Titelthema

20 Trends

Der Ausblick auf 2019

Es hatte so gut angefangen: Im Januar markierte der deutsche Leinindex noch ein neues Allzeithoch bei 13.596,89 Punkten. Allerdings musste er im Laufe des Jahres dann immer weiter Punkte lassen und notierte im Dezember zwischenzeitlich bei 10.585,77 Punkten. Vom Höchststand gerechnet entspricht dies einem Minus von etwa 22 Prozent. Auch für die meisten internationalen Indizes fällt die Jahresbilanz nicht viel besser aus. Das Jahr 2018 wird den meisten Anlegern also in keiner guten Erinnerung bleiben.

Ein dominierender Faktor für die schlechte Stimmung war der immer wieder aufflammende Handelsstreit zwischen den USA und China. Nach der Einführung der ersten Strafzölle hat sich der Konflikt im Jahresverlauf, unterbrochen von immer wieder aufkeimender Hoffnung auf eine Entspannung, kontinuierlich verschärft. Vielversprechend war allerdings das Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping auf dem G-20-Gipfel Anfang Dezember. Bei einem gemeinsamen Abendessen einigten sich die beiden Parteien auf einen vorläufigen »Waffenstillstand«. Wie nachhaltig dieser ist, werden die nächsten Wochen zeigen.

Außerdem immer wieder im Fokus der Finanzmärkte war der Brexit. Am 29. März 2019 tritt das Vereinigte Königreich nach über 40 Jahren Mitgliedschaft aus der EU aus – exakt zwei Jahre, nachdem die Austrittsverhandlungen eingeleitet wurden. Bis dahin gilt es noch einiges bezüglich der Modalitäten zu verhandeln. Zwar haben sich die EU und das Vereinigte Königreich Ende November auf eine Brexit-Erklärung hinsichtlich der zukünftigen Beziehungen geeinigt und auch der Status Gibraltars ist geklärt, doch sind es Ereignisse wie die Verschiebung der Abstimmung im Unterhaus am 10. Dezember und die Misstrauensabstimmung gegen Premierministerin Theresa May kurz darauf, die die globalen Aktienmärkte in Aufruhr halten.

Als ob es damit nicht genug wäre, führte der Haushaltsstreit von Italien mit der EU dazu, dass viele Marktteilnehmer sich vor einer Eurokrise 2.0 fürchten.

Auch das Jahr 2019 verspricht nicht minder spannend zu werden. Neben einer Fortsetzung der Themen Brexit, Handelsstreit und Italien steht in Deutschland mit der Europawahl im Mai und diversen Landtagswahlen eine weitere Bewährungsprobe für die Bundesregierung an. Wird die Große Koalition die vollen vier Jahre halten oder wird die SPD vorzeitig aussteigen?

Damit das kommende Börsenjahr für Sie ein erfolgreiches wird, zeigen wir Ihnen, traditionell zum Jahresauftakt, die wichtigsten Trends an den Kapitalmärkten. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen und gute Anlageentscheidungen im Jahr 2019!

Trend 1: Die US-Wirtschaft wächst 2019 robust mit 2,5 Prozent
Sorgen vor einer starken Wachstumsabschwächung oder sogar einer Rezession der US-Konjunktur im Jahr 2019 kommen zu früh. Vor dem Hintergrund robuster Konsumausgaben, gestützt durch einen weiterhin lebhaften Arbeitsmarkt, wird die US-Wirtschaft 2019 mit 2,5 Prozent wachsen. Nominal beträgt das Wachstum 4,8 Prozent. Die USA werden daher für einen Großteil der DAX-Unternehmen auch 2019 ein wachsender Markt bleiben.

Trend 2: Wirtschaftswachstum im Euroraum sinkt 2019 auf 1,4 Prozent, belastet vom Sorgenkind Italien
Das Wirtschaftswachstum im Euroraum wird sich 2019 von 1,9 Prozent auf 1,4 Prozent abschwächen. Insbesondere in Italien trübt sich der Wirtschaftsausblick durch die anhaltende politische Unsicherheit stetig ein. Die anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB greift jedoch den Konsumenten im Euroraum weiter unter die Arme, sodass die Wirtschaft 2019 um nominal 3,1 Prozent wachsen sollte – ein wertvoller Rückenwind für die DAX-Unternehmen in ihrem Heimatmarkt.

