Editorial

Liebe Leser,

erinnern Sie sich noch an den Sony-Walkman? Der tragbare Kassettenspieler war das Statussymbol der Jugendlichen in den Achtzigerjahren und ein weltweiter Exportschlager aus Japan. Und es war nicht der einzige. Unternehmen wie Toyota machten in diesem Jahrzehnt sogar Unternehmen aus der Wirtschaftsmacht USA Konkurrenz. Was heute China ist, war damals Japan. Die Euphorie fand allerdings Ende 1989 mit dem Platzen der Blase am Aktienmarkt ein jähes Ende. Was folgte, war eine lange Bereinigungskrise, die den Neunzigerjahren in Japan den Namen »Verlorenes Jahrzehnt« bescherte. Seitdem gilt das Land der aufgehenden Sonne eher als Sorgenkind denn als Wirtschaftsmacht. Doch sollte man sich von der öffentlichen Wahrnehmung nicht täuschen lassen. Denn Ende 2017 dürfte die japanische Wirtschaft das achte Quartal in Folge expandiert haben. Japans Premierminister Abe stellt sich gern als Vater des Erfolgs dar. Ob er wirklich die treibende Kraft hinter dem Aufschwung ist oder doch andere Faktoren bedeutenden Einfluss haben, erfahren Sie von den Analysten der Volkswirtschaftlichen Analyse.

Am 8. November 2016 fand die Wahl zum 58. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika statt. Das Ergebnis kam für viele mehr als überraschend, und es häuften sich Untergangsszenarien, die mit dem Präsidenten Donald Trump assoziiert wurden. Seit seiner Amtseinführung am 20. Januar 2017 ist nun etwas mehr als ein Jahr – mit vielen Kontroversen und Schlagzeilen – vergangen. Doch ein großer Knall blieb bislang aus. War die Diskussion im Vorfeld also »Viel Lärm um nichts«? Das erfahren Sie von unseren Analysten in der vorliegenden Ausgabe.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen des neuen ideas-Magazins!