Titelthema

Dividendensaison 2016

Dividende vs. Zins – Aktionäre werden belohnt

Mit der Umstellung auf die Sommerzeit startet an der Börse auch die spannende Zeit der Dividendenausschüttungen. Bei den Aktionären ist daher der Frühling nicht nur aufgrund des freundlicheren Wetters wohl die beliebteste Jahreszeit. Zwar hat die Dividendensaison mit ThyssenKrupp, Siemens und Infineon bereits im Januar bzw. Februar begonnen, aber besonders in den Frühlingsmonaten April und Mai darf sich das Gros der Aktionäre über die jährlichen Gewinnausschüttungen ihrer Unternehmensbeteiligungen freuen.

Während Aktionäre in Deutschland mit Dividendenrenditen im DAX von durchschnittlich 3,1 Prozent rechnen dürfen, gehen Sparer und Festgeldanleger nahezu leer aus. So erhalten Anleger beispielsweise beim Kauf einer zehnjährigen Bundesanleihe derzeit eine Rendite von 0,2 Prozent.

Klar ist: Wer aktuell eine attraktive Rendite erzielen möchte, muss sich nach anderen Anlageklassen umsehen. Somit führt der Weg eigentlich klar vom »Sparzins« zum »Aktienzins«. Denn in einem Umfeld von niedrigen oder gar negativen Renditen bei Bundesanleihen steuern Dividendenausschüttungen einen immer gewichtigeren Anteil zum Gesamtertrag bei.

Doch ein Problem ist, dass zum einen viele Anleger die Bedeutung von Dividendenzahlungen in der Beurteilung des Gesamtertrags von Aktieninvestments unterschätzen. Zum anderen meiden derzeit trotz der attraktiven Dividendenrenditen viele eine Aktienanlage, da eine ganze Serie von Risikofaktoren den Investoren in den vergangenen Monaten schwer zugesetzt hat, so beispielsweise die Abwertung der chinesischen Währung, die Abschwächung der chinesischen Wirtschaft, der Ölpreisrutsch und die stetig fallenden Erwartungen für das Wachstum der Weltwirtschaft.

Zum Start der heißen Phase der Dividendensaison gibt Ihnen unsere Fundamentalanalyse einen Ausblick zur DAX- und EURO STOXX 50-Dividendensaison für das Geschäftsjahr 2015, der Sie bei der Ausrichtung Ihrer Geldanlagen unterstützen soll. Erfahren Sie außerdem, warum das Aktienresearch der Commerzbank die Einschätzungen der Aktien-Pessimisten nicht teilt und welche Gründe dafür sprechen, dass die DAX-Dividendenrendite von über 3,0 Prozent eher als Schnäppchen im aktuellen Niedrigzinsumfeld gilt.

Wie Sie neben einem reinen Aktieninvestment Dividendenzahlungen für sich nutzen können und was Sie bei der Dividendenjagd beachten sollten, erfahren Sie von den Produktexperten der Commerzbank. Diese stellen Ihnen interessante Alternativinvestments aus der Welt der Zertifikate vor. Denn die Konditionen und Ausstattungsmerkmale von Zertifikaten werden maßgeblich von der von den Unternehmen ausgeschütteten Dividende beeinflusst. Es gilt: Je höher die zu erwartende Dividende, desto attraktiver kann das Chance-Risiko-Profil eines Zertifikats abgebildet werden.

Ausblick Dividendensaison
Das Geschäftsjahr 2015 war für viele DAX-Unternehmen ein herausforderndes Jahr, da sich insbesondere Emerging Markets wie China und Russland enttäuschend entwickelt haben. Doch ein robustes Wachstum im Heimatmarkt Euroraum und die positive Entwicklung wichtiger Exportmärkte wie der USA und Großbritanniens konnte die Wachstumsschwäche in den Emerging Markets häufig kompensieren. Dabei half den DAX-Unternehmen auch die zwischenzeitlich deutliche Abwertung des Euro. Daher wird die Dividendensaison für das Geschäftsjahr 2015 ein guter Dividendenjahrgang werden. Wir erwarten insgesamt für 24 DAX-Unternehmen eine höhere Dividendenzahlung (Vorjahr 20), und nur 3 Unternehmen (Vorjahr 2) werden wahrscheinlich die Dividende reduzieren. 3 Unternehmen (Vorjahr 8) werden in unserem Szenario eine unveränderte Dividende zahlen (siehe Tabelle 1).

