Titelthema

Trends 2018 – Ausblick auf das kommende Börsenjahr

Hinter uns liegt ein erfreuliches Börsenjahr 2017. Gleich zu Beginn des Jahres konnte der Dow Jones – getragen von der Trump-Rally – zum ersten Mal in seiner über 130-jährigen Geschichte die 20.000-Punkte-Marke durchbrechen. Dies sollte nicht der letzte Rekordstand bleiben, den es im Jahresverlauf zu vermelden gab. So markierten auch der S&P 500, die Nasdaq und nicht zuletzt der DAX neue Höchststände.

Faktoren, die dafür sorgten, dass 2017 besser als von vielen im Vorfeld erwartet verlief, waren unter anderem die Geldpolitik der Notenbanken und steigende globale Wachstumserwartungen. Positiv wirkte sich auch aus, dass nach den Wahlsiegen von Mark Rutte in den Niederlanden und Emmanuel Macron in Frankreich das Risiko für ein Auseinanderbrechen der EU vorerst deutlich verringert wurde.

Spannend verspricht das Jahr 2018 zu werden. In Deutschland steht die Bildung einer Regierung bevor. Nachdem die Sondierungsgespräche zwischen CDU/CSU, FDP und Grünen für eine Jamaika-Koalition Ende des Jahres 2017 gescheitert sind, steht die Frage im Raum, ob es doch zu einer Neuauflage der Groko kommt oder es am Ende heißt, alles auf Anfang: Neuwahlen.

Risikofaktoren für die EU könnten sich bei den Parlamentswahlen in Italien in der ersten Jahreshälfte 2018 ergeben – je nachdem, wie das Abschneiden der eurokritischen Protestpartei 5-Sterne-Bewegung ausfällt. Zudem dürfte die weitere Entwicklung des Brexit weiter in den Fokus rücken.

Schaut man über den großen Teich, wird Jerome Powell Anfang Februar 2018 Janet Yellen an der Spitze der Fed ablösen. Unter ihr gab es im vergangenen Jahr ganze drei Zinserhöhungen und es wird erwartet, dass unter Powell weitere Zinsschritte folgen werden. Für die EZB wird eine schnelle Abkehr von der Nullzinspolitik wahrscheinlich vorerst kein Thema sein und die Zinsschere zwischen dem Euroraum und den USA 2018 wohl weiter auseinandergehen.

Damit das kommende Börsenjahr für Sie ein erfolgreiches wird, möchten wir Ihnen, traditionell zum Jahresauftakt, die wichtigsten Trends an den Kapitalmärkten aufzeigen. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen und gute Anlageentscheidungen im Jahr 2018!

20 Trends für 2018

Trend 1: Die US-Wirtschaft wächst 2018 mit 2,3 Prozent ähnlich stark wie im Jahr 2017
Die US-Wirtschaft bleibt auch 2018 ein Wachstumsmotor für die Weltwirtschaft. Der Konsum in den USA wird weiterhin gestützt durch die niedrigen Zinsen, und auch die Unternehmensinvestitionen wachsen wieder. Die US-Steuerreform könnte laut unseren Schätzungen das Wachstum um 0,3 Prozentpunkte erhöhen. Nominal wird die US-Wirtschaft 4,3 Prozent im Jahr 2018 zulegen. Ein Großteil der DAX-Unternehmen sollte damit 2018 über weiter wachsende Umsätze in ihrem USA-Geschäft berichten (siehe Tabelle 1).

Tabelle 1: Commerzbank Prognosen für Bruttoinlandsprodukt und Inflation

Wachstum BIP im Quartalsvergleich in %

BIP im Jahresvergleich in %

Inflation in %

Q4 17

Q1 18

Q2 18

Q3 18

Q4 18

Q1 19

Q2 19

Q3 19

Q4 19

2017

2018

2019

2017

2018

2019

Deutschland

0,7

0,6

0,6

0,5

0,5

0,4

0,4

0,4

0,4

2,3

2,5

1,8

1,7

1,6

2,0

Euroraum

0,6

0,6

0,6

0,6

0,6

0,6

0,6

0,6

0,6

2,3

2,5

2,3

1,5

1,6

1,7

USA

0,5

0,5

0,6

0,6

0,5

0,6

0,6

0,5

0,5

2,2

2,3

2,3

2,1

2,0

2,4

China (Vorjahr)

