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Commerzbank Analysen

DAX-Sentiment von »sehr pessimistisch« zu »leicht optimistisch«

Der starke Aufwärtstrend an den Aktienmärkten vom Januar wird nun zunächst auslaufen, und Sorgen um die Weltkonjunktur und die DAX-Unternehmensgewinne werden den deutschen Aktienmarkt in den nächsten Wochen belasten. Mittelfristig erwarten wir dann eine Fortsetzung der DAX-Erholung. In unserem DAX-Szenario sprechen das weiterhin robuste Wachstum der M1-Geldmenge im Euroraum und den USA und die wieder expansiver werdende Politik der chinesischen Notenbank und Regierung dafür, dass sich die Aussichten für die Unternehmensgewinne ab Mitte 2019 wieder verbessern werden.

Die zuletzt gelassenere Politik der US-Notenbank und Signale eines Handelsdeals zwischen den USA und China haben dazu geführt, dass sich das Anlegersentiment wieder von »sehr pessimistisch« im Dezember auf »leicht optimistisch« verändert hat. So ist in Deutschland der VDAX von 25 auf 17 gefallen (siehe Grafik 1).

Grafik 1: VDAX von 25 auf 17 gefallen

DAX: implizite Volatilität VDAX in Prozent

Grafik 1: VDAX von 25 auf 17 gefallen
Stand: 17. Februar 2019; Quelle: Datastream, Commerzbank AG
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

In den USA ist der VIX von 30 auf 16 gesunken, und das Verhältnis von Verkauf- zu Kaufoptionen für Aktien ist von 1,20 auf 0,95 gefallen (siehe Grafik 2).

Grafik 2: Panik am US-Aktienmarkt im Dezember

USA: Verhältnis von Aktienverkauf- zu Kaufoptionen, Mittel 15 Tage

Grafik 2: Panik am US-Aktienmarkt im Dezember
Stand: 11. Februar 2019; Quelle: Datastream, Commerzbank AG
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Vor dem Hintergrund dieses frischen Optimismus an den Aktienmärkten wird die jüngste Erholung des deutschen Aktienmarkts nun zunächst auslaufen. Dabei wirkt eine relativ enttäuschende DAX-Gewinnsaison als wichtiger Bremsklotz. Der Einkaufsmanagerindex für Deutschland ist zuletzt unter 50 gefallen, und auch der Ifo-Index hat weiter enttäuscht. Der negative Trend fallender Gewinnerwartungen für die DAX-Unternehmen wird sich daher weiter fortsetzen. Zuletzt hatten bereits 24 der 30 Unternehmen im DAX fallende Gewinnerwartungen (siehe Tabelle 1).

Und die für 2019 erwarteten aggregierten DAX-Unternehmensgewinne (I/B/E/S) sind seit Jahresbeginn deutlich von 961 auf 924 Indexpunkte gefallen.

Der deutliche Rückgang der Frühindikatoren und der Rutsch der Gewinnerwartungen deuten auf ein drohendes Rezessionsszenario hin. Wir halten jedoch dieses Bärenszenario für unwahrscheinlich. Das starke Wachstum der M1-Geldmenge von 7 Prozent im Euroraum und 4 Prozent in den USA weist auf eine anhaltend robuste Konsumnachfrage hin. Das schwache Geldmengenwachstum von 1 Prozent in China signalisiert dagegen eine anhaltende Nachfrageschwäche. Doch sowohl die chinesische Notenbank als auch die Regierung (expansivere Fiskalpolitik) haben begonnen, das Wachstum wiederzubeleben.

