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Marktbericht

DAX startet fulminant ins Jahr 2018

Für alle, die an die Statistik und die Historie glauben, sehen die Vorzeichen für das Jahr 2018 beim DAX mehr als gut aus. Die erste Handelswoche des Jahres gilt als »Omen« für das gesamte Börsenjahr. Die Regel besagt, dass die Kursentwicklung des DAX in der ersten Woche die Grundtendenz für das gesamte Jahr vorgibt. Startet der DAX mit einem Plus ins Jahr, soll auch das Gesamtjahr positiv abschließen und umgekehrt. Prüft man diese Regel im historischen Verlauf des DAX, so liegt die Trefferquote immerhin bei 70 Prozent.

2018 startete der DAX mit einem Plus von 3,1 Prozent in die erste Woche und stieg damit so stark wie selten in der Geschichte. Nur in den Jahren 1999 (+7,8 Prozent) und 2003 (+3,5 Prozent) sah es noch besser aus. Und die Jahresperformance toppte diese Werte sogar: Das Jahr 1999 schloss der DAX mit einem Plus von 39 Prozent ab und das Jahr 2003 mit 37 Prozent. Die Vorzeichen für dieses Jahr sehen dementsprechend gut aus. Allerdings bleibt zu berücksichtigen, dass diese Börsenregel zwar häufig aufgeht, aber eben auch nicht immer. So zum Beispiel im Jahr 1990: Der DAX startete ähnlich stark wie dieses Jahr mit einem Plus von 3 Prozent in die erste Handelswoche. Im Jahresverlauf geriet der Index dann aber unter die Räder und beendete das Jahr mit einem Minus von 22 Prozent.

Tabelle 1: DAX-Jahresstart versus Gesamtjahr

Jahr

Entwicklung erste fünf Handelstage

Entwicklung DAX ganzes Jahr

1988

2,5 %

32,8 %

1989

2,4 %

34,8 %

1990

3,0 %

-21,9 %

1991

–3,2 %

12,9 %

1992

0,0 %

–2,1 %

1993

–0,9 %

46,7 %

1994

–2,4 %

–7,1 %

1995

–2,3 %

7,3 %

1996

2,8 %

27,8 %

1997

0,6 %

47,1 %

1998

2,3 %

17,7 %

1999

7,8 %

39,1 %

2000

–2,5 %

–7,5 %

2001

–0,6 %

–19,8 %

2002

1,5 %

–43,9 %

2003

3,5 %

37,1 %

2004

2,0 %

7,3 %

2005

1,4 %

27,1 %

2006

2,4 %

22,0 %

2007

0,2 %

22,3 %

2008

–2,7 %

–40,4 %

2009

1,4 %

23,8 %

2010

1,3 %

16,1 %

2011

0,5 %

–14,7 %

2012

2,7 %

29,1 %

2013

1,1 %

25,5 %

2014

–0,6 %

2,7 %

2015

0,3 %

9,6 %

2016

–8,3 %

6,9 %

2017

1,0 %

12,5 %

2018

3,1 %

Stand: 15. Januar 2018; Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen

Für Anleger wird auch das Jahr 2018 eine Herausforderung darstellen. Obwohl die Zinsen in Europa leicht gestiegen sind, liegen sie nach wie vor auf historisch niedrigem Niveau. Demgegenüber ist der Aktienmarkt (DAX) seit Ende 2011 um rund 130 Prozent gestiegen.

Wer jetzt weiter an steigende Aktienkurse glaubt, kann direkt in Aktien investieren. Ebenfalls stehen beispielsweise Index-Zertifikate zur Verfügung, über die gleich ein ganzer Index gekauft werden kann. Managementgebühren fallen bei diesen Zertifikaten in der Regel keine an, sodass diese eine günstige Investitionsmöglichkeit darstellen können.

Wer trotz guter Erwartungen eine Absicherung fürs Depot sucht, der kann beispielsweise ergänzend Put Optionsscheine kaufen. Diese können mit dem Kauf eines Index-Zertifikats kombiniert werden. So können sich Privatanleger gegen Kursverluste schützen und trotzdem vom steigenden Aktienmarkt profitieren. Je nach Laufzeit und Basispreis ergeben sich dann unterschiedliche Absicherungsmodelle. Drei Modelle sollen hier beispielhaft vorgestellt werden:

Kauf eines Index-Zertifikats in Kombination mit Put Optionsscheinen; Szenario A: Basispreis 13.000 Punkte, Szenario B: Basispreis 12.000 Punkte und Szenario C: Basispreis 10.000 Punkte.

