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Commerzbank Analysen

Schwacher Ifo, starker Euro, Sorgen um Welthandel = niedrigeres DAX-Ziel

Der schwächere Ifo-Index, die jüngste US-Dollar-Schwäche und Sorgen um den Welthandel sind entscheidende Gründe, warum wir unsere Gewinnprognose für die DAX-Unternehmen für 2018 von 1.040 auf 1.000 Punkte senken. In unserem Szenario werden Sorgen um den Welthandel die Weltwirtschaft abbremsen, doch eine Rezession ist unwahrscheinlich. Wir sehen das faire DAX-KGV unverändert bei 13,5. Unser DAX-Jahresendziel sinkt daher leicht von 14.000 auf 13.500 Indexpunkte.

Einige Trends haben sich seit Jahresbeginn schlechter entwickelt als erwartet. So war die jüngste Korrektur des Ifo-Index und des deutschen Einkaufsmanagerindex deutlich stärker als erwartet. Auch die jüngste US-Dollar-Schwäche kam überraschend und könnte ein wichtiger Grund sein, warum die »harten« deutschen Konjunkturdaten im Januar und Februar enttäuscht haben.

Die Inflationserwartungen in den USA sind im ersten Quartal deutlich gestiegen, und der 3-Monats-US-Dollar-Libor hat sich von 1,70 auf 2,35 Prozent erhöht – die US-Zinsstrukturkurve hat sich damit weiter verflacht (siehe Grafik 1).

Grafik 1: Vorsicht vor der flachen US-Zinsstrukturkurve

USA: Bondrendite (10 Jahre) und US-Dollar-Libor (3 Monate)

Stand: April 2018; Quelle: Datastream, Commerzbank AG
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

In China hat sich das Wachstum der M1-Geldmenge von 15 auf 8 Prozent abgeschwächt. Zudem hatten wir nicht den drohenden Handelskrieg zwischen den USA und China auf der Rechnung, was den exportstarken DAX besonders belastet. Eine Reihe von DAX-Unternehmen hat nur sehr vorsichtige Ausblicke auf das Jahr 2018 gegeben, sodass im vergangenen Quartal für 15 DAX-Unternehmen die durchschnittlichen Gewinnprognosen für 2018 nach unten angepasst wurden.

Und schließlich hatten wir in unserem Ausblick ein »Comeback der Volatilität« prognostiziert, doch das Ausmaß der jüngsten Kursschwankungen hatten wir nicht erwartet.

Für manche Investoren markiert dieses enttäuschende erste Quartal den Beginn eines lang anhaltenden DAX-Bärenmarkts. Wir sind nicht in diesem pessimistischen Lager, da ein Großteil der monetären Indikatoren weiterhin positive Signale sendet. So wird die EZB wahrscheinlich erst im dritten Quartal 2019 erstmals ihre Leitzinsen anheben. Die anhaltend niedrigen Zinsen für kurzfristige Euroanlagen sollten dazu führen, dass das Wachstum der M1-Geldmenge (derzeit 8 Prozent, siehe Grafik 2) weiterhin robust bleiben sollte.

In den USA wächst die M1-Geldmenge ebenfalls relativ stark mit 7 Prozent. Und die Notenbanken in den Emerging Markets haben, im Gegensatz beispielsweise zu 2007/2008, zuletzt ihre Leitzinsen stetig nach unten angepasst.

Grafik 2: Bullentrend starkes Euro-Geldmengenwachstum

Euroraum: Wachstum der M1-Geldmenge gegenüber Vorjahr

Stand: April 2018; Quelle: Datastream, Commerzbank AG

Tabelle 1: 15 der 30 Unternehmen im DAX hatten zuletzt fallende Gewinnerwartungen

Aktie

Kurs

Gewinnerwartungen 2018 je Aktie in Euro

aktuell

vor drei Monaten

Veränderung in %

Covestro

81,3

9,64

7,92

21,7

Vonovia

40,2

2,87

2,49

15,0

Deutsche Lufthansa

25,8

4,48

4,33

3,5

Daimler

69,6

9,38

9,10

3,1

BASF

84,4

6,51

6,33

2,8

BMW

88,7

11,25

11,00

2,3

adidas

204,2

8,11

7,94

2,2

Deutsche Börse

112,7

5,32

5,23

1,8

Fresenius Medical Care

83,2

4,43

4,37

1,3

Volkswagen Vz.

