Märkte

Commerzbank Analysen

Monetärer Rückenwind treibt DAX auch 2018 an

Das Rekordhoch des Ifo-Index, die teure Bewertung der Aktienmärkte und das sorglose Anlegersentiment deuten darauf hin, dass dem DAX im Jahr 2018 ein Bärenmarkt drohen könnte. Jedoch haben im Gegensatz zu vergangenen Zyklen die Notenbanken weltweit nicht mit starken Leitzinserhöhungen auf die positiven Konjunkturtrends reagiert. Der DAX-Bullenmarkt wird daher dank monetären Rückenwinds unter wieder größeren Kursschwankungen weitergehen, und der Index wird Ende 2018 bei 14.000 Punkten notieren.

Bärenmärkte starten regelmäßig in einem Umfeld, in dem Konjunktur-Frühindikatoren auf einem Mehrjahreshoch notieren, in dem Aktien hoch bewertet und die Investoren sorglos sind. In den letzten Monaten ist der Ifo-Index auf ein Allzeithoch gestiegen. In den USA kosten die Unternehmen im S&P 500 mittlerweile das Dreifache ihrer Buchwerte, was mehr als 30 Prozent über dem 10-Jahres-Durchschnitt liegt. Und es gab 2017 keinen Handelstag mit einem VDAX von über 25 – eine sorglose »Kaufen bei jeder Schwäche«-Strategie hat sich durchgesetzt.

Warum sagen wir trotz dieser ganzen Warnsignale keinen Bärenmarkt für den DAX voraus? Weil zum ersten Mal in 50 Jahren die Notenbanken nicht mit aggressiven Leitzinserhöhungen auf die sich stark verbessernden Konjunkturtrends reagiert haben. Daher sind die Renditen für Anlagen in Festgeld, Staats- und Unternehmensanleihen überraschend niedrig geblieben. Vor allem die zurzeit weiter niedrigen Renditen für Festgeldanlagen sind ein entscheidender Grund, warum die M1-Geldmenge – das täglich verfügbare Geld – immer noch stark wächst. Im Euroraum wächst die M1-Geldmenge – in der Vergangenheit ein guter Frühindikator für DAX-Trends – mit 9 Prozent (siehe Grafik 1), in den USA mit 8 Prozent und in China mit 13 Prozent.

Grafik 1: Geldmenge wichtiger Unterschied zu 2006/2007

Wachstum der Euro-M1-Geldmenge und DAX-Kurs-Buchwert

Grafik 1: Geldmenge wichtiger Unterschied zu 2006/2007
Stand: Dezember 2017; Quelle: Factset, Bloomberg, Commerzbank AG

Zudem halten wir aufgrund der gemäßigten Leitzinserhöhungen der US-Notenbank eine inverse Zinsstruktur in den USA für unwahrscheinlich. Ende 2018 wird die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen mit 2,70 Prozent immer noch 45 Basispunkte über dem Fed-Leitzins von 2,25 Prozent liegen. Die Rendite für zehnjährige deutsche Anleihen sollte Ende 2018 bei 0,50 Prozent liegen. Für einen Großteil der Unternehmen im EURO STOXX 50 liegt die erwartete Dividendenrendite mehr als 3 Prozentpunkte über der Rendite deutscher Staatsanleihen (siehe Tabelle 1).

Tabelle 1: EURO STOXX 50 – erwartete Dividendenzahlungen für das Geschäftsjahr 2017