6,7

6,7

6,4

6,3

6,2

6,2

6,2

6,2

6,2

6,8

6,4

6,2

1,6

2,2

2,2

Stand: 13. Dezember 2017; Quelle: Commerzbank Prognosen. Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

Trend 2: Die Wirtschaft im Euroraum wächst 2018 mit 2,5 Prozent stärker als die US-Wirtschaft
Das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum wächst 2018 sogar etwas stärker als in den USA. Im Gegensatz zur US-Notenbank setzt die EZB ihre sehr expansive Geldpolitik mit weiteren Anleihenkäufen von 30 Milliarden Euro pro Monat fort, sodass die Wirtschaft im Euroraum weiterhin durch ein anhaltendes Niedrigzinsumfeld angefeuert wird. Das nominale Wachstum könnte mit 4,1 Prozent erstmals seit mehreren Jahren wieder über 4 Prozent liegen – ein wertvoller Rückenwind für die DAX-Unternehmen in ihrem Heimatmarkt.

Trend 3: Die deutsche Wirtschaft wächst 2018 mit 2,5 Prozent so stark wie der Euroraum
Die deutsche Wirtschaft ist 2017 mit 2,3 Prozent fast 1 Prozentpunkt stärker gewachsen, als wir es Anfang 2017 erwartet hatten. Wir erwarten für 2018 nun ein ähnlich starkes Wachstum wie 2017, da der Konsum in Deutschland wegen der niedrigen Zinsen erneut deutlich wachsen sollte. Auch die deutschen Exporte sollten dank des starken globalen Wachstums nochmals zulegen können.

Trend 4: Chinas Wachstum wird sich 2018 auf 6,4 Prozent abschwächen
Auch die chinesische Wirtschaft hat uns 2017 mit einem Wachstum von 6,8 Prozent positiv überrascht. Für 2018 erwarten wir nun jedoch ein schwächeres Wachstum. So haben die Autoabsatzzahlen in China zuletzt deutlich an Fahrt verloren, und die Hauspreise liegen in einzelnen Regionen bereits wieder unter ihrem Vorjahresniveau. Einen Einbruch der chinesischen Wirtschaft halten wir jedoch auch 2018 vor dem Hintergrund der anhaltend expansiven Geldpolitik der Bank von China für unwahrscheinlich.

Trend 5: Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen bleibt 2018 sehr niedrig, dank der anhaltenden Anleihenkäufe der EZB
Die Inflation im Euroraum wird auch 2018 mit 1,6 Prozent unter der 2-Prozent-Zielmarke der EZB liegen. Wir erwarten daher, dass die europäische Notenbank ihr Anleihenkaufprogramm 2018 fortsetzen wird. Bis zum Herbst 2018 wird sie wahrscheinlich Anleihen im Volumen von 30 Milliarden Euro je Monat kaufen, um anschließend ein neues Kaufprogramm über 10 Milliarden Euro je Monat zu beschließen. Diese anhaltenden Anleihenkäufe sind ein wichtiger Trend, warum die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen Ende 2018 mit 0,5 Prozent auf einem sehr niedrigen Niveau verharren sollte (siehe Tabelle 2).

Tabelle 2: Commerzbank Prognosen für Leitzinsen und Bondrenditen in Prozent

Prognosen für Quartalsende in Prozent

Q1 2018

Q2 2018

Q3 2018

Q4 2018

EZB-Leitzins

–0,40

–0,40

–0,40

–0,40

Euribor 3 Monate

–0,30

–0,30

–0,30

–0,30

Rendite deutsche Staatsanleihen 10 Jahre

0,50

0,40

0,45

0,50

Fed-Leitzins

1,50

1,75

2,00

2,25

Dollar-Libor 3 Monate

1,65

1,90

2,20

2,40

Rendite US-Staatsanleihen 10 Jahre

2,40

2,50

2,60

2,70

US-Dollar je Euro

1,16

1,14

1,12

1,12

Yen je US-Dollar

113,00

115,00

116,00

118,00

Stand: 13. Dezember 2017; Quelle: Commerzbank Prognosen. Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