167,1

26,56

26,25

1,2

Allianz

187,4

17,38

17,19

1,1

Siemens

104,7

7,55

7,52

0,3

E.ON

9,1

0,65

0,65

0,0

Münchener Rück

193,7

16,46

16,46

0,0

Henkel Vz.

108,1

6,11

6,12

–0,2

Linde

166,1

8,34

8,43

–1,1

SAP

86,7

4,34

4,41

–1,5

Continental

222,8

17,24

17,72

–2,7

Fresenius

63,9

3,50

3,59

–2,7

HeidelbergCement

81,0

6,90

7,11

–2,9

Deutsche Post

36,1

2,36

2,45

–3,4

Beiersdorf

93,6

3,43

3,57

–3,9

Deutsche Telekom

13,5

0,95

1,00

–5,0

RWE

20,1

1,46

1,54

–5,4

Merck

80,7

5,73

6,08

–5,7

Infineon

21,4

0,89

0,94

–5,9

Bayer

94,2

6,74

7,42

–9,1

thyssenkrupp

21,9

1,45

1,60

–9,5

Deutsche Bank

11,7

1,00

1,26

–20,7

Stand: 5. April 2018; Quelle: Factset, Commerzbank AG

Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

Anlageidee: Partizipieren Sie an der Entwicklung des DAX

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WKN

Basiswert

Cap

Discount

Max. Rendite p.a.

Bewertungstag

Geld-/Briefkurs

CV7 0P1

DAX

12.000 Pkt.

7,80 %

4,85 %

18.01.2019

115,67/115,68 EUR

CV7 0P6

DAX

12.250 Pkt.

6,49 %

5,72 %

18.01.2019

117,35/117,36 EUR

CV7 0PB

DAX

12.500 Pkt.

5,28 %

6,71 %

18.01.2019

118,88/118,89 EUR

CV7 0PG

DAX

12.750 Pkt.

4,19 %

7,83 %

18.01.2019

120,26/120,27 EUR

CV7 0PM

DAX

13.000 Pkt.

3,24 %

9,15 %

18.01.2019

121,46/121,47 EUR

CV7 0PS

DAX

13.250 Pkt.

2,42 %

10,64 %

18.01.2019

122,49/122,50 EUR

CV7 0PX

DAX

13.500 Pkt.

1,75 %

11,85 %

18.01.2019

123,35/123,36 EUR

CV7 0Q2

DAX

13.750 Pkt.

1,23 %

14,15 %

18.01.2019

124,01/124,02 EUR

Unlimited Turbo-Optionsscheine

WKN

Basiswert

Typ

Basispreis/ Knock-Out-Barriere

Hebel

Laufzeit

Geld-/Briefkurs

CA1 HVE

DAX

Call

11.981,96/12.153,28 Pkt.

21,8

Unbegrenzt

5,75/5,76 EUR

CA1 HU0

DAX

Call

11.841,86/12.010,28 Pkt.

17,4

Unbegrenzt

7,18/7,19 EUR

CV3 3MQ

DAX

Call

11.076,50/11.257,37 Pkt.

8,5

Unbegrenzt

14,84/14,85 EUR

CV7 X45

DAX

Put

13.284,60/13.100,00 Pkt.

17,3

Unbegrenzt

7,25/7,26 EUR

CV7 X4K

DAX

Put

13.424,26/13.240,00 Pkt.

14,5

Unbegrenzt

8,63/8,64 EUR

CV3 3PK

DAX

Put

14.179,76/13.990,00 Pkt.

7,8

Unbegrenzt

16,18/16,19 EUR

Stand: 20. April 2018; Quelle: Commerzbank AG

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.