Tabelle 1: Commerzbank erwartet insgesamt 24 Dividendenerhöhungen im DAX

  Kurs in Euro Dividende in Euro GJ2015 HV-Termin
GJ10 GJ11 GJ12 GJ13 GJ14 In Euro Rendite in %
adidas98,50,801,001,351,501,501,601,6312. Mai 2016
Allianz137,34,504,504,505,306,857,305,324. Mai 2016
BASF60,22,202,502,602,702,802,904,8229. April 2016
BMW75,21,302,302,502,602,903,504,6612. Mai 2016
Bayer96,41,501,651,902,102,252,502,5929. April 2016
Beiersdorf80,00,700,700,700,700,700,700,8831. März 2016
Continental184,60,001,502,252,503,253,752,0329. April 2016
Daimler63,11,852,202,202,252,453,255,156. April 2016
Deutsche Bank16,00,750,750,750,750,750,000,0019. Mai 2016
Deutsche Börse76,22,102,30/1,002,102,102,102,252,9511. Mai 2016
Deutsche Post21,90,650,700,700,800,850,853,8818. Mai 2016
Deutsche Telekom15,50,700,700,700,500,500,553,5625. Mai 2016
E.ON8,41,501,001,100,600,500,505,968. Juni 2016
Fresenius60,90,290,320,370,420,440,550,9013. Mai 2016
Fresenius Medical Care77,80,650,690,750,770,780,801,0312. Mai 2016
HeidelbergCement67,70,250,350,470,600,751,201,774. Mai 2016
Henkel Vz.92,80,720,800,951,221,311,471,584. April 2016
Infineon11,30,100,120,120,120,180,201,7818. Februar 2016
K+S19,41,001,301,400,250,901,155,9411. Mai 2016
Linde128,52,202,502,703,003,153,402,653. Mai 2016
Lufthansa13,80,600,250,000,450,000,382,7628. April 2016
Merck78,40,630,750,850,951,001,151,4729. April 2016
Münchener Rück181,66,256,257,007,257,758,254,5427. April 2016
RWE10,53,502,002,001,001,000,000,0020. April 2016
SAP69,90,600,75/0,350,851,001,101,151,6418. Mai 2016
Siemens85,52,703,003,003,003,303,504,1026. Januar 2016
ThyssenKrupp15,60,450,450,000,000,110,150,9629. Januar 2016
Volkswagen Vz.107,72,263,063,564,064,862,061,9122. Juni 2016
Vonovia28,7NANANANANA0,943,2712. Mai 2016

Stand: 29. Februar 2016; Quelle: DAX-Unternehmensangaben, Datastream, Commerzbank Schätzungen. Frühere Entwicklungen und Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung. Fett: Das Unternehmen hat bereits bis zum 3. März 2016 die Dividende für das Geschäftsjahr 2015 angekündigt.

