anderen Umfeldfaktoren beeinflusst. Einer dieser Faktoren ist das Zinsniveau. Wenn man beispielsweise die 10-jährige Rendite für US-Staatsanleihen mit dem Goldpreis vergleicht, kann man durchaus Parallelen erkennen. In diesem Fall gibt es einen negativen Zusammenhang. Immer dann, wenn die Rendite in den USA steigt, geht der Goldpreis zurück und umgekehrt. Gewiss sind es noch weitere Faktoren, die die Kurse beeinflussen, jedoch ist ein Zusammenhang erkennbar. Im 5-Jahres-Vergleich wird das unter anderem deutlich (siehe Grafik 1). Vor allem in der Folge des Zinsrückgangs in den USA seit 2018 konnte der Goldpreis deutlich zulegen und notierte zuletzt erstmals wieder über 1.500 US-Dollar. In Euro umgerechnet erreichte das Edelmetall sogar neue Höchststände.

Grafik 1: Rendite US-Staatsanleihen zehn Jahre verglichen mit dem Goldpreis in US-Dollar (normiert auf 100 Prozent)
Grafik 1: Rendite US-Staatsanleihen zehn Jahre verglichen mit dem Goldpreis in US-Dollar (normiert auf 100 Prozent)
Stand: 12. November 2019; Quelle: Commerzbank AG
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Auch im Zertifikatebereich der Commerzbank spielt Gold als Basiswert eine wichtige Rolle. So sind neben gehebelten Wertpapieren vor allem Partizipations-Zertifikate beliebt. Die Commerzbank bietet zurzeit zwei dieser Produkte an. Sie unterscheiden sich vor allem im Hinblick auf die Währungskursumrechnung. Da Gold in US-Dollar gehandelt wird, werden die Zertifikate in Euro umgerechnet, damit sie für Privatanleger handelbar werden. Dabei wird das eine Partizipations-Zertifikat auf Gold immer zum aktuellen Kurs zwischen Euro und US-Dollar umgerechnet und das andere zu einem festen Kurs von eins zu eins.

Das Zertifikat mit dem festen Wechselkurs wird auch als »Quanto« bezeichnet. Es handelt sich hierbei um eine Währungskursabsicherung, die fest im Zertifikat eingebaut ist. Gegenüber der herkömmlichen Variante fallen für die Währungskursumrechnung gesonderte Gebühren an, die im Preis des Partizipations-Zertifikats auf Gold berücksichtigt werden.

Darüber hinaus werden im Zertifikatebereich der Commerzbank gehebelte Wertpapiere auf Gold gehandelt. Diese Papiere sind mit einem Hebel ausgestattet und bieten im Vergleich zum Partizipations-Zertifikat höhere Chancen. Demgegenüber steht das deutlich höhere Risiko, das einen Totalverlust mit einschließt. Genaue Informationen zu gehebelten Wertpapieren auf Gold können Anleger in unseren Broschüren nachlesen. Sie stehen auf unserer Website unter www.zertifikate.commerzbank.de/Service/Publikationen/Broschueren zur Verfügung.

Anlageidee: Zertifikate auf Gold

Unlimited Partizipations-Zertifikate

WKN

Basiswert

Bezugsverhältnis

Währungssicherung

Geld-/Briefkurs

CU0 QXV

Gold

10:1

Nein

131,61/131,64 EUR

CU0 V6T

Gold

10:1

Ja

144,40/144,45 EUR

Faktor-Zertifikate

WKN

Basiswert

Typ

Faktor

Währungssicherung

Geld-/Briefkurs

CJ7 RLM

Gold Future

Long

2

Nein

12,11/12,14 EUR

CJ7 RLP

Gold Future

Long

4

Nein

15,30/15,36 EUR

CJ7 RLJ

Gold Future

Short

–2

Nein

6,55/6,57 EUR

CJ7 RLG

Gold Future

Short

–4

Nein

4,47/4,49 EUR

Stand: 20. November 2019; Quelle: Commerzbank AG

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN. Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern, den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.