Titelthema

Informationstechnologie-Aktien

Verluste des Jahresschlussquartals bereits wieder aufgeholt

Die Branche ist vor allem langfristig attraktiv. Hohe Cashflows, sehr solide Bilanzrelationen sowie die Akzentuierung des Shareholder-Values charakterisieren den Sektor ebenso wie die Ausrichtung auf Trends, die die Gesellschaft in den nächsten Jahrzehnten bestimmen werden (Cloud, Digitalisierung von Haushalten und Verkehr, Sicherheit). Angesichts dieser Qualitäten halten wir den sich wieder ausweitenden Bewertungsabstand für gerechtfertigt und bestätigen das Votum »Übergewichten«.

Dauerhafte Relative Stärke
Nach einer vorherigen Schwächephase startete die Branche Anfang 2013 einen Aufwärtstrend, der bis Ende September 2018 andauerte und vor allem 2017 sehr dynamisch ausfiel. Viereinhalb Jahre war die Informationstechnologie so klarer Outperformer an den internationalen Aktienbörsen – unterstützt durch die meist überzeugenden Ergebnisse der einzelnen Berichtsperioden. Im letzten Quartal 2018 drehte sich allerdings das Bild deutlich. Mit dem radikalen Stimmungswechsel an den Börsen kamen vor allem die mit satten Kursgewinnen ausgestatteten IT-Konzerne besonders stark unter die Räder, und dies trotz einer erneut überzeugenden Berichtssaison.

Stellvertretend kann man diesen Absturz bei Apple nachvollziehen. Der iPhone-Riese vermeldete Anfang November 2018 erneut ein Rekordquartal – allerdings verstimmte man die Anleger mit einem kritischen Ausblick für das Weihnachtsgeschäft und der Aussage, künftig keine detaillierten Absatzzahlen für iPhone, iPad und Mac zu veröffentlichen. Seither war der Spekulation um einen massiven Nachfragerückgang und eine entsprechende Reduktion der Produktion Tür und Tor geöffnet. Die Daten der Zulieferer wurden akribisch analysiert und jeder Auftragsrückgang führte zu weiteren Kursabschlägen. Apple verlor in dieser Phase mehr als ein Fünftel seines Börsenwerts.

Seit dem Jahresbeginn 2019 hat sich die Branche wieder gefangen. Im Rahmen einer positiveren Marktstimmung gelang auch den IT-Titeln der Turnaround. Seither bauen sie sukzessive Relative Stärke zum Gesamtmarkt auf und weisen so erneut die mit großem Abstand stärkste Performance auf. Mit dieser Entwicklung konnte inzwischen sogar der massive Einbruch im vierten Quartal 2018 wieder aufgeholt werden.

Wir bleiben nach wie vor von den langfristigen Wachstumsqualitäten der Branche überzeugt. Nachholinvestitionen im verbesserten Umfeld, Akzentuierung des Shareholder-Value-Gedankens, neue Innovationskraft und hervorragende qualitative Merkmale der IT-Konzerne sind die Hauptargumente für ein Engagement. Dazu addiert sich nun nach der Steuerreform auch der Rücklauf der Auslandsreserve, die inzwischen gleichermaßen in attraktive Ausschüttungen, Rückkäufe oder Investitionen mündet.

Trendsetter Apple
Ein Synonym für den Wiederaufschwung seit 2013 dürfte Apple sein. Der iMac-Entwickler hatte sich mit seiner Vorreiterrolle bei mobilen IT-Geräten wie iPhone, iPad und iPod zum erfolgreichsten Konzern der Welt entwickelt, musste aber zu Beginn der Dekade dem nachrückenden Wettbewerb Tribut zollen. Nachdem Apple seinen lange Zeit uneinholbar anmutenden Vorsprung verloren hatte, ist es inzwischen gelungen, sich mit Produktanpassungen der nachziehenden Konkurrenz zu stellen. Inzwischen startete der Marktführer eine neue Offensive im Bereich Services und Dienstleistungen mit dem Smartphone-Bezahlsystem Apple Pay, Apple Music, der Apple Watch und in Zukunft irgendwann wohl auch mit dem Apple Car.

Die rückläufige Abhängigkeit von den Absatzzahlen des ehemaligen Marktschlagers iPhone gestaltet sich aber als zäher Prozess. Dies zeigt sich in den Zahlen zum vergangenen Quartal: Während die Verkaufszahlen des iPhones einen Einbruch verzeichneten, konnte Apple den Umsatz mit anderen Produkten und Dienstleistungen (deren Anteil inzwischen auf knapp 40 Prozent angewachsen ist) deutlich steigern.