Tabelle 1: 24 DAX-Unternehmen mit fallenden Gewinnerwartungen

DAX, Veränderung des für 2019 erwarteten Gewinns je Aktie im vergangenen Quartal

Aktie

Kurs

Gewinnerwartungen 2019 je Aktie in Euro

aktuell

vor drei Monaten

Veränderung in %

Linde

143,0

5,71

5,05

13,0

Vonovia

44,4

2,80

2,54

10,5

Deutsche Lufthansa

22,2

4,28

4,04

5,9

Wirecard

103,2

4,27

4,21

1,4

Merck

94,6

5,71

5,65

1,1

Allianz

184,0

18,97

18,95

0,1

SAP

92,5

4,75

4,76

–0,2

Münchener Rück

200,1

18,27

18,31

–0,2

Deutsche Börse

113,8

6,00

6,05

–0,8

Beiersdorf

89,7

3,66

3,70

–0,9

adidas

199,5

9,55

9,64

–0,9

E.ON

9,6

0,68

0,68

–1,1

Deutsche Telekom

14,2

1,06

1,08

–1,4

Infineon

19,2

1,01

1,03

–1,6

Volkswagen Vz.

140,9

27,98

28,45

–1,6

HeidelbergCement

58,9

6,39

6,60

–3,2

BMW

69,4

10,45

10,81

–3,3

Deutsche Post

25,9

2,22

2,29

–3,4

Siemens

92,3

7,02

7,39

–5,0

Fresenius Medical Care

65,7

4,41

4,64

–5,1

Daimler

48,2

7,93

8,50

–6,7

Fresenius

45,6

3,43

3,69

–6,9

Bayer

66,6

6,93

7,47

–7,2

Continental

129,5

13,92

15,13

–8,0

Henkel Vz.

85,9

5,70

6,41

–11,0

RWE

22,0

1,31

1,49

–11,8

BASF

63,3

5,55

6,66

–16,6

Deutsche Bank

7,4

0,59

0,76

–21,7

thyssenkrupp

14,6

1,11

1,53

–27,8

Covestro

47,6

5,80

8,31

–30,2

Stand: 11. Februar 2019; Quelle: FactSet, Commerzbank AG

Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

Anlageidee: Partizipieren Sie an der Entwicklung des DAX und ausgewählter Einzelaktien

Nutzen Sie die Einschätzungen unserer Experten und partizipieren Sie an der Entwicklung des Deutschen Aktienindex sowie ausgewählter Einzeltitel.

Ein Überblick über das gesamte Produktspektrum an Zertifikaten steht Ihnen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.

Capped Bonus-Zertifikate

WKN

Basiswert

Cap/Bonusbetrag

Barriere

Abstand zur Barriere

Max. Rendite p.a.

Bewertungstag

Geld-/Briefkurs

CJ8 FDQ

Allianz

200,00 EUR

148,00 EUR

23,52 %

5,72 %

20.12.2019

190,57/ 190,69 EUR

CJ8 FJY

Linde

165,00 EUR

120,00 EUR

20,28 %

9,90 %

20.12.2019

151,95/ 152,05 EUR

CJ3 EBW

Lufthansa

26,00 EUR

17,00 EUR

26,19 %

13,45 %

20.12.2019

23,29/ 23,31 EUR

CJ3 A40

Merck

104,00 EUR

78,00 EUR

19,46 %

7,73 %

20.12.2019

97,46/ 97,53 EUR

CJ7 R1C

Vonovia

48,00 EUR

36,00 EUR

18,33 %

9,74 %

20.12.2019

44,28/ 44,31 EUR

Faktor-Zertifikate

WKN

Basiswert

Strategie

Faktor

Laufzeit

Geld-/Briefkurs

CJ2 633

DAX

Long

4

Unbegrenzt

8,36/8,37 EUR

CJ8 GXZ

Allianz

Long

4

Unbegrenzt

13,42/13,45 EUR

CU0 CYJ

Linde

Long

4

Unbegrenzt

11,29/11,33 EUR

CU0 CYD

Lufthansa

Long

4

Unbegrenzt

11,54/11,58 EUR

CU0 BY5

Merck

Long

4

Unbegrenzt

10,00/10,03 EUR

CU0 BY8

Vonovia

Long

4

Unbegrenzt

9,48/9,53 EUR

CU0 CYQ

Wirecard

Long

4

Unbegrenzt

11,01/11,10 EUR

Stand: 21. Februar 2019; Quelle: Commerzbank AG

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.