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Marktbericht

Nike, adidas & Co. – Weiterhin im Aufwind?

Bis der Tod uns scheidet ... so etwa könnte man die lebenslangen Nike-Verträge mit den größten Sportlern Lebron James (Basketball) und Cristiano Ronaldo (Fußball) beschreiben. Wie wichtig Sportler als Marken sein können, beweist der Wechsel von Ronaldo zu Juventus Turin. Im ersten Monat nach seiner Ankunft in Turin wurden knapp 520.000 Trikots des Portugiesen verkauft. Ronaldo dient mit seinen 350 Millionen Follower als lukrativer Marketingkanal, um neue Produkte zu präsentieren.

Auch unabhängig von Topathleten steht das Unternehmen aus Portland momentan gut da. Mit zahlreichen Innovationen versucht der US-Sportartikelhersteller, den Abstand auf die Unternehmen aus Herzogenaurach, adidas und Puma, auszubauen. Dabei spielt der heimische Markt in den USA eine wichtige Rolle. Da die meisten Schuhe in Indonesien produziert werden, sind die Sorgen vor möglichen Importzöllen auf Güter aus China gering. Dennoch droht der Handelskrieg das Geschäft des amerikanischen Konzerns zu belasten. Derzeit liegt Nike mit einem Umsatz von rund 32 Milliarden Euro im Jahr an der Spitze.

Rund ein Drittel weniger Umsatz im Jahr macht adidas. Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach belegt damit Platz 2 der Größe nach. Der Umsatz wird aber zu weniger als 10 Prozent in Deutschland erzielt. Fast 30 Prozent sind es in Asien und rund 25 Prozent in den USA. Kein Wunder, dass im Vorstand des DAX-Unternehmens nur zwei Deutsche sitzen und dieser von einem Dänen geleitet wird. Jüngst wurde Kaspar Rorsted, der CEO von adidas, sogar zum Unternehmer des Jahres gekürt. Der Konzern konnte seine Umsätze und Gewinne steigern und das führte zu einem Kursfeuerwerk. Im 5-Jahres-Vergleich sehen die Aktienkurse von Nike und adidas ähnlich gut aus.

Grafik 1: Aktien der Sportartikelhersteller im Vergleich

Fünf Jahre, normiert auf 100 Prozent, in Landeswährung indexiert; 14. Februar 2014 = 100

Grafik 1: Aktien der Sportartikelhersteller im Vergleich
Stand: 13. Februar 2019; Quelle: Commerzbank AG
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

In der zweiten Reihe finden sich dann die börsennotierten Unternehmen Puma und Under Armour wieder. Beide erzielen in etwa Umsätze in Höhe von knapp 5 Milliarden Euro im Jahr. Puma konnte sich im 5-Jahres-Chart ähnlich gut entwickeln wie Nike und adidas. Nur Under Armour fällt aus dem Rahmen. Die Aktie ist auf 5-Jahres-Sicht rund 20 Prozent im Minus.

Im Zertifikatebereich der Commerzbank spielen die Aktien von Sportartikelherstellern eine große Rolle, da adidas, Nike, Puma und Under Armour sehr bekannte Marken sind. Das Angebot an Zertifikaten erstreckt sich von Aktienanleihen bis hin zu Faktor-Zertifikaten (siehe Tabelle 1). Insgesamt sind es derzeit über 2.200 Produkte. Eine Übersicht über diese und weitere Produkte können in der Zertifikate-App der Commerzbank abgerufen werden. Sie wurde erst kürzlich aktualisiert und kann sowohl bei Apple im App-Store als auch bei Android im Google Play Store heruntergeladen werden.

Tabelle 1: Sportartikelhersteller – Anzahl Produkte

adidas

Nike

Puma

Under Armour

Aktienanleihen

149

141

Bonus-Zertifikate

Classic Bonus-Zertifikate

54

11

Pro Bonus-Zertifikate

6

Capped Bonus-Zertifikate

222

4

41

CappedPro Bonus-Zertifikate

85

21

Discount-Zertifikate

198

133

Standard-Optionsscheine

308

121

175

186

Classic Turbo-Optionsscheine

61

Unlimited Turbo-Optionsscheine

27

13

35

16

BEST Turbo-Optionsscheine

52

30

63

Faktor-Zertifikate

36

39

13

25

Stand: 13. Februar 2019; Quelle: Commerzbank AG