Dank der erwarteten 24 Dividendenerhöhungen erwarten wir einen Anstieg der DAX-Dividendensumme um 2 Prozent von 29,5 Milliarden Euro auf das Rekordhoch von 30,1 Milliarden Euro (siehe Grafik 1). Dieser Anstieg der Dividendensumme ist bemerkenswert, da drei Unternehmen – Deutsche Bank, RWE und Volkswagen – ihre Dividendenausschüttung wahrscheinlich um 2.900 Millionen Euro kürzen werden. Doch drei Effekte gleichen diesen negativen Trend aus. Erstens erhöhen einige DAX-Schwergewichte wie Daimler, Deutsche Telekom, Bayer und Allianz ihre Dividendenausschüttung deutlich. Zweitens hat Vonovia, die mehr als 400 Millionen Euro ausschütten könnte, Lanxess im DAX ersetzt, welche im vergangenen Jahr nur 50 Millionen Euro gezahlt hat. Und drittens zahlen einige DAX-Unternehmen wie Lufthansa erstmals wieder eine Dividende. Der größte Dividendenzahler im DAX wird wahrscheinlich Daimler werden mit einer Ausschüttungssumme von 3.500 Millionen Euro, gefolgt von der Allianz mit 3.300 Millionen Euro, Siemens mit 2.800 Millionen Euro, BASF mit 2.700 Millionen Euro und der Deutschen Telekom mit 2.500 Millionen Euro.

Grafik 1: DAX-Dividendensumme könnte mit 30,1 Milliarden Euro auf ein neues Rekordhoch steigen
Grafik 1: DAX-Dividendensumme könnte mit 30,1 Milliarden Euro auf ein neues Rekordhoch steigen
Stand: 7. März 2016; Quelle: Commerzbank Schätzungen
Frühere Entwicklungen und Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung

Der DAX zeichnet sich im internationalen Vergleich durch ein hohes Gewicht an Aktien aus dem Automobilsektor aus. So schütten in unserem Szenario BMW, Continental, Daimler und Volkswagen zusammen wahrscheinlich 7.500 Millionen Euro Dividenden an ihre Aktionäre aus – dies entspricht 25 Prozent der gesamten DAX-Dividendensumme (siehe Tabelle 2). Die beiden Versicherungsaktien Allianz und Münchener Rück zahlen mit 4.400 Millionen Euro ungefähr 16 Prozent der DAX-Dividenden. Dagegen schütten die beiden Versorgeraktien E.ON und RWE wahrscheinlich nur noch 1.000 Millionen Euro Dividenden aus. Der Anteil der Versorger-Dividenden an den DAX-Dividenden ist damit von 24 Prozent für das Geschäftsjahr 2009 auf 3 Prozent für das Geschäftsjahr 2015 eingebrochen.

Tabelle 2: Autoaktien zahlen wahrscheinlich 25 Prozent der DAX-Dividenden

 Dividendensumme in Mio. Euro
GJ09 GJ10 GJ11 GJ12 GJ13 GJ14 GJ15e
DAX-Dividendensumme in Mio. Euro20.01525.92827.48727.66126.87029.49630.149
DAX-AUTOAKTIEN
Dividendensumme in Mio. Euro9513.8575.2606.0786.4857.4707.540
Anteil Autoaktien in Prozent4,814,919,122,024,125,325,0
DAX-VERSICHERUNGEN
Dividendensumme in Mio. Euro2.9223.1423.1473.2943.6714.4284.673
Anteil Versicherungsaktien in Prozent14,612,111,411,913,715,015,5
DAX-VERSORGER
Dividendensumme in Mio. Euro4.7254.7253.1343.3261.7601.583981
Anteil Versorgeraktien in Prozent 23,618,211,412,06,55,43,3

Stand: 29. Februar 2016; Quelle: Commerzbank Schätzungen; e = erwartet Frühere Entwicklungen und Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

Die 30 Unternehmen im DAX haben derzeit eine Marktkapitalisierung von 980 Millionen Euro. Die Dividendensumme von 30,1 Milliarden Euro entspricht daher einer Dividendenrendite von 3,1 Prozent. Die DAX-Dividendenrendite liegt somit aktuell weiterhin deutlich über der Rendite von Unternehmens- und Staatsanleihen (Grafik 2). Beim Kauf der zehnjährigen Bundesanleihe winkt den Investoren derzeit eine Rendite von 0,2 Prozent. BBB-Unternehmensanleihen mit einer Laufzeit von sieben bis zehn Jahren bieten gegenwärtig Renditen von durchschnittlich 1,7 Prozent.

