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Steigende Inflationserwartungen belasten defensive Sektoren

Anhaltendes starkes Wirtschaftswachstum und positive Arbeitsmarktdaten führten in den vergangenen Wochen wieder zu steigenden Inflationserwartungen in den USA. Zudem sollte die EZB die Anleihenkäufe am Jahresende endlich einstellen. Diese Gemengelage wird die Diskussionen über eine zunehmend weniger expansive Geldpolitik insbesondere in den USA weiter anheizen, was teilweise jetzt schon eine höhere Volatilität am Aktienmarkt zur Folge hat. Insbesondere defensive Sektoren wie Nahrungsmittel, aber auch der Immobiliensektor sollten darunter am meisten leiden.

Die mittel- bis langfristigen Inflationserwartungen in den USA haben in den vergangenen Wochen wieder einen Aufwärtstrend gestartet. Zusammen mit dem Ende der Anleihenkäufe der EZB sollten die Diskussionen über eine zunehmend weniger expansive Geldpolitik insbesondere in den USA weiter anheizen. Die jeweilige Kurssensitivität auf steigende Inflationserwartungen und daraus mögliche resultierende Zinserhöhungen fallen bei europäischen Sektoren/Unternehmen sehr unterschiedlich aus:

  • Aus fundamentaler Sicht sollten insbesondere hochverschuldete Unternehmen und der Immobiliensektor davon negativ betroffen sein.
  • Defensive Sektoren geraten meistens auch unter Druck, da steigende Zinsen bzw. Zinserwartungen ein defensives Alternativinvestment darstellen.
  • Der Banken- und der Versicherungssektor konnten in der Vergangenheit meist davon profitieren.

Dies bestätigt auch unsere Korrelationsanalyse. Bei dieser Analyse wird die durchschnittliche Korrelation zwischen relativer Performance der Sektoren/Unternehmen und Veränderungsraten von Inflations- und Zinsindikatoren in den vergangenen fünf Jahren betrachtet (siehe Grafik 1).

Grafik 1: Steigende Inflations- bzw. Zinserwartungen bremsen defensive Sektoren

STOXX-Sektoren: Durchschnittliche Korrelation von relativer Performance und Inflations- und Zinsindikatoren

Grafik 1: Steigende Inflations- bzw. Zinserwartungen bremsen defensive Sektoren
Stand: Oktober 2018; Quelle: Datastream, Commerzbank Research

Dabei ist ganz klar zu erkennen, dass der Immobiliensektor von weiter steigenden Zinsen belastet und der Bankensektor unterstützt werden sollte. Zudem sind eher defensive Sektoren/Unternehmen wie Nahrungsmittel, Versorger und Pharma eher negativ mit steigenden Inflations- und Zinserwartungen korreliert.

Dasselbe Muster der Kurssensitivität auf steigende Inflationserwartungen bzw. weiterhin steigende Zinsen bestätigt auch die Korrelationsanalyse mit den einzelnen Unternehmen des DAX.

Auch hier ist klar zu erkennen, dass defensive Unternehmen wie unter anderem Henkel und Beiersdorf und das Immobilienunternehmen Vonovia stark negativ mit steigenden Inflations- bzw. Zinserwartungen korreliert sind.

Grafik 2: Steigende Inflations- bzw. Zinserwartungen bremsen Immobilienunternehmen

DAX: Durchschnittliche Korrelation von relativer Performance und Inflations- und Zinsindikatoren

Grafik 2: Steigende Inflations- bzw. Zinserwartungen bremsen Immobilienunternehmen
Stand: Oktober 2018; Quelle: Datastream, Commerzbank Research

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WKN

Pauschalgebühr p.a.

Ertragsverwendung

Geld-/Briefkurs

STOXX Europe 600 Banks

ETF 062

0,25 %

Ausschüttend

34,26/34,30 EUR

STOXX Europe 600 Automobiles & Parts

ETF 061

0,25 %

Ausschüttend

85,59/85,67 EUR

STOXX Europe 600 Basic Resources

ETF 063

0,25 %

Ausschüttend

90,59/90,71 EUR

STOXX Europe 600 Oil & Gas

ETF 072

0,25 %

Ausschüttend

83,14/83,31 EUR

STOXX Europe 600 Insurance

ETF 070

0,25 %

Ausschüttend

57,71/57,80 EUR

Faktor-Zertifikate

WKN

Basiswert

Strategie

Faktor

Laufzeit

Geld-/Briefkurs

CJ2 36L

Deutsche Bank

Long

5

Unbegrenzt

4,94/4,96 EUR

CJ2 36G

BMW

Long

5

Unbegrenzt

4,21/4,22 EUR

CJ2 364

Volkswagen Vz.

Long

5

Unbegrenzt

4,13/4,14 EUR

CJ2 1WD

Beiersdorf

Short

–5

Unbegrenzt

6,00/6,02 EUR

CJ2 3TK

Vonovia

Short

–5

Unbegrenzt

4,63/4,67 EUR

CJ2 3TF

Henkel Vz.

Short

–5

Unbegrenzt

5,98/6,01 EUR

Stand: 18. Oktober 2018; Quelle: Commerzbank AG

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de (für Zertifikate) bzw. unter www.comstage.de (für ETFs) zur Verfügung.