Editorial

Liebe Leser,

der Dieselskandal erschüttert bereits seit zwei Jahren die Autorepublik Deutschland. Auslöser war ein im September 2015 öffentlich bekanntgemachter Vorgang, bei dem VW eine illegale Abschalteinrichtung in der Motorsteuerung ihrer Dieselfahrzeuge verwendete, um die US-amerikanischen Abgasnormen zu umgehen.

Die ursprüngliche VW-Abgasaffäre war der Grund für eine weitreichende Krise in der Automobilindustrie. Im Zuge vieler Studien wurde eine Abweichung zwischen realen und Prüfstandemissionen bei den Modellen deutscher und internationaler Hersteller festgestellt. Angeblich überschreiten in den wichtigsten Märkten knapp ein Drittel der im Schwerlastverkehr und mehr als die Hälfte der für leichte Transportzwecke eingesetzten Dieselfahrzeuge die jeweilig geltenden Grenzwerte.

Doch wie gefährdet sind deutsche Automobilhersteller durch den Skandal um die Softwaremanipulationen bei dieselbetriebenen Fahrzeugen wirklich? Und wie wichtig ist der Automobilsektor überhaupt für die deutsche Konjunktur? Sind Elektroautos die Alternative? Kommt nach der Energiewende jetzt die Verkehrswende?

In der aktuellen Ausgabe geben Ihnen Bernd Weidensteiner und Dr. Marco Wagner aus der Volkswirtschaftlichen Analyse der Commerzbank Antworten auf die entsprechenden Fragen. Erfahren Sie mehr über die deutsche Automobilbranche aus volkswirtschaftlicher Sicht und inwieweit die finanzielle Stabilität der betroffenen Unternehmen vom Dieselskandal bedroht ist.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen dieser Ausgabe!