Grafik 2: Renditen im Vergleich in Prozent
Grafik 2: Renditen im Vergleich in Prozent
Stand: 7. März 2016; Quelle: Factset, Datastream, Commerzbank
Frühere Entwicklungen und Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

Die Aktie der Deutschen Telekom hat beispielsweise eine Dividendenrendite von 3,6 Prozent, während die Unternehmensanleihe (Laufzeit 2020) 0,3 Prozent bietet (siehe Tabelle 3).

Tabelle 3: Dividendenrenditen attraktiv im Vergleich zu Unternehmensanleihen

Dividende in Euro Rendite in % Anleihe Rating
Unternehmen Kurs GJ10 GJ11 GJ12 GJ13 GJ14 GJ15 GJ14 GJ15 Rendite in % S&P Moody's Laufzeit
Daimler63,11,852,202,202,252,453,253,885,150,00A–A319. Januar 2017
Siemens85,52,703,003,003,003,303,503,864,100,03A+A111. Juni 2018
Deutsche Post21,90,650,700,700,800,850,853,883,880,11NRA327. Juni 2017
Total41,42,282,282,342,382,442,445,905,900,13A+Aa128. Januar 2019
Royal Dutch Shell16,51,071,081,061,091,211,287,337,750,14A+Aa114. Mai 2018
BASF60,22,202,502,602,702,802,904,654,820,14A+A17. Juli 2017
BMW75,21,302,302,502,602,903,503,864,660,20A+A26. August 2018
Allianz137,34,504,504,505,306,857,304,995,320,22AAAa322. Juli 2019
Banco Santander3,80,580,600,600,600,600,2015,995,330,26AAAa27. April 2020
Deutsche Telekom15,50,700,700,700,500,500,553,233,560,28BBB+Baa116. März 2020
Orange16,01,401,400,800,800,600,603,753,750,42BBB+Baa19. April 2020
Iberdrola6,00,320,330,310,270,270,284,534,690,49BBBBaa123. März 2020
Vivendi19,11,280,920,950,951,002,005,2310,450,58BBBBaa22. Dezember 2019
Engie 14,31,501,501,501,501,001,007,007,000,59AA118. Januar 2021
E.ON8,41,501,001,100,600,500,505,965,960,94BBB+Baa17. Mai 2020
Repsol9,51,051,160,971,002,000,8021,008,400,99BBB–Baa216. Februar 2017
Volkswagen Vz.107,72,233,063,564,064,862,064,511,911,06BBB+A322. Mai 2018
Enel3,70,280,260,150,130,140,163,784,301,14BBBBaa220. Mai 2024
Münchener Rück181,66,256,257,007,257,758,254,274,541,55AWR1. Juni 2017
Vodafone2,20,090,140,100,110,110,115,115,222,06BBB+Baa126. November 2018
BAT3.9261141271351421481543,773,922,50A–A329. Juni 2022
AstraZeneca4.1071631801721691801904,374,633,25A–A313. November 2031
GlaxoSmithKline1.40065757478801005,727,153,47A+A219. Dezember 2033

Stand: 29. Februar 2016; Quelle: Commerzbank Schätzungen (DAX-Unternehmen), Factset (Rest). Frühere Entwicklungen und Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

Auch im EURO STOXX 50 haben nach dem schwachen Jahresauftakt an den Aktienmärkten wieder mehr als 30 Unternehmen eine erwartete Dividendenrendite von mehr als 3 Prozent (siehe Tabelle 4).