Trend 3: Die deutsche Wirtschaft wächst 2019 mit 1,2 Prozent
Eine zuletzt schwächere Nachfrage aus China und die Belastungen im Autosektor aufgrund der Umstellung auf den WLTP-Emissionstest haben die deutsche Wirtschaft 2018 belastet. Das Wirtschaftswachstum lag daher mit 1,5 Prozent fast einen Prozentpunkt unter unseren Erwartungen. Für 2019 halten wir jedoch eine weitere Abschwächung in Richtung eines Rezessionsszenarios für unwahrscheinlich. Denn die deutschen Unternehmen und die deutschen Konsumenten profitieren weiterhin vom Niedrigzinsumfeld der europäischen Notenbank.

Tabelle 1: Commerzbank Prognosen für Bruttoinlandsprodukt und Inflation

Wachstum BIP im Quartalsvergleich in %

BIP im Jahresvergleich in %

Inflation in %

Q4 18

Q1 19

Q2 19

Q3 19

Q4 19

Q1 20

Q2 20

Q3 20

Q4 20

2018

2019

2020

2018

2019

2020

Deutschland

0,3

0,4

0,3

0,4

0,4

0,5

0,4

0,3

0,3

1,5

1,2

2,0

2,0

2,1

1,7

Euroraum

0,3

0,4

0,4

0,4

0,4

0,4

0,4

0,3

0,3

1,9

1,4

1,6

1,8

1,7

1,4

USA

0,5

0,5

0,7

0,5

0,5

0,5

0,4

0,4

0,4

2,9

2,5

1,8

2,5

2,3

2,5

China (Vorjahr)

6,5

6,3

6,3

6,3

6,3

6,0

6,0

6,0

6,0

6,6

6,3

6,0

1,9

2,5

2,2

Stand: 12. Dezember 2018; Quelle: Commerzbank Prognosen. Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

Trend 4: Chinas Wachstum wird sich 2019 auf 6,3 Prozent abschwächen
Düstere Prognosen eines bevorstehenden Absturzes der chinesischen Konjunktur haben sich auch 2018 nicht bewahrheitet. Wir erwarten für 2019 ein ähnliches Bild: Chinas Wirtschaftswachstum wird sich zwar weiter von 6,6 auf 6,3 Prozent abschwächen, doch ein Einbruch ist wegen der anhaltend expansiven Geldpolitik unwahrscheinlich. Zudem senkt China 2019 die Einkommenssteuersätze deutlich. Wir prognostizieren ein nominales Wirtschaftswachstum von 8,8 Prozent für China für 2019, sodass ein Großteil der deutschen Unternehmen auch 2019 steigende Umsätze in ihrem China-Geschäft berichten werden.

Trend 5: Es kommt auch 2019 nicht zu einem deutlichen Anstieg der Inflation
Die sehr moderate Entwicklung der Inflation bleibt eine der großen Überraschungen in diesem Konjunkturzyklus. Trotz leer gefegter Arbeitsmärkte mit steigenden Löhnen erwarten wir für Deutschland 2019 eine Inflation von 2,1 Prozent, während diese für die USA bei 2,3 Prozent verharren sollte. Diese moderate Inflationsentwicklung bietet den Notenbanken im Euroraum und den USA, aber auch in China, Spielraum, um eventuell wieder mit expansiveren Schritten der globalen Konjunktur stärker unter die Arme zu greifen.

Trend 6: Es kommt auch 2019 nicht zu einer großen Trendwende bei deutschen Bundesanleihen – die Rendite für zehnjährige Anleihen bleibt niedrig mit 0,5 Prozent
Auch im Jahr 2019 wird die Inflation im Euroraum mit 1,7 Prozent unter dem 2-Prozent-Inflationsziel der EZB liegen. Die EZB wird zwar 2019 keine Anleihen mehr kaufen. Jedoch wird die Notenbank vor dem Hintergrund der gemäßigten Inflation ihren Leitzins unverändert bei –0,4 Prozent belassen. Daher wird die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe Ende 2019 mit 0,5 Prozent auch im nächsten Jahr nicht viel höher stehen als heute (siehe Tabelle 2).