Trend 6: Die Renditen für US-Staatsanleihen bleiben niedrig, obwohl die US-Notenbank den Leitzins in drei Schritten auf 2,25 Prozent erhöht
Vor dem Hintergrund der zunehmenden Engpässe am US-Arbeitsmarkt wird die US-Notenbank in drei Schritten ihren Leitzins auf 2,25 Prozent erhöhen. Die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen wird dennoch bis Ende 2018 nur leicht auf 2,7 Prozent zulegen, da die Inflation in den USA 2018 mit 2,0 Prozent weiterhin überraschend moderat bleiben sollte. Die US-Zinsstrukturkurve wird damit 2018 flacher, doch das Warnsignal einer inversen Struktur, in der die Kurzfristzinsen über den Langfristzinsen notieren, wird nicht auftreten.

Trend 7: Drei Leitzinserhöhungen der US-Notenbank drücken den Euro auf 1,12 US-Dollar
Die Eurostärke war für uns eine der größten Überraschungen des Jahres 2017, da wir von einem Seitwärtstrend des Euro ausgegangen waren. Für 2018 erwarten wir nun jedoch wieder einen schwächeren Euro, da die US-Notenbank ihren Leitzins dreimal anheben wird, während die Europäische Zentralbank ihre Anleihenkäufe fortsetzen wird. Wir gehen davon aus, dass der Euro gegenüber dem US-Dollar bis Ende 2018 auf 1,12 US-Dollar abwerten wird.

Trend 8: Der DAX steigt 2018 auf 14.000 Punkte
Gestützt vom robusten nominalen Wachstum von 4 Prozent für das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum und den USA werden die Fundamentaldaten des DAX – die Gewinne, die Dividendensumme, die Buchwerte – 2018 ebenfalls neue Allzeithochs markieren. Der DAX hat demnach auch gute Chancen, 2018 auf das neue Allzeithoch von 14.000 Punkten zu steigen (siehe Tabelle 3). Das Jahreshoch könnte sogar mit 14.800 Punkten im Bereich von 15.000 Punkten liegen.

Tabelle 3: Commerzbank Kursziele für die Aktienmärkte (KBV = Kurs-Buchwert-Verhältnis)

Aktuell

Kursziel 2018

Kursspanne bis Ende 2018

KBV-Historie

Index

KBV

ROE %

Index

KBV

Tief

KBV

Hoch

KBV

Mittel 10J

Hoch

Tief

DAX

12.861

1,64

12,4

14.000

1,65

12.400

1,60

14.800

1,75

1,41

1,87

0,90

MDAX

26.704

1,90

11,4

28.400

1,90

24.800

1,75

30.000

2,00

1,61

2,22

0,72

EURO STOXX 50

3.528

1,63

11,2

3.700

1,65

3.350

1,55

3.850

1,75

1,40

1,95

0,92

Stoxx Europe 50

3.139

1,95

13,0

3.250

1,95

3.000

1,85

3.400

2,05

1,68

2,27

1,14

STOXX Europe 600

384

1,82

12,1

405

1,85

365

1,70

420

1,95

1,55

2,09

0,98

S&P 500

2.642

3,06

16,8

2.750

3,05

2.500

2,90

2.900

3,15

2,25

3,08

1,35

Nasdaq 100

6.338

4,38

21,1

6.800

4,40

6.000

4,10

7.200

4,60

3,06

4,44

1,76

Nikkei 225

22.819

1,19

8,8

24.400

1,25

21.600

1,10

25.000

1,30

1,14

1,88

0,82

Stand: 1. Dezember 2017; Quelle: Commerzbank Prognosen. Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

Trend 9: Phasen mit einem VDAX über 20 bieten 2018 weiterhin Nachkaufgelegenheiten
In unserem DAX-Szenario wird der DAX 2018 seinen Aufwärtstrend unter wieder größeren Schwankungen fortsetzen. Risikofaktoren wie das abnehmende Wachstum in China und die regelmäßigen Leitzinserhöhungen der US-Notenbank könnten 2018 wieder zu nervösen Marktphasen führen. Sollte die implizite DAX-Volatilität VDAX in diesen Phasen über 20 steigen, wären das für uns Gelegenheiten, DAX-Positionen nochmals aufzustocken.