Szenario A:
Wer jetzt einsteigt und sich gegen Verluste absichern möchte, der kann den Kauf eines Index-Zertifikats mit einem Put Optionsschein (WKN: CV6 YB8) mit einer Basis von 13.000 Punkten kombinieren. Sollte der DAX in einem Jahr unterhalb von 13.000 Punkten liegen, wird der Put Optionsschein werthaltig und die jeweilige Differenz zwischen dem DAX und den 13.000 Punkten ausgleichen. Diese Absicherung ist allerdings recht teuer und kostet für ein Jahr rund 5,5 Prozent. Dieser Betrag muss zusätzlich aufgewendet werden und schmälert das Ergebnis auf Jahressicht. Allerdings kann diese Kombination, auch wenn der DAX über 40 Prozent fällt, das Portfolio bei einem Minus von 7 Prozent absichern. Kursgewinne werden dagegen unbegrenzt weitergegeben unter Berücksichtigung der Kosten der Absicherungsstrategie.

Performance Szenario A

DAX in Punkten

DAX ohne Absicherung

DAX mit Absicherung

Absicherung bei 13.000 Punkten

18.480

40 %

33 %

15.840

20 %

14 %

13.200

0 %

–5 %

10.560

–20 %

–7 %

7.920

–40 %

–7 %

Stand: 15. Januar 2018; Quelle: Commerzbank AG, eigene Berechnungen

Szenario B: Wer die Kosten für ein Jahr reduzieren möchte und einen Verlust in Höhe von bis zu 12 Prozent für tragbar hält, der kann einen Put Optionsschein (WKN: CV6 YAN) wählen mit einem Basispreis in Höhe von 12.000 Punkten. Hier kann der Verlust zum Laufzeitende des Optionsscheins maximal rund 12 Prozent betragen. Bewegt sich der DAX nicht, wirken sich die Kosten in Höhe von rund 3 Prozent etwas geringer auf die Gesamtperformance aus:

Performance Szenario B

DAX in Punkten

DAX ohne Absicherung

DAX mit Absicherung

Absicherung bei 12.000 Punkten

18.480

40 %

36 %

15.840

20 %

16 %

13.200

0 %

–3 %

10.560

–20 %

–12 %

7.920

–40 %

–12 %

Stand: 15. Januar 2018; Quelle: Commerzbank AG, eigene Berechnungen

Szenario C: Wer die Kosten für eine solche Absicherungsstrategie sogar auf 1 Prozent senken möchte, der kann dies mit einem Put Optionsschein (WKN: CV6 Y9G) mit einem Basispreis in Höhe von 10.000 Punkten erreichen. Der maximale Verlust erreicht hier dann aber eine Höhe von 25 Prozent. Geht es dagegen aufwärts, liegt die Performance nur knapp unter der des DAX selbst.

Performance Szenario C

DAX in Punkten

DAX ohne Absicherung

DAX mit Absicherung

Absicherung bei 10.000 Punkten

18.480

40 %

39 %

15.840

20 %

19 %

13.200

0 %

–1 %

10.560

–20 %

–21 %

7.920

–40 %

–25 %

Fazit
Diese drei Szenarien zeigen sehr deutlich, wie Optionsscheine als Beimischung zum Depot die Stabilität deutlich steigern können. Nachdem der DAX bereits das sechste Jahr in Folge gestiegen ist und nahe seines Allzeithöchststands notiert, suchen viele Anleger nach Alternativen.

Momentan bietet die Commerzbank rund 2.997 Put Optionsscheine auf den DAX an. Sie unterscheiden sich jeweils in der Laufzeit und im Basispreis. Bei dieser großen Auswahl wird nahezu jeder Anleger einen geeigneten Optionsschein für die individuelle Strategie finden.

Anlageidee: Put Optionsscheine

WKN

Basiswert

Basispreis

Bezugsverhältnis

Bewertungstag

Geld-/Briefkurs

CV6 YB8

DAX

13.000 Pkt.

100:1

18.01.2019

6,51/6,52 EUR

CV6 YAN

DAX

12.000 Pkt.

100:1

18.01.2019

3,72/3,73 EUR

CV6 Y9G

DAX

10.000 Pkt.

100:1

18.01.2019

1,14/1,15 EUR

Stand: 22. Januar 2018; Quelle: Commerzbank AG

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.