Der Wandel in Apples Produktmix wird sich weiter fortsetzen. Aktuellste Beispiele sind die Vorstellung von Apple TV+ und Apple News+. Neue Dienste, die sich die bereits existierenden Endgeräte zunutze machen und den Konzern weiter vom einstig reinen Hardwareproduzenten hin zum Anbieter von Service und Dienstleistungen mutieren lassen.

Branche im Wandel
Die rasante Entwicklung der Branche setzt sich weiter fort. Die Unterscheidung zwischen Software- und Hardwarespezialisten ist quasi aufgehoben, man erkennt nur noch die ursprünglichen Domänen im neu angepassten Produktmix, der sich auf margenstarke Produkte und Dienstleistungen konzentriert.

Der zunehmende Wettbewerb sorgt aber auch für einen massiven Innovationsschub. Nachdem der Markt für mobile Anwendungen soweit aufgeteilt ist, geht es jetzt um die Positionierung in der Cloud. Themen, die immer stärker in den Fokus rücken, sind soziale Netzwerke, die Netze für Verarbeitung immer größerer Datenmengen (und damit auch das Thema Sicherheit), die Digitalisierung der Haushalte, die Vernetzung von Automobilen sowie als umspannendes Thema das »Internet der Dinge«.

Im Hardwarebereich findet eine immer stärkere Konzentration auf den Absatz mobiler Geräte statt. War der reine PC-Absatz bereits seit Jahren deutlich rückläufig, so verschiebt sich auch der Trend vor allem Richtung Smartphones und mit Abstrichen auch Tablets. Der reine PC-Absatz fiel 2018 laut dem Analysehaus Gartner um weitere 1,9 Prozent auf knapp 259,4 Millionen Geräte. 2011 wurden noch rund 350,0 Millionen PCs verkauft.

Nach 14 Quartalen in Folge mit rückläufigen Absatzzahlen wurde im zweiten Quartal 2018 erstmals wieder ein Anstieg verzeichnet. Diese Entwicklung wurde ganz klar von Business-Kunden verantwortet, wo die Umstellung auf Microsoft Windows 10 weiter vorangetrieben wurde, während im Privatkundensegment angesichts der immer stärkeren Nutzung von Smartphones eine gegenläufige Entwicklung stattfand. Im dritten Quartal zeigten die Absatzzahlen kaum eine Veränderung. Wegen eines Lieferengpasses von Intel-Prozessoren drehte die Entwicklung im vergangenen Quartal (–4,3 Prozent) wieder deutlich, woraus letztendlich der insgesamt negative Trend resultierte (alle Zahlen von Gartner).

Aufkommen und Ausgliederung der Internet-Service-Spezialisten
Waren lange Zeit die mobilen Computer-Anwendungen der wesentliche Treiber der Branche, so hatte sich in den vergangenen Jahren Internet-Services immer stärker in den Vordergrund gedrängt. Ein Synonym für dieses Segment ist im weiteren Sinn der Begriff FANG, unter dem die Highflyer des Segments (Facebook, Amazon, Netflix und Google [Alphabet]) zusammengefasst sind. Sie gehören derzeit zu den bekanntesten und sich am besten entwickelnden Titeln überhaupt. Auch Twitter als wesentlich geringer kapitalisiertes Unternehmen ist zu diesem Kreis zu zählen. Amazon und Netflix waren allerdings bereits damals einer anderen Branche zugeordnet, sie gehörten zum Segment Internethandel der Branche Gebrauchsgüter.

Mit der neu entstandenen Branche Kommunikationsdienstleistungen wurde das Branchensegment Internet-Services komplett ausgegliedert und in diesen Sektor überführt. Die neuen Highflyer Alphabet und Facebook gehören nun neben Netflix zu dessen Flaggschiffen. Somit stehen Großkonzerne wie Apple, Microsoft und mit Abstrichen IBM und Intel wieder verstärkt im Fokus der Informationstechnologie und ziehen entsprechende Aufmerksamkeit auf sich.