Tabelle 2: Commerzbank Prognosen für Leitzinsen und Bondrenditen in Prozent

Prognosen für Quartalsende in Prozent

Q1 2019

Q2 2019

Q3 2019

Q4 2019

EZB-Leitzins

–0,40

–0,40

–0,40

–0,40

Euribor 3 Monate

–0,30

–0,30

–0,30

–0,30

Rendite deutsche Staatsanleihen 10 Jahre

0,30

0,55

0,60

0,50

Fed-Leitzins

2,50

2,75

3,00

3,00

Dollar-Libor 3 Monate

2,75

3,00

3,25

3,25

Rendite US-Staatsanleihen 10 Jahre

2,90

3,20

3,30

3,20

US-Dollar je Euro

1,14

1,16

1,19

1,22

Japanischer Yen je US-Dollar

111

110

107

104

Stand: 12. Dezember 2018; Quelle: Commerzbank Prognosen. Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

Trend 7: Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen verharrt 2019 im Bereich von 3 Prozent
Das Wachstum der US-Wirtschaft wird 2019 an Fahrt leicht verlieren, sodass auch die US-Notenbank ihren Leitzinserhöhungszyklus abbremsen wird. Wir erwarten für 2019 noch zwei Leitzinserhöhungen von zurzeit 2,5 auf 3,0 Prozent. Die weniger aggressive Fed-Politik und die mit 2,3 Prozent weiter gemäßigte US-Inflation sind wichtige Gründe, warum die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen 2019 nur leicht auf 3,2 Prozent steigen wird.

Trend 8: Der Euro steigt auf 1,22 US-Dollar, da die US-Notenbank vorsichtiger wird
Die vier Leitzinserhöhungen der US-Notenbank im Jahr 2018 haben eine deutlichen Euro-Abwertung Richtung 1,14 US-Dollar ausgelöst. 2019 wird die US-Notenbank jedoch deutlich vorsichtiger agieren vor dem Hintergrund der sich abschwächenden US-Wirtschaft, sodass sie nur noch zwei Zinsschritte vornehmen wird. Der Euro profitiert von dem nahenden Ende des Leitzinserhöhungszyklus in den USA und wertet 2019 auf 1,22 US-Dollar auf.

Trend 9: Der DAX erholt sich unter großen Schwankungen auf 12.500 Punkte
Der DAX wird sich 2019 unter sehr großen Schwankungen in einer breiten Range zwischen 10.000 und 13.000 Punkten seitwärtsbewegen. Belastet durch den von US-Präsident Trump angezettelten Handelskrieg, der Wirtschaftsabschwächung in China und Gewinnwarnungen einzelner DAX-Unternehmen geht der deutsche Markt schwer angeschlagen in das Jahr 2019. Doch wir erwarten eine Beruhigung im Handelskrieg, und Chinas Notenbank und Regierung sollte es ähnlich wie 2016 gelingen, die Wirtschaft in China zu stabilisieren. Daher erwarten wir im Verlauf des Jahres 2019 wieder ein besseres Umfeld für den DAX.

Tabelle 3: Commerzbank-Kursziele für die Aktienmärkte (KBV = Kurs-Buchwert-Verhältnis, ROE = Eigenkapitalrendite)

Aktuell

Kursziel 2019

Kursspanne bis Ende 2019

KBV-Historie

Index

KBV

ROE %

Index

KBV

Tief

KBV

Hoch

KBV

Mittel 10J

Hoch

Tief

DAX

10.929

1,37

12,2

12.500

1,50

10.000

1,25

13.000

1,55

1,42

1,85

0,89

MDAX

22.622

1,56

9,5

25.500

1,70

21.400

1,45

26.600

1,75

1,71

2,38

0,75

Euro STOXX 50

3.108

1,49

12,1

3.300

1,55

2.900

1,40

3.500

1,60

1,47

1,88

0,99

STOXX Europe 50

2.867

1,67

13,5

3.050

1,75

2.700

1,55

3.200

1,80

1,67

2,03

1,13

STOXX Europe 600

350

1,59

12,4

370

1,65

330

1,50

390

1,70

1,56

1,93

0,98

S&P 500

2.651

2,91

19,2

2.900

3,15

2.500

2,70

3.000

3,25

2,34

3,27

1,39

Nasdaq 100

6.764

4,63

25,3

7.400

4,80

6.200

4,30

7.600

5,00

3,33

5,30

1,87

Stand: 12. Dezember 2018; Quelle: Commerzbank Prognosen. Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

Trend 10: In nervösen Marktphasen mit einem VDAX über 25 Aktienpositionen aufstocken
Aufgrund des anhaltenden Handelskriegs zwischen den USA und China, der Wachstumsabkühlung der chinesischen Wirtschaft und der politischen Risiken in Großbritannien und Italien drohen dem DAX auch 2019 regelmäßig Rückschläge. Investoren sollten daher nur in jenen nervösen Marktphasen Aktienpositionen aufstocken, in denen die implizite DAX-Volatilität VDAX über 25 liegt.