Trend 10: Der Trend der DAX-Gewinnerwartungen wird 2018 um 6 Prozent auf 1.040 Indexpunkte zulegen
Das durchschnittliche Gewinnwachstum der 30 DAX-Unternehmen von 10 Prozent im Geschäftsjahr 2017 hat uns positiv überrascht. Auch 2018 sollten die DAX-Unternehmen vom stetigen Wirtschaftswachstum im Euroraum, in den USA und in China profitieren. Die DAX-Gewinnerwartungen werden in unserem Szenario um weitere 6 Prozent auf das neue Allzeithoch von 1.040 Indexpunkten steigen (siehe Grafik 1).

Grafik 1: DAX-Gewinnerwartungen steigen auch 2018 auf neues Allzeithoch

(logarithmische Darstellung)

Grafik 1: DAX-Gewinnerwartungen steigen auch 2018 auf neues Allzeithoch (logarithmische Darstellung)
Stand: 13. Dezember 2017; Quelle: I/B/E/S, Commerzbank AG

Trend 11: Der DAX-Buchwert steigt 2018 um 6 Prozent auf 8.400 Indexpunkte
Auch 2018 werden die DAX-Unternehmen ungefähr 40 Prozent ihrer Gewinne als Dividende ausschütten, und die restlichen 60 Prozent werden als Gewinnrücklagen das Eigenkapital stärken. Das Eigenkapital in den Bilanzen der DAX-Unternehmen, der sogenannte Buchwert, sollte sich daher 2018 um 6 Prozent auf 8.400 Indexpunkte erhöhen – ein neuer Rekordwert für den DAX-Buchwert (siehe Grafik 2).

Grafik 2: DAX-Buchwert in Indexpunkten weiterhin auf Rekordkurs
Grafik 2: DAX-Buchwert in Indexpunkten weiterhin auf Rekordkurs
Stand: 13. Dezember 2017; Quelle: Factset, Commerzbank AG

Trend 12: Die DAX-Bewertung bewegt sich 2018 seitwärts
Die Bewertung an den Aktienmärkten ist mittlerweile ambitioniert. So ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis des S&P 500 auf über 18 gestiegen, was 30 Prozent über dem 10-Jahres-Durchschnitt von 14 liegt. Und im DAX haben mittlerweile 10 der 30 Unternehmen ein sehr hohes Kurs-Buchwert-Verhältnis von mehr als 3. Daher wird sich 2018 die DAX-Bewertung seitwärts bewegen: das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei 13,5, das Kurs-Buchwert-Verhältnis bei 1,65. Verschiedene Risikofaktoren wie die stetigen Leitzinserhöhungen in den USA oder die Wachstumsabschwächung in China sprechen gegen eine weitere starke Bewertungsausweitung für die Aktienmärkte.

Trend 13: 24 DAX-Unternehmen heben 2018 ihre Dividende an
Wir erwarten einen sehr guten Dividendenjahrgang 2018 infolge des robusten Wirtschaftswachstums im Euroraum, in den USA und in China. 24 der 30 DAX-Unternehmen werden ihre Dividende anheben, nachdem es 23 Dividendenerhöhungen im Jahr 2017 gab. Fünf Unternehmen zahlen eine unveränderte Dividende, während nur ein Unternehmen die Dividende wahrscheinlich kürzen wird (siehe Tabelle 4).