Besondere Eigenschaften
Trotz des intensiven Wettbewerbs verfügen die großen Flaggschiffe unverändert über gewaltige »Cash-Cows«, die sie in die Lage versetzen, sowohl die Entwicklung von Produktinnovationen als auch die offensive Ausschüttungspolitik weiter zu forcieren. Auch M&A bleibt ein großes Thema in der Informationstechnologie, wobei weniger eine Branchenkonsolidierung unter den Branchenriesen zu erwarten ist, sondern eher strategische Ergänzungen im Bereich attraktiver neuer Subsegmente, bedingt durch die stetige Innovation und den dadurch initiierten Wandel der Nachfrage.

Wichtige Entwicklungen der vergangenen Jahre
2016 wurde die bisher größte Übernahme im IT-Sektor realisiert. Der PC-Hersteller Dell übernahm den Speicherspezialisten EMC für 67 Milliarden US-Dollar. Mit EMC konnte Dell sein Geschäft um Speicherdienste erweitern und damit besser mit Wettbewerbern wie Hewlett Packard konkurrieren. Mit diesem Deal wurde Dell der größte IT-Anbieter in privater Hand, plant jetzt allerdings wieder die Rückkehr an die Börse.

Immer wieder flammte danach das Übernahmefieber auf. Der Kauf des Chipdesigners ARM für 28,7 Milliarden Euro durch das japanische Tech- und Mobilfunk-Konglomerat SoftBank überraschte die Anleger. Microsoft wiederum hat sich für ca. 26 Milliarden US-Dollar das Karrierenetzwerk LinkedIn einverleibt. Im Oktober 2016 verkündete Qualcomm, man wolle für 47 Milliarden US-Dollar NXP, den niederländischen Produzenten von Prozessoren für Smartphones und Tablets, übernehmen. Der Deal lag wegen der fehlenden Zustimmung chinesischer Wettbewerbshüter zunächst auf Eis. Inzwischen hat Qualcomm die Übernahme wegen der andauernden Handelsstreitigkeiten aufgegeben.

Im Jahr 2015 stand nach dem überraschenden Konzernumbau von Google sowie der PayPal-Abspaltung von eBay die Aufspaltung von Hewlett Packard im Fokus. Der klassische Computerproduzent trägt dem Wandel in der Branche Rechnung und führt nun das originäre Geschäft mit PCs und Druckern unter dem Namen HP Inc. Das ehemals wesentlich wachstumsstärkere Segment Dienstleistungen wurde unter dem Siegel HP Enterprises ausgegliedert und neu an der Börse eingeführt.

Noch radikaler war der Wandel bzw. schließlich die Konzernauflösung bei Yahoo. So verschwand mit der Umbenennung in Altaba nicht nur der Traditionsname, sondern letztendlich fungiert das Unternehmen nach der Veräußerung des Kerngeschäfts an Verizon im Wesentlichen nur noch als Beteiligungs- und Investmentholding für die noch gehaltenen Anteile an Alibaba und Yahoo Japan.

Microsoft hat verpasste Entwicklungsschritte längst wieder aufgeholt
Microsoft hatte es trotz der riesigen Reserven lange Zeit geschafft, jeden erfolgreichen Trend zunächst einmal zu verpassen, um dann verspätet nachzulegen. So entstanden die großen Totalabschreibungen Nokia und aQuantive mit insgesamt über 13 Milliarden US-Dollar. CEO Satya Nadella hat nun seinem Konzern einen radikalen Umbau und eine neue Philosophie verordnet. Der Fokus liegt dabei auf Personal Computing, der Cloud und Software für Geschäftskunden.

Windows 10 war zeitweise für Privatkunden gratis, was einerseits eine Revolution gegenüber früheren Versionen darstellt, zu deren Kauf die Kunden gezwungen waren. Im Umkehrschluss bedeutete dies eine deutliche Steigerung im Sympathieranking, was gleichzeitig eine Investition für die Zukunft darstellt. Da PC-Hersteller eine Lizenz für Windows entrichten müssen, ist der Verzicht ja auch nur partiell. Seit dem Gewinnbericht des zweiten Quartals 2016 zeigt sich der Erfolg. Das Cloud-Geschäft kann die weiter schwierige Sparte mit Hardwareprodukten immer besser kompensieren. Der Umbau ist inzwischen weitgehend abgeschlossen.

