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DAX-Bullen setzen auf robuste Unternehmensgewinne in den USA

Die besser als befürchteten Quartalszahlen der US-Banken und das Rekordhoch der US-Halbleiteraktien signalisieren, dass eine Gewinnrezession in den USA in den kommenden Quartalen unwahrscheinlich ist. Doch der S&P 500 hatte zwischenzeitlich bereits unser Kursziel von 2.900 Punkten überschritten. Auf diesem Niveau erwarten wir nun den Beginn eines Seitwärtstrends für den S&P 500, da das Anlegersentiment mittlerweile recht optimistisch und die Bewertung mit einem S&P 500-Kurs-Buchwert von 3,2 recht hoch geworden ist.

Am 24. Dezember 2018 lag das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des S&P 500 mit 14 mehr als 30 Prozent unter seinem Vorjahresniveau – auf einem Niveau von 2.350 Punkten preiste der S&P 500 eine drohende »Gewinnrezession« ein. Auch das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) war von 3,2 auf 2,4 gefallen (siehe Grafik 1).

Grafik 1: S&P 500-Bewertung 30 Prozent über 10-Jahres-Durchschnitt

S&P 500: Kurs-Buchwert-Bewertung seit 2003

Grafik 1: S&P 500-Bewertung 30 Prozent über 10-Jahres-Durchschnitt
Stand: 14. Mai 2019; Quelle: FactSet, Commerzbank AG
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Nur vier Monate später liegt das S&P 500-KGV nach einer 20-Prozent-Rally des S&P 500 wieder bei 17, und das KBV notiert wieder bei 3,2. Die US-Aktienmärkte profitierten von stabilen Erwartungen für die US-Unternehmensgewinne. Der Gewinntrend des S&P 500 hat sich relativ robust im Bereich von 170 Indexpunkten gehalten in den vergangenen Monaten (siehe Grafik 2).

Grafik 2: S&P 500-Gewinntrend relativ stabil

S&P 500: Gewinnerwartungen (zwölf Monate)

Grafik 2: S&P 500-Gewinntrend relativ stabil
Stand: 13. Mai 2019; Quelle: FactSet, Commerzbank AG
Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

Zuletzt bekam der US-Gewinntrend Rückenwind von besser als befürchteten Quartalszahlen der großen US-Banken. Zudem ist die Bewertung für US-Halbleiteraktien in den vergangenen Monaten kräftig gestiegen, sodass der Index für die Halbleiterwerte (SOX) im April ein neues Allzeithoch markiert hat. Im vierten Quartal wurde der Einbruch der US-Halbleiteraktien noch als Warnsignal interpretiert, das Ende des US-Konjunktur- und US-Aktienzyklus stehe bevor. Zuletzt hatten wieder 15 der 30 Unternehmen im Dow Jones-Index stabile bzw. sogar steigende Gewinnerwartungen für das Geschäftsjahr 2019.

Der S&P 500-Performanceindex liegt mittlerweile 175 Prozent über dem Hoch während der Aktienblase im März 2000. Der DAX ist seitdem nur um 45 Prozent gestiegen. Würde der S&P 500 so berechnet wie der DAX – als Performanceindex und indiziert mit 1988 gleich 1.000 –, dann stände der S&P 500 derzeit mit 23.500 Punkten mehr als 90 Prozent über dem momentanen DAX-Niveau von 12.000 Punkten.

Einige Investoren ziehen mittlerweile Parallelen zu den Trends im Jahr 1999. 1998 brach der DAX um fast 40 Prozent von 6.200 auf 3.900 Punkte ein, und im Herbst 1998 schwenkten die Notenbanken nochmals auf eine expansive Geldpolitik um. 1999 startete der DAX einen neuen Aufwärtstrend, und der Index stieg auf 8.065 Punkte bis März 2000. 2018 sank der DAX gut 20 Prozent von 13.600 auf 10.400 Punkte, und die Notenbanken schwenkten nochmals auf eine expansivere Politik um. 2019 startete der DAX eine Erholung, die den Index bereits um 15 Prozent auf 12.000 Punkte getrieben hat.

Wir halten einen stetigen DAX-Aufwärtstrend wie im Jahr 1999 jedoch für unwahrscheinlich, da sich die Gewinnperspektiven der DAX-Unternehmen 2019 recht enttäuschend entwickeln sollten. Derzeit steigt der DAX-Gewinntrend leicht, da dem DAX als Performanceindex die Dividenden angerechnet werden. Doch im weiteren Jahresverlauf erwarten wir einen weiter fallenden DAX-Gewinntrend. Insbesondere die jüngste Verschärfung des Handelsstreits zwischen den USA und China könnte dabei als Bremse für die DAX-Gewinnerwartungen wirken.