Tabelle 4: DAX-Dividendenerwartungen für das Geschäftsjahr 2017

Aktie

Preis in Euro

Dividende in Euro

Dividende GJ2017

HV-Termin 2018

GJ2014

GJ2015

GJ2016

GJ2017

Rendite in %

adidas

175,1

1,50

1,60

2,00

2,50

1,43

9. Mai 2018

Allianz

195,8

6,85

7,30

7,60

7,90

4,04

9. Mai 2018

BASF

92,6

2,80

2,90

3,00

3,10

3,35

4. Mai 2018

BMW

83,6

2,90

3,20

3,50

3,70

4,43

17. Mai 2018

Bayer

106,3

2,25

2,50

2,70

2,70

2,54

25. Mai 2018

Beiersdorf

98,6

0,70

0,70

0,70

0,70

0,71

25. April 2018

Continental

219,2

3,25

3,75

4,25

4,85

2,21

27. April 2018

Daimler

68,3

2,45

3,25

3,25

3,50

5,13

5. April 2018

Deutsche Bank

15,8

0,75

0,00

0,19

0,11

0,70

24. Mai 2018

Deutsche Börse

93,2

2,10

2,25

2,35

2,40

2,57

16. Mai 2018

Deutsche Post

39,3

0,85

0,85

1,05

1,15

2,93

24. April 2018

Deutsche Telekom

15,0

0,50

0,55

0,60

0,66

4,41

17. Mai 2018

E.ON

9,6

0,50

0,50

0,21

0,30

3,12

9. Mai 2018

Fresenius

60,6

0,44

0,55

0,62

0,70

1,16

18. Mai 2018

Fresenius Medical Care

82,7

0,78

0,80

0,96

1,00

1,21

17. Mai 2018

HeidelbergCement

88,4

0,75

1,30

1,60

2,20

2,49

9. Mai 2018

Henkel Vz.

111,8

1,31

1,47

1,62

1,75

1,57

9. April 2018

Infineon

22,5

0,18

0,20

0,22

0,25

1,11

22. Februar 2018

Linde

182,1

3,15

3,45

3,70

3,90

2,14

3. Mai 2018

Lufthansa

29,3

0,00

0,50

0,50

0,70

2,39

8. Mai 2018

Merck

89,4

1,00

1,05

1,20

1,25

1,40

27. April 2018

Münchener Rück

184,5

7,75

8,25

8,60

9,00

4,88

25. April 2018

ProSiebenSat.1

26,8

1,60

1,80

1,90

1,90

7,10

16. Mai 2018

RWE

19,2

1,00

0,00

0,00

0,50/1,00

7,83

26. April 2018

SAP

93,2

1,10

1,15

1,25

1,35

1,35

17. Mai 2018

Siemens

113,1

3,30

3,50

3,60

3,70

3,27

31. Januar 2018

thyssenkrupp

22,3

0,11

0,15

0,15

0,15

0,67

19. Januar 2018

Volkswagen Vz.

173,4

4,86

0,17

2,06

3,34

1,93

3. Mai 2018

Vonovia

39,4

0,78

0,94

1,12

1,32

3,35

9. Mai 2018

Stand: 1. Dezember 2017; Quelle: Commerzbank Schätzungen, Datastream. Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

Trend 14: Die DAX-Dividendensumme steigt 2018 um 11 Prozent auf ein neues Allzeithoch
Der prächtige Dividendenjahrgang 2018 wird deutlich in dem sehr starken Wachstum der DAX-Dividendensumme von 31,8 Milliarden Euro auf 35,3 Milliarden Euro (siehe Grafik 3). Die DAX-Dividendensumme profitiert insbesondere von den deutlich steigenden Dividendenausschüttungen von RWE (900 Millionen Euro höhere Dividendensumme als im Jahr 2017), Volkswagen (600 Millionen Euro), Deutsche Telekom (300 Millionen Euro) und Daimler (300 Millionen Euro).

Grafik 3: DAX-Dividendensumme steigt um 3,5 Milliarden Euro auf neues Allzeithoch von 35,3 Milliarden Euro
Grafik 3: DAX-Dividendensumme steigt um 3,5 Milliarden Euro auf neues Allzeithoch von 35,3 Milliarden Euro
Stand: 13. Dezember 2018; Quelle: Commerzbank Prognose, DAX-Geschäftsberichte

Trend 15: Aktienrückkäufe kommen 2018 immer mehr in Mode am deutschen Aktienmarkt
Sechs DAX-Unternehmen kaufen mittlerweile eigene Aktien zurück: Allianz, Deutsche Börse, Fresenius Medical Care, Münchener Rück, SAP und Siemens. Das gesamte Volumen der Aktienrückkäufe sollte 2018 5 Milliarden Euro betragen, dem 35 Milliarden Euro Dividendenausschüttungen entgegenstehen. Der Trend zu Aktienrückkäufen gewinnt am deutschen Aktienmarkt zwar 2018 an Fahrt, ist aber gegenüber den USA immer noch in den Kinderschuhen. In den USA ist das Volumen der Aktienrückkäufe der S&P 500-Unternehmen sogar höher als das Volumen der Dividendenausschüttungen.