Tabelle 4: Ein Großteil der Unternehmen im EURO STOXX 50 bietet eine Rendite von mehr als 3 Prozent

  Kurs in Euro Dividende in Euro Rendite in %
Aktie GJ11 GJ12 GJ13 GJ14 GJ15e
Vivendi 19,20 0,92 0,95 0,95 1,00 2,00 10,40
Telefónica 9,80 1,56 0,00 0,74 0,74 0,75 7,60
Engie 14,20 1,50 1,50 1,50 1,00 1,00 7,00
Eni 13,60 1,04 1,08 1,10 1,12 0,80 5,90
E.ON 8,60 1,00 1,10 0,60 0,50 0,50 5,80
Société Générale 34,50 0,00 0,45 1,00 1,20 2,00 5,80
Total 42,20 2,28 2,34 2,38 2,44 2,44 5,80
ING 11,40 0,00 0,00 0,00 0,12 0,65 5,70
Intesa Sanpaolo 2,60 0,05 0,05 0,05 0,07 0,14 5,40
Generali 13,10 0,20 0,20 0,45 0,60 0,70 5,40
Allianz 141,50 4,50 4,50 5,30 6,85 7,30 5,20
BBVA 6,20 0,42 0,42 0,37 0,36 0,32 5,10
AXA 21,60 0,69 0,72 0,81 0,95 1,10 5,10
BNP Paribas 45,70 1,20 1,50 1,50 1,50 2,31 5,10
Banco Santander 4,00 0,60 0,60 0,60 0,60 0,20 4,90
Daimler 66,70 2,20 2,20 2,25 2,45 3,25 4,90
Iberdrola 5,90 0,33 0,31 0,27 0,27 0,28 4,70
Nokia 5,50 0,20 0,00 0,08 0,14 0,26 4,70
BASF 62,90 2,50 2,60 2,70 2,80 2,90 4,60
Münchener Rück 180,60 6,25 7,00 7,25 7,75 8,25 4,60
BMW 81,20 2,30 2,50 2,60 2,90 3,50 4,30
Enel 3,70 0,26 0,15 0,13 0,14 0,16 4,30
Unibail-Rodamco 234,20 8,00 8,40 8,90 9,60 9,70 4,10
Sanofi 71,80 2,65 2,77 2,80 2,85 2,93 4,10
Siemens 88,10 3,00 3,00 3,00 3,30 3,50 4,00
Deutsche Post 22,40 0,70 0,70 0,80 0,85 0,85 3,80
Orange 16,00 1,40 0,80 0,80 0,60 0,60 3,80
Schneider Electric 55,80 1,70 1,87 1,87 1,92 2,00 3,60
Deutsche Telekom 15,40 0,70 0,70 0,50 0,50 0,55 3,60
Anheuser-Busch 103,60 1,20 1,57 1,97 2,91 3,60 3,50
Philips 23,70 0,75 0,75 0,80 0,80 0,80 3,40
Saint-Gobain 37,20 1,24 1,24 1,24 1,24 1,24 3,30
UniCredit 3,70 0,00 0,09 0,10 0,12 0,12 3,20
Unilever 39,20 0,88 0,97 1,08 1,14 1,21 3,10
Carrefour 24,90 0,52 0,58 0,62 0,68 0,73 2,90
Vinci 63,00 1,77 1,77 1,77 2,22 1,84 2,90
Air Liquide 97,00 2,07 2,27 2,32 2,55 2,60 2,70
Bayer 97,60 1,65 1,90 2,10 2,25 2,50 2,60
Danone 63,00 1,39 1,45 1,45 1,50 1,60 2,50
Safran 58,30 0,62 0,96 1,12 1,20 1,38 2,40
LVMH 153,70 2,60 2,90 3,10 3,20 3,55 2,30
Airbus 60,80 0,45 0,60 0,75 1,20 1,30 2,10
Inditex 29,30 0,36 0,44 0,48 0,52 0,60 2,00
L'Oréal 153,20 2,00 2,30 2,50 2,70 3,10 2,00
Volkswagen 116,20 3,06 3,56 4,06 4,86 2,06 1,80
SAP 69,60 0,85 0,85 0,95 1,01 1,15 1,70
Essilor 108,80 0,85 0,88 0,94 1,02 1,11 1,00
ASML 85,70 0,47 0,53 0,60 0,70 0,80 0,90
Fresenius 61,50 0,32 0,37 0,42 0,44 0,55 0,90
Deutsche Bank 17,60 0,72 0,72 0,72 0,75 0,00 0,00

Stand: 3. März 2016; Quelle: Commerzbank Schätzungen (DAX-Unternehmen), Factset (Rest); e = erwartet. Frühere Entwicklungen und Prognosen sind kein Indikator für die künftige Entwicklung.

