Titelthema

Das Technische-Analyse-Sommercamp – Teil 2: Aufbauwissen

Mit optimaler Vorbereitung zur erfolgreichen Chartanalyse

Nachdem Sie in der vergangenen ideas-Ausgabe im ersten Teil unseres Technische-Analyse-Sommercamps alles über die Grundlagen der Technischen Analyse erfahren haben, sind Begriffe wie Aufwärts-, Seitwärts- und Abwärtstrend, Doppeltop und -boden oder Trendformationen für Sie keine Fremdwörter mehr.

Grund genug, sich jetzt im zweiten Teil fit für die Königsklasse zu machen. Mit dem nötigen Rüstzeug im Gepäck geht es in die nächste Runde unseres Technische-Analyse-Sommercamps. Erweitern Sie Ihr Wissen rund um Fibonacci-Retracements und Elliot-Wellen. Lernen Sie die Bedeutung von Kurslücken, sogenannten Gaps, kennen und erfahren Sie, welche Funktion Candlestick-Formationen in der Chartanalyse einnehmen.

Fibonacci-Retracements
Ein nützliches Werkzeug der Technischen Analyse stellen die Fibonacci-Retracements dar. Retracements sind prozentuale Niveaus, an die die Kurse typischerweise eine vorausgegangene Trendbewegung korrigieren. Durchgesetzt haben sich heute in der Praxis vor allem die Fibonacci-Retracements, deren Entdeckung auf die Untersuchungen von R. N. Elliott zurückzuführen sind. Das entsprechende Werkzeug zum Auffinden der Retracement-Niveaus ist heute in jeder Chartanalyse-Software enthalten. Das 0-Prozent-Niveau dieses Tools wird dabei an den Ursprung der Trendbewegung angelegt, das bedeutet an ein vorausgegangenes bedeutendes Tief oder Hoch. Das 100-Prozent-Niveau wird an das Hoch oder Tief angelegt, von dem die aktuelle Korrektur startete.

Die mathematische Basis der Fibonacci-Retracements ist die sogenannte Fibonacci-Zahlenfolge (0, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89, 144 etc.). Die drei wichtigsten aus dieser Fibonacci-Zahlenfolge abgeleiteten Fibonacci-Ratios sind 0,382, 0,50 und 0,618. Daraus ergeben sich die prozentualen Korrekturniveaus 38,2 Prozent, 50,0 Prozent und 61,8 Prozent. Daneben finden auch noch das 23,6-Prozent-Retracement, das 76,4-Prozent-Retracement sowie das 78,6-Prozent-Retracement starke Beachtung unter den Anlegern. An diesen Korrekturniveaus besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Kurse eine Gegenbewegung oder eine Trendumkehr initiieren. Sie stellen somit potenzielle Unterstützungs- oder Widerstandszonen dar.

Die Bedeutung der Retracement-Bereiche steigt deutlich an, falls sich an den entsprechenden Niveaus zusätzlich Unterstützungs- oder Widerstandsthemen aus anderen Methoden der Technischen Analyse befinden. Solche können beispielsweise gleitende Durchschnittslinien, vergangene Hoch- oder Tiefpunkte oder Trendlinien sein. Ferner können Fibonacci-Retracements auch selbst Unterstützungs- oder Widerstandscluster bilden, falls unterschiedliche Retracement-Niveaus verschiedener Kursschwünge innerhalb der Trendbewegung auf demselben oder nahezu selben Kursbereich liegen (siehe Grafik 1).

Grafik 1: Fibonacci-Retracements
Grafik 1: Fibonacci-Retracements
Quelle: Commerzbank AG

Elliott-Wellen
Der oben im Zusammenhang mit den Fibonacci-Retracements bereits erwähnte R. N. Elliott entwickelte in den Dreißigerjahren des vergangenen Jahrhunderts die heute nach ihm benannte Elliott-Wellen-Theorie. Diese hat auch heute noch zahlreiche Anhänger in der Welt der Technischen Analyse. Im Kern enthält die Wellen-Theorie drei relevante Aspekte: Formationen, Längenverhältnisse und Zeitverhältnisse. Am wichtigsten sind die Formationen, gefolgt von den Längenverhältnissen und den Zeitverhältnissen. Die Formationen behandeln den Aspekt der Wellenmuster, die sich im Kursverlauf nach bestimmten Regeln und Richtlinien identifizieren lassen. Die Längenverhältnisse behandeln die Frage, in welchen preislichen Ratios die einzelnen kategorisierten Wellen zueinander stehen.