Aktie

Kurs in Euro

Dividende in Euro

Rendite in %

GJ14

GJ15

GJ16

GJ17e

adidas

175,1

1,50

1,60

2,00

2,50

1,4

Ahold

18,0

0,48

0,52

0,57

0,62

3,4

Air Liquide

103,2

2,26

2,30

2,36

2,49

2,4

Airbus

85,3

1,20

1,30

1,35

1,45

1,7

Allianz

195,8

6,85

7,30

7,60

7,90

4,0

Anheuser-Busch

96,4

2,91

3,63

3,61

3,34

3,5

ASML

144,2

0,70

0,80

1,19

1,34

0,9

AXA

25,2

0,95

1,10

1,16

1,24

4,9

Banco Santander

5,5

0,59

0,20

0,21

0,22

3,9

BASF

92,6

2,80

2,90

3,00

3,10

3,3

Bayer

106,3

2,25

2,50

2,70

2,70

2,5

BBVA

7,1

0,36

0,33

0,37

0,26

3,7

BMW

83,6

2,90

3,20

3,50

3,70

4,4

BNP Paribas

62,9

1,50

2,31

2,70

3,00

4,8

CRH

28,8

0,63

0,63

0,65

0,67

2,3

Daimler

68,3

2,45

3,25

3,25

3,50

5,1

Danone

69,8

1,50

1,60

1,70

1,80

2,6

Deutsche Bank

15,8

0,67

0,00

0,19

0,11

0,7

Deutsche Post

39,3

0,85

0,85

1,05

1,15

2,9

Deutsche Telekom

15,0

0,50

0,55

0,60

0,66

4,4

E.ON

9,6

0,50

0,50

0,21

0,30

3,1

Enel

5,4

0,14

0,16

0,18

0,23

4,3

ENGIE

14,7

1,00

1,00

1,00

0,70

4,8

Eni

13,8

1,12

0,80

0,80

0,80

5,8

Essilor

107,7

1,02

1,11

1,50

1,54

1,4

Fresenius

60,6

0,44

0,55

0,62

0,70

1,2

Iberdrola

6,6

0,27

0,28

0,31

0,32

4,9

Inditex

29,6

0,52

0,60

0,68

0,74

2,5

ING

15,0

0,12

0,65

0,66

0,68

4,5

Intesa

2,8

0,07

0,14

0,18

0,20

7,2

L'Oréal

184,6

2,70

3,10

3,30

3,50

1,9

LVMH

243,3

3,20

3,55

4,00

4,65

1,9

Münchener Rück

184,5

7,75

8,25

8,60

9,00

4,9

Nokia

4,1

0,14

0,26

0,17

0,19

4,6

Orange

14,5

0,60

0,60

0,60

0,65

4,5

Philips

32,0

0,80

0,80

0,80

0,80

2,5

Safran

87,8

1,20

1,38

1,52

1,60

1,8

Saint-Gobain

46,8

1,24

1,24

1,26

1,28

2,7

Sanofi

74,8

2,85

2,93

2,96

3,00

4,0

SAP

93,2

1,10

1,15

1,25

1,35

1,4

Schneider Electric

71,0

1,92

2,00

2,04

2,15

3,0

Siemens

113,1

3,30

3,50

3,60

3,70

3,3

Société Générale

42,0

1,20

2,00

2,20

2,20

5,2

Telefónica

8,6

0,74

0,75

0,55

0,40

4,7

Total

47,4

2,44

2,44

2,45

2,38

5,0

Unibail-Rodamco

214,6

9,60

9,70

10,20

10,80

5,0

Unilever

47,8

1,14

1,21

1,28

1,43

3,0

VINCI

84,9

2,22

1,84

2,10

2,34

2,8

Vivendi

22,1

1,00

2,00

0,40

0,40

1,8

Volkswagen Vz.

173,4

4,86

0,17

2,06

3,34

1,9

Stand: 1. Dezember 2017; Quelle: Factset, Markterwartungen, Commerzbank AG. Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

Der monetäre Rückenwind wird daher dank steigender Geldmengen auch 2018 stark bleiben und sollte den DAX bis Ende 2018 auf 14.000 Punkte treiben. Wir stufen ein drohendes abnehmendes Wachstum in China (siehe Grafik 2) und einen möglichen Anstieg der Inflationserwartungen als größte Risikofaktoren für das Börsenjahr 2018 ein.

Grafik 2: Einige Trends in China trüben sich ein

China: Hauspreise in verschiedenen Städten gegenüber Vorjahr

Grafik 2: Einige Trends in China trüben sich ein
Stand: Dezember 2017; Quelle: Bloomberg, Datastream, Commerzbank AG

Anlageidee: Partizipieren Sie an der Entwicklung des DAX und des EURO STOXX 50

Nutzen Sie die Einschätzungen unserer Experten und partizipieren Sie an der Entwicklung des deutschen und des europäischen Aktienindex. Ein Überblick über das gesamte Produktspektrum an Zertifikaten steht Ihnen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.

Capped Bonus-Zertifikate

WKN

Basiswert

Cap/Bonuslevel

Barriere

Abstand zur Barriere

Bonusrendite p.a.

Bewertungstag

Geld-/Briefkurs

CV3 73B

DAX

13.950 Pkt.

10.250 Pkt.

22,54 %

4,65 %

21.12.2018

133,06/133,09 EUR

CV3 73Y

DAX

14.450 Pkt.

11.300 Pkt.

14,61 %

7,32 %

21.12.2018

134,27/134,30 EUR

CV3 748

DAX

15.150 Pkt.

12.250 Pkt.

7,39 %

11,85 %

21.12.2018

134,01/134,97 EUR

CV3 749

DAX

15.250 Pkt.

12.300 Pkt.

7,00 %

12,40 %

21.12.2018

135,06/135,12 EUR

CV3 7AB

EURO STOXX 50

3.900 Pkt.

2.675 Pkt.

25,20 %

5,68 %

21.12.2018

36,82/36,83 EUR

CV3 7AL

EURO STOXX 50

4.050 Pkt.

2.950 Pkt.

17,60 %

9,10 %

21.12.2018

36,98/37,00 EUR

CV3 7AU

EURO STOXX 50

4.225 Pkt.

3.150 Pkt.

12,00 %

13,70 %

21.12.2018

36,97/36,99 EUR

CV3 9CF

EURO STOXX 50

4.175 Pkt.

3.300 Pkt.

7,71 %

15,95 %

21.12.2018

35,81/35,83 EUR

Faktor-Zertifikate

WKN

Basiswert

Strategie

Faktor

Laufzeit

Geld-/Briefkurs

CD4 H0W

DAX Future

Long

2

Unbegrenzt

16,03/16,04 EUR

CD4 H0Y

DAX Future

Long

4

Unbegrenzt

22,49/22,51 EUR

CD4 H16

DAX Future

Short

–2

Unbegrenzt

5,11/5,12 EUR

CD4 H18

DAX Future

Short

–4

Unbegrenzt

2,31/2,32 EUR

CE9 J00

EURO STOXX 50 Future

Long

2

Unbegrenzt

10,03/10,05 EUR

CE9 J02

EURO STOXX 50 Future

Long

4

Unbegrenzt

9,87/9,89 EUR

CE9 J07

EURO STOXX 50 Future

Short

–2

Unbegrenzt

9,54/9,55 EUR

CE9 J09

EURO STOXX 50 Future

Short

–4

Unbegrenzt

8,92/8,94 EUR

Stand: 20. Dezember 2017; Quelle: Commerzbank AG

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.