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Gesunde DAX-Konsolidierung oder Start eines DAX-Bärenmarkts?

In unserem Szenario ist der jüngste DAX-Rutsch eine Konsolidierung in einem noch intakten Bullenmarkt. Ein DAX-Bärenmarktszenario, vergleichbar mit den Jahren 1990, 2001 und 2008, halten wir vor dem Hintergrund des starken Geldmengenwachstums in den USA und der weiter relativ steilen US-Zinsstrukturkurve für unwahrscheinlich. Steigende Inflationserwartungen und der dadurch drohende abnehmende Rückenwind durch die globalen Notenbanken werden 2018 zu einer anhaltend hohen Volatilität führen. Doch diese Trends bedeuten nicht das Ende des DAX-Bullenmarkts.

In der zweiten Februarwoche schloss der DAX erstmals wieder deutlich unter seiner 200-Tage-Linie von 12.700 Punkten (siehe Grafik 1).

Grafik 1: Warnsignal! DAX fällt unter die 200-Tage-Linie

DAX und seine 200-Tage-Linie seit„ 2009

Grafik 1: Warnsignal! DAX fällt unter die 200-Tage-Linie
Stand: Februar 2018; Quelle: Datastream, Commerzbank AG
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.­

Aktienpessimisten zeichnen nun Parallelen zu den Jahren 1990, 2001 und 2008, in denen der DAX-Rutsch unter seine 200-Tage-Linie ein mittelfristiges DAX-Verkaufssignal war. Aus Sicht der Aktienbären hat der DAX daher am 23. Januar mit 13.559 Indexpunkten sein Hoch gesehen – ein Gewinn von 270 Prozent in diesem Bullenmarkt. Und der S&P 500 hat drei Tage später mit 2.873 Indexpunkten sein Zyklushoch gesehen – eine beeindruckende Performance von 320 Prozent in neun Jahren.

Wir gehören nicht zum Lager dieser Pessimisten, da die Jahre 1990, 2001 und 2008 geprägt waren von einem schwachen Wachstum der M1-Geldmenge in den USA und einer inversen US-Zinsstrukturkurve. Derzeit wächst dagegen das täglich verfügbare Geld in den USA immer noch sehr stark mit 8 Prozent (siehe Grafik 2).

Grafik 2: US-Geldmenge wächst immer noch stark

USA: Wachstum der M1-Geldmenge gegenüber Vorjahr

Grafik 2: US-Geldmenge wächst immer noch stark
Stand: Februar 2018;  Quelle: Bloomberg, Commerzbank AG

Und die US-Zinsstrukturkurve ist in den vergangenen Quartalen zwar flacher geworden, doch von einer inversen Kurve sind wir noch weit entfernt.

Die Aktienpessimisten vertreten dagegen die Meinung, die Veränderung der Bilanzsummen der globalen Notenbanken sei der entscheidende monetäre Trend für Aktien geworden. Wir teilen die Sicht der Aktienbären, dass die Aktienmärkte mit dem schleichenden Ende der Anleihenkäufe der Notenbanken einen wichtigen Rückenwind verloren haben. Doch in den USA konnte der S&P 500 seinen Bullenmarkt fortsetzen, obwohl die US-Notenbank schon 2015 ihre Anleihenkäufe beendet hat. Das Wachstum der M1-Geldmenge in den USA blieb jedoch seit 2015 robust zwischen 6 und 10 Prozent. Daher ist das Geldmengenwachstum in unserem Szenario der entscheidende und wichtigere monetäre Trend, warum der S&P 500 in den vergangenen Jahren auch ohne Anleihenkäufe der Fed seine Hausse fortsetzen konnte.

Zudem entwickelt sich das Gewinnbild an den Börsen trotz der jüngsten Börsenunruhen weiterhin sehr positiv – insbesondere in den USA dank der positiven Effekte der Steuerreform. So hatten im vergangenen Quartal beeindruckende 28 der 30 Unternehmen im Dow Jones-Index positive Gewinnrevisionen für das laufende Geschäftsjahr (siehe Tabelle 1). In unserem Szenario gehen wir daher davon aus, dass sich die Aktienmärkte nach einem sehr nervösen Februar im März und April wieder erholen werden.