Trotz der attraktiven Dividendenrenditen meiden derzeit viele Investoren wieder die Aktienanlage, da eine ganze Serie von Risikofaktoren den Anlegern schwer zugesetzt hat, beispielsweise die Abwertung der chinesischen Währung, die Abschwächung der chinesischen Wirtschaft, der Ölpreisrutsch und die stetig fallenden Erwartungen für das Wachstum der Weltwirtschaft.

Pessimisten argumentieren, dass die Investoren derzeit ein drohendes Deflationsszenario mit fallenden Dividenden und mittlerweile ineffektiven Notenbanken einpreisen. Daher sind hohe Dividendenrenditen und niedrige Bondrenditen als Deflationswarnsignale einzustufen.

Optimisten sind dagegen überzeugt, dass die Pessimisten falschliegen. Sie werten beispielsweise die guten US-Konjunkturdaten der letzten Wochen als Signal, dass der globale Konsument weiterhin in einer guten Verfassung ist. Sie schätzen daher die DAX-Dividendenrendite von über 3,0 Prozent im aktuellen Niedrigzinsumfeld als Schnäppchen ein.

Mittelfristig stehen wir im Lager der Optimisten und setzen dabei weiterhin auf das weltweit starke Wachstum der M1-Geldmenge. So hat sich in China das Geldmengenwachstum zuletzt von 15 auf 19 Prozent beschleunigt. Im Euroraum wächst die M1-Geldmenge um 10 Prozent und in den USA um 5 Prozent. Im Gegensatz zum Jahr 2008 haben die Konsumenten daher weltweit genügend täglich verfügbares Geld, um beispielsweise Autos zu kaufen.

Daher teilen wir den derzeitigen Pessimismus an den Aktienmärkten nicht. So erwarten wir, dass die chinesische Wirtschaft dank der expansiven Geldpolitik der chinesischen Notenbank einen Absturz verhindern wird. Und auch für den Ölpreis sehen wir im weiteren Jahresverlauf dank der nun stetig fallenden US-Ölproduktion wieder eine Erholung. Daher könnte im Jahresverlauf die Suche nach attraktiven DAX-Dividendenaktien, die eine attraktive Rendite haben und eine steigende Dividende zahlen, wieder an Fahrt gewinnen.

Anlageidee: Zertifikate auf ausgewählte EInzelaktien

Nutzen Sie die Einschätzungen unserer Experten und partizipieren Sie an der Entwicklung dividendenstarker Aktien. Ganz gleich, ob Sie mit Index-Zertifikaten direkt auf einen Korb mit mehreren ausgewählten Aktien setzen möchten oder mit Anlageprodukten eine intelligente Alternative zum reinen Aktieninvestment suchen, bei der Commerzbank werden Sie fündig. Ein Überblick über das gesamte Produktspektrum an Zertifikaten steht Ihnen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.

Commerzbank Dividenden Strategie Index
Der Index beinhaltet ausschließlich Aktien mit aussichtsreichen Kurschancen aus dem EURO STOXX 50. Er enthält mindestens fünf Aktien, welche mithilfe eines mehrstufigen Auswahlverfahrens selektiert werden:

• Dividendenerwartungen der Aktien sollten oberhalb des aktuellen Zinsniveaus liegen

• Aktien weisen ein attraktives technisches Gesamtbild auf.

• Es wird eine Diversifikation hinsichtlich Sektor und Land angestrebt.

Die Zusammensetzung wird jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Commerzbank Dividenden Strategie Index-Zertifikat

WKN

Basiswert

Indexgebühr

Region

Geld-/Briefkurs

CZ3 4QZ

Commerzbank Dividenden Strategie Index

1,00 % p.a.