Die wichtigste These der Elliott-Wellen-Theorie besagt, dass die Finanzmärkte einem festen Acht-Wellen-Zyklus von fünf Impulswellen in Trendrichtung und anschließend drei Korrekturwellen in entgegengesetzter Richtung folgen. Die Impulswellen werden bei der Bezeichnung mit den Nummern 1 bis 5 versehen, während Korrekturwellen durch die Buchstaben a, b und c gekennzeichnet werden. Es gibt verschiedene Ränge bzw. Größen von Trends. Aufgrund des fraktalen Charakters der Märkte folgt dabei gemäß Theorie, dass jede Welle Bestandteil einer Welle des nächst-höheren Ranges ist und selbst wiederum in Wellen des nächstniedrigeren Ranges unterteilt werden kann. Die genannte Acht-Wellen-Struktur bleibt dabei immer erhalten. Daraus folgt, dass man bei immer genauerer Unterteilung der Wellen bzw. Zyklen die Wellensequenzen 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89, 144 etc. erhält, die wie bereits erwähnt die Fibonacci-Zahlenfolge bilden. Ob eine Welle in drei oder fünf Wellen unterteilt wird, hängt von der Trendrichtung der nächst-größeren Welle – also des nächsthöheren Ranges – ab. Die einzige Ausnahme stellen Dreiecke dar, die einen Impuls, das heißt eine Trendwelle, in fünf Subwellen (a bis e) korrigieren (siehe Grafiken 2 und 3).

Grafik 2: Grundmuster Haussezyklus
Grafik 2: Grundmuster Haussezyklus
Quelle: Commerzbank AG
Grafik 3: Korrekturwellen (im Aufwärtstrend)
Grafik 3: Korrekturwellen (im Aufwärtstrend)
Quelle: Commerzbank AG

Kurslücken und ihre Bedeutung
Kurslücken (englisch: Gaps) sind Bereiche, in denen kein Handel stattgefunden hat, weil der Kurs des Basiswerts diese Preiszone übersprungen hat. Sie können nur in den Chart-Darstellungsformen Balkenchart und Kerzenchart ersichtlich werden. In der betrachteten Periodeneinstellung (Tag, Woche, Stunde etc.) darf die Lücke nicht wieder im Verlauf der Ausbildung des Balkens bzw. der Kerze gefüllt werden, da es sich sonst nur um eine sogenannte Eröffnungslücke handelt, die lediglich für den Intraday-Handel eine gewisse Relevanz besitzt. Ebenfalls keine Lücke im engeren Sinn ist das sogenannte Common Gap. Dieses entsteht innerhalb einer Seitwärtsbewegung und in der Regel bei geringem Handelsvolumen. Allgemein lässt sich sagen, dass Kurslücken im Aufwärtstrend ein Zeichen von Stärke und im Abwärtstrend ein Zeichen von Schwäche sind. Der komplette Bereich der Lücke wirkt dann als Unterstützungszone bzw. Widerstandszone, vor allem jedoch die untere Begrenzung (im Aufwärtstrend) bzw. obere Begrenzung (im Abwärtstrend) der Lücke. Je höher das Handelsvolumen bei der Entstehung der Lücke, desto größer deren Relevanz. Je nachdem wo die Lücke auftaucht, lassen sich drei relevante Arten von Kurslücken unterscheiden.