Trend 16: Aktien mit steigenden Dividenden und attraktiven Dividendenrenditen bleiben 2018 spannend
2018 sollte die gute Entwicklung jener Aktien anhalten, die eine höhere Dividende zahlen und eine Dividendenrendite von mehr als 2 Prozent bieten. So sollten Positionen in den DAX-Versicherern gehalten werden, und auch die Aktien dividendenstarker DAX-Zykliker haben noch Kurspotenzial. Auch die dividendenstarken Autowerte sind, trotz der anhaltenden Unsicherheit zur Zukunft mit dem Elektromotor, noch eine Investition wert.

Trend 17: Aktienfonds profitieren 2018 weiter von Mittelzuflüssen
Die DAX-Dividendenrendite liegt mit 3 Prozent immer noch deutlich über den Renditen von Geldmarkt- oder Staatsanleihen-Anlagen (siehe Grafik 4). Dieser Renditevorteil sollte auch 2018 zu Mittelzuflüssen Richtung Aktienfonds führen. Von Januar bis September 2017 konnten sich deutsche Aktienfonds laut BVI-Statistik bereits über netto 10,6 Milliarden Euro an Mittelzuflüssen freuen.

Grafik 4: DAX-Dividende dank EZB-Politik immer noch sehr attraktiv

Renditen im Vergleich in Prozent: Geldmarkt, Bundesanleihe zehn Jahre, DAX-Dividenden

Grafik 4: DAX-Dividende dank EZB-Politik immer noch sehr attraktiv
Stand: 13. Dezember 2018; Quelle: Factset, Commerzbank AG

Trend 18: Der S&P 500 setzt 2018 seinen Aufwärtstrend mit abnehmender Geschwindigkeit fort

Der S&P 500 hat sich 2017 besser als von uns erwartet entwickelt, getrieben von dem überraschend schwachen US-Dollar und den Anzeichen für eine erfolgreiche Steuerreform in den USA. Die mittlerweile recht hohe Bewertung des S&P 500 mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 18 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von über 3,0 wird den S&P 500 jedoch 2018 bremsen. Der S&P 500 wird daher bis Ende 2018 unter wieder größeren Schwankungen nur leicht auf 2.750 Indexpunkte steigen.

Trend 19: Der EURO STOXX 50 hält mit dem DAX mit und steigt auf 3.700 Punkte
Dank abnehmender politischer Risiken hat sich der EURO STOXX 50 im Jahr 2017 ordentlich erholt. 2018 sollte der Index seinen Aufwärtstrend fortsetzen, getragen von einem guten Wirtschaftswachstum in Frankreich, Italien und Spanien. Unser Kursziel von 3.700 Punkten für den EURO STOXX 50 ist aber relativ vorsichtig, da das Kurs-Gewinn-Verhältnis des EURO STOXX 50 mit 15 bereits mehr als 20 Prozent über dem 10-Jahres-Durchschnitt von 12 notiert.

Trend 20: Wachstumsabschwächung in China und steigende Inflationserwartungen unter den größten Risikofaktoren für das Jahr 2018
Die Abschwächung am Immobilienmarkt in China und das abnehmende Wachstum der chinesischen Autoverkäufe signalisieren, dass China 2018 wieder mehr negative Trends für die Aktienmärkte bringen könnte. Zudem haben wir genau im Blick, ob sich 2018 der jüngste Trend steigender Inflationserwartungen im Euroraum und den USA fortsetzt. Das Bullenszenario einer global anhaltend sehr expansiven Notenbankpolitik könnte im Jahresverlauf angezweifelt werden. Zudem bleiben politische Trends wie die Wahlen in Italien (wahrscheinlich im März 2018) und die anhaltenden Unruhen um Nordkorea auf der Risikoseite.