Zuletzt stand Microsoft mit der Übernahme von GitHub im Fokus, einer Plattform zur Entwicklung sogenannter Open-Source-Software. Der Zukauf ist Microsoft 7,50 Milliarden US-Dollar wert und ist damit gleichzeitig der größte Deal seit LinkedIn (2016). Über GitHub bekommt das Unternehmen indirekt Zugriff auf rund 85 Millionen Softwareprojekte, die von 28 Millionen Entwicklern aus aller Welt betreut werden. Mehr als 1,8 Millionen Unternehmen und Organisationen nutzen bereits GitHub, darunter auch Alphabet, SAP, IBM und Facebook. Viele Microsoft-Mitarbeiter haben bereits auf der Plattform gearbeitet.

Einige unabhängige Programmierer dürften sich jedoch künftig zurückziehen, weil sie nicht für Microsoft arbeiten wollen, obwohl GitHub unabhängig bleiben soll. Microsoft verfügt über eine üppige Liquiditätssituation, zahlt die Übernahme jedoch komplett in eigenen Aktien. GitHub soll demnächst in die Microsoft-Cloud-Infrastruktur integriert werden.

Blick auf die Berichtssaison
Im dritten Quartal 2018 überzeugten IT-Konzerne bisher in jeder Kategorie (Gewinne, Umsatz, gegenüber Prognose, gegenüber Vorjahr) und konnten nach Energie als erfolgreichste Branche in der US-Berichtssaison bezeichnet werden. Insbesondere fiel ins Auge, dass es kaum einen Konzern gab, der negativ aus dem Rahmen fiel. Lediglich SAP und IBM hinterließen einen gemischten Eindruck. Allerdings wurde wie beschrieben der verhaltene Ausblick von Apple sehr negativ aufgenommen.

Zum vierten Quartal konnten die IT-Konzerne nur bedingt überzeugen. Zwar lagen ca. 80 Prozent der Gewinnvorlagen in den USA über den Prognosen, aber nur mit durchschnittlichen +2 Prozent gegenüber den Erwartungen (Gesamtmarkt 3 Prozent) und 5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal (14 Prozent). Auch die Umsätze haben sich schlechter entwickelt als der Durchschnitt der anderen Branchen.

Der Blick auf die einzelnen Unternehmen bestätigt diese reinen statistischen Werte. Es gab keine überragenden Zahlen, aber auch kaum negative Abweichungen. Lediglich die Umsatzwarnung von Apple und die Gewinnwarnung von Samsung im Vorfeld der Berichtssaison sorgten für stärkere Sorgenfalten. Bei den reinen Gewinnvorlagen hinterließ Infineon noch den schwächsten Eindruck, bedingt durch die Probleme der Automobilindustrie.

Datensicherheit
In den vergangenen Jahren wurde die Branche und hier insbesondere das ehemalige Segment Internet-Services zunehmend durch das Thema Datensicherheit belastet. Nach dem Aufdecken der Sicherheitslücken bei Mikroprozessoren von Intel sowie einem Hackerangriff auf die deutsche Bundesregierung und wohl auch andere Staaten stand der inzwischen aus der Branche ausgegliederte Konzern Facebook mit einem aus einer ganzen Reihe von Datenskandalen im Fokus. Nachdem bekannt wurde, dass das britische Unternehmen Cambridge Analytica Millionen von Kundendaten des sozialen Netzwerks abgezogen und illegal für den US-Wahlkampf eingesetzt hatte, geriet die Facebook-Aktie deutlich unter Druck und zog damit das gesamte Segment und mit Abstrichen die gesamte Branche mit nach unten.

Segmentgewichtung
Die Innovationskraft des Softwaresegments (knapp 53 Prozent Branchenanteil) ist und bleibt die wesentliche Triebkraft des Sektors. Im Fokus standen in den vergangenen beiden Jahren die Schwergewichte Microsoft und Alphabet (Google) mit ihrer erstaunlichen Anpassungsfähigkeit an die allerneuesten Entwicklungen.

Spätestens seit dem Kursschub im ersten Halbjahr 2017 besitzen Softwareunternehmen einen klaren Bewertungsabstand zum Gesamtmarkt, aber auch zur Branche, der sich allerdings immer wieder als gerechtfertigt erwiesen hat. Dieser hat sich im vergangenen Quartal sogar noch einmal deutlich ausgeweitet.