Mit der Ausbruchslücke wird meist eine bedeutende Marktbewegung eingeleitet. Der Kurs springt dabei in der Regel begleitet von hohem Handelsvolumen über einen wichtigen Widerstand bzw. fällt unter eine wichtige Unterstützung. Sehr häufig wird dabei zugleich eine Umkehrformation vollendet. Die übersprungene Hürde kann aber auch eine Trendlinie oder ein bedeutsamer gleitender Durchschnitt sein. Damit die Ausbruchslücke ihre bullishe bzw. bearishe Aussagekraft behält, darf die Notierung im Fall einer möglichen Rückkehrbewegung nicht unterhalb bzw. oberhalb der Begrenzung der Lücke schließen.

Die Fortsetzungslücke lässt sich gelegentlich etwa in der Mitte einer Trendbewegung beobachten. Das Handelsvolumen ist dabei in der Regel durchschnittlich. Da dieses Gap in etwa der Mitte der Bewegung auftaucht, kann man es auch zur Ermittlung eines potenziellen Kursziels verwenden. Dabei gilt das Kursniveau des ursprünglichen Trendsignals – also des Ausbruchs aus der Formation oder des Bruchs der Trendlinie – als Ausgangspunkt der entsprechenden Trendbewegung und nicht etwa das vorausgegangene Tief bzw. Hoch.

Nähert sich eine Trendbewegung ihrem Ende, kann schließlich die dritte Art von Kurslücke auftauchen: die Erschöpfungslücke. Bei dieser Lücke lässt sich keine Differenzierung hinsichtlich des Handelsvolumens anstellen. Es kann folglich sowohl niedrig, durchschnittlich oder auffällig erhöht sein. Die Erschöpfungslücke stellt im Trendverlauf ein letztes Aufbäumen bzw. einen letzten Schwächeanfall der Kurse dar. In der Regel tritt diese Lückenart erst auf, nachdem das analytische Mindestkursziel aus der vorausgegangenen Umkehrformation – falls vorhanden – abgearbeitet wurde. Die Bestätigung für das Vorliegen einer Erschöpfungslücke liegt in einem signifikanten Schluss unterhalb bzw. oberhalb der Lücke. Meist kommt es zu einer solchen Bestätigung im Tageschart einige Tage bis maximal wenige Wochen nach dem Entstehen der Lücke (siehe Grafik 4).

Grafik 4: Kurslücken
Grafik 4: Kurslücken
Quelle: Commerzbank AG

Candlestick-Formationen spiegeln die Psychologie des Marktes
Kerzencharts wurden bereits im 17./18. Jahrhundert an den Reis-Terminmärkten in Japan verwendet und gelten als älteste Methode, die Preisentwicklung eines Basiswerts optisch abzubilden und zu untersuchen. Aus den einzelnen Kerzen sowie aus Kombinationen mehrerer hintereinander folgender Kerzen können wertvolle Rückschlüsse über die aktuelle Marktverfassung gezogen und Signale für steigende oder fallende Kurse abgeleitet werden. Die Spanne zwischen dem Eröffnungskurs und dem Schlusskurs definiert den sogenannten Kerzenkörper (Real Body). Liegt der Schlusskurs über dem Eröffnungskurs, wird der Kerzenkörper in der Regel weiß oder grün dargestellt, liegt der Schlusskurs unterhalb des Eröffnungskurses, ist der Körper in der Regel schwarz oder rot. Soweit sich die Kurse innerhalb der betrachteten Zeitperiode zwischenzeitlich jenseits der Spanne zwischen Eröffnungskurs und Schlusskurs bewegt haben, wird dieser Bereich durch einen als oberer Schatten (Docht) oder unterer Schatten (Lunte) bezeichneten senkrechten Strich dargestellt.