Tabelle 1: Zuletzt hatten wieder 15 Dow-Unternehmen robuste und steigende Gewinnerwartungen

Dow Jones-Index, Veränderung des für 2019 erwarteten Gewinns je Aktie im vergangenen Quartal

Aktie

Kurs in USD

Gewinnerwartungen 2019 je Aktie in USD

aktuell

vor drei Monaten

Veränderung in %

Chevron

120,40

7,57

6,75

12,00

Microsoft

123,40

4,57

4,42

3,50

Merck

77,20

4,74

4,67

1,60

JPMorgan

109,50

10,01

9,87

1,40

Verizon

56,80

4,74

4,68

1,30

Caterpillar

125,30

12,34

12,19

1,30

Cisco

51,30

3,06

3,04

1,00

Visa

157,30

5,36

5,32

0,90

United Tech

132,00

7,96

7,91

0,70

Wal-Mart

99,90

4,75

4,72

0,60

UnitedHealth

239,60

14,70

14,64

0,50

Travelers

143,40

11,13

11,08

0,40

Johnson & Johnson

137,20

8,61

8,59

0,30

Procter & Gamble

106,10

4,47

4,46

0,20

IBM

131,40

13,91

13,91

0,00

Apple

185,70

11,49

11,50

–0,10

Pfizer

40,60

2,89

2,89

–0,10

McDonald's

199,00

8,03

8,16

–1,50

Home Depot

190,30

10,10

10,26

–1,60

American Express

115,90

7,98

8,14

–1,90

NIKE

82,50

3,02

3,13

–3,40

Goldman Sachs

195,00

23,24

24,08

–3,50

Intel

44,80

4,29

4,50

–4,70

Exxon

75,70

4,12

4,34

–5,10

Coca-Cola

48,10

2,10

2,22

–5,40

Walt Disney

131,30

6,50

7,03

–7,60

Walgreens

52,10

5,99

6,50

–7,80

3M

174,10

9,63

10,56

–8,80

DowDuPont

30,20

2,25

2,71

–16,90

Boeing

337,40

15,17

20,12

–24,60

Stand: 13. Mai 2019; Quelle: FactSet Markterwartungen, Commerzbank AG
Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

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Nutzen Sie die Einschätzungen unserer Experten und partizipieren Sie an der Entwicklung ausgewählter Aktien. Ganz gleich, ob Sie mit Hebelprodukten auf schnelle und kurzfristige Marktveränderungen setzen möchten oder mit Anlageprodukten eine intelligente Alternative zum reinen Aktieninvestment suchen, bei der Commerzbank werden Sie fündig. Ein Überblick über das gesamte Produktspektrum an Zertifikaten steht Ihnen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.

Aber Achtung:
Da die von der Commerzbank angebotenen Produkte in Euro notieren, der Handelspreis der zugrunde liegenden Aktien in US-Dollar, besteht für den Investor ein Währungsrisiko. Ein steigender Euro/US-Dollar-Wechselkurs wirkt sich negativ auf den Wert des Zertifikats aus. Um das Wechselkursrisiko für den Anleger auszuschalten, bietet die Commerzbank in der Regel neben einer nicht währungsgesicherten Variante (Non-Quanto) auch eine währungsgesicherte bzw. währungsoptimierte (Quanto/FXopt) Variante an. Allerdings ist hier zu beachten, dass für die Währungssicherung Kosten anfallen können, die den Wert des Zertifikats mindern. Anleger haben also die Wahl, sollten aber bedenken, dass bei der nicht währungsgesicherten Variante neben dem Risiko natürlich auch die Chance entfällt, mit einem fallenden Euro/US-Dollar-Wechselkurs eine höhere Rendite zu erzielen.

Discount-Zertifikate

WKN

Basiswert

Cap

Discount

Max. Rendite p.a.

Bewertungstag

Quanto

Geld-/Briefkurs

CJ7 K76

Chevron

90,00 USD

29,41 %

4,81 %

19.06.2020

Nein

76,56/76,59 EUR

CJ7 LDY

Microsoft

110,00 USD

20,03 %

7,27 %

19.06.2020

Nein

91,24/91,28 EUR

CJ7 LB2

JPMorgan

90,00 USD

24,00 %

6,08 %

19.06.2020

Nein

75,57/75,60 EUR

CJ7 K70

Caterpillar

100,00 USD

26,20 %

8,02 %

19.06.2020

Nein

82,28/82,32 EUR

CU1 7H5

Cisco

50,00 USD

18,17 %

8,37 %

19.06.2020

Nein

41,00/41,02 EUR

Faktor-Zertifikate

WKN

Basiswert

Strategie

Faktor

Laufzeit

FXopt

Geld-/Briefkurs

CJ2 2GQ

Chevron

Long

2

Unbegrenzt

Nein

4,24/4,25 EUR

CJ3 HMH

Chevron

Short

–2

Unbegrenzt

Nein

3,88/3,89 EUR

CJ2 8J1

Microsoft

Long

2

Unbegrenzt

Nein

5,91/5,92 EUR

CJ2 2Q2

Microsoft

Short

–2

Unbegrenzt

Nein

3,11/3,12 EUR

CU0 AG0

Merck & Co. Inc.

Long

2

Unbegrenzt

Nein

10,24/10,26 EUR

CJ2 8JQ

Merck & Co. Inc.

Short

–2

Unbegrenzt

Nein

3,25/3,26 EUR

CJ2 2GY

JPMorgan

Long

2

Unbegrenzt

Nein

3,93/3,94 EUR

CJ3 HMQ

JPMorgan

Short

–2

Unbegrenzt

Nein

3,91/3,92 EUR

Stand: 22. Mai 2019; Quelle: Commerzbank AG
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.