Wir bleiben, bestätigt durch die soliden Quartalsvorlagen, weiterhin bei unserem Votum »Übergewichten«. Nicht zuletzt auch deswegen, weil die hochsensiblen Investments Facebook, Alphabet, Twitter und eBay das Segment verlassen haben und daher in der Kommunikationsbranche neu zu bewerten sind. Software kehrt somit quasi zu ihrer Basis zurück. Und diese besitzt angesichts der weltweiten umfassenden Digitalisierung ein immenses Entwicklungspotenzial.

Seit 2015 können Halbleiter und Hardware nach einer langen Problemphase Performance aufholen. Neben Nachholeffekten sorgte die fortschreitende Umstellung auf mobile Geräte bzw. spezialisierte Chips für steigende Absätze. Der laufende Anpassungsprozess erwies sich lange Zeit wegen der schwachen Konjunkturdynamik, der Belastung durch den US-Dollar sowie wegen der partiellen Sättigungseffekte vor allem im Hardwarebereich als schwierig und verlief trotz des zwischenzeitlich deutlich verbesserten Umfelds selten ohne weitere Rückschläge.

Positiv bewerten wir die Effekte der Umstellung auf Microsoft Windows 10, die die Unternehmen lange Zeit vor sich hergeschoben haben und die deswegen, trotz des wieder verschlechterten konjunkturellen Umfelds, weiter andauern sollten. Das Analysehaus Gartner rechnet damit, dass dieser Prozess erst 2020 abgeschlossen sein wird. Darüber hinaus sind wir überzeugt, dass insbesondere die Nachfrage bei Apple-Produkten derzeit zu negativ eingeschätzt wird.

Der schwächere Absatz bei Personal Computern lag 2018 insbesondere an den Lieferengpässen bei Komponenten, die Nachfrage hatte weiter angezogen und dieser Trend sollte laut Gartner auch 2019 weiter anhalten. Wir hatten das Segmentrating für Hardware zuletzt auf »Übergewichten« angehoben.

Bereits seit 2016 zeigt sich bei Halbleitern Licht am Horizont. Dieser Eindruck wurde in den folgenden Berichtsrunden bestätigt. Auch wenn besonders in Bezug auf spezialisiertes Chip-Design für die zahlreichen neuen IT-Trends weiterhin hoher Bedarf besteht, glauben wir, dass die inzwischen globale Konjunkturabschwächung nicht unbemerkt an dem Segment vorbeiziehen wird, das im Produktionsprozess an erster Stelle steht.

Auch wenn Speicherchips angesichts der kontinuierlich steigenden Leistungsanforderungen keine Nachfragedelle zu befürchten haben, ist das gesamte Segment Halbleiter im momentanen Umfeld deutlich kritischer zu sehen. Darauf wiesen im vergangenen Quartal auch die sehr pessimistischen Prognosen von Texas Instruments, STMicroelectronics und ams hin. Wir bestätigen im momentanen, von nachlassender Konjunkturdynamik geprägten Umfeld unser vorsichtiges Votum »Untergewichten«.

Grundsätzliche Einstufung
Trotz der im vierten Quartal 2018 erfolgten »Abstrafung« des Sektors, der lange Jahre eine Ausnahmestellung eingenommen hatte, haben wir unser Votum »Übergewichten« konsistent beibehalten. Wir erachteten diese Kursabschläge angesichts der starken Gewinnentwicklung und der immensen Wachstumsperspektiven für überzogen und hatten bereits während dieser Phase empfohlen, sie für selektive Käufe in unseren Empfehlungen zu nutzen. Die Ausgliederung des Internet-Services-Segments hatte in dieser Phase auch für eine rückläufige Volatilität und somit für etwas Entspannung gesorgt.

Wir erwarten, dass künftig auch Ausschüttungen stärker in den Fokus rücken. Durch die neuen Regelungen für im Ausland gehaltene Geldreserven, die sich aus der Steuerreform ergeben, fließt ein großer Teil dieser Gelder zurück in die USA und mündet mangels attraktiver Investitionen in Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen. Cisco hat bereits angekündigt, 67 Milliarden US-Dollar zurückzuführen und davon 25 Milliarden US-Dollar für den Ankauf eigener Aktien zu verwenden.

Anlageidee: Partizipieren Sie an der Entwicklung ausgewählter Aktien

Nutzen Sie die Einschätzungen unserer Experten und partizipieren Sie an der Entwicklung ausgewählter Aktien. Ein Überblick über das gesamte Produktspektrum an Optionsscheinen und Zertifikaten steht Ihnen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.