Trend 11: In gelassenen Marktphasen mit einem VDAX im Bereich von 15 Aktienpositionen abbauen
Dank der global weiterhin noch relativ expansiven Geldpolitik wird die Weltkonjunktur trotz der schwelenden politischen Krisen und der schwächeren China-Konjunktur auch 2019 wachsen. Daher erwarten wir, dass es der DAX immer wieder schaffen wird, sich von den regelmäßigen Kursrückschlägen zu erholen. Investoren sollten jene Erholungsphasen zum Abbau von Aktienpositionen nutzen, sobald der VDAX in den Bereich von 15 fällt.

Trend 12: Der Trend der DAX-Gewinnerwartungen stagniert im Bereich von 1.000 Punkten
Die Gewinnperspektiven der DAX-Unternehmen haben sich zuletzt aufgrund der Abschwächung der Weltwirtschaft – insbesondere in China – und der latenten Unsicherheit aufgrund des Handelskriegs deutlich eingetrübt. Es gab eine Reihe von Gewinnwarnungen, und zuletzt haben Analysten für 21 der 30 DAX-Unternehmen ihre Gewinnprognosen reduziert. Der Markt erwartet derzeit ein Wachstum der DAX-Unternehmensgewinne um durchschnittlich 11 Prozent für 2019. Wir halten dies für zu optimistisch und gehen von einem Wachstum von 2 bis 4 Prozent aus. In diesem Szenario wird der Trend der DAX-Gewinnerwartungen 2019 im Bereich von 1.000 Indexpunkten stagnieren (siehe Grafik 1).

Grafik 1: DAX-Gewinnerwartungen bewegen sich 2019 seitwärts

(logarithmische Darstellung)

Stand: 12. Dezember 2018; Quelle: I/B/E/S, Commerzbank AG

Trend 13: Das DAX-KGV erholt sich 2019 leicht auf 12,5
Vor dem Hintergrund des enttäuschenden Aktienjahrs 2018 ist die Bewertung an den Aktienmärkten mittlerweile wieder deutlich attraktiver. So ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des DAX seit Anfang 2018 von 14 auf 11 gefallen, und auch für den S&P 500 in den USA ist das KGV von 19 auf 15 gefallen. Der Markt hat unserer Meinung nach damit begonnen, ein Rezessionsszenario einzupreisen. Dank der noch relativ expansiven Geldpolitik im Euroraum und den USA und der expansiveren Fiskalpolitik in China glauben wir nicht an so ein pessimistisches Szenario. Daher sollte sich das DAX-KGV bis Ende 2019 wieder auf 12,5 erholen.

Trend 14: 20 DAX-Unternehmen heben 2019 ihre Dividende an
Nach dem hervorragenden Dividendenjahrgang 2018 mit 23 Dividendenerhöhungen und einem Wachstum der DAX-Dividendensumme um 17 Prozent sind die Aussichten für 2019 nicht mehr ganz so glänzend. Wahrscheinlich werden 20 DAX-Unternehmen in der Lage sein, ihre Dividende anzuheben. Zehn Unternehmen zahlen eine unveränderte Dividende (siehe Tabelle 4). Jedoch sinken derzeit vor dem Hintergrund des ungelösten Handelskriegs und der globalen Wachstumsabschwächung die DAX-Dividendenprognosen, sodass schließlich mehr Unternehmen als derzeit erwartet lediglich eine unveränderte Dividende zahlen könnten.