Europa

146,83/147,08 EUR

Discount-Zertifikate: Attraktivere Seitwärtsrendite
Bei Discount-Zertifikaten trägt neben der Gewinnbegrenzung des Zertifikats vor allem die gezahlte Dividende dazu bei, den Preisabschlag zu finanzieren. Dies wird besonders deutlich, wenn man Zertifikate dividendenstarker Aktien mit schwachen Titeln vergleicht. Denn durch die höhere Dividende kann ein höherer Discount erzielt werden, was dem Anleger im Vergleich zum Direktinvestment einen höheren Puffer im Falle rückläufiger Aktienkurse verschafft bzw. eine attraktivere Seitwärtsrendite bietet.

Discount-Zertifikate

WKN

Basiswert

Cap

Discount

Max. Rendite p.a.

Bewertungstag

Geld-/Briefkurs

CD0 5NH

BMW

79,00 EUR

12,02 %

13,42 %

15.12.2016

71,64/71,65 EUR

CN3 P42

E.ON

8,00 EUR

18,43 %

20,41 %

15.12.2016

6,90/6,91 EUR

CN6 BEA

Engie

14,00 EUR

11,45 %

18,45 %

15.12.2016

12,26/12,27 EUR

CD0 5YP

Münchener Rück

186,00 EUR

7,94 %

14,98 %

15.12.2016

166,90/166,91 EUR

CN3 EPR

Nokia

5,40 EUR

13,08 %

18,22 %

15.12.2016

4,73/4,74 EUR

CD0 BPW

Telefónica

9,50 EUR

15,69 %

16,95 %

15.12.2016

8,40/8,41 EUR

CD2 FZ6

Vivendi

19,00 EUR

10,15 %

13,37 %

15.12.2016

17,02/17,03 EUR

Bonus-Zertifikate: Komfortabler Sicherheitspuffer
Bei Bonus-Zertifikaten kann eine hohe Dividende zur Finanzierung eines zusätzlichen Risikopuffers verwendet werden. Denn die zugrunde liegende Barriere des Zertifikats kann deutlich niedriger gewählt werden als bei einem Titel mit niedrigerer Dividendenrendite. Aber Achtung: Hohe Dividendenzahlungen müssen nicht immer nur von Vorteil sein. Denn am Tag nach der Dividendenzahlung fällt der Aktienkurs in der Regel um den Betrag der Ausschüttung. Dieser Kursrückgang kann bei Produkten mit Barriere eine Gefahr darstellen.

Capped Bonus-Zertifikate

WKN

Basiswert

Bonuslevel/Cap

Barriere

Abstand zur Barriere

Bonusrendite p.a.

Bewertungstag

Geld-/Briefkurs

CD3 7SR

Allianz

189,00 EUR

118,00 EUR

18,76 %

22,17 %

15.12.2016

161,57/161,62 EUR

CD3 TSS

Daimler

80,50 EUR

55,00 EUR

18,06 %

22,73 %

15.12.2016

68,57/68,59 EUR

CD0 C8K

Eni

15,50 EUR

10,50 EUR

22,56 %

17,84 %

15.12.2016

13,63/13,64 EUR

CD2 JGF

ING

13,80 EUR

8,70 EUR

23,11 %

24,41 %

15.12.2016

11,62/11,63 EUR

CR6 HSD

Siemens

119,50 EUR

74,00 EUR

18,37 %

18,29 %

15.12.2016

106,26/106,29 EUR

CD3 QHR

Société Générale

43,00 EUR

26,80 EUR

24,20 %

23,25 %

15.12.2016

36,50/36,51 EUR

CD0 BZF

Telefónica

11,50 EUR

7,50 EUR

25,03 %

20,68 %

15.12.2016

9,92/9,93 EUR

Stand: 18. März 2016; Quelle: Commerzbank Corporates & Markets
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.