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Philips – Neuer Fokus Medizingeschäft

Die Konzentration auf das Medizingeschäft bringt Potenzial und setzt auf langfristige Megatrends. Operativ lief es bei Philips zuletzt insgesamt solide, wenn die Währungseinflüsse ausgeklammert werden. Es gibt noch Restrukturierungspotenzial. Die Dividendenrendite ist attraktiv, ein Aktienrückkaufprogramm stützt den Kurs. Nach der Kurskonsolidierung der vergangenen Wochen sehen wir eine Einstiegschance.

Deutlich fokussierter als früher
Der Unternehmensfokus liegt nach vielen Restrukturierungen zunehmend fast ausschließlich auf der Medizintechnik. Wir sehen langfristig gute Chancen. Die Sparte profitiert von einem günstigen demografischen Trend. Es gibt für die Sparte verschiedenste Ideen für zukünftiges überdurchschnittliches Wachstum vor allem auf der Software-Seite und im Bereich der Vernetzung diverser Geräte, auch solcher bei Patienten zu Hause. Die Investitionszurückhaltung der Kunden aufgrund von Budgetrestriktionen und dem damit verbundenen Preisdruck beginnt sich aufgrund des aufgestauten Erneuerungsbedarfs zu entspannen, auch wenn die öffentlichen Investitionsmittel weiter knapp bleiben.

In der Unterhaltungselektronik nicht mehr vertreten
Im verbliebenen Konsumentengeschäft positioniert sich der Konzern in interessanten Nischen und mit starker Marke bei Haushaltskleingeräten und »privater Medizintechnik«, die grundsätzlich weniger zyklisch sein sollten als andere Gebrauchsgegenstände. Aus dem Fernsehgeschäft hat sich Philips durch die Abgabe der Mehrheit an einen asiatischen Joint-Venture-Partner zurückgezogen. Auch aus der Unterhaltungselektronik hat sich Philips verabschiedet. Die neuen Eigentümer werden allerdings die Marke weiter nutzen und dafür Lizenzgebühren bezahlen. Die Niederländer sind in den Schwellenmärkten sehr stark. Die Wachstumspotenziale dort sind deutlich höher als in den entwickelten Märkten.

Grafik 1: Weiterentwicklung Philips
Stand: 21. November 2018; Quelle: Reuters
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung

Abschied von der Lichttechnik
Philips hat mittlerweile 82 Prozent seiner inzwischen auf Signify umfirmierten Lichtsparte an die Börse gebracht und wird in den Folgejahren weitere Anteile verkaufen. Das Lichtgeschäft als historisches Kerngeschäft ist damit aus dem Konzern verschwunden. Das Segment machte zuvor etwa ein Drittel des Umsatzes aus. Die Verselbstständigung der Lichtsparte mit eigenem Kapitalmarktzugang und eigenverantwortlichem Management erscheint erfolgversprechender als der Verbleib in einem Konglomerat. Denn der Wechsel zur LED-Technologie verläuft derzeit schneller als gedacht. Die Marktstrukturen verändern sich dadurch entscheidend.

Konzernstruktur vereinfacht
Philips vereinfachte gleichzeitig die Konzernstruktur und fokussiert sich künftig vor allem auf die Medizintechnik und Kleingeräte mit Gesundheitsbezug. Wir können uns weitere Verkäufe in Bereichen ohne Gesundheitsbezug vorstellen. Die Bewertung der Aktie könnte sich dadurch weiter dem höheren Niveau der Medizintechnikbranche anpassen.

Laufendes Restrukturierungsprogramm
Wir setzen weiter auf die positiven Effekte des wie geplant laufenden Restrukturierungsprogramms. Das Management hat vor einigen Monaten eine weitere Milliarde Euro Einsparvolumen aufgesattelt, das aus verändertem Einkaufsverhalten für Vorprodukte, Optimierungen bei Produktentwicklungen und daraus gleichzeitig weniger komplexen Produktionsprozessen kommen soll.

Unbefriedigendes Quartal
Philips hat im dritten Quartal die Erwartungen für Umsatz, Marge und operatives Ergebnis leicht verfehlt. Die Details gefallen aber noch weniger, alle Sparten enttäuschten leicht, der Hoffnungsträger Personal Health, dem der Markt sehr gute Wachstumschancen zubilligt, verfehlte die Erwartungen wegen der schwachen Entwicklung in Asien deutlicher als angenommen. Die IT-Sparte, die diverse Patientendaten verbinden will, schrumpfte sogar gering. Es gab leicht negative Gewinnrevisionen. Tröstlich ist dagegen, dass das Management seinen Mittelfristausblick unverändert lässt, unterstrichen durch einen guten Auftragseingang.

Anlageidee: Optionsscheine und Zertifikate auf Philips

Nutzen Sie die Einschätzungen unserer Experten und partizipieren Sie an der Entwicklung der Philips-Aktie. Ganz gleich, ob Sie mit Hebelprodukten auf schnelle und kurzfristige Marktveränderungen setzen möchten oder mit Anlageprodukten eine intelligente Alternative zum reinen Aktieninvestment suchen, bei der Commerzbank werden Sie fündig. Ein Überblick über das gesamte Produktspektrum an Zertifikaten steht Ihnen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.

Discount-Zertifikate

WKN

Basiswert

Cap

Discount

Max. Rendite p.a.

Bewertungstag

Geld-/Briefkurs

CJ5 285

Philips

37,00 EUR

5,13 %

18,67 %

20.12.2019

30,65/30,66 EUR

CJ5 284

Philips

33,00 EUR

8,95 %

10,83 %

20.12.2019

29,44/29,45 EUR

CJ5 283

Philips

31,00 EUR

11,90 %

7,90 %

20.12.2019

28,49/28,51 EUR

CJ5 282

Philips

29,00 EUR

15,61 %

5,57 %

20.12.2019

27,29/27,31 EUR

CJ5 281

Philips

27,00 EUR

20,02 %

3,86 %

20.12.2019

25,88/25,89 EUR

BEST Turbo-Optionsscheine

WKN

Basiswert

Typ

Basispreis/Knock-Out-Barriere

Hebel

Laufzeit

Geld-/Briefkurs

CJ5 FZ6

Philips

Call

17,91 EUR

2,2

Unbegrenzt

14,52/14,53 EUR

CJ5 F9B

Philips

Call

26,92 EUR

5,9

Unbegrenzt

0,54/0,55 EUR

CJ5 F9E

Philips

Call

29,92 EUR

12,4

Unbegrenzt

0,25/0,26 EUR

CJ5 GH7

Philips

Put

48,62 EUR

2,0

Unbegrenzt

1,64/1,65 EUR

CJ5 GH3

Philips

Put

40,62 EUR

3,8

Unbegrenzt

0,84/0,85 EUR

CJ1 CMN

Philips

Put

36,61 EUR

6,3

Unbegrenzt

0,49/0,50 EUR

Stand: 21. November 2018; Quelle: Commerzbank AG

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.