Tabelle 4: DAX-Dividendenerwartungen für das Geschäftsjahr 2018

Aktie

Kurs in Euro

Dividende in Euro

Dividende GJ2018

HV-Termin 2019

GJ2015

GJ2016

GJ2017

GJ2018

Rendite in %

adidas

199,1

1,60

2,00

2,60

3,20

1,61

9. Mai 2019

Allianz

176,4

7,30

7,60

8,00

9,10

5,16

8. Mai 2019

BASF

59,7

2,90

3,00

3,10

3,20

5,36

8. Mai 2019

BMW

72,8

3,20

3,50

4,00

4,00

5,50

16. Mai 2019

Bayer

64,3

2,50

2,70

2,80

2,80

4,35

26. April 2019

Beiersdorf

94,4

0,70

0,70

0,70

0,70

0,74

17. April 2019

Continental

127,0

3,75

4,25

4,50

4,50

3,54

26. April 2019

Covestro

44,8

0,70

1,35

2,20

2,30

5,13

12. April 2019

Daimler

47,4

3,25

3,25

3,65

3,65

7,70

22. Mai 2019

Deutsche Bank

7,9

0,00

0,19

0,11

0,11

1,40

23. Mai 2019

Deutsche Börse

109,4

2,25

2,35

2,45

2,70

2,47

8. Mai 2019

Deutsche Post

25,2

0,85

1,05

1,15

1,15

4,56

15. Mai 2019

Deutsche Telekom

15,2

0,55

0,60

0,65

0,70

4,61

28. März 2019

E.ON

9,1

0,50

0,21

0,30

0,43

4,73

14. Mai 2019

Fresenius Medical Care

62,4

0,80

0,96

1,06

1,15

1,84

16. Mai 2019

Fresenius

42,4

0,55

0,62

0,75

0,80

1,89

17. Mai 2019

HeidelbergCement

55,0

1,30

1,60

1,90

2,20

4,00

9. Mai 2019

Henkel Vz.

100,7

1,47

1,62

1,79

1,90

1,89

8. April 2019

Infineon

18,0

0,20

0,22

0,25

0,27

1,50

21. Februar 2019

Linde

140,5

3,45

3,70

3,9/3,1

3,00

2,92

26. April 2019

Lufthansa

19,7

0,50

0,50

0,80

0,85

4,32

7. Mai 2019

Merck

97,1

1,05

1,20

1,25

1,25

1,29

26. April 2019

Münchener Rück

187,6

8,25

8,60

8,60

9,75

5,20

30. April 2019

RWE

19,2

0,00

0,00

0,5/1,0

0,70

3,64

3. Mai 2019

SAP

91,2

1,15

1,25

1,40

1,44

1,58

15. Mai 2019

Siemens

99,5

3,50

3,60

3,70

3,80

3,82

30. Januar 2019

thyssenkrupp

15,8

0,15

0,15

0,15

0,15

0,95

2. Februar 2019

Volkswagen Vz.

150,1

0,17

2,06

3,96

5,06

3,37

14. Mai 2019

Vonovia

42,5

0,94

1,12

1,32

1,44

3,39

16. Mai 2019

Wirecard

137,0

0,14

0,16

0,18

0,20

0,15

18. Juni 2019

Stand: 12. Dezember 2018; Quelle: Commerzbank Schätzungen, Datastream. Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

Trend 15: Die DAX-Dividendensumme steigt 2019 um 4 Prozent auf ein neues Allzeithoch
2018 ist die DAX-Dividendensumme um beeindruckende 17 Prozent gestiegen. Unsere Prognose für das Dividendenwachstum für 2019 liegt nun bei deutlich schwächeren 4 Prozent – die globale Wachstumsabschwächung hinterlässt ihre Spuren. Demnach erwarten wir einen Anstieg der DAX-Dividendensumme um 1,6 Milliarden Euro von 37,1 Milliarden Euro auf 38,7 Milliarden Euro. Vor allem Volkswagen (500 Millionen Euro höhere Dividendenausschüttung), Allianz (500 Millionen Euro), E.ON (280 Millionen Euro) und Deutsche Telekom (240 Millionen Euro) sollten zum Wachstum der DAX-Dividendensumme beitragen.

