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Marktbericht

Euro/US-Dollar – Volatilität bietet Trading-Chancen

Kein Trend hält ewig – und auch keine Seitwärtsphase. Dies zeigte einmal mehr der Euro, als er nach der Italienwahl regelrecht einbrach. Aber alles der Reihe nach.

Zu Beginn dieses Jahres zeigte der US-Dollar größere Schwächen. Die Notierungen verbilligten sich bis auf 1,25 US-Dollar in der Spitze. Das Kuriose daran: Fundamental hätte der US-Dollar an sich stärker werden müssen, da die US-Notenbank nach und nach die Zinsen erhöht. Dies wiederum lässt US-Staatsanleihen als Anlagealternative attraktiver werden, die Nachfrage nach US-Dollar steigt.

Allerdings führten Analysten auch Gründe an, welche die US-Dollarschwäche erklären können. Zum einen wächst, begünstigt durch die Steuerreform, das US-Haushaltsdefizit. Zum anderen konnte auch eine gewisse Eurostärke beobachtet werden – nicht zuletzt durch die Regierungsbildung in Deutschland, die mit der großen Koalition eine gewisse Stabilität und Kontinuität in Bezug auf den Euro erwarten lässt. In den folgenden drei Monaten, bis Ende April, lief das Währungspaar fortan seitwärts in einer Trading-Range von ca. 1,22 bis 1,25 US-Dollar (siehe Grafik 1).

Grafik 1: Entwicklung Euro/US-Dollar
Grafik 1: Entwicklung Euro/US-Dollar
Stand: 15. Juni 2018; Quelle: Commerzbank AG
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Die Wende brachte schließlich der Wahlausgang in Italien. Neue Sorgen in Bezug auf die europäische Gemeinschaftswährung lebten auf, zwischenzeitlich galten sogar Neuwahlen als möglich, der Euro stürzte regelrecht ab. Ohne große Gegenbewegung fiel er von 1,23 US-Dollar auf knapp 1,15 US-Dollar, um sich dort zu stabilisieren. Eine so große Bewegung gab es zuletzt im November 2016, ausgelöst durch den Ausgang der US-Wahl.

Doch Ruhe scheint vorerst nicht einzukehren. Als die EZB am 14. Juni ankündigte, zwar die Anleihenkäufe per Jahresende einzustellen, die Leitzinsen aber mindestens bis zum Sommer 2019 auf den momentanen Niveaus zu belassen, brach der Euro erneut um ganze 2 US-Dollarcent an einem einzigen Tag ein. Ein klarer Hinweis, dass der Markt bisher fälschlicherweise davon ausgegangen war, das Ende des Anleihenkaufprogramms würde die geldpolitische Normalisierungsphase einläuten.

Doch solche Situationen bieten gerade für Trader interessante Ansätze. Denn mit Hebelprodukten lassen sich solche Kursbewegungen besser ausnutzen, wobei die Bewegungen nicht immer so groß sein müssen wie zuletzt.

Trader finden aufgrund der großen Anzahl an Produkten auf diesen Basiswert nahezu alle Instrumente, von sehr spekulativ bis nahezu ungehebelt. Einen ersten Überblick sowie eine kleine Auswahl an Produkten liefert Tabelle 1.

Bei den klassischen Optionsscheinen entscheidet dabei nicht nur die Bewegung des Basiswerts über den aktuellen Kurs des Papiers, besonders die Volatilität und auch die Restlaufzeit haben einen entscheidenden Einfluss.

Die Turbo-Optionsscheine bieten eine einfachere Preisbildung, besitzen aber im Gegenzug eine Knock-Out-Barriere, bei deren Erreichen das Papier vorzeitig wertlos verfällt.

Die Faktor-Zertifikate weisen als Besonderheit einen konstanten Hebel zum Vortageskurs des Basiswerts auf, wodurch sich jedoch eine Pfadabhängigkeit ergibt. Diese Produkte spielen ihre Stärke besonders in Trendphasen aus.

Viele weitere Produkte sind ebenfalls über die Produktsuche auf www.zertifikate.commerzbank.com zu finden.

Tabelle 1: Ausgewählte Produkte auf den Euro/US-Dollar-Wechselkurs

Euro/US-Dollar

Call/Long

Put/Short

WKN

Basispreis

Hebel

Laufzeit

WKN

Basispreis

Hebel

Laufzeit

Standard-Optionsscheine

CA2 DHJ

1,1000 USD

11,0

19.06.2019

CA2 DKR

1,2600 USD

11,2

19.06.2019

Turbo-Optionsscheine Classic

CE3 GC8

1,0200 USD

7,8

19.09.2018

CV1 QMD

1,3150 USD

7,9

19.09.2018

Turbo-Optionsscheine BEST

CD8 FVC

1,0306 USD

8,9

Unbegrenzt

CD8 NQT

1,2932 USD

8,7

Unbegrenzt

Faktor-Zertifikate

CD9 109

3,0

Unbegrenzt

CD9 10A

3,0

Unbegrenzt

Stand: 15. Juni 2018; Quelle: Commerzbank AG

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.