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Marktbericht

Herbststürme stehen vor der Tür

Viele Experten rechnen mit einem rauen Börsen-Herbst. Sofern die Warnzeichen richtig gedeutet werden, könnte dieser Herbst für ordentlich Unruhe an den internationalen Aktienmärkten sorgen. Der drohende Handelskrieg tut sein Übriges dazu. Vor diesem Hintergrund sind viele Anleger eher vorsichtig, wenn es um eine Anlage am Aktienmarkt geht. Jedoch gibt es einige Alternativen, um sich wetterfest auf die möglichen Herbststürme vorzubereiten.

Eine Alternative sind zum Beispiel Discount-Zertifikate. Diese beliebten Anlagezertifikate sind grundsätzlich mit einer Gewinnbegrenzung ausgestattet. Dafür liegt der Kaufkurs dieser Zertifikate meist deutlich unter dem aktuellen Kurs des zugrunde liegenden Basiswerts. Dadurch kann das Verlustrisiko verringert werden. Dementsprechend sind Discount-Zertifikate ein ideales Instrument, um sich auf fallende Aktienkurse vorzubereiten. Allerdings können Verluste nicht komplett ausgeschlossen werden. An einem Beispiel auf den weltweit viel beachteten Index, den S&P 500, soll die Funktionsweise verdeutlicht werden.

Grafik 1: Wertentwicklung S&P 500
Grafik 1: Wertentwicklung S&P 500
Stand: 17. September 2018; Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

In den vergangenen fünf Jahren ist der S&P 500 um rund 70 Prozent gestiegen. Dass diese Entwicklung keine Einbahnstraße ist und der S&P 500-Index nicht jedes Jahr weiter zulegen wird, ist den meisten Börsenprofis klar. Jedoch ist es sehr schwer vorherzusehen, wann die Aktienmärkte diese Entwicklung stoppen. Mit einem Discount-Zertifikat auf den S&P 500 kann man an der Entwicklung der Aktienmärkte teilhaben und das Verlustrisiko gleichzeitig eindämmen.

Bei einem Vergleich von drei Discount-Zertifikaten wird schnell deutlich, wie diese Zertifikate sehr unterschiedlich auf die Entwicklung des S&P 500 reagieren. Im ersten Beispiel (siehe Tabelle 1) liegt der Cap des Discount-Zertifikats bei 3.000 Punkten. Das bedeutet, dass der S&P 500 weitere 4 Prozent* steigen muss, damit die maximale Rendite in Höhe von 10,2 Prozent* erzielt wird. Da der Kaufpreis des Zertifikats unterhalb des Punktestands des S&P 500 liegt, entsteht dem Anleger erst dann ein Verlust, wenn der Index in einem Jahr mehr als 4 Prozent* verliert. Wer mit stärkeren Rückschlägen des US-Markts rechnet, kann beispielsweise ein anderes Discount-Zertifikat auf den S&P 500 mit einem Cap von 2.000 Punkten wählen. Die Rendite liegt hier maximal bei rund 2 Prozent*. Dafür kann der Index bis Juni nächsten Jahres sogar um 31 Prozent* fallen, ohne dass der Anleger einen Verlust erleidet. Ein drittes Beispiel zeigt ein Discount-Zertifikat mit einem Cap von 2.700 Punkten (siehe Tabelle 1). Die maximale Rendite liegt hier bei knapp über 6 Prozent*. Diese wird auch dann erreicht, wenn der US-Index im Juni nächsten Jahres rund 7 Prozent* im Minus notiert. Ab einem Rutsch von mehr als 11 Prozent* erleidet der Inhaber dieses Zertifikats dann auch einen Verlust.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Anleger, die Discount-Zertifikate einsetzen, in der Regel bessergestellt sind als Anleger, die direkt in den S&P 500 investieren. Allerdings gilt das im jeweiligen Beispiel nur, wenn der Index bis zur Fälligkeit des Zertifikats nicht stärker gestiegen ist als die maximale Rendite. Somit sollten Anleger nur dann in Discount-Zertifikate investieren, wenn sie nicht an stark steigende Kurse glauben. Außerdem sollte der Cap von Discount-Zertifikaten so gesetzt werden, dass dieser zum Risikoprofil des Anlegers passt. Dabei gilt: Je niedriger der Cap, desto stärker können Kursverluste des S&P 500 abgefedert werden. Somit bieten Discount-Zertifikate in vielen Situationen eine Alternative zum Direktinvestment und können je nach Ausgestaltung einem Herbststurm widerstehen.

Die Commerzbank bietet derzeit rund 35.000 unterschiedliche Discount-Zertifikate an. Eine Übersicht finden Sie im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de/product-search.

*Aufgrund der Währungsumrechnung kann es teilweise zu anderen Ergebnissen kommen, deswegen wurde in allen diesen Beispielen mit einem Währungsumrechnungskurs zwischen Euro und US-Dollar von 1,1692 gerechnet.

Tabelle 1: Discount-Zertifikate auf den S&P 500

Fälligkeit: Juni 2019; aktueller Kurs S&P 500: 2.897 Punkte

Szenario A

Szenario B

WKN

Cap in Pkt.

Kaufpreis

Kursent-wicklung*

Rendite p.a.*

Kursent-wicklung*

Rendite p.a.*

CA5 G3Q

3.000

23,77 EUR

3,5 %

10,2 %

–4,1 %

0 %

CA5 G3C

2.700

22,02 EUR

–6,8 %

6,2 %

–11,2 %

0 %

CV5 GL4

2.000

17,00 EUR

–31,0 %

2,2 %

–31,4 %

0 %

Stand: 17. September 2018; Quelle: Commerzbank AG, eigene Berechnungen

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.