Grafik 2: DAX-Dividendensumme steigt um 1,6 Milliarden Euro auf 38,7 Milliarden Euro
Stand: 12. Dezember 2018; Quelle: Commerzbank Prognosen, DAX-Geschäftsberichte
Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

Trend 16: DAX-Unternehmen kaufen auch 2019 stetig eigene Aktien zurück
Die DAX-Unternehmen haben 2018 nicht nur 37 Milliarden Euro an Dividenden an ihre Investoren gezahlt, sondern auch für ungefähr 7 Milliarden Euro eigene Aktien zurückgekauft. Mit adidas, Allianz, Covestro, Deutsche Börse, Linde, Münchener Rück und Siemens verfolgen derzeit sieben DAX-Unternehmen die Strategie, mit dem Rückkauf eigener Aktien die Aktienanzahl stetig zu reduzieren. Am US-Aktienmarkt gehen aktuelle Prognosen von 1.200 Milliarden US-Dollar Aktienrückkäufen im Jahr 2018 und nochmals 1.000 Milliarden US-Dollar im Jahr 2019 aus, getrieben von der US-Steuerreform. Aktienrückkäufe könnten daher insbesondere in den USA ein wichtiger Faktor werden, dass sich die Aktienmärkte 2019 doch besser als derzeit befürchtet entwickeln werden.

Trend 17: Dividendenrenditen rücken 2019 wieder stärker ins Blickfeld
In Jahren mit einem fallenden Ifo-Index und sich eintrübenden Gewinn- und Dividendenaussichten spielt die Dividendenrendite für viele Investoren eine untergeordnete Rolle – die Furcht vor Kursverlusten ist deutlich größer als die Hoffnung auf eine attraktive Dividendenzahlung. Falls wir richtig liegen, dass die globale Konjunktur 2019 noch genug Kraft hat weiterzuwachsen, dann sollte die attraktive DAX-Dividendenrendite den DAX 2019 vor größeren Kursverlusten schützen. Zurzeit liegt die DAX-Dividendenrendite von 3,7 Prozent 220 Basispunkte über der Rendite von BBB-Euro-Unternehmensanleihen und 340 Basispunkte über der Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe (siehe Grafik 3).

Grafik 3: DAX-Dividendenrendite bei attraktiven 3,7 Prozent, doch hohe Unsicherheit
Stand: 12. Dezember 2018; Quelle: Factset, Commerzbank AG
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Trend 18: Der S&P 500 erholt sich 2019 dank steigendem Gewinntrend wieder auf 2.900 Punkte
Im Gegensatz zum DAX ist der Gewinntrend des S&P 500 immer noch dynamisch aufwärtsgerichtet, unterstützt von den anhaltenden positiven Effekten der US-Steuerreform und der Welle der Aktienrückkäufe. Wir erwarten, dass sich der S&P-500-Gewinntrend im Jahr 2019 nochmals um 6 Prozent verbessern wird, und in diesem Fahrwasser sollte sich der S&P 500 wieder in Richtung 2.900 Punkte erholen. Stärkere Kursgewinne sind für den S&P 500 nicht drin, da US-Investoren mittlerweile mit einer Rendite von fast 3 Prozent für zweijährige US-Staatsanleihen eine relativ attraktive risikolose Anlagealternative haben.

Trend 19: Der Euro STOXX 50 schafft 2019 eine Erholung in Richtung 3.300 Punkte
Vor allem politische Risiken im Euroraum haben den Euro STOXX 50 2018 ausgebremst. Wir sind überzeugt, dass spätestens nach der Europawahl Ende Mai die Politiker eine tragfähige Lösung für Italien finden werden. Zudem ist das KGV für den Euro STOXX 50 zuletzt von 15 auf 11 gefallen. Dank abnehmender politischer Risiken und attraktiverer Bewertung wird sich der Euro STOXX 50 2019 auf 3.300 Punkte erholen.

Trend 20: Absturz der chinesischen Wirtschaft ist das größte Risiko des Börsenjahrs 2019
Wir gehen davon aus, dass es der chinesischen Regierung und der chinesischen Notenbank 2019 gelingen wird, das Wirtschaftswachstum in China zu stabilisieren. Sollten sich die jüngsten negativen Trends wie der Einbruch der Autoverkäufe in China jedoch 2019 ungebremst fortsetzen, könnte China den DAX auch 2019 weiter mit nach unten ziehen. Zudem gehen wir davon aus, dass sich der globale Handelskrieg 2019 deutlich beruhigen wird. Eine weitere Eskalation im Handelsstreit insbesondere zwischen den USA und China würde jegliche Börsenerholung im Keim ersticken.

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ComStage ETFs

WKN

ComStage UCITS ETF auf

Pauschalgebühr p.a.