Die Farbe des Körpers signalisiert dem Anleger auf einen Blick, ob die Bullen oder die Bären derzeit das Sagen haben. Die Länge des Kerzenkörpers offenbart dem Anleger das Ausmaß des Marktschwungs. Kerzen mit einem langen Körper werden als Long Day bezeichnet. Die Frage, ab wann ein Körper in diesem Sinne lang ist, muss im Kontext der unmittelbaren Umgebung der letzten fünf bis zehn vorausgegangenen Kerzen beantwortet werden. Eine lange weiße bzw. grüne Kerze weist entsprechend auf eine Übermacht der Bullen, sprich einen hohen Kaufdruck hin. Eine lange schwarze oder rote Kerze indiziert die Herrschaft der Bären und starken Verkaufsdruck. Kerzen mit einem kurzen Körper werden als Short Day oder Spinning Top bezeichnet. Hier ist der Marktschwung gering. Je kürzer der Körper, umso mehr geht der Markt in eine Balance zwischen Käufern und Verkäufern über. In einem Aufwärtstrend macht dies den Trend anfällig für Rücksetzer, in einem Abwärtstrend anfällig für eine Kurserholung. Sind Eröffnungskurs und Schlusskurs identisch, reduziert sich der Kerzenkörper auf einen horizontalen Strich und die Kerze wird dann als Doji bezeichnet. Hier liegt eine perfekte Pattsituation zwischen Bullen und Bären auf dem momentanen Kursniveau vor. Weist eine Spinning-Top-Kerze oder ein Doji sehr ausgeprägte obere und untere Schatten auf, so bezeichnet man sie im ersteren Fall als High-Wave-Candle und im letzteren Fall als Long-legged-Doji. Beide Formen signalisieren eine besonders hohe Unsicherheit der Marktteilnehmer bzw. ein heftiges Tauziehen zwischen Bullen und Bären (siehe Grafiken 5 und 6).

Grafik 5: Candlestick-Chart
Grafik 5: Candlestick-Chart
Quelle: Commerzbank AG
Grafik 6: Grundformen
Grafik 6: Grundformen
Quelle: Commerzbank AG

Zu jedem bullishen Kerzenmuster – sei es ein Trendumkehrmuster oder ein Trendfortsetzungsmuster – existiert ein entsprechendes bearishes spiegelbildliches Pendant. Die beiden Varianten haben entweder einen komplett unterschiedlichen Namen oder werden einfach durch das Voranstellen des Zusatzes »bullish« bzw. »bearish« unterschieden. Der Hammer ist eine bullishe Umkehrformation – der Shooting Star sein bearishes Pendant. In einem Abwärtstrend ist der Hammer an einem Körper am oberen Ende der Handelsspanne der jeweiligen Periode zu erkennen. Die Farbe des Körpers (Real Body) spielt keine entscheidende Rolle. Allerdings gilt ein weißer (bzw. grüner) Körper als etwas bullisher. Wichtig ist, dass die Kerze über einen langen unteren Schatten (Lunte) verfügen muss, der mindestens doppelt so lang ist wie der Kerzenkörper. Idealerweise sollte es keinen oberen Schatten (Docht) geben. Ein sehr kleiner Schatten ist jedoch zulässig. Der Shooting Star signalisiert ein mögliches Ende des etablierten Aufwärtstrends. Mit seinem Körper am unteren Ende der Handelsspanne und einem mindestens doppelt so langen oberen Schatten sieht er aus wie ein nach oben geklappter Hammer.

Das Engulfing-Muster besteht aus einer Kombination aus zwei Kerzen. Bei einem Bullish-Engulfing-Pattern liegt ein Abwärtstrend vor und der Körper der zweiten (weißen) Kerze umschließt den Körper der ersten (schwarzen) Kerze. Bei einem Bearish-Engulfing-Pattern umschließt entsprechend in einem Aufwärtstrend der Körper der zweiten schwarzen Kerze den Körper der ersten weißen Kerze. Bei einem Piercing Pattern folgt in einem Abwärtstrend einer Kerze mit schwarzem (meist langem) Körper eine Kerze mit langem weißen Körper. Dabei eröffnet die weiße Kerze schwächer und im Idealfall sogar unter dem Tief der ersten Kerze. Die anschließende Kurserholung bei der Ausbildung der zweiten Kerze führt dann zu einem Schlusskurs weit innerhalb des Körpers der ersten Kerze. Im Idealfall sollte der weiße Körper zu mehr als 50 Prozent in den schwarzen Körper eindringen. Beim Dark Cloud Cover ergibt sich die umgekehrte Situation in einem Aufwärtstrend. Nach einer Kerze mit weißem Körper eröffnet die zweite Kerze über dem Schlusskurs oder sogar über dem Höchstkurs der ersten Kerze und schließt dann unter Ausbildung eines langen schwarzen Körpers tief innerhalb des Körpers der ersten Kerze.