Tabelle 1: 28 der 30 Unternehmen im Dow Jones hatten zuletzt steigende Gewinnerwartungen

Aktie

Kurs in USD

Gewinnerwartungen 2017 je Aktie in Euro

aktuell

vor drei Monaten

Veränderung in %

Boeing

343,8

13,86

11,03

25,6

Chevron

114,0

6,14

5,00

22,9

Exxon

76,4

4,66

3,99

16,6

Verizon

50,1

4,50

3,86

16,5

Caterpillar

152,3

8,97

7,75

15,7

UnitedHealth

225,7

12,45

10,86

14,7

JPMorgans

111,7

8,76

7,65

14,5

Home Depot

184,1

9,32

8,32

12,0

Travelers

138,1

10,74

9,61

11,8

Walt Disney

103,4

6,96

6,27

10,9

3M

229,2

10,48

9,58

9,4

American Express

94,7

7,10

6,50

9,3

Intel

44,8

3,54

3,25

9,0

McDonald's

163,9

7,57

7,00

8,2

Visa

118,5

4,40

4,06

8,2

Mircosoft

89,1

3,63

3,38

7,1

Wal-Mart

99,6

4,97

4,64

7,1

Pfizer

34,7

2,94

2,75

6,8

Goldman Sachs

253,2

21,33

20,30

5,1

United Tech

127,4

7,06

6,82

3,5

Johnson & Johnson

130,3

8,10

7,86

3,0

Merck

55,4

4,17

4,09

1,9

Cisco

40,6

2,47

2,43

1,7

Coca-Cola

44,0

2,01

1,98

1,6

Procter & Gamble

81,3

4,20

4,15

1,2

DowDuPont

71,8

4,14

4,09

1,2

Apple

162,7

11,50

11,39

1,0

NIKE

66,0

2,68

2,66

0,6

IBM

151,4

13,83

13,92

–0,7

General Electric

14,8

0,99

1,13

–12,0

Stand: 12. Februar 2018; Quelle: Factset, Commerzbank AG
Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

Anlageidee: Partizipieren Sie an der Entwicklung ausgewählter US-Einzelaktien

Nutzen Sie die Einschätzungen unserer Experten und partizipieren Sie an der Entwicklung ausgewählter Einzelaktien. Ein Überblick über das gesamte Produktspektrum an Optionsscheinen und Zertifikaten steht Ihnen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.

Aber Achtung: Da die von der Commerzbank angebotenen Produkte in Euro notieren, die Handelswährung der genannten Aktien aber US-Dollar ist, besteht für den Investor ein Währungsrisiko. Ein steigender Euro/US-Dollar-Wechselkurs wirkt sich negativ auf den Wert des Zertifikats aus.

Unlimited Turbo-Optionsscheine

WKN

Basiswert

Typ

Basispreis/ Knock-Out-Barriere

Quanto

Laufzeit

Hebel

Geld-/Briefkurs

CV3 2F8

Boeing

Call

222,44/231,72 USD

Nein

Unbegrenzt

2,6

10,90/10,92 EUR

CV7 9B1

Boeing

Put

485,40/465,88 USD

Nein

Unbegrenzt

2,8

10,43/10,45 EUR

CV3 2GL

Chevron

Call

61,97/63,96 USD

Nein

Unbegrenzt

2,2

4,09/4,10 EUR

CV4 HYZ

Chevron

Put

182,53/177,01 USD

Nein

Unbegrenzt

1,6

5,70/5,71 EUR

CV3 TYV

Caterpillar

Call

116,22/121,04 USD

Nein

Unbegrenzt

3,8

3,31/3,32 EUR

CV4 PL9

Caterpillar

Put

206,82/198,52 USD

Nein

Unbegrenzt

3,1

4,06/4,07 EUR

CV3 6EV

Home Depot

Call

111,31/114,84 USD

Nein

Unbegrenzt

2,4

6,32/6,33 EUR

CV5 N81

Home Depot

Put

261,30/253,43 USD

Nein

Unbegrenzt

2,6

5,91/5,92 EUR

Faktor-Zertifikate

WKN

Basiswert

Strategie

Faktor

Laufzeit

FXopt

Geld-/Briefkurs

CV1 Z8H

Boeing

Long

3

Unbegrenzt

Nein

25,00/25,11 EUR

CE7 YXJ

Boeing

Short

–3

Unbegrenzt

Nein

0,73/0,74 EUR

CV1 Z8R

Exxon

Long

3

Unbegrenzt

Nein

7,69/7,71 EUR

CE7 YYG

Exxon

Short

–3

Unbegrenzt

Nein

8,19/8,22 EUR

CV1 Z8J

Caterpillar

Long

3

Unbegrenzt

Nein

17,46/17,54 EUR

CE7 YXP

Caterpillar

Short

–3

Unbegrenzt

Nein

1,18/1,19 EUR

Stand: 20. Februar 2018; Quelle: Commerzbank AG

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.