Ertragsverwendung

Geld-/Briefkurs

ETF 001

DAX

0,08 %

Ausschüttend

99,29/99,33 EUR

ETF 007

MDAX

0,30 %

Ausschüttend

20,45/20,47 EUR

ETF 050

EURO STOXX 50

0,08 %

Ausschüttend

61,94/61,96 EUR

ETF 053

EURO STOXX 50 Daily Leverage

0,35 %

Ausschüttend

25,36/25,38 EUR

ETF 060

STOXX Europe 600

0,20 %

Ausschüttend

70,24/70,29 EUR

ETF 012

S&P 500

0,12 %

Ausschüttend

251,11/251,19 EUR

ETF 011

Nasdaq 100

0,25 %

Ausschüttend

59,71/59,76 EUR

Capped Bonus-Zertifikate

WKN

Basiswert

Cap/Bonusbetrag

Barriere

Abstand zur Barriere

Max. Rendite p.a.

Bewertungstag

Geld-/Briefkurs

CJ3 A0H

Daimler

54,00 EUR

31,00 EUR

34,83 %

12,02 %

20.09.2019

49,39/49,43 EUR

CA2 J8J

Daimler

64,00 EUR

38,00 EUR

20,13 %

32,45 %

20.09.2019

51,09/51,13 EUR

CJ3 AYK

BMW

78,00 EUR

50,00 EUR

32,44 %

8,67 %

20.09.2019

73,05/73,10 EUR

CJ3 AYR

BMW

86,00 EUR

62,00 EUR

16,17 %

22,96 %

20.09.2019

73,01/73,06 EUR

CJ3 AVJ

BASF

70,00 EUR

44,00 EUR

26,64 %

12,17 %

20.09.2019

63,93/63,98 EUR

CJ3 AVU

BASF

75,00 EUR

54,00 EUR

9,94 %

31,66 %

20.09.2019

60,23/60,26 EUR

CA2 KFQ

Münchener Rück

194,00 EUR

135,00 EUR

28,29 %

5,74 %

20.09.2019

185,65/185,75 EUR

CA4 GLA

Münchener Rück

206,00 EUR

156,00 EUR

17,15 %

12,64 %

20.09.2019

187,43/187,53 EUR

CA2 J2E

Allianz

186,00 EUR

124,00 EUR

29,18 %

7,61 %

20.09.2019

175,55/175,65 EUR

CJ3 ASU

Allianz

199,00 EUR

146,00 EUR

16,63 %

16,76 %

20.09.2019

176,10/176,22 EUR

CJ3 ARW

Covestro

58,00 EUR

34,00 EUR

21,04 %

38,77 %

20.09.2019

44,58/44,61 EUR

CJ3 ARY

Covestro

61,00 EUR

38,00 EUR

11,78 %

53,75 %

20.09.2019

43,10/43,12 EUR

Faktor-Zertifikate

WKN

Basiswert

Strategie

Faktor

Laufzeit

Geld-/Briefkurs

CJ2 636

DAX Future

Long

3

Unbegrenzt

7,54/7,55 EUR

CJ2 626

DAX Future

Short

–3

Unbegrenzt

6,18/6,19 EUR

CJ2 8FW

MDAX Future

Long

3

Unbegrenzt

4,01/4,02 EUR

CJ2 8FT

MDAX Future

Short

–3

Unbegrenzt

5,85/5,88 EUR

CJ2 80J

EURO STOXX 50 Future

Long

3

Unbegrenzt

4,56/4,57 EUR

CJ2 80D

EURO STOXX 50 Future

Short

–3

Unbegrenzt

5,20/5,21 EUR

CJ2 668

S&P 500 Future

Long

3

Unbegrenzt

3,33/3,34 EUR

CJ2 67Y

S&P 500 Future

Short

–3

Unbegrenzt

5,38/5,39 EUR

CJ2 65V

Nasdaq Future

Long

3

Unbegrenzt

6,31/6,33 EUR

CJ2 66J

Nasdaq Future

Short

–3

Unbegrenzt

5,28/5,30 EUR

CD9 109

EUR/USD

Long

3

Unbegrenzt

8,68/8,73 EUR

CD9 10A

EUR/USD

Short

–3

Unbegrenzt

9,77/9,83 EUR

Stand: 19. Dezember 2018; Quelle: Commerzbank AG

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.comstage.de (für ETFs) und www.zertifikate.commerzbank.de (für Zertifikate) zur Verfügung.