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Index-Zertifikate

WKN

Basiswert

Bezugsverhältnis

Quanto

Laufzeit

Geld-/Briefkurs

CE8 ATU

DAX Net Return

10:1

Unbegrenzt

121,23/121,23 EUR

CE6 WFV

MDAX Net Return

100:1

Unbegrenzt

12,52/12,53 EUR

702 978

EURO STOXX 50

100:1

Unbegrenzt

35,66/35,66 EUR

702 980

S&P 500

100:1

Nein

Unbegrenzt

22,70/22,70 EUR

CB2 3ZE

S&P 500

100:1

Ja

Unbegrenzt

26,88/26,90 EUR

702 977

Nasdaq 100

100:1

Nein

Unbegrenzt

54,88/54,88 EUR

CB2 3ZD

Nasdaq 100

100:1

Ja

Unbegrenzt

65,05/65,11 EUR

CB5 UYN

Nikkei 225

10:1

Nein

Unbegrenzt

17,10/17,12 EUR

Capped Bonus-Zertifikate

WKN

Basiswert

Cap/ Bonusbetrag

Barriere

Abstand zur Barriere

Max. Rendite p.a.

Bewertungstag

Geld-/Briefkurs

CV3 9DT

Allianz

215,00 EUR

147,00 EUR

25,99 %

6,43 %

21.12.2018

201,54/201,56 EUR

CV1 Y32

Allianz

232,00 EUR

171,00 EUR

13,96 %

14,69 %

21.12.2018

201,32/201,36 EUR

CV1 Y9E

Deutsche Börse

99,00 EUR

68,00 EUR

29,81 %

4,27 %

21.12.2018

94,78/94,80 EUR

CV5 61P

Deutsche Börse

115,00 EUR

88,00 EUR

9,16 %

18,13 %

21.12.2018

96,77/96,83 EUR

CV1 YCT

Fresenius Medical Care

86,00 EUR

60,00 EUR

31,44 %

3,81 %

21.12.2018

82,72/82,73 EUR

CV1 YCV

Fresenius Medical Care

94,00 EUR

70,00 EUR

20,57 %

8,28 %

21.12.2018

86,21/86,22 EUR

CV1 XX0

Münchener Rück

211,00 EUR

159,00 EUR

14,62 %

12,30 %

21.12.2018

186,40/186,44 EUR

CV5 67U

Münchener Rück

218,00 EUR

168,00 EUR

9,48 %

17,35 %

21.12.2018

184,74/184,79 EUR

CV1 XY4

SAP

97,00 EUR

69,00 EUR

28,51 %

4,21 %

21.12.2018

92,92/92,93 EUR

CV2 0W9

SAP

112,00 EUR

87,00 EUR

9,79 %

15,07 %

21.12.2018

96,86/96,88 EUR

CV1 XZ5

Siemens

122,00 EUR

84,00 EUR

29,14 %

4,53 %

21.12.2018

116,52/116,53 EUR

CV1 XZA

Siemens

135,00 EUR

99,00 EUR

16,44 %

12,16 %

21.12.2018

119,89/119,92 EUR

Faktor-Zertifikate

WKN

Basiswert

Strategie

Faktor

Laufzeit

Geld-/Briefkurs

CD4 H0X

DAX Future

Long

3

Unbegrenzt

19,25/19,27 EUR

CD4 H17

DAX Future

Short

–3

Unbegrenzt

3,51/3,52 EUR

CD9 1TR

MDAX Future

Long

3

Unbegrenzt

16,69/16,74 EUR

CD9 1TS

MDAX Future

Short

–3

Unbegrenzt

4,87/4,89 EUR

CE9 J01

EURO STOXX 50 Future

Long

3

Unbegrenzt

10,00/10,02 EUR

CE9 J08

EURO STOXX 50 Future

Short

–3

Unbegrenzt

9,24/9,25 EUR

CE8 SJX

S&P 500 Future

Long

3

Unbegrenzt

12,51/12,53 EUR

CE8 SK3

S&P 500 Future

Short

–3

Unbegrenzt

5,50/5,51 EUR

CE8 SJK

Nasdaq Future

Long

3

Unbegrenzt

13,90/13,94 EUR

CE8 SJR

Nasdaq Future

Short

–3

Unbegrenzt

4,69/4,70 EUR

CD9 107

EUR/USD

Long

2

Unbegrenzt

10,70/10,74 EUR

CD9 108

EUR/USD

Short

–2

Unbegrenzt

9,02/9,06 EUR

Stand: 20. Dezember 2017; Quelle: Commerzbank AG

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.