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Optimistisches Anlegersentiment signalisiert Ende der DAX-Erholung

Durch die jüngste Abwertung des Euro ist die Anlegerstimmung für den DAX wieder in den »optimistischen« Bereich umgeschlagen. So ist der VDAX wieder von 25 auf unter 15 gefallen. Wir werten diesen frischen Optimismus für DAX-Investments als antizyklisches Warnsignal, dass die DAX-Erholung nun langsam auslaufen könnte. Für den Sommer 2018 erwarten wir eine Konsolidierung für den DAX.

Die unerwartet dynamische Trendwende beim US-Dollar hat die Anlegerstimmung für den DAX wieder in den »optimistischen« Bereich getrieben. So hat sich die implizite DAX-Volatilität VDAX wieder von über 25 auf unter 15 beruhigt (siehe Grafik 1).

Grafik 1: VDAX ist wieder auf 15 gesunken

DAX: Implizite Volatilität VDAX-NEW seit 2016

Grafik 1: VDAX ist wieder auf 15 gesunken
Stand: Mai 2018; Quelle: Datastream, Commerzbank AG
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

In unserem DAX-Szenario erwarten wir einen VDAX zwischen 15 und 25 für die kommenden Monate. Wir werten daher den niedrigen VDAX als Signal, dass die jüngste DAX-Erholung nun langsam auslaufen sollte. Für den Sommer 2018 halten wir eine weitere DAX-Konsolidierung für wahrscheinlich.

In den USA haben sich Sentiment-Indikatoren von einer »sehr pessimistischen« wieder in eine »neutrale« Einschätzung verändert. Die implizite Volatilität VIX für den S&P 500 ist von über 20 wieder auf unter 15 gesunken. Und auch der Anteil der Pessimisten unter US-Privatinvestoren (AAII-Umfrage) hat sich von relativ hohen 40 Prozent wieder auf 25 Prozent nach unten bewegt.

Kurzfristig sehen wir eine Reihe von Warnsignalen, die eine DAX-Konsolidierung im Sommer auslösen könnten. So entwickelt sich der Ifo-Index deutlich schlechter als erwartet, und die US-Zinsstrukturkurve hat sich unerwartet dynamisch weiter verflacht. Mittlerweile liegt in den USA die Rendite für zweijährige Staatsanleihen mit 2,5 Prozent erstmals in diesem neunjährigen Aktienbullenmarkt über der S&P 500-Dividendenrendite von 2,4 Prozent (siehe Grafik 2).

Grafik 2: Starker Anstieg der Kurzfristzinsen in den USA

Rendite für zweijährige US-Anleihen, S&P 500-Dividendenrendite

Grafik 2: Starker Anstieg der Kurzfristzinsen in den USA
Stand: Mai 2018; Quelle: Datastream, Commerzbank AG
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Zudem werten wir die relativ enttäuschende DAX-Gewinnsaison mit relativ vielen Gewinnwarnungen als Warnsignal für die kommenden Monate. Zuletzt hatten 15 der 30 DAX-Unternehmen fallende Gewinnerwartungen.

Mittelfristig finden wir jedoch weiterhin einige wichtige Trends, warum der DAX Ende 2018 unser Kursziel von 13.500 Punkten erreichen wird. So wächst die M1-Geldmenge, in vergangenen Zyklen regelmäßig ein guter Frühindikator für die DAX-Entwicklung, weiterhin relativ stark mit 7 Prozent, sowohl im Euroraum als auch in den USA. Zudem liegt die erwartete DAX-Dividendenrendite von 3,2 Prozent immer noch 370 Basispunkte über der Rendite der zweijährigen deutschen Anleihe von –0,5 Prozent.