Aber Achtung: Da die von der Commerzbank angebotenen Produkte in Euro notieren, der Handelspreis der zugrunde liegenden Aktien in US-Dollar, besteht für den Investor ein Währungsrisiko. Ein steigender Euro/US-Dollar-Wechselkurs wirkt sich negativ auf den Wert des Zertifikats aus. Um das Wechselkursrisiko für den Anleger auszuschalten, bietet die Commerzbank in der Regel neben einer nicht währungsgesicherten Variante (Non-Quanto) auch eine währungsgesicherte bzw. währungsoptimierte (Quanto) Variante an. Allerdings ist hier zu beachten, dass für die Währungssicherung Kosten anfallen können, die den Wert des Zertifikats mindern. Anleger haben also die Wahl, sollten aber bedenken, dass bei der nicht währungsgesicherten Variante neben dem Risiko natürlich auch die Chance entfällt, mit einem fallenden Euro/US-Dollar-Wechselkurs eine höhere Rendite zu erzielen.

Discount-Zertifikate

WKN

Basiswert

Cap

Discount

Max. Rendite p.a.

Bewertungstag

Quanto

Geld-/Briefkurs

CU0 QB7

Alphabet C

1.100,00 USD

17,53 %

6,86 %

20.03.2020

Nein

92,79/92,83 EUR

CU0 U53

Alphabet C

1.100,00 USD

15,19 %

3,65 %

20.03.2020

Ja

106,37/106,41 EUR

CU0 QCV

Apple

190,00 USD

15,28 %

9,03 %

20.03.2020

Nein

157,30/157,37 EUR

CU1 LSW

Apple

210,00 USD

7,37 %

10,27 %

20.03.2020

Ja

191,69/191,78 EUR

CU0 QEH

Facebook

160,00 USD

23,04 %

6,74 %

20.03.2020

Nein

135,14/135,19 EUR

CU0 U8F

Facebook

160,00 USD

20,94 %

3,60 %

20.03.2020

Ja

154,73/154,79 EUR

CU0 QFE

IBM

130,00 USD

13,54 %

9,36 %

20.03.2020

Nein

107,32/108,37 EUR

CU0 VAT

IBM

130,00 USD

11,12 %

6,13 %

20.03.2020

Ja

122,94/123,00 EUR

CU1 7JT

Intel

55,00 USD

14,33 %

11,52 %

20.03.2020

Nein

44,60/44,62 EUR

CU0 ZSY

Intel

55,00 USD

11,85 %

8,08 %

20.03.2020

Ja

51,16/51,19 EUR

CU0 QGT

Microsoft

110,00 USD

19,73 %

6,12 %

20.03.2020

Nein

93,36/93,39 EUR

CU0 VBA

Microsoft

110,00 USD

17,49 %

3,05 %

20.03.2020

Ja

106,94/106,98 EUR

BEST Turbo-Optionsscheine

WKN

Basiswert

Typ

Basispreis/Knock-Out-Barriere

Hebel

Laufzeit

Quanto

Geld-/Briefkurs

CJ6 4VR

Alphabet C

Call

1.062,67 USD

6,2

Unbegrenzt

Nein

1,82/1,83 EUR

CJ9 53H

Alphabet C

Put

1.445,37 USD

6,8

Unbegrenzt

Nein

1,65/1,66 EUR

CJ6 92N

Facebook

Call

155,06 USD

5,0

Unbegrenzt

Nein

3,49/3,50 EUR

CJ9 C7D

Facebook

Put

234,33 USD

4,7

Unbegrenzt

Nein

3,70/3,71 EUR

CJ8 PTZ

IBM

Call

109,13 USD

4,7

Unbegrenzt

Nein

2,62/2,63 EUR

CU0 HJM

IBM

Put

192,45 USD

2,5

Unbegrenzt

Nein

4,88/4,89 EUR

CJ6 0NA

Intel

Call

45,29 USD

4,7

Unbegrenzt

Nein

1,08/1,09 EUR

CU8 A87

Intel

Put

81,52 USD

2,4

Unbegrenzt

Nein

2,17/2,18 EUR

CJ6 0NC

Microsoft

Call

99,41 USD

4,2

Unbegrenzt

Nein

2,75/2,76 EUR

CJ6 LV5

Microsoft

Put

170,32 USD

3,2

Unbegrenzt

Nein

3,64/3,65 EUR

Stand: 25. April 2019; Quelle: Commerzbank AG

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.