Ein Bullish Harami ist ein aus zwei Kerzen bestehendes Trendumkehrmuster. In einem Abwärtstrend bildet sich zunächst eine Kerze mit einem großen schwarzen Kerzenkörper. Die nachfolgende Kerze besitzt einen kleinen – meist weißen – Körper, der sich komplett innerhalb der Kursspanne des Körpers der ersten Kerze befindet. Beim Bearish Harami liegt entsprechend die spiegelbildliche Konstellation vor. Im Rahmen eines Aufwärtstrends bildet sich eine Kerze mit großem weißen Körper aus, der eine – meist schwarze – Kerze mit kleinem Körper innerhalb des Körpers der ersten Kerze folgt. Die zweite Kerze des Harami-Musters ist ein Spinning Top (»Kreisel«), das heißt eine Kerze mit kleinem Körper. Falls sich die zweite Kerze hingegen als Doji ausbildet (Eröffnungskurs und Schlusskurs identisch), läge ein sogenanntes Harami Cross vor, das als noch stärkeres Umkehrmuster gilt, da die durch einen Doji signalisierte Unsicherheit größer ist als die eines Spinning Tops (siehe Grafik 7).

Grafik 7: Umkehrformationen
Grafik 7: Umkehrformationen
Quelle: Commerzbank AG

Das Volumen als wichtiger Indikator
Das Handelsvolumen stellt die Anzahl der in einer bestimmten Zeitperiode gehandelten Gegenstände (Aktien oder Kontrakte) dar. Dargestellt wird das Volumen üblicherweise durch vertikale Balken unterhalb der Preiskurve des untersuchten Wertes. Je höher der Balken, desto größer das Handelsvolumen in der abgebildeten Zeitperiode. Das Volumen sollte in einem gesunden Markt den Trend bestätigen. Dies bedeutet, dass es in Richtung des vorherrschenden Trends ansteigen sollte. In einem Aufwärtstrend sollte entsprechend das Volumen bei Kursrallys zulegen und in Korrekturen abfallen. In einem Bärenmarkt sollte hingegen das Volumen in Abwärtswellen zulegen und sich in Erholungen hinein abschwächen. Solange eine solche Trendbestätigung vorliegt, dürfen Anleger im Rahmen der Volumenanalyse auf eine Fortsetzung des vorherrschenden Trends vertrauen. Umgekehrt besteht hingegen Grund zur Vorsicht, sobald es in einem reifen Trend zu Abweichungen (= Divergenzen) von diesem Gesundheitsmerkmal kommt. Liegt eine solche Divergenz vor, gilt der Trend als anfällig für eine Umkehr.

Der Ausbruch aus allen Arten von Chart-Formationen sollte von einem ansteigenden Handelsvolumen begleitet werden, damit auf die Zuverlässigkeit der Formation vertraut werden kann. Der Volumenanstieg bei Ausbrüchen nach oben ist dabei wichtiger als bei Ausbrüchen nach unten. Bei Fortsetzungsformationen lässt sich typischerweise eine Abnahme des Volumens im Verlauf der Ausbildung des Musters beobachten. Bei Umkehrformationen sollten Bewegungen in Richtung des späteren Ausbruchs von höherem Volumen begleitet werden als Bewegungen in ursprünglicher Trendrichtung.

Auch bei allen anderen wichtigen Chart-Entwicklungen steigert ein erhöhtes Handelsvolumen die Zuverlässigkeit des entsprechenden Signals. Dies gilt beispielsweise für den Bruch einer Trendlinie, den Bruch eines horizontalen Widerstands bzw. einer horizontalen Unterstützung sowie die Ausbildung einer Kurslücke. Im Bereich der Candlestick-Analyse steigert ein hohes Volumen die Validität des jeweiligen Kerzenmusters. Bei sehr starken Volumenanstiegen am Ende einer Trendbewegung (»Sell-off«, »Blow-off«) entsteht ein Signal für eine zumindest kurzfristige Erschöpfung des Trends.

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