Tabelle 1: 15 der 30 Unternehmen im DAX hatten zuletzt fallende Gewinnerwartungen

Aktie

Kurs

Gewinnerwartungen 2018 je Aktie in Euro

aktuell

vor drei Monaten

Veränderung in %

Covestro

76,2

10,12

8,55

18,3

Vonovia

41,3

2,92

2,49

17,0

adidas

195,1

8,18

7,88

3,7

Infineon

23,5

0,92

0,90

2,5

BMW

91,6

11,33

11,10

2,1

Deutsche Börse

116,6

5,32

5,21

2,1

RWE

20,3

1,42

1,40

2,0

Daimler

66,8

9,42

9,24

1,9

E.ON

9,5

0,65

0,64

1,4

Volkswagen Vz.

176,2

26,73

26,43

1,1

Deutsche Lufthansa

25,3

4,47

4,46

0,4

Münchener Rück

192,2

16,50

16,48

0,1

Fresenius Medical Care

84,6

4,39

4,39

0,1

BASF

85,7

6,51

6,50

0,1

Henkel Vz.

105,6

6,09

6,13

–0,6

Allianz

201,0

17,30

17,48

–1,0

SAP

96,0

4,31

4,37

–1,4

Siemens

109,7

7,44

7,56

–1,6

Linde

180,0

8,32

8,49

–2,0

Beiersdorf

94,5

3,42

3,53

–3,0

HeidelbergCement

83,7

6,73

7,00

–3,8

Fresenius

66,0

3,41

3,56

–4,4

Continental

228,2

16,66

17,49

–4,8

Deutsche Post

37,2

2,31

2,44

–5,3

Deutsche Telekom

14,6

0,94

1,00

–5,6

Merck

82,7

5,69

6,06

–6,0

Bayer

102,1

6,69

7,24

–7,6

thyssenkrupp

22,4

1,43

1,56

–8,4

Deutsche Bank

11,5

0,65

1,09

–41,0

Stand: 7. Mai 2018; Quelle: Factset, Commerzbank AG
Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

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WKN

Basiswert

Cap

Discount

Max. Rendite p.a.

Bewertungstag

Geld-/Briefkurs

CV7 0P1

DAX

12.000 Pkt.

10,64 %

3,41 %

18.01.2019

117,23/117,24 EUR

CV7 0P6

DAX

12.250 Pkt.

9,14 %

3,99 %

18.01.2019

119,20/119,21 EUR

CV7 0PB

DAX

12.500 Pkt.

7,72 %

4,70 %

18.01.2019

121,06/121,07 EUR

CV7 0PG

DAX

12.750 Pkt.

6,41 %

5,54 %

18.01.2019

122,80/122,81 EUR

CV7 0PM

DAX

13.000 Pkt.

5,22 %

6,53 %

18.01.2019

124,38/124,39 EUR

CV7 0PS

DAX

13.250 Pkt.

4,15 %

7,70 %

18.01.2019

125,81/125,82 EUR

CV7 0PX

DAX

13.500 Pkt.

3,20 %

8,99 %

18.01.2019

127,10/127,11 EUR

CV7 0Q2

DAX

13.750 Pkt.

2,38 %

10,50 %

18.01.2019

128,19/128,20 EUR

Unlimited Turbo-Optionsscheine

WKN

Basiswert

Typ

Basispreis/Knock-Out-Barriere

Hebel

Laufzeit

Geld-/Briefkurs

CV3 3MQ

DAX

Call

11.125,26/11.306,23 Pkt.

6,6

Unbegrenzt

20,01/20,02 EUR

CA1 HVC

DAX

Call

12.010,37/12.206,23 Pkt.

11,8

Unbegrenzt

11,13/11,14 EUR

CA1 YHQ

DAX

Call

12.447,46/12.623,23 Pkt.

19,1

Unbegrenzt

6,84/6,85 EUR

CV7 M32

DAX

Put

13.546,55/13.360,00 Pkt.

30,1

Unbegrenzt

4,36/4,37 EUR

CA9 WZK

DAX

Put

13.989,92/13.830,00 Pkt.

14,8

Unbegrenzt

8,80/8,81 EUR

CA9 WZ5

DAX

Put

14.658,25/14.490,00 Pkt.

8,5

Unbegrenzt

15,43/15,44 EUR

Stand: 18. Mai 2018; Quelle: